Bruchmachtersen

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Bruchmachtersen
Ortswappen von Salzgitter-Bruchmachtersen
Koordinaten: 52° 8′ 27″ N, 10° 18′ 50″ O
Höhe: 91 m
Fläche: 1,56 km²
Einwohner: 784 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 504 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1942
Eingemeindet nach: Watenstedt-Salzgitter
Postleitzahl: 38228
Vorwahl: 05341
Karte
Lage von Bruchmachtersen in Salzgitter

Bruchmachtersen ist einer der 31 Stadtteile der kreisfreien Stadt Salzgitter in Niedersachsen, gelegen in der Ortschaft Nord. Bruchmachtersen liegt westlich von Salzgitter-Lebenstedt und Salzgitter-Salder, nordöstlich von Salzgitter-Lichtenberg und südlich des Salzgittersees.

Bruchmachtersen gehörte bis zum 31. März 1942 zum Landkreis Wolfenbüttel und wurde am 1. April 1942 ein Teil der Großstadt Watenstedt-Salzgitter. Am 23. Januar 1951 wurde diese in Salzgitter umbenannt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bruchmachtersen liegt nahe der Autobahn und durch die Buslinien des KVG (Linien 606, 616 und 619) kann Salzgitters Zentrum Lebenstedt in wenigen Minuten erreicht werden.

Bruchmachtersen hatte ab dem 27. November 1954 einen eigenen Eisenbahnhaltepunkt auf der Strecke Immendorf – Lebenstedt – Bruchmachtersen – Lichtenberg. Das Wartehäuschen und der Einstieg befanden sich zwischen Friedhof und der Straße Am Esel. Es verkehrte ein Schienenbus, der es ermöglichte, sowohl direkt ins Hüttenwerk zu gelangen als auch die Fernverkehrsstrecken der Deutschen Bahn über Lebenstedt – Braunschweig oder über Derneburg zu nutzen. Zum 1. Juni 1984 wurde die Strecke Lebenstedt – Derneburg stillgelegt.[1]

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Bruchmachtersen gehört die Siedlung Sukopsmühle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bruchmachtersen wurde 1182 unter der Bezeichnung Villa Machtersum erstmals urkundlich erwähnt, als in einer Urkunde des Stiftes Steterburg die damalige Kirche genannt wird.

Im Laufe der Zeit änderte sich der Ortsname häufig: Machtersheim (1191), Maghtersum (1300), Machtersum bei Lichtenberge (1340), Bruchmachtersen unter dem Lichtenberge (14./15. Jahrhundert), Machtersen circa Levenstidde (1444), Brockmachterßen (1492), Brugkmachterßen (1552), Nort Machtersen (1565), Bruchmachtersem (1622), ehe sich im 18. Jahrhundert Bruchmachtersen als Ortsname herauskristallisierte.[Först 1]

Entwicklung der Ortschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1189 war das etwa 20 Kilometer entfernte Kloster Dorstadt größter Grundbesitzer in Bruchmachtersen.[Först 2] Zwischen 1182 und 1942 war Bruchmachtersen ein Bauerndorf.

Von der Pest 1350 in Braunschweig und 1529 bis 1598 in Lesse, Ringelheim und Oelber am weißen Wege blieb der Ort verschont. Es finden sich keine Anzeichen in der Orts- oder Kirchengeschichte.

Im Herzogtum Braunschweig wurde die Leibeigenschaft zwar schon 1433 aufgehoben, Ackerleute, Halbspänner und Kotsassen bildeten die politische Gemeinde und waren im Besitz der Gemeinheiten (u. a. Weiden, Forsten, Backhäuser, Lehmkuhle, Steinbruch, Anteile am Moor und Forst).

Bis etwa 1970 hatten noch einige Grundstücke in Bruchmachtersen Nießbrauch am Bruch, dem Moor, aus dem zwischen 1960 und 1978 durch Kiesabbau der Salzgittersee entstanden ist. Die Besitzverhältnisse waren bei den Brinksitzern und Anbauern vielfach ungeklärt. Diese verfügten zwar über ein eigenes Haus und in vielen Fällen auch über Land, was aber selten ausreichte, die Familien zu ernähren. Weiterhin gab es die Häuslinge, die einen eigenen Hausstand führten und ihr Einkommen als Tagelöhner, Händler oder Handwerker erzielten. Nicht zu den Häuslingen zählten die Knechte, die im Haushalt ihrer Arbeitgeber lebten und aus diesem Grund auch nach der Gemeindereform nicht an den Gemeinderatswahlen teilnehmen durften.

1752 bestand die Gemeinde aus 6 Großköthern, 17 Kleinköthern und 3 Brinksitzern.

