Bronski Beat

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Bronski Beat
Jimmy Somerville, 2011
Jimmy Somerville, 2011
Allgemeine Informationen
Genre(s) Synthie-Pop, New Wave
Gründung 1983
Auflösung 1995
Letzte Besetzung
Jimmy Somerville
Gesang, Keyboard
Steve Bronski
Gesang, Perkussion
Larry Steinbachek († 2016)

Bronski Beat war eine britische Synthie-Pop-Gruppe der 1980er und 1990er Jahre. Sie bestand aus Steve Bronski und Larry Steinbachek, die für Keyboard und Perkussion zuständig waren, und dem Sänger Jimmy Somerville.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe wurde 1983 gegründet. Im folgenden Jahr erschien ihre Debütsingle Smalltown Boy, die von einem Jungen handelt, der von seinen Mitmenschen aufgrund seiner Homosexualität verachtet wird. Die folgende Single Why? handelte von dem gleichen Thema, jedoch war das Lied sowohl textlich als musikalisch dunkler und härter.

Ende 1984 veröffentlichte die Gruppe das Album The Age of Consent. Auf der Innenhülle der LP war das Schutzalter für homosexuelle Handlungen in den verschiedenen Ländern der Welt dargestellt. Auf der dritten Single It Ain’t Necessarily So werden drei Geschichten des Alten Testaments interpretiert (David gegen Goliath aus 1. Buch Samuel, Jona, Mose Geburt aus 2. Buch Mose), der Text stammt von Ira Gershwin und wurde schon 1935 in der Oper Porgy and Bess uraufgeführt. Die Klarinetten-Soli wurden von Richard Coles gespielt, mit dem Somerville später The Communards gründete. 1985 nahm Bronski Beat zusammen mit Marc Almond ein Medley auf, das sich aus den Liedern I Feel Love, Love to Love You Baby (beide im Original von Donna Summer) und Johnny Remember Me (im Original von John Leyton) zusammensetzte.

Kurz danach verließ Somerville die Band und gründete mit Richard Coles The Communards. Bei Bronski Beat stieg der Sänger John Foster ein, der deutlich unpolitischer war und nicht über eine solche prägnante Stimme wie Somerville verfügte. Die Single Hit That Perfect Beat war wieder ein großer Erfolg. Danach folgten das weniger erfolgreiches Lied C’mon! C’mon! und das Album Truthdare Doubledare. Danach löste sich die Gruppe auf.

1995 scheiterte ein Comebackversuch der Band mit dem Album Rainbow Nation, das Remixe alter Lieder und neue Songs enthält.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1984 The Age of Consent 10 Gold
(31 Wo.)
300! 7
(7 Wo.)
4 Platin
(53 Wo.)
36
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 1984
Produzent: Mike Thorne
1985 Hundreds and Thousands 300! 300! 300! 24 Silber
(6 Wo.)
300! Erstveröffentlichung: 9. September 1985
Produzent: Mike Thorne
Remixalbum, in den USA als EP erschienen
1986 Truthdare Doubledare 21
(9 Wo.)
20
(8 Wo.)
9
(5 Wo.)
18
(6 Wo.)
147
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. April 1986
Produzent: Adam Williams

weitere Alben

  • 1995: Rainbow Nation

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1990 The Singles Collection 1984/1990 4 Gold
(50 Wo.)
10
(13 Wo.)
4 Platin
(25 Wo.)
4
(26 Wo.)
300! Erstveröffentlichung: 12. November 1990
Jimmy Somerville, Bronski Beat und The Communards
2002 The Very Best Of 49
(1 Wo.)
300! 300! 29 Gold
(5 Wo.)
300! Erstveröffentlichung: 3. September 2001
Jimmy Somerville, Bronski Beat und The Communards

weitere Kompilationen

  • 2009: For a Friend: The Best Of (Jimmy Somerville, Bronski Beat und The Communards; 2 CDs; VÖ: Juni)
  • 2014: Dance & Desire: Rarities & Videos (Jimmy Somerville, Bronski Beat und The Communards; 2 CDs + DVD; VÖ: 17. November)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1][2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dance
1984 Smalltown Boy
The Age of Consent
3
(20 Wo.)
300! 2
(14 Wo.)
3 Silber
(18 Wo.)
48
(16 Wo.)
1
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Mai 1984
Autoren: Jimmy Somerville, Larry Steinbachek, Steve Bronski
1984 Why?
The Age of Consent
5
(17 Wo.)
300! 7
(9 Wo.)
6 Silber
(12 Wo.)
300! 27
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. September 1984
Autoren: Jimmy Somerville, Larry Steinbachek, Steve Bronski
1984 It Ain’t Necessarily So
The Age of Consent
31
(9 Wo.)
300! 300! 16
(12 Wo.)
300! 300! Erstveröffentlichung: 19. November 1984
Autoren: George und Ira Gershwin
Original: John W. Bubbles, 1935
1985 I Feel Love (Medley)
The Age of Consent
16
(12 Wo.)
300! 23
(3 Wo.)
3 Silber
(14 Wo.)
300! 20
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. April 1985
mit Marc Almond; Medley inkl. I Feel Love /
Love to Love You Baby / Johnny Remember Me
Autoren: Donna Summer, Giorgio Moroder,
Pete Bellotte, Geoffrey Goddard
Originale: Donna Summer, 1977/1975 / John Leyton, 1961
1985 Hit That Perfect Beat
Truthdare Doubledare
4
(15 Wo.)
11
(12 Wo.)
3
(10 Wo.)
3 Silber
(14 Wo.)
300! 7
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. November 1985
Autoren: John Foster, Larry Steinbachek, Steve Bronski
1986 C’mon! C’mon!
Truthdare Doubledare
32
(10 Wo.)
300! 300! 20
(7 Wo.)
300! 17
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. März 1986
Autoren: John Foster, Larry Steinbachek, Steve Bronski
1989 Cha Cha Heels
The Singles Collection 1984/1990
300! 300! 300! 32
(7 Wo.)
300! 300! Erstveröffentlichung: 19. Juni 1989
mit Eartha Kitt, Autor: Steve Bronski
1991 Smalltown Boy (1991 Remix)
The Singles Collection 1984/1990
28
(9 Wo.)
300! 300! 32
(4 Wo.)
300! 300! Erstveröffentlichung: 21. Januar 1991
mit Jimmy Somerville, Remix: Stephen Hague

weitere Singles

  • 1985: Run from Love
  • 1986: This Heart
  • 1990: I’m Gonna Run Away from You
  • 1991: One More Chance
  • 1991: What More Can I Say?
  • 1993: Why??? (Remix)
  • 1994: Smalltown Boy ’94
  • 1995: Kickin’ Up the Rain / Hit That Perfect Beat Boy ’95
  • 1995: Why ’95 / Kickin’ Up the Rain
  • 1995: I Luv the Nightlife / Hit That Perfect Beat Boy ’95
  • 1995: Megamix

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: Singles Alben UK US1 US2
  2. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: DE CH UK
  3. Joel Whitburn: Hot Dance/Disco 1974–2003, ISBN 978-0-89820-156-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]