Bromer Kunst

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Bromer Kunst
Daten
Ort Roggwil
Architekt Marie Aigner
Eröffnung 2003
Betreiber Bromer Art Collection
Leitung René Brogli
Website www.bromer-kunst.ch

Bromer Kunst ist eine von René Brogli (* 24. April 1957) gegründete Kunstgalerie mit der eigenen Kunstsammlung Bromer Art Collection mit Sitz in Roggwil. Der Schwerpunkt liegt bei der Schweizer Landschafts- und Bergmalerei.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 wurde das Gebäude der Institution von der Münchner Architektin Marie Aigner in Zusammenarbeit mit René Brogli entworfen und gebaut. Die moderne Architektur mit viel Glas ergibt einen lichtdurchfluteten Ausstellungsbereich mit 2000 Quadratmeter Präsentationsfläche. Im Gebäude finden regelmäßig Kunstausstellungen und Kulturanlässe für die Öffentlichkeit statt.

Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlung umfasst über 2000 Werke und enthält Arbeiten der Vertreter der Genfer und Münchner Schule wie Alexandre Calame, François Diday, Robert Zünd, Johann Gottfried Steffan, aber auch Arbeiten von Ferdinand Hodler und seinen Schülern Louis Dürr (1896–1972), Marcus Jacobi (1891–1969) oder Stéphanie Caroline Jeanne Guerzoni (1887–1970); auch Cuno Amiet ist in der Sammlung vertreten.

In den letzten Jahren wurde die Sammlung mit Arbeiten zeitgenössischer und internationaler Künstler ergänzt. Vertreten sind auch Jonathan Meese, Valentin Roschacher mit seinem monumentalen Alpenpanorama und anderen Werken, Franz Gertsch, Antonio Marra oder Sam Drukker (* 1957), der mit seinen Arbeiten auch im Drents Museum in Assen vertreten ist, sowie Richard Long, Gerhard Richter, Thomas Seilnacht (* 1963), Ute Heuer (* 1965) oder Sabine Hertig (* 1982).

Von weiterer Bedeutung in der Sammlung sind die Werke der Deutschen Malerin Clara Porges, die ab 1918 in der Schweiz lebte. Bromer Kunst würdigte ihr Werk ab 2013 in mehreren Ausstellungen. René Brogli und Bromer Kunst ist es zu verdanken, dass diese bedeutende Malerin wiederentdeckt wurde. Erstmals wurde ihr gesamtes Werk einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Zur ersten Ausstellung erschien eine Monografie über Clara Porges von Sergio Michels,[1] 2015 folgte ein zweiter Bildband.

Kompetenzzentrum Rudolf Häsler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 kam zufällig ein Landschafts-Bild des in Interlaken geborenen Schweizer Malers Rudolf Häsler in die Sammlung von Bromer Kunst. René Brogli entdeckte die Bedeutung des bis zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz fast vergessenen Malers, der eine bewegende Lebensgeschichte aufweist. Rudolf Häsler ist ein Vertreter und Pionier des Hyperrealismus. Er lebte zeitweise in Kuba und war unter Fidel Castro von 1960 bis 1963 Direktor des Nationalinstituts für Kunstgewerbe in Havanna. Brogli erwarb den Nachlass des Malers, der heute bei Bromer Kunst lagert. Im Kompetenzzentrum werden das Werk und die vorhandenen Dokumente archiviert und biografisch aufgearbeitet. Bromer Kunst finanzierte auch den Dokumentarfilm Coca Costra unter der Regie von Daniel Bleuer und Christian Herren. Der Film wurde am 12. November 2016 zur Eröffnung der Ausstellung Rudolf Häsler im Museum von Bromer Kunst erstmals gezeigt. [2][3][4]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011
  • «Der Maler Arnold Ammann» (1920–1991)
2012
2013
2014
  • Alpöhi – Zeitgenössische Landschaftsbilder von Daniel Eisenhut (* 1974) [9]
  • Berg – Farbe – Form, Thomas Seilnacht (* 1963) (Herausgabe einer Monografie) [10]
  • Profumo di limoni, Antonio Marra (* 1957) [11]
  • Werkausstellung Fred Baumann (* 1947) und Sam Drukker [12]
2015
2016

2017

  • Retrospektive - Urs Burki "Chaos und Ordnung. Werke von 1973 bis 2017"[16][17]
  • Naturfotografien von Roland Fürst

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sergio Michels: Clara Porges – Die Malerin des Lichts, 1. Band. Michels Design Art Editions, Comano 2013. http://www.bsg.nb.admin.ch/lib/item?id=chamo:127517&theme=BSG, Inhalt: http://www.asteauktionen.ch/wpdf/%20CP%20Brossura%20completa%20def%2030. Juli 2014%20LR.pdf
  2. a b Fränzi Zwahlen-Saner: Dieser fast vergessene Hyperrealist war Künstler und Revolutionär, in Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe 12.11.2016, http://www.aargauerzeitung.ch/kultur/dieser-fast-vergessene-hyperrealist-war-kuenstler-und-revolutionaer-130711712
  3. a b Nora Devenish: «Coca-Castro» feiert Premiere, in Jungfrau Zeitung, Online-Ausgabe 10.11.2016, http://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/149173/
  4. a b Rudolf Häsler bei Bromer Kunst, abgerufen am 14.11. auf http://www.bromer-kunst.ch/de/projects/rudolf-hasler
  5. Gedenkausstellung René Villiger in Sins, http://www.renevilliger.ch/vernissage/
  6. Infos über die Ausstellung bei Bromer Kunst auf der Homepage von Gerhard Richter, https://www.gerhard-richter.com/de/exhibitions/lovin-it-symbol-und-widerspruch-3190
  7. Frith Street Gallery: Bridget Smith at Bromer Art Collection, http://www.frithstreetgallery.com/news/item/bridget_smith_at_bromer_art_collection
  8. Homepage Beni Bischof, http://www.benibischof.ch/exhibitions-info-cv-contact.html
  9. Agenda Berner Zeitung, http://agenda.bernerzeitung.ch/ausserdem/ausserdem/fuehrung-alpoehi-586449/event/586449/
  10. Christina Studer: Thomas Seilnacht, Berg – Farbe – Form. Seilnacht Verlag & Atelier, Bern 2014, http://www.thomasseilnacht.ch/buch.html
  11. Homepage Antonio Marra, http://www.antonio-marra.com/de/ausstellungen
  12. Berner Zeitung: Künstlerisches Aufeinandertreffen, http://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/Kuenstlerisches-Aufeinandertreffen/story/24494124
  13. durchzwei — Atelier für Gestaltung, http://www.durchzwei.ch/print.php?projectid=ZEITZEIGER_Buchgestaltung&cat=index
  14. Ausstellungskatalog und Webseite der Gilde Schweizer Bergmaler (GSBM), http://www.gsbm.ch/d/ausstellungen/exhn_2015.html
  15. Einladung zur Performance mit Franz Bucher und dem Perkussionskünstler Christian Bucher auf xlyon.ch, http://www.xylon.ch/pdf/bucher_28_03_15.pdf
  16. Barbara Graber: Er schloss sich jenen an, die losgelöst waren. In: Berner Zeitung, Berner Zeitung. 4. Februar 2017, ISSN 1424-1021 (bernerzeitung.ch [abgerufen am 15. April 2017]).
  17. sdroz: Vexer Verlag - Urs Burki Chaos Ordnung (2). Abgerufen am 15. April 2017 (de-de).

Koordinaten: 47° N, 8° O; CH1903: 629149 / 232377