Bronsteins Kinder (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Bronsteins Kinder
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1991
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Jerzy Kawalerowicz
Drehbuch Jurek Becker
Jerzy Kawalerowicz
Produktion Otto Meissner
Musik Günther Fischer
Kamera Witold Sobociński
Schnitt Helga Olschewski
Besetzung

Bronsteins Kinder ist ein deutscher Spielfilm des polnischen Regisseurs Jerzy Kawalerowicz. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jurek Becker, der auch am Drehbuch zum Film mitarbeitete.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film spielt im Jahre 1973. Die Familie Bronstein ist eine deutsche jüdische Familie, die in Ost-Berlin lebt. Hans, der 18-jährige Sohn der Familie Bronstein, fährt mit seiner Freundin Martha zum Sommerhaus seiner Eltern. Vor dem Haus sieht er das Auto eines Bekannten seines Vaters. Dort entdeckt er einen Gefangenen. Ein Mann in Ketten gelegt. Der Mann war, während Vater Bronstein und seine Freunde Gefangene der Nazis in einem Konzentrationslager waren, dort als Kapo beschäftigt. Hans beginnt einen Streit mit seinem Vater Arno. Er ist der Meinung, dass sein Vater Selbstjustiz ausübt und der Gefangene vor ein ordentliches Gericht gehört. Die unterschiedlichen Lebenserfahrungen von Vater und Sohn lassen jedoch keine Einigkeit zu. Zwei völlig verschiedene Welten trennen die beiden. Hans sucht die Unterstützung seiner älteren Schwester Elle. Doch Elle ist von ihren Kriegserlebnissen völlig traumatisiert und nicht in der Lage, eigene Entscheidungen zu fällen. Sie lebt in einer psychiatrischen Klinik. Vater Arno presst letztlich ein Geständnis aus dem Gefangenen heraus. Arno ist nun der Meinung, dass der Gefangene nun guten Gewissens zu einem Tode, der den Leiden seiner Opfer im KZ entspricht, verurteilt werden kann. Hans entschließt sich jetzt, den Gefangenen zu befreien.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Allzu betulich inszenierte Parabel von Schuld, Sühne und Vergebung, in die sich auch noch Generationskonflikte mischen. Dadurch verschenkt der Film viel von einer möglichen aufrüttelnden Wirkung und fesselt nur streckenweise durch das gute Schauspieler-Ensemble.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Vor allem die Darstellung Armin Mueller-Stahls, der Arno Bronnstein kraftvoll und zerbrechlich zugleich Gestalt verleiht, bleibt im Gedächtnis haften. Ein lesenswertes Buch, ein sehenswerter Film, der durch miserablen Verleiheinsatz wenig Chancen erhielt, sein Publikum zu finden.“

Fischer Film-Almanach

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jurek Becker: Bronsteins Kinder. Mit einem Kommentar von Olaf Kutzmutz. Frankfurt/M. 2009.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bronsteins Kinder. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 13. März 2017.