Zusammensetzung der Gemeinde 1862
Bruchmachtersen 1862 Eigentum der Pfarre und Gemeinheiten
Zusammensetzung der Gemeinde und Alte Straßennamen, 1862, Spalte B bezeichnet die Ass-Nr., Aufstellung bis Ass 36

Der evangelische Hexenbrenner Herzog Heinrich Julius[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1521 wurde der Ort von Hildesheimer Truppen verwüstet. 1602 plünderten Braunschweiger Bürger während ihrer Auseinandersetzung mit Herzog Heinrich Julius, der als protestantischer Fürst ein berüchtigter Hexenbrenner[Literatur 1] und Vertrauter des katholischen Kaisers war, Bruchmachtersen.

Bei der Belagerung Wolfenbüttels 1641 lagerten 14 Reiterregimenter in den Dörfern des Amtes Salder.

1789 „verheuerte“ der braunschweigische Herzog Karl I. 5.509 seiner als Soldaten angeworbenen Untertanen an Großbritannien, die dann am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teilnehmen mussten. Nach einem Verzeichnis kamen 2.909 Männer nicht zurück.

Königreich Westphalen 1807 bis 1813[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen dem Frieden von Tilsit 1807 und der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 gehörte das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg zum Königreich Westphalen. Bruchmachtersen gehörte in dieser Zeit zum Kanton Gebhardshagen.

Die Flachsrotten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der Flachsanbau die „Nationalindustrie“ im Herzogtum Braunschweig. Die Flachsstängel wurden kurz vor der Samenreife gezogen. Damit jeder Dorfbewohner die Möglichkeit hatte, seinen selbstangebauten Flachs für die Bearbeitung aufzubereiten, erhielt er ein Nutzungsrecht an den Flachsrotten. Diese lagen nordwestlich an der Meesche, der späteren Hauptstraße, heute Söhlekamp. Hinter den Häusern Söhlekamp 11, 15 und 20 zieht sich ein heute teilweise verrohrter Graben entlang, der bei den Kleingärten noch frei liegt. Dieser Graben verband die mit Kalksteinen ausgekleideten Flachsrotten mit dem Mühlbach. 1901 betrug die Pacht für eine kleine Flachsrotte 0,34 Mark und für eine große 1,54 Mark. Ab 1850 wurden die Flachsrotten immer weniger genutzt. Sie wurden schließlich eingeebnet und unter dem Namen „de Rottedamm“ zu Ackerland gemacht. Ab 1901 liegen Aufzeichnungen darüber vor, wie die erzielte Pacht verteilt wurde.[Först 3]

Separation zwischen 1852 und 1862[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Gemeinheitsteilungsordnung vom 20. Dezember 1834 wurde die Separation (Flurbereinigung) in Bruchmachtersen erst zwischen 1852 und 1865 durchgeführt. Die Gemeinheitsteilungsordnung ermöglichte die Ablösbarkeit der Hudelast, einer alten Bezeichnung für Grunddienstbarkeiten im weiteren Sinne, die auf Grundstücken lasteten. Die Teilung der in Gemeindebesitz befindlichen Wiesen und Äcker wurde angeordnet. Die Gesamtgröße der Feldmark betrug 282 ha. Davon waren 222 ha vor der Separation in Privatbesitz, verteilt auf 472 Flurstücke. Die Separation ergab eine Reduzierung auf 222 Flurstücke und einen Privatbesitz von 256 ha.

Der Ort wurde 1863 wie folgt beschrieben:

„5. Bruchmachtersen, einst auch Kleinmachtersen, an der Fuse, hat in 45 Feuerstellen 305 Einwohner, eine Pfarre, die sonst vom Kloster Dorstadt, jetzt von Hannover und eine Schule, die Gemeinde und Pfarrer besetzt. Jedenfalls ist Bruchmachtersen jüngeren Ursprungs als Lobmachtersen und ist dasselbe wahrscheinlich in einem an der Fuse gelegenen Bruche von den Fosen oder Sassen gegründet. Die Familie von Machtersen, Timmonis, Schwarz und von Astfeld trugen hier von den Edlen von Meinersen um 1266 bereits Land und Einkommen zu Lehen. Der Ort, woselbst die Grundstücke separirt, besteht aus 23 Kothhöfen und 8 Brinksitzer- und Anbauerwesen. Superintendentur: Thiede. Jahreseinkommen der Pfarre: 900 Thlr.; der Schule: 180 Thlr. Gemeindebesitz: 1135 Morg. Gesammt - Areal, 734 Morg. Gärten, Aecker, Wiesen und 5 Morg. Holzung.“[2]

Auswanderungswelle zwischen 1846 und 1871[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswanderer zwischen 1846 und 1871
Auswanderer zwischen 1846 und 1871

Zwischen 1846 und 1871 wanderten 25 Bruchmachtersener Männer und 12 Frauen in die USA aus.[3] Als Gründe für die Migration lassen sich das Hungerjahr 1847, das Ende des Flachsanbaus infolge der Verdrängung durch Baumwolle sowie der kalifornische Goldrausch zwischen 1848 und 1854 vermuten. Zwischen 1846 und 1858 verringerte sich die Dorfbevölkerung um etwa 30 %. Ihr Hoch erreichte die Auswanderungswelle während der Wirtschaftskrise von 1857. Zwischen 1850 und 1930 immigrierten 5 Millionen Deutsche in die USA. Ihr Weg führte über Ellis Island.

