Brigitte Macron

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Brigitte Marie-Claude Macron, geborene Trogneux, geschiedene Auzière (* 13. April 1953 in Amiens),[1] ist eine französische Lehrerin. Als Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist sie seit Mai 2017 „Première dame”.[2]

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft, Familie und Ehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brigitte Macron, genannt Bibi,[3] ist eine Tochter von Simone (geborene Pujol; 1910–1998) und Jean Trogneux (1909–1994) und wurde als Nachkömmling mit 20 Jahren Abstand zum ältesten Bruder als jüngstes von sechs Kindern geboren.[1][3] Der wohlhabenden bürgerlichen Familie gehört in Amiens eine 1872 gegründete Schokoladenproduktion mit mehreren Filialen, die unter anderem die lokale Spezialität Macarons d’Amiens herstellt.[4] Am 22. Juni 1974 heiratete Brigitte Trogneux den Bankier André Louis Auzière, damaliger Direktor der Banque Française du Commerce Extérieur.[5] Das Ehepaar lebte zunächst in Paris, später in Straßburg und zuletzt in Amiens.[6] Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, zwei Töchter und ein Sohn.[1]

Brigitte Auzière, die einen Magister in Philosophie hat, war eine Zeit lang Pressesprecherin der Regional- und Handelskammer von Pas-de-Calais, bis sie nach der Geburt einer ihrer Töchter Lehrerin für Französisch und Latein am La Providence wurde, einem Jesuitengymnasium in Amiens.[5] Dort lernte sie den damals 15-jährigen Schüler Emmanuel Macron, einen Klassenkameraden ihrer Tochter Laurence, bei der Mitwirkung in einer Theatergruppe kennen.[3][7]

2006 wurde die Ehe mit Auzière geschieden, und sie nahm eine Tätigkeit in Paris als Lehrerin an der renommierten Jesuitenschule Lycée Saint-Louis-de-Gonzague (in Paris vor allem als Franklin bekannt) auf.[6][3][7][8][9] Am 20. Oktober 2007 heiratete sie Macron.[10][11] 2015 beendete Brigitte Macron ihre Tätigkeit als Lehrerin, um sich der politischen Laufbahn ihres Mannes zu widmen.[3]

Kommunalpolitisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit ihrer ersten Ehe mit André Louis Auzière lebte sie zwischenzeitlich mit ihrer Familie in Truchtersheim im Elsass und arbeitete als Lehrerin in Straßburg. In Truchtersheim kandidierte sie 1989 bei der Kommunalwahl unter ihrem Ehenamen Brigitte Auzière auf der Liste „Truchtersheim demain“. Die Liste erhielt jedoch kein Mandat.[12]

Politisches Engagement des Ehemannes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2016 gründete der Ehemann von Brigitte Macron, Emmanuel Macron, die Bewegung En Marche.[13] Am 16. November 2016 gab er bekannt, dass er als unabhängiger Kandidat zur Präsidentschaftswahl 2017 antreten werde.[14] Seitdem stand seine Frau Brigitte, inzwischen siebenfache Großmutter[15], verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit; häufig wurde der Altersunterschied zwischen ihr und ihrem 1977 geborenen Ehemann thematisiert.

Am 7. Mai 2017 wurde Macron zum achten Staatspräsidenten Frankreichs gewählt; seine Frau Brigitte wurde somit zur Première dame.[15] Ihr Mann trat sein Amt am 14. Mai an.[16]

„Première dame”[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich seines Amtsantritts kündigte Emmanuel Macron an, dass seine Frau künftig eine „öffentliche Rolle“ spielen werde. Ihr Status als „Première dame“ werde genau umrissen werden. Allerdings sei nicht vorgesehen, dass seine Frau aus öffentlichen Geldern bezahlt werde.[17]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Brigitte Trogneux. Geneanet, abgerufen am 15. April 2017.
  2. Annabelle Hirsch: Frankreich: Die Wahl entscheiden die Frauen. In: zeit.de. 15. Februar 2017, abgerufen am 24. April 2017.
  3. a b c d e Caroline Pigozzi: Brigitte et Emmanuel Macron prêts pour tous les défis. In: parismatch.com. 13. April 2016, abgerufen am 24. April 2017 (französisch).
  4. Notre société. In: trogneux.fr. Abgerufen am 24. April 2017 (französisch).
  5. a b Anne Fulda: Brigitte Macron: Sie ist eine Präsidentenfrau der ganz anderen, neuen Art. In: welt.de. 8. Mai 2017, abgerufen am 16. Mai 2017.
  6. a b Sabine Verhest: Brigitte, sans laquelle il ne serait pas lui. In: La Libre Belgique, 8. Mai 2017, S. 13.
  7. a b Sofia Lotto Persio: Emmanuel Macron: From teacher's pet to teacher's husband to President of France? International Business Times UK, 6. Februar 2017, abgerufen am 24. April 2017.
  8. Michaela Wiegel: Seine Lehrerin. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Mai 2017, S. 9.
  9. Harriet Agnew: Macron’s wife is the power behind his campaign. In: ft.com. 5. Mai 2017, abgerufen am 16. Mai 2017 (englisch).
  10. Karine Hernandez: Les images inédites du mariage d’Em­ma­nuel Macron et Brigitte Trogneux. In: gala.fr, 3. Mai 2017, abgerufen am 17. Mai 2017 (französisch).
  11. Les images inédites du mariage de Brigitte et Emmanuel Macron. Vanity Fair, 22. November 2016, abgerufen am 4. Mai 2017.
  12. Renaud Hartzer: Brigitte Macron a fait ses premiers pas en politique... en Alsace. In: france3-regions.francetvinfo.fr. 8. Mai 2017, abgerufen am 16. Mai 2017 (französisch).
  13. Emmanuel Macron: Frankreichs Wirtschaftsminister gründet eigene Bewegung. In: zeit.de. 6. April 2016, abgerufen am 24. April 2017.
  14. Frankreich: Macron gibt Präsidentschaftskandidatur bekannt. In: Spiegel Online. 16. November 2016, abgerufen am 24. April 2017.
  15. a b Brigitte Macron: Das ist die zukünftige Première Dame. In: Augsburger Allgemeine. 8. Mai 2017, abgerufen am 8. Mai 2017.
  16. Investiture, nomination du premier ministre, législatives… Le calendrier des prochaines semaines de Macron. Le Monde, 7. Mai 2017, abgerufen am 8. Mai 2017.
  17. Antoine Llorca: A l'Élysée, quel sera le rôle de Brigitte Macron, nouvelle Première dame ? In: lci.fr. 14. Mai 2017, abgerufen am 16. Mai 2017 (französisch).