British Airways

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British Airways
Logo der British Airways
Airbus A380-800
IATA-Code: BA
ICAO-Code: BAW
Rufzeichen: SPEEDBIRD
Gründung: 1974
Sitz: London,
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

London-Heathrow

Unternehmensform: Limited
ISIN: GB0001290575
IATA-Prefixcode: 125
Leitung: Keith Williams (CEO)
Umsatz: 11.48 Milliarden (2011)
Fluggastaufkommen: 34.6 Millionen (2008)
Allianz: oneworld
Vielfliegerprogramm: Executive Club
Flottenstärke: 263 (+ 42 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.britishairways.com

British Airways, kurz BA, ist die größte britische Fluggesellschaft mit Sitz in London und Drehkreuz auf dem Flughafen London-Heathrow. Sie ist eine der weltgrößten Fluggesellschaften und Gründungsmitglied der Luftfahrtallianz oneworld. Zusammen mit Iberia bildet sie die Holding International Airlines Group.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte von British Airways beginnt mit der Fusion von Instone, Handley Page, Daimler Airway und British Air Marine Navigation zu Imperial Airways am 31. März 1924, die Interkontinentalflüge anbot. 1935 schlossen sich vier britische Fluglinien, die einen Flugdienst innerhalb Europas anboten, zu British Airways zusammen. Aufgrund eines vom Parlament erlassenen Gesetzes wurden Imperial Airways und British Airways 1939 verstaatlicht und zur British Overseas Airways Corporation (BOAC) verschmolzen. Im August 1946 wurde der innereuropäische Flugverkehr unter dem Namen British European Airways (BEA) aus dem Konzern ausgegliedert. Ein Helikopterflugdienst namens British Airways Helicopters wurde 1964 gegründet, zu seinen Aufgaben gehörte auch die Seenotrettung.

Das Jet-Zeitalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Vickers Viscount der BA 1975
Eine Lockheed L-1011 der BA 1986

Im Jahr 1967 übernahm BEA die BKS Air Transport (ab November 1970 Northeast Airlines) sowie die Cambrian Airways, um sich weitere regionale Transportstrecken zu sichern. Die BEA gründete Anfang 1969 die BEA Airtours, später British Airtours, die Charter- und Reiseflüge anbot. Am 1. September 1972 wurden BOAC und BEA zur heutigen British Airways verschmolzen, der erste Auftritt unter dem neuen Namen erfolgte am 1. April 1974. Im März 1976 gingen die Tochtergesellschaften Cambrian Airways und Northeast Airlines in der British Airways auf.

Im Juli 1979 gab die britische Regierung ihre Pläne bekannt, BA zügig privatisieren zu wollen. Massive Verluste auf Grund einer anhaltenden Rezession verzögerten diese Pläne aber. Durch den ebenso rasanten wie massiven Anstieg der Treibstoffpreise infolge der anhaltenden Wirtschaftskrise, wurden bei BA drastische Maßnahmen nötig, um das Überleben des Betriebs zu sichern. Kurzfristig wurden nicht profitable Routen eingestellt, Personal abgebaut und Flugzeuge stillgelegt, mittelfristig erfolgte bis Mai 1982 im Unternehmen eine umfangreiche Neustrukturierung in verschiedene Geschäftsbereiche mit eigenen Wirtschaftsplänen. Am 1. Mai 1984 wurde das Unternehmen zu British Airways Plc. und war damit vollständig privatisiert. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre ging es dem Unternehmen wirtschaftlich gut, sodass zunehmend Beteiligungen an anderen Fluggesellschaften angestrebt wurden. Außerdem wurde das eigene Branding überarbeitet und modernisiert.

