Brockscheid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Brockscheid
Brockscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Brockscheid hervorgehoben
Koordinaten: 50° 8′ N, 6° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Daun
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 2,05 km2
Einwohner: 201 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54552
Vorwahl: 06573
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 011
Adresse der Verbandsverwaltung: Leopoldstraße 29
54550 Daun
Webpräsenz: www.brockscheid.de
Ortsbürgermeister: Frank Michels
Lage der Ortsgemeinde Brockscheid im Landkreis Vulkaneifel
Scheid Hallschlag Ormont Kerschenbach Reuth Stadtkyll Jünkerath Schüller Gönnersdorf Esch Feusdorf Lissendorf Birgel Steffeln Wiesbaum Berndorf Hillesheim (Eifel) Oberbettingen Basberg Kerpen (Eifel) Üxheim Nohn Oberehe-Stroheich Walsdorf Dohm-Lammersdorf Duppach Kalenborn-Scheuern Rockeskyll Pelm Berlingen Hohenfels-Essingen Gerolstein Neroth Birresborn Kopp (Vulkaneifel) Mürlenbach Densborn Salm Dreis-Brück Betteldorf Daun Dockweiler Hinterweiler Kirchweiler Kradenbach Nerdlen Sarmersbach Gefell Hörscheid Darscheid Utzerath Schönbach Steiningen Steineberg Demerath Winkel (Eifel) Immerath Strotzbüsch Mückeln Strohn Gillenfeld Ellscheid Saxler Udler Mehren Schalkenmehren Üdersdorf Brockscheid Bleckhausen Oberstadtfeld Wallenborn Niederstadtfeld Weidenbach Schutz Meisburg Deudesfeld Borler Bongard Boxberg Neichen Beinhausen Katzwinkel Hörschhausen Berenbach Kötterichen Höchstberg Kaperich Lirstal Oberelz Arbach Retterath Uersfeld Mannebach Bereborn Kolverath Sassen Gunderath Horperath Ueß Mosbruch Kelberg Gelenberg Bodenbach Reimerath Welcherath Brücktal Kirsbach Drees Nitz Landkreis Mayen-Koblenz Landkreis Cochem-Zell Landkreis Bernkastel-Wittlich Eifelkreis Bitburg-Prüm Nordrhein-Westfalen Landkreis Ahrweiler BelgienKarte
Über dieses Bild

Brockscheid ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Daun an.

Brockscheid, Luftaufnahme (2015)

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in der Vulkaneifel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1563 hatte Brockscheid unter dem Namen Prockscheid sieben, 1684 sechs Feuerstellen. Landesherrlich gehörte die Ortschaft bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Trier und unterstand als Teil des Zents Udler der Verwaltung des Amtes und Hochgerichts Daun.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Brockscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 66
1835 102
1871 106
1905 149
1939 181
Jahr Einwohner
1950 195
1961 177
1970 204
1987 231
2005 222

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Brockscheid besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Glockengießereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Brockscheid bestehen zwei von nur noch wenigen Glocken­gießereien in Deutschland.

  • Die Glockengießertradition der Familie Mark lässt sich bis 1620 zurückverfolgen.[5] Die Eifeler Glockengießerei, seit 1840 in Brockscheid ansässig und in der sechsten Generation, wird von der einzigen Glockengießermeisterin Europas, Cornelia Mark-Maas, geführt (Stand Februar 2011).[6]
  • Glocken- und Kunstguss Hermann Schmitt ist die zweite Gießerei.

Archäologische Bodendenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf halbem Weg in Richtung Liesertal kann man die Fundamente der sogenannten Geisenburg erkennen. Die 1340 erbaute Burg trug ursprünglich den Namen Freudenstein.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brockscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 112, 149.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Christian Clemens: Kaum noch Arbeit für Glockengießer. In: Die Rheinpfalz. 28. Dezember 2013, archiviert vom Original am 29. Dezember 2013, abgerufen am 5. August 2015.
  6. Andreas Wenderoth: Die letzten ihrer Art. Glockengießer, Stockmacher oder Büromaschinenmechaniker gibt es nur noch wenige. Die Berufe fallen aus der Zeit. Und jedesmal verschwindet auch ein Stück Kultur. Artikel in der Wochenendbeilage (Magazin) der Berliner Zeitung vom 12./13. Februar 2011.
  7. Eintrag zu Freudenstein in der privaten Datenbank „Alle Burgen“