Brockel

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Brockel. Der gleichnamige Koch ist in dem Artikel Herbert Brockel dargestellt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Brockel führt kein Wappen
Brockel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brockel hervorgehoben
Koordinaten: 53° 6′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Bothel
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 25,12 km2
Einwohner: 1320 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27386
Vorwahl: 04266
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 32
27386 Brockel
Webpräsenz: www.brockel.de
Bürgermeister: Rolf Lüdemann (CDU)
Lage der Gemeinde Brockel im Landkreis Rotenburg (Wümme)
Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Landkreis Cuxhaven Landkreis Diepholz Landkreis Harburg Landkreis Osterholz Landkreis Stade Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Ahausen Alfstedt Anderlingen Basdahl Rotenburg (Wümme) Bötersen Bothel (Niedersachsen) Breddorf Bremervörde Brockel Bülstedt Deinstedt Ebersdorf (Niedersachsen) Elsdorf (Niedersachsen) Farven Fintel Gnarrenburg Groß Meckelsen Gyhum Hamersen Hamersen Hassendorf Heeslingen Hellwege Helvesiek Hemsbünde Hemslingen Hepstedt Hipstedt Horstedt (Niedersachsen) Horstedt (Niedersachsen) Kalbe (Niedersachsen) Kirchtimke Kirchwalsede Klein Meckelsen Lauenbrück Sittensen Lengenbostel Oerel Ostereistedt Reeßum Rhade Rotenburg (Wümme) Sandbostel Scheeßel Seedorf (bei Zeven) Selsingen Sittensen Sittensen Sottrum Stemmen (Landkreis Rotenburg) Tarmstedt Tiste Tiste Vahlde Vahlde Vierden Visselhövede Vorwerk (Niedersachsen) Westertimke Westerwalsede Wilstedt Wohnste ZevenKarte
Über dieses Bild

Brockel (ausgesprochen mit langem „o“) ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Bothel im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme) in Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht neben dem Ortskern von Brockel aus den Ortsteilen Bellen, dem Gut Trochel mit der Wüstung Nelson und Wensebrock. Ein Großteil der Gemeindefläche ist bewaldet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brockel war bis zur Reformation ein Wallfahrtsort. Südlich von Brockel befand sich das Gut Trochel mit einem Schloss und einem Park, von dem heute noch Reste im Staatsforst Trochel erkennbar sind.[2][3]

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Bellen eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Brockel besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern.[5] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[6]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 61,86 % 7
Bürgerliste Brockel 38,13 % 4

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 63,94 %[6] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Rolf Lüdemann (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist bekannt für die 1860 errichtete Holländerwindmühle.[9]

Die Heilig-Kreuz-Kirche ist aus Feldsteinen errichtet worden und stammt aus dem Jahre 1804. In früheren Zeiten war die Ortschaft Wallfahrtsort. Die Furtwängler-Orgel der Kirche hat etwa 2700 Pfeifen, zwei Manuale und ein Pedal, insgesamt 17 Register mit zwei Koppeln.

Kriegerdenkmal

Bei der Kirche steht das Kriegerdenkmal für die Brockeler Bürger, die in den Kriegen von 1864, 1866 und 1870/1871 gekämpft haben. Es wurde vor 1912 von dem Architekten Emil Högg und dem Bremer Bildhauer Hermann Lüdecke geschaffen.[10]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brockel ist Standort einer Grundschule und eines Kinderhortes. Ferner befindet sich hier ein Seniorenheim und eine Tagespflege. Ein Gesundheitszentrum mit Hausarztpraxis befindet sich ebenfalls in Brockel.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Brockel verläuft die Bundesstraße 71.

Früher besaß Brockel einen Bahnhof an der Bahnstrecke Bremervörde–Walsrode (Abschnitt Rotenburg-Visselhövede). Die heute nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Rotenburg (Wümme) und Scheeßel.

Die Gemeinde Brockel war besonders von den Planungen zur Y-Trasse betroffen, da Planungen zufolge die Eisenbahn-Neubaustrecke Y-Trasse Hannover–Hamburg/Bremen quer durch den Ort Brockel hätte verlaufen sollen und zum Teil alte, denkmalgeschützte Bauernhäuser dafür abgerissen werden sollten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brockel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Vom Leben auf dem Gutshof in Trochel. Rotenburger Rundschau, 23. März 2005
  3. Geschichte des Gutes Trochel und der Wüstung Nelson: Vom Mittelalter bis zum 17. Jahrhundert (PDF; 1,6 MB)
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 245.
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 28. Februar 2017.
  6. a b Gemeinde Brockel – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 28. Februar 2017.
  7. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 28. Februar 2017.
  8. Gemeinde Brockel – Gemeinderat, abgerufen am 28. Februar 2017.
  9. Anneliese Krüger: Zur Geschichte der Windmühle Brockel. (PDF; 2,7 MB) In: Der Mühlstein, Ausgabe 49 (November 2010), S. 18–21.
  10. Wasmuths Monatshefte für Baukunst, 1. Jahrgang 1914/1915, Heft 9, S. 391.