1990er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine ehemalige Boeing 757-200 der BA mit einer der in den 1990ern verwendeten "Ethnic"-Lackierungen auf dem Leitwerk

1992 übernahm BA die kleine deutsche Fluggesellschaft Delta Air, die in Deutsche BA umbenannt wurde. Damit wollte BA auf dem deutschen Markt stärker in Erscheinung treten. Da diese jedoch keine Gewinne erbrachte, wurde sie am 2. Juni 2003 an die Intro Verwaltungsgesellschaft verkauft.

Seit Anfang der 1990er hatte British Airways, wie andere ehemals staatliche Fluggesellschaften, mit einer zunehmenden Konkurrenz an Billigfluggesellschaften zu kämpfen. Dennoch war British Airways im Rezessionsjahr 1992 die weltweit einzige internationale Fluggesellschaft, die keinen Verlust machte. Im Gegensatz zu den europäischen Hauptkonkurrenten Lufthansa und Air France erkannte BA bereits in den 1990er Jahren das Problem und begann ihr Konzept zu überarbeiten. Durch die starke Konkurrenz von Easyjet und Ryanair auf innereuropäischen Strecken begann ein Teilrückzug von diesen Verbindungen und eine Verstärkung des Interkontinentalverkehrs, insbesondere nach Südostasien und Nordamerika.

1999 unterzeichnete BA ein Franchise-Abkommen mit Comair South Africa, die seitdem Crews und Flugzeuge im British-Airways-Design ausstattet, seit 2000 ist BA mit 18 % an der Fluggesellschaft beteiligt. Ebenfalls 1999 gründete BA die internationale Luftfahrtallianz oneworld mit.

2000er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waterside, der Sitz von British Airways

Unter anderem bedingt durch den Teilrückzug vom innereuropäischen Markt konnte die irische Ryanair 2003 erstmals behaupten, auf Verbindungen zwischen Großbritannien und Kontinentaleuropa mehr Passagiere als British Airways befördert zu haben. BA versuchte dieser Entwicklung mit der 2002 gegründeten Tochtergesellschaft BA Citiexpress entgegenzutreten. Da diese jedoch rote Zahlen schrieb, wurde sie im Januar 2006 in BA Connect umbenannt und neupositioniert. BA bot nun Flüge ab 25 GBP an, von allen britischen Flughäfen mit Ausnahme der Londoner Flughäfen. Am 1. März 2007 wurde die weiterhin verlustbringende Tochtergesellschaft jedoch schließlich an die britische Billigfluggesellschaft Flybe verkauft. Ausgenommen hiervon sind die Routen vom Londoner City Airport, die unter dem neuen Namen BA Cityflyer weiterbetrieben werden sollen. Gleichzeitig übernahm BA 15 Prozent der Anteile an Flybe.

Am 24. Oktober 2003 stellte BA als letzte Fluggesellschaft den Betrieb der Concorde ein. Infolge des Absturzes einer Concorde der Air France bei Paris im Juli 2000 und den Terroranschlägen des 11. September 2001 konnten die Betriebskosten nicht mehr gedeckt werden. Hinzu kam die Entscheidung des Luftfahrtkonzerns EADS, die Kosten für die Ersatzteile drastisch zu erhöhen.

Am 12. November 2009 kündigten British Airways und Iberia ihre Fusion zur weltweit drittgrößten Fluggesellschaft an. Die beiden Gesellschaften streben den Abschluss der 7-Milliarden-Dollar Fusion für Ende des Jahres 2010 an.[1] Am 8. April 2010 wurde der Vertrag über die Fusion unterzeichnet. Demnach werden beide Airlines in ein neues Unternehmen namens International Airlines Group eingebracht, woran BA 55 % und Iberia 45 % halten werden. Mittelfristig soll – obwohl beide Unternehmen erhalten bleiben – dadurch ein jährliches Einsparungspotential von 400 Millionen Euro ausgenutzt werden.[2]

2010er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Economy-Class an Bord eines Airbus A321-200 der British Airways

