Brillenpinguine

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Brillenpinguine
Brillenpinguine (Spheniscus demersus)

Brillenpinguine (Spheniscus demersus)

Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Pinguine (Sphenisciformes)
Familie: Pinguine (Spheniscidae)
Gattung: Brillenpinguine
Wissenschaftlicher Name
Spheniscus
Möhring, 1758
Brillenpinguine am Stony Point in Betty's Bay

Die Brillenpinguine (Spheniscus) sind eine Vogelgattung innerhalb der Familie der Pinguine (Spheniscidae). Sie bilden eine sehr homogene Gattung, die vermutlich sehr jungen Ursprungs ist. Mit dem Galápagospinguin gehört zu dieser Gattung der einzige Pinguin, der auf der nördlichen Hemisphäre brüten. Der Humboldtpinguin, der ebenfalls zu dieser Gattung zählt, war ursprünglich außerordentlich häufig. Es gab in jüngster Zeit jedoch auf Grund von Überfischung seiner Hauptnahrung, den Anchovis, sowie durch den Guanoabbau und damit einer Vernichtung seiner Brutmöglichkeiten einen starken Bestandsrückgang.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vier Arten zeichnen sich durch schwarze Streifen an den Flanken, ein charakteristisches schwarz-weißes Kopfmuster und nackte Haut am Kopf aus. Die kleinste Art ist der Galápagospinguin, der eine Körperlänge von 55 Zentimeter erreicht. Humboldpinguin und Magellanpinguin erreichen jeweils eine Körperlänge von 70 Zentimeter. Der Brillenpinguin ist mit einer Körperlänge von 65 Zentimeter geringfügig kleiner. Alle Arten brüten in Höhlen. Die Brutdauer beträgt zwischen 37 und 43 Tagen.[1]

Da sich die Galápagos-Inseln auf dem Äquator befinden, sind die Galápagos-Pinguine der Insel Isabela die einzige Pinguinart, die auch auf der nördlichen Hemisphäre brüten. Damit sind sie die am weitesten nördlich lebenden Pinguine. Die Vögel bleiben das ganze Jahr über bei ihren Kolonien, Brutzeit und Mauser sind meist sehr variabel und recht unabhängig von der Jahreszeit. Zwergpinguine und die Jungen der Brillenpinguine sehen sich sehr ähnlich, ein Befund, der als Hinweis auf die enge Verwandtschaft der beiden Gattungen gewertet wird.

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der Brillenpinguine unterscheidet man vier Arten:

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Humboldtpinguin wurde 1834 von Franz Julius Ferdinand Meyen erstmals wissenschaftlich beschrieben. Mit dem Artepitheton humboldi ehrte Meyen den Pinguin dessen erstem Entdecker Alexander von Humboldt, welcher diese Art bereits während seiner Amerikareise 1799–1804 in der Gegend um Callao im heutigen Peru beobachtet haben soll.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • W. Grummt, H. Strehlow (Hrsg.): Zootierhaltung Vögel. Verlag Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-8171-1636-2.

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. W. Grummt, H. Strehlow (Hrsg.): Zootierhaltung Vögel. Verlag Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-8171-1636-2. S. 61
  2. Bo Beolens: Whose Bird? Men and Women Commemorated in the Common Names of Birds. Christopher Helm, London 2003.