Britische Universitäten

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Britische Universitäten und das Britische Hochschulwesen unterscheiden sich teilweise stark von denen kontinentaleuropäischer Länder.

Die ältesten Institutionen sind die im 13. Jahrhundert gegründete Universität Cambridge und die im 14. Jahrhundert gegründete schottische Universität St Andrews. Bis ins 19. Jahrhundert wurden in England keine weiteren Universitäten gegründet. Die Liste der Ancient Universities umfasst deshalb hauptsächlich schottische Universitäten:

Charakteristisch für die englischen Universitäten ist das College-System: Man ist primär Mitglied eines Colleges, und dadurch Mitglied der Universität.

Die schottischen Universitäten (St Andrews, Aberdeen, Glasgow, Edinburgh) sind kirchliche Gründungen (Ausnahme: Edinburgh, städtische Gründung), in ihnen gibt es kein College-System, wenn auch einige Colleges inkorporiert sind und diese einen besonderen Charakter haben (Beispiele: St Mary's in St Andrews und New College in Edinburgh (beides theologische Fakultäten)). Während es in England bis ins 19. Jahrhundert nur zwei Universitäten gab, hatte Schottland schon vier Universitäten, bei denen der Zugang zu den Abschlüssen allen Männern offenstand.

Die 1836 gegründete Universität London ist ein Gebilde eigener Art: Sie umfasst einerseits Colleges (Listed Bodies), die auf einen Abschluss der University of London vorbereiten, andererseits aber auch Institutionen mit eigenem Prüfungsrecht (Recognised Bodies), darunter so weltberühmte wie die London School of Economics and Political Science. Anstoß für die Gründung der Universität London gab unter anderem das Insistieren von Oxford und Cambridge auf einer theologischen Prüfung, die bis 1875 Voraussetzung für die Graduierung zum Master of Arts war und die de facto Juden und Dissenter von höheren Studien ausschloss.

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