Im Juli 2010 erhielten British Airways und Iberia von der EU die Genehmigung, sich wirtschaftlich unter einer gemeinsamen Dachgesellschaft zusammenzuschließen. Als CEO der International Airlines Group genannten Holding fungiert der bisherige BA-Chef Willie Walsh. Beide Airlines werden aber ihre individuellen Marken und Produkte behalten, der Name der Holding wird dafür nicht benutzt. Am 21. Januar 2011 wurde der Zusammenschluss mit dem Eintrag in das Handelsregister abgeschlossen.[3]

Ebenfalls im Juli 2010 erhielten British Airways, Iberia und American Airlines darüber hinaus die Genehmigung von der EU und dem US-amerikanischen Department of Transportation (DOT), das Geschäft mit Transatlantikverbindungen zukünftig in Form eines Bündnisses kooperativ zu betreiben.[4]

Im Januar 2014 gab British Airways bekannt, sich aus dem Geschäft mit reinen Frachtflügen unter der Marke British Airways World Cargo zurückzuziehen. Ein entsprechender Vertrag mit Global Supply Systems über den Betrieb von drei Boeing 747-8F wurde entsprechend zum April 2014 gekündigt.[5]

Geschäftszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Geschäftsjahr 2004/2005 beförderte British Airways 35 Millionen Passagiere (Vorjahr: 37 Millionen Passagiere) zu 222 Destinationen in 95 Ländern. Im selben Berichtszeitraum waren fast 52.000 Mitarbeiter bei British Airways beschäftigt. Der Umsatz lag 2004/2005 bei rund 7,8 Milliarden Pfund Sterling (Vorjahr: 7,6 Milliarden Pfund Sterling). Die Fluggesellschaft erwirtschaftete trotz sinkender Passagierzahlen einen Gewinn von 415 Millionen Pfund Sterling (Vorjahr: 230 Millionen Pfund Sterling).

Im Geschäftsjahr 2009/2010 beförderte British Airways 32 Millionen Passagiere (Vorjahr: 33 Millionen Passagiere) zu 150 Destinationen in 72 Ländern. Im selben Berichtszeitraum waren fast 38.000 Mitarbeiter bei British Airways beschäftigt (Vorjahr: fast 42.000 Mitarbeiter). Der Umsatz lag 2009/2010 bei rund 8,0 Milliarden Pfund Sterling (Vorjahr: rund 9,0 Milliarden Pfund Sterling). Die Fluggesellschaft erwirtschaftete bei sinkenden Passagierzahlen einen Verlust von 425 Millionen Pfund Sterling (Vorjahr: 358 Millionen Pfund Sterling).

Im Geschäftsjahr 2012 geht man, trotz hoher Umsatzzuwächse und der erhöhten Nachfrage bei den Transatlantikflügen, beim Mutterkonzern von British Airways und Iberia von einem Verlust von ca. 146 Millionen Euro aus. Grund hierfür sei nach Angaben des Mutterkonzern International Airlines Group (IAG) der stark gestiegene Kerosinpreis.

Beteiligungen und Allianzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

British Airways hält 13,55 % an der spanischen Fluglinie Iberia, 14,6 % an der britischen Billigfluggesellschaft Flybe sowie 9,6 % an der südafrikanischen Fluggesellschaften-Betreibergesellschaft Comair.[6] Bis 2004 hielt BA zudem 18,25 Prozent an Qantas Airways, an die sie auch weiterhin sieben Boeing 767 vermietet hat. Es bestehen Franchise-Vereinbarungen mit Sun Air of Scandinavia in Dänemark. Die Vereinbarungen mit GB Airways und Loganair wurden am 30. März 2008 beziehungsweise am 25. Oktober 2008 aufgelöst.

