British Academy Film Award/Rising Star Award

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
James McAvoy, erster Preisträger im Jahr 2006
Eva Green
Shia LaBeouf
Kristen Stewart
Tom Hardy
Juno Temple

Der Rising Star Award (dt.: „Aufgehender-Stern-Preis“; seit 2013 offiziell EE Rising Star Award, 2011–2012 Orange Wednesdays Rising Star Award, früher Orange Rising Star Award) ist der einzige Publikumspreis, der im Rahmen der British Academy Film Awards (BAFTA Awards) vergeben wird. Die 2006 vom Telekommunikationsunternehmen Orange gesponserte Auszeichnung wird in Erinnerung an die britische Casting-Regisseurin Mary Selway (1936–2004) an internationale Nachwuchsdarsteller verliehen. Sie ersetzte den bis dahin ausgelobten Orange-Publikumspreis für den besten Film des zurückliegenden Kinojahres.[1] Bereits von 1953 bis 1985 war eine solche Kategorie (Most Promising Newcomer to Leading Film Roles bzw. Most Outstanding Newcomer to Film) bei den BAFTA Awards ausgelobt. Seit 2013 fungiert die Orange-Schwestergesellschaft EE als Sponsor.[2]

Nominierte Schauspieler sind in der Regel bereits mehrere Jahre im Filmgeschäft tätig, zwischen 18 und 32 Jahre alt und dem britischen Filmpublikum bekannt. Nur in Ausnahmefällen soll der Rising Star Award an einen Filmdebütanten vergeben werden. Die Ehrung von Kinddarstellern ist nicht vorgesehen.[1]

Darsteller werden von BAFTA-Mitgliedern und Vertretern der Filmindustrie vorschlagen. Die Schauspieler sollten bereits in mehreren Filmen aufgetreten sein, von denen mindestens einer im zurückliegenden Kalenderjahr oder vor der BAFTA-Verleihung (Januar/Februar) veröffentlicht wurde. Die Namen wurden in der Vergangenheit auf einer sogenannten „Longlist“ gesammelt und durch eine Jury in einer geheimen Wahl auf fünf nominierte Darsteller reduziert. Die Jury besteht jährlich aus bis zu 13 Mitgliedern – Schauspielern, Casting-Regisseuren, Filmproduzenten, Medienvertretern, BAFTA-Filmkomitee-Mitgliedern und i. d. R. dem jeweils letztjährigen Gewinner.[3] Über die nominierten Schauspieler, die noch vor den regulären Filmpreis-Nominierungen bekanntgegeben werden, stimmt das Publikum via Internet-Voting (früher auch via SMS) ab.[4] Der Nominierte mit den meisten Stimmen wird im Rahmen der BAFTA-Verleihung mit dem Rising Star Award, einer speziell gefertigten BAFTA-Maske, geehrt.

Bei der Verleihung im Jahr 2011 wurde kurzfristig der Abstimmungsmodus verändert. Vorschlagsberechtigt waren Schauspieler, die im vergangenen Kalenderjahr in einem in Großbritannien veröffentlichten Kinofilm zu sehen waren. Die Jury (u. a. bestehend aus Tom Ford, Peter Sarsgaard, Natasha McElhone und Mike Newell, unter Vorsitz der Filmproduzentin Finola Dwyer) wählte im Voraus acht Darsteller aus, die in einer Publikumswahl von den Kunden des Handy-Bezahldienstes Orange Wednesday auf fünf Nominierte reduziert wurden, über die dann öffentlich abgestimmt wurde.[5] 2012 waren auf der Longlist zehn Darsteller verzeichnet.[6]

Bisher am häufigsten ausgezeichnet wurden britische Nachwuchsdarsteller (vier Siege), gefolgt von ihren Kollegen aus den Vereinigten Staaten (zwei) und Frankreich (ein Sieg). 2009 konkurrierte der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender um die Auszeichnung.

Gewinner und Nominierte[Bearbeiten]

2006

James McAvoy (Großbritannien)

Chiwetel Ejiofor (Großbritannien)
Gael García Bernal (Mexiko)
Rachel McAdams (USA)
Michelle Williams (USA)


2007

Eva Green (Frankreich)

Emily Blunt (Großbritannien)
Naomie Harris (Großbritannien)
Cillian Murphy (Irland)
Ben Whishaw (Großbritannien)


2008

Shia LaBeouf (USA)

Sienna Miller (Großbritannien)
Ellen Page (USA)
Sam Riley (Großbritannien)
Tang Wei (China)


2009

Noel Clarke (Großbritannien)

Michael Cera (Kanada)
Michael Fassbender (Deutschland/Irland)
Rebecca Hall (Großbritannien)
Toby Kebbell (Großbritannien)


2010

Kristen Stewart (USA)

Jesse Eisenberg (USA)
Nicholas Hoult (Großbritannien)
Carey Mulligan (Großbritannien)
Tahar Rahim (Frankreich)


2011

Tom Hardy (Großbritannien)

Gemma Arterton (Großbritannien)
Andrew Garfield (Großbritannien/USA)
Aaron Johnson (Großbritannien)
Emma Stone (USA)


2012

Adam Deacon (Großbritannien)

Chris Hemsworth (Australien)
Tom Hiddleston (Großbritannien)
Chris O’Dowd (Irland)
Eddie Redmayne (Großbritannien)


2013

Juno Temple (Großbritannien)

Elizabeth Olsen (USA)
Andrea Riseborough (Großbritannien)
Suraj Sharma (Indien)
Alicia Vikander (Schweden)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Background to the Orange Wednesdays Rising Star Award bei bafta.org, 5. Januar 2009 (abgerufen am 27. Juni 2011).
  2. EE Announced as Title Sponsor for the British Academy Film Awards in 2013 bei bafta.org, 14. November 2012 (abgerufen am 12. Januar 2013).
  3. Noel Clarke joins the 2010 Orange Rising Star Jury bei bafta.org, 1. Dezember 2009 (abgerufen am 27. Juni 2011).
  4. ENP Newswire: Kristen Stewart wins the Orange Rising Star Award. 22. Februar 2010 (abgerufen via LexisNexis Wirtschaft).
  5. Nominees Are Unveiled For the Orange Wednesdays Rising Star Award 2011 bei bafta.org, 10. Januar 2011 (abgerufen am 27. Juni 2011).
  6. Orange Wednesdays Rising Star Award 2012 bei bafta.org, 5. September 2011 (abgerufen am 18. Dezember 2011).