Brown Sugar

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Brown Sugar ist ein Lied der englischen Rockband The Rolling Stones. Es ist der erste Titel auf dem 1971 erschienenen Album Sticky Fingers und wurde im Frühjahr 1971 auch als Single veröffentlicht. Komponiert wurde das Lied von Mick Jagger, der hier auch den open-g Gitarrenriff lieferte, der von Keith Richards für die Aufnahme dann eingespielt wurde.[1] Das Musikmagazin Rolling Stone wählte das Stück 2004 auf Platz 490 seiner Liste der 500 besten Songs aller Zeiten.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Die Idee zu dem Song kam dem Sänger der Rolling Stones, Mick Jagger, im Jahr 1969 während der Dreharbeiten zu dem Film Kelly, der Bandit, in dem Jagger die Hauptrolle spielte. Im selben Jahr begannen bereits die ersten Aufnahmen zu dem Stück. Einige Aufnahmen aus dieser Zeit sind unter Bootleg-Sammlern sehr begehrt, unter anderem eine Version, auf der Eric Clapton an der Slide-Gitarre zu hören ist. Wegen des anstößigen Textes wurde jedoch vorerst keine Aufnahme veröffentlicht.

Im Dokumentarfilm Gimme Shelter aus dem Jahr 1970 wurde der Song das erste Mal in einer kurzen Demoversion angespielt, ebenso wie die Titel You Gotta Move und Wild Horses, die ebenfalls auf Sticky Fingers vertreten sind.

Die Singleveröffentlichung von Brown Sugar im Mai 1971 wurde zu einem Nummer-eins-Hit in den USA und einem Nummer-zwei-Hit in Großbritannien. Seither ist er einer der berühmtesten klassischen Rocksongs. Während die US-amerikanische Single als B-Seite nur den Titel Bitch bekam, wurde in Großbritannien noch zusätzlich eine Live-Version des Chuck-Berry-Songs Let It Rock beigefügt, den die Stones 1971 auf mehreren Konzerten spielten.

Rezeption und Bedeutung[Bearbeiten]

Brown Sugar zählt zu den Standardsongs, die die Stones auf ihren Konzerten aufführen. Es wurde seit 1971 auf jeder Tournee gespielt. Live-Versionen sind auf den Alben Love You Live (1977), Flashpoint (1991) und Live Licks (2004) zu hören.

Im 1982 erschienenen Konzertfilm Let’s Spend the Night Together von Hal Ashby und in der von Martin Scorsese gedrehten Konzertdokumentation Shine a Light aus dem Jahr 2008 ist der Titel ebenfalls vertreten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Keith Richards: Life. London (Phoenix-paperback) 2011, S. 197