BA suchte seit etwa Mitte der 90er nach einer Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit mit American Airlines. Die beiden letzten Versuche, sich mit der größten US-Fluggesellschaft zusammenzuschließen, waren immer wieder von Regierungsbehörden gestoppt worden. Im Juli 2010 allerdings erhält BA zunächst von der EU die Erlaubnis, sich mit der spanischen Iberia zusammenzuschließen, sowie mit Iberia und American Airlines das transatlantische Geschäft als Joint Business mit gemeinsamen Umsatztöpfen zu betreiben. Diese Entwicklung wird allgemein als Schlüsselvorgang gesehen, sich im wirtschaftlich wichtigsten Markt neu zu positionieren.

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von BA angeflogene Länder 2009

British Airways bedient als eine von wenigen Fluggesellschaften Ziele auf sechs Kontinenten. Ihre Heimatbasis ist das eigens für sie errichtete Terminal 5 auf dem Flughafen London-Heathrow, von wo aus viele Routen starten. Neben einigen britischen und zahlreichen europäischen Destinationen werden auch zahlreiche Langstreckenflüge angeboten. Das Netzwerk umfasst beispielsweise Aberdeen, Barcelona, Moskau, Los Angeles, Buenos Aires, Peking, Tokyo und Sydney. Weitere Bases sind Gatwick Airport (südlich von London), von dem aus hauptsächlich kleinere europäische Städte wie etwa Bologna sowie diverse Ziele in der Karibik bedient werden und London City Airport (nahe dem Stadtzentrum), von dem aus ebenfalls hauptsächlich europäische Städte sowie der John F. Kennedy International Airport in einer reinen Business Class-Konfiguration angeflogen werden.[7]

Als vierte Basis wird London Stansted Airport, von wo in erster Linie Billigfluggesellschaften starten, als Basis aufgebaut. Geplant sind typische Feriendestinationen wie Faro, Malaga, Palma und Ibiza, die mit Embraer 190 der Tochtergesellschaft BA CityFlyer angeflogen werden. Der Ausbau erfolgt einerseits wegen der Konkurrenz der Billigfluggesellschaften, andererseits wegen den Gebühren am London City Airport.[8]

Ziele im D-A-CH-Raum sind derzeit Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart und Friedrichshafen in Deutschland, in Österreich Wien, Salzburg und Innsbruck sowie Basel, Zürich und Genf in der Schweiz.

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktive Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Airbus A321-200 der British Airways
Eine Boeing 747-400 der British Airways
Eine Boeing 777-200ER der British Airways

Mit Stand Dezember 2015 besteht die Flotte von British Airways aus 263 Flugzeugen[9] mit einem Durchschnittsalter von 12,7 Jahren:[10]

Flugzeugtyp aktiv bestellt[11][12][13] Anmerkungen
Airbus A318-100 002 betrieben durch British Airways Ltd
Airbus A319-100 044
Airbus A320-200 066 10 mit Sharklets
Airbus A321-200 018
Airbus A350-1000 018
Airbus A380-800 011 001
Boeing 747-400 040 werden modernisiert, British Airways betreibt die weltgrößte 747-Flotte
Boeing 767-300 012
Boeing 777-200 045
Boeing 777-300 012
Boeing 787-8 008
Boeing 787-9 005 011
Boeing 787-10 012
Gesamt 263 042

Weitere Flugzeuge werden durch die Tochtergesellschaft BA CityFlyer eigenständig betrieben und in Südafrika durch Comair South Africa auf Franchisebasis für British Airways.

Ehemalige Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

British Airways' erste Concorde in Heathrow Airport, 15. Januar 1976
Eine Vickers VC10 1975
Eine Vickers Vanguard 1976
Eine BAC 1-11 1983

Nach ihrer Gründung setzte British Airways ab 1974 folgende Flugzeugtypen ein:[14][15][16][17][18][19]