Quelle: Stadt Salzgitter; Referat für Wirtschaft und Statistik.[4]

1874 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brände von 1694 bis heute

Mit dem Gesetz, das Feuerhülfswesen betreffend, vom 2. April 1874 kam es in den Folgemonaten zu einer Gründungswelle Freiwilliger Feuerwehren im Herzogtum Braunschweig. Im Juni 1874 wurden das Spritzenhaus und die Löschwasserversorgung für in Ordnung befunden und das Vorhaben, die Freiwillige Feuerwehr zu gründen, realisiert. 17 Männer traten bei, dies entsprach der Mindeststärke für einen Ort mit 268 Einwohnern. Die Kosten für die Feuerwehrgründung betrugen 980 Mark, diese wurden mit 500 Mark bezuschusst. Es wurden für Joppen, Gurte und dergleichen 261 Mark, für Helme, Beile, Laternen und dergleichen 262 Mark, für die Ausbesserung der alten Spritze 547 Mark ausgegeben. Ein Feuerwehrhaus (Kreuzung Große Str./Schlagacker) wurde 1928 errichtet. Der Planungsentwurf von Karl Blume datiert auf den 10. Januar 1928. Die Freiwillige Feuerwehr Bruchmachtersen hat seit ihrer Gründung 1874 vier Brände im Ort gelöscht. Der Brand 1942 wurde von französischen Kriegsgefangenen des Lagers 17 gelöscht, da die Feuerspritze der örtlichen Feuerwehr nicht funktionierte.

1900–1933[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegerdenkmal
Heinrich Ludwig KayserKanton Gebhardshagen

Zeittafel: Bruchmachtersen

1913 wurde Bruchmachtersen an das Stromnetz angeschlossen.

Heinrich Ludwig Kayser, der Gründer der noch heute bestehenden Zeitung Dernières Nouvelles d’Alsace (DNA), verstarb 1904. Kayser unterstützte bis zu seinem Tode Witwen, alte Menschen und Pflegebedürftige seines Heimatortes Bruchmachtersen mit jährlichen Zuwendungen. Für die Fortsetzung dieses Engagements hinterließ er der Gemeinde testamentarisch eine Summe von 10.000 Mark. Durch den häufigen Wechsel der Bürgermeister in den Nachkriegswirren sind keine Unterlagen über den Verbleib und die Verwendung der Stiftung aufzufinden.

„Das Jahr brachte der politischen Gemeinde ein reiches Legat aus Straßburg Elsaß, 10000 Mark, einen teil der „Heinrich Ludwig Stiftung“ für Arme und Krankenpflege, gestiftet von dem Rentner Heinrich Albert Kayser zu Straßburg, laut Testament vom 1. Mai 1908. eröffnet am 5 Januar 1915. Der Stifter ist der Sohn des verstorbenen Heinrich Ludwig Kayser aus Bruchmachtersen, der in den so genannten Gründerjahren sein Vaterland – seine freundschaften verließ und zu erst nach Kehl auswanderte und dann im Straßburg sich niederließ. Sein Vater, der hier ein kleines Anwesen besaß, das Haus liegt an der Straße nach Lebenstedt, der Garten stößt an das Grundstück der Großen Busse, das geringe Land (13 Morgen) ist längst verkauft. Der Vater hatte gewünscht, er solle Lehrer werden. Als sich ersiech dazu nicht geeignet erwies, wurde er Setzer in Wolfenbüttel. Inzwischen war sein Vater gestorben, bald starb auch der …? Fritz Kayser, und da der älteste Bruder Karl, ein Musikus von Gottes Gnaden, nicht pflügen mochte, verkaufte er alles und zog nach Straßburg, wo er im Laufe der Jahre der geschätzte Leiter eines größeren Theaters ward. Heinrich Ludwig zog ihm bald nach, ward Herausgeber einer billigen aber guten Zeitung in Straßburg und gewann ein bedeutendes Vermögen. Solange er lebte, bezeugte er seine Liebe zur alten Heimat durch eine regelmäßige Gabe von 100 Mark zu Weihnachten, die an würdige Witwen verteilt werden sollten. Vor allen musste die Witwe Spandau die in den Tagen seiner Jugend auf seines Vaters Hofe