Brocken-Benno

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Brocken-Benno, eigentlich Benno Schmidt (* 22. Mai 1932[1]), aus Wernigerode ist ein Rekordwanderer, der den Brocken im Harz über achttausend Mal bestiegen hat.[2]

Der Gipfel des Brocken lag nahe der innerdeutschen Grenze und der Zugang von Osten war seit 1961 mit Bau der Berliner Mauer nicht mehr möglich. Der im Grenzgebiet zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland liegende Berg wurde zum militärischen Sperrgebiet erklärt und mit gegen den Westen gerichteten Abhöranlagen ausgestattet. Für Zivilisten wurde der Brocken erst wieder am 3. Dezember 1989 zugänglich, kurz nach dem Fall der Berliner Mauer. Brocken-Benno zählte an diesem Tag zu einem von mehreren hundert Menschen, die auf den Zugang drängten. Am Tag der Deutschen Einheit 2016 erreichte er den Gipfel zum achttausendsten Mal und besteigt auch weiterhin fast täglich, auch bei Orkan,[3] den Berg.

Immer wieder wurde über Brocken-Benno in der Presse berichtet. Er wurde in den Jahren 1997, 1998 und 2000 mit Einträgen in das Guinness-Buch der Rekorde als „tüchtigster Brockenwanderer“ geehrt. Bei seinen Auf- und Abstiegen wurde er auch schon von Prominenten wie Reinhold Messner, Christian Wulff, Edmund Stoiber[4] oder Inka Bause begleitet. Auch seine Ehefrau Helga hatte 2016 über eintausend Aufstiege hinter sich gebracht.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brocken-Benno wurde 2009 mit der Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rainer Dittmann: Geschichte und Geschichten um den Brocken: Brocken-Benno erzählt, Sutton Verlag, Erfurt 2008, ISBN 978-386680-350-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mit hunderten Wanderfreunden feierte Brocken-Benno seinen 80. Geburtstag und seinen 6666. Brockenaufstieg, 2012.
  2. Jährlich 6000 km zu Fuß unterwegs. Nach einer Herzerkrankung begibt sich Bernhard Heym aus Blankenstein täglich auf Wanderpfade. In: Ostthüringer Zeitung. 29. Dezember 2016, S. 14.
  3. Regina Urbat: Aus heutiger Sicht „purer Leichtsinn“. Volksstimme. 18. Januar 2017, abgerufen am 29. Januar 2017.
  4. Jürgen Bock: „Ich höre erst auf, wenn ich umfalle“. Stuttgarter Nachrichten. 19. März 2010, abgerufen am 29. Januar 2017.
  5. Ministerialblatt für das Land Sachsen-Anhalt 20/10, 19. Juli 2010, abgerufen am 30. Januar 2017 (PDF)