Flugzeugtyp eingeflottet ausgeflottet
Airbus A320-100 1988 2008
BAC One-Eleven 400 1974 1996
BAC One-Eleven 500 1974 1993
BAe 146 1992 1994
BAe ATP 1988 2008
Boeing 707-300 1974 1984
Boeing 707-400 1974 1981
Boeing 737-200 1977 2001
Boeing 737-300 1988 2009
Boeing 737-400 1991 2015
Boeing 737-500 1996 2009
Boeing 747-100 1974 1999
Boeing 747-200 1977 2003
Boeing 757-200 1983 2011
Aérospatiale-BAC Concorde 1976 2003
Hawker Siddeley Trident 1 1974 1983
Hawker Siddeley Trident 2 und 3 1974 1985
Hawker Siddeley HS 748 1975 1990
Lockheed Tristar 1 1974 1990
Lockheed Tristar 200 1980 1991
Lockheed Tristar 500 1979 1987
McDonnell Douglas DC-10 1988 1999
Vickers VC10 1974 1979
Vickers Super VC10 1974 1981
Vickers Vanguard 1974 1979
Vickers Viscount 700 1974 1975
Vickers Viscount 800 1974 1982

Tochterfluggesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

OpenSkies[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Boeing 757-200 der OpenSkies

Am 19. Juni 2008 nahm die BA-Tochtergesellschaft OpenSkies mit einer Boeing 757-200 den Betrieb zwischen Paris-Orly und New York JFK auf. Im Oktober 2008 folgte eine tägliche Verbindung zwischen New York und Amsterdam. Bis Ende 2009 soll die Flotte auf sechs Flugzeuge ausgebaut und das Streckennetz erweitert werden. Die eingesetzten Boeing 757 fliegen in einer Zweiklassenbestuhlung mit nur 64 Sitzplätzen. Im Juli 2008 erweiterte British Airways die OpenSkies-Flotte durch Übernahme der französischen Fluggesellschaft L'Avion, mit der zuvor bereits eine Codesharing-Vereinbarung existierte. Bis Anfang 2009 wurde die Fluggesellschaft vollständig integriert.[20]

BA CityFlyer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BA CityFlyer ging 2007 aus der an Flybe verkauften Tochtergesellschaft BA Connect hervor und operiert ausschließlich vom Londoner City Airport. Insgesamt werden von dort zehn nationale und europäische Ziele angeflogen. Seit September 2009 ersetzte BA CityFlyer ihre Flotte von Avro RJ85 und Avro RJ100 durch Maschinen der Typen Embraer 170 und Embraer 190.[21]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Geschichte der heutigen British Airways seit 1974 gab es lediglich einen Absturz sowie eine als Unfall einzustufende Notlandung; die beiden Vorgängergesellschaften (BEA[22] und BOAC[23]) kommen hingegen auf 124, Imperial Airways auf nochmal 41.[24]

BA038 am 17. Januar 2008 in London
  • 17. Januar 2008: Auf dem Londoner Flughafen Heathrow setzte eine Boeing 777-236ER (G-YMMM), Flug-Nr. BA038, aus Peking beim Landeanflug etwa 400 m vor Beginn der Südbahn auf einem Rasenstück auf, wobei das Fahrwerk einbrach. 136 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder wurden evakuiert. 13 Menschen wurden leicht verletzt. Die Unglücksursache ist auf Eis in den Treibstoffleitungen zurückzuführen. Dieses wurde durch Veränderungen der Schubkraft beim Anflug auf London aufgrund von Unwetter gelöst und verstopfte so die Treibstoffleitungen.[25][26][27]
  • 8. September 2015: Auf dem Las Vegas McCarran International Airport geriet auf dem British Airways Flug 2276 (Boeing 777-200ER, G-VIIO), beim Start das Triebwerk 1 in Brand. Die 159 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder konnten sich über Notrutschen in Sicherheit bringen.[28][29] Die US-amerikanische Flugsicherheitsbehörde National Transportation Safety Board führt eine Untersuchung durch[30]. Laut Zwischenbericht des NTSB, ist die Ursache dieses Zwischenfalls in dem Hochdruckkompressor des Triebwerks zu finden. Es wurden auf der Landebahn Teile der achten Stufe des Kompressors gefunden.[31]


  • 18. April 2016: Im Anflug auf den Flughafen London Heathrow kollidierte ein Airbus A320 der British Airways mit einem unbekanntem Gegenstand. Laut Aussage des Piloten handelte es sich womöglich um die Drohne eines Privatbesitzers, der nun mit Hochdruck von der Polizei gesucht wird. Der Airbus konnte sicher landen und nach einer gründlichen Untersuchung durch Techniker seinen Weiterflug durchführen. Bei diesem Unglück kam es weder zu Verletzungen noch zu Schäden am Flugzeug.[32]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 wurde British Airways von Skytrax als beste Fluggesellschaft der Welt ausgezeichnet und verdrängte damit Cathay Pacific vom ersten Platz.

Im Dezember 2007 wurde British Airways zum dritten Mal in Folge bei den World Travel Awards in der Kategorie 'World's Leading Airline' (weltbeste Airline) ausgezeichnet. Des Weiteren gewann British Airways die Auszeichnungen 'Europe's Leading First Class Airline' (beste First Class-Airline Europas) und 'Europe's Leading Airline Website' (beste Airline-Webseite Europas).[33][34] Lässt man die Kategorien, welche Billig- oder Charterfluggesellschaften betreffen, weg, so war British Airways in sämtlichen Kategorien außer einer nominiert. Außerdem wurde die Oneworld-Allianz seit dem Bestehen dieser Kategorie ununterbrochen und somit zum fünften Mal in Folge zur weltweit besten Airline-Allianz ('World's Leading Airline Alliance') gewählt. 2012 wurde British Airways zudem von Skytrax in der Kategorie "Best Translantic Airline" (Beste Transatlantik Fluggesellschaft) zum Gewinner gekürt.[35]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskriminierungsvorwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 löste die Fluglinie eine Kontroverse aus, als sie der koptisch-orthodoxen Angestellten Nadia Eweida in Uniform das sichtbare Tragen eines etwa zwei Zentimeter großen Kreuzanhängers untersagte, jedoch Angehörigen der Sikh das Tragen von Turbanen sowie bei weiblichen Muslimen Kopftücher erlaubte. Die Fluglinie teilte zu dieser Differenzierung mit, dass Kreuze nicht offen getragen werden müssten, um die christliche Religion auszuleben, während Turbane und Kopftücher nicht verborgen werden könnten. Bei anderen Fluggesellschaften, beispielsweise bmi, bestehen bereits seit längerer Zeit vergleichbare Regelungen. Inzwischen hat das Unternehmen eingelenkt und das Kreuzverbot wieder abgeschafft. Der ehemalige Premierminister Tony Blair riet dem BA-Vorstandsvorsitzenden Martin Broughton zum Nachgeben.

Im November 2006 kam zudem ein Fall von Männerdiskriminierung heraus, da gemäß der Richtlinie der British Airways erwachsene Männer aus „Kinderschutzgründen“ (engl. Child-Welfare-Programme) nicht neben Kindern ohne Begleitung sitzen dürfen. Umplatzierungswünsche werden durch das Flugpersonal ohne Angaben von Gründen an die Männer herangetragen. In dem konkret bekannt gewordenen Fall wurde ein Abflug bis zur räumlichen Trennung verweigert. In offiziellen Stellungnahmen wurde seitens British Airways mitgeteilt, dass es als verantwortungsvolle Fluggesellschaft ihre Pflicht sei, alleinreisende Kinder von Männern zu trennen.[36] Vergleichbare Richtlinien gibt es auch bei anderen Fluggesellschaften, beispielsweise Qantas und Air New Zealand.[37]

Gepäckverluste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Studie des Airport Transport Users Council stufte British Airways für das Jahr 2006 als die europäische Fluglinie mit den meisten Gepäckverlusten ein.[38] Nach Angaben der BBC verlor British Airways im Jahr 2006 pro Tag 3000 Gepäckstücke. Ein wesentliches Problem stellt hierbei das Drehkreuz London-Heathrow mit seiner teilweise veralteten Infrastruktur dar. Dieses Problem sollte mit der Eröffnung des neuen Terminal 5 im Jahr 2008 behoben werden. Gesondert ist die mehrfache Sperrung des Flughafens London-Heathrow im Jahr 2006 aufgrund schlechten Wetters und Terrorwarnungen zu berücksichtigen. Die Verlustrate während derartiger Ereignisse liegt deutlich höher als unter normalen Umständen und wirkt sich wesentlich auf die Statistik aus. So gingen beispielsweise im Juni 2007 innerhalb eines Wochenendes 12.000 Stücke infolge verschärfter Sicherheitsmaßnahmen verloren.[39]

Kartellstrafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2007 verhängte das britische Kartellamt eine Strafe von 121,5 Millionen Pfund (180 Mio. €) gegen British Airways. Grund für die bis dahin höchste von der Wettbewerbsbehörde verhängte Strafe waren illegale Absprachen bezüglich der Kerosinzuschläge zwischen British Airways und Virgin Atlantic von August 2004 bis Januar 2006. Weitere 300 Millionen US-Dollar (148 Mio. Pfund) muss BA an das US-Justizministerium zahlen, das ebenfalls in diesem Fall ermittelte. Damit beläuft sich die Gesamtstrafe auf etwa 270 Millionen Pfund. BA hatte bereits im Vorfeld der Entscheidung mitgeteilt, dass die Fluggesellschaft vorsorglich 350 Millionen Pfund für mögliche Strafzahlungen zurückgelegt habe.[40]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schalter im Terminal 5 in London-Heathrow, der Heimatbasis der BA
  • British Airways nahm 1919 als erste Fluggesellschaft der Welt einen täglichen internationalen Flugdienst auf, zwischen London und Paris.
  • 1952 stellte der Vorläufer von British Airways, die BOAC, auf der Strecke London–Johannesburg das erste Jet-Passagierflugzeug der Welt in Dienst, die Comet.
  • British Airways stellte am 24. Oktober 2003 als letzte Fluggesellschaft den Betrieb der Concorde ein.
  • British Airways war der erste europäische komplett privatisierte national carrier.
  • British Airways bietet den kürzesten planmäßigen Linienflug der Welt zwischen den beiden nordwestlichsten Inseln der Orkneys an. Der Flug BA 8872 von Westray zur östlichen Insel Papa Westray (Papay) dauert für gut 1,5 Seemeilen planmäßig zwei Minuten (Abflug Westray 09:39, Ankunft 09:41) und wird zwischen den beiden Graspisten von der schottischen Fluglinie Loganair im Auftrag von British Airways mehrmals wöchentlich durchgeführt. Bei gutem Wind schaffte ein Pilot schon den Rekord von nur 56 Sekunden, aber bei den häufigen Orkanen kann der Flug auch bis zu 12 Minuten dauern. Für diesen Flug kann man keine Tickets buchen; der Pilot kassiert direkt £14 von den max. 8 Passagieren der Britten-Norman BN-2 Islander. (Stand: Flugplan ab 29. März 2009)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: British Airways – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: British Airways – Reiseführer
 Wikinews: British Airways – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reuters: British Airways, Iberia agree to $7 billion merger Auf: www.reuters.com, 13. November 2009, 11:00 Uhr
  2. http://www.n-tv.de/wirtschaft/Iberia-und-BA-sind-eins-article814842.html
  3. aero.de - British Airways und Iberia als IAG im Handelsregister eingetragen 21. Januar 2011
  4. airliners.de: Auch USA erlauben Transatlantikbündnis 21. Juli 2010
  5. ch-aviation.ch - British Airways axes B747-8(F) contract with Atlas Air (englisch) 20. Januar 2014
  6. http://phx.corporate-ir.net/External.File?item=UGFyZW50SUQ9NTM3MTgwfENoaWxkSUQ9MjI1Nzc5fFR5cGU9MQ==&t=1 Geschäftsbericht 2013, abgerufen 12. September 2014 (PDF)
  7. Flying to London City with British Airways (englisch), abgerufen am 12. Februar 2016
  8. British Airways wagt sich nach London Stansted, abgerufen am 12. Februar 2016
  9. Ch-aviation: Fleet (englisch), abgerufen am 4. November 2015
  10. airfleets.net (englisch), abgerufen am 26. Februar 2015
  11. Orders, Deliveries, Operators. Airbus, 31. Mai 2013, abgerufen am 2. Juli 2013 (XLS-Datei; 541 kB, englisch).
  12. Customer Summary. Boeing, 31. Mai 2013, abgerufen am 2. Juli 2013 (englisch).
  13. United Kingdom and Ireland Airlines Guide. Airliner World, 1. April 2013, abgerufen am 2. Juli 2013 (englisch).
  14. Klee, Ulrich & Bucher, Frank et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966 bis 2007.
  15. Tony Eastwood und John Roach:Jet Airliner Production List. West Drayton: The Aviation Hobby Shop, 2004.
  16. Tony Eastwood und John Roach:Turbo Prop Airliner Production List. West Drayton: The Aviation Hobby Shop, 2007.
  17. planespotters.net, abgerufen am 24. Juni 2015
  18. rzjets.net, abgerufen am 24. Juni 2015
  19. airliners.net, abgerufen am 24. Juni 2015
  20. British Airways buys surviving business-class-only carrier. NY Times, 2. Juli 2008, abgerufen am 28. November 2010 (englisch, Cookies zwingend erforderlich! Ursprünglich auf den Seiten der International Herald Tribune).
  21. New Fuel Efficient Aircraft Fleet. In: Press Releases. British Airways, 22. Dezember 2008, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  22. Liste der Unfälle der BEA. baaa-acro.com, 2008, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  23. Liste der Unfälle der BOAC. baaa-acro.com, 2010, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  24. Liste der Unfälle der Imperial Airways. baaa-acro.com, 2010, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  25. Airliner crash lands at Heathrow, BBC News. 17. Januar 2008. 
  26. AAIB Initial Report
  27. http://www.aaib.gov.uk/cms_resources/G-YMMM%20Interim%20Report.pdf
  28. Zwischenfall in Las Vegas: British-Airways-Flugzeug fängt Feuer. Spiegel online. 9. September 2015.
  29. Boeing 777 (G-VIIO)— British Airways. PlaneFinder. Abgerufen am 9. September 2015.
  30. NTSB Investigators to Probe Engine Fire on British Airways 777 in Las Vegas. Abgerufen am 9. September 2015.
  31. NTSB Issues Second Update on British Airways Engine Fire at Las Vegas. Abgerufen am 11. Oktober 2015.
  32. Jet von British Airways stößt mit Drohne zusammen. Abgerufen am 22. April 2016 (deutsch).
  33. Europe's Leading Airline Website 2007. World Travel Awards, abgerufen am 22. September 2010 (englisch).
  34. Bezieht sich auf die Site http://www.britishairways.com/
  35. Best Transatlantic Airline 2012. World Airline Award, abgerufen am 31. August 2012 (englisch).
  36. Revealed: How BA bans men sitting next to children they don't know, Daily Mail. 4. November 2006. Abgerufen am 21. November 2006. 
  37. Ban on men sitting next to children, The New Zealand Herald. 29. November 2005. Abgerufen am 7. April 2008. 
  38. Rebecca Smithers: British Airways: fly the flag - lose your bag. The Guardian, 4. April 2007, abgerufen am 30. Januar 2011 (englisch).
  39. Heathrow works to clear bag delay, BBC News. 7. Oktober 2006. 
  40. BBC: 270 Millionen Pfund Strafe gegen British Airways verhängt, 1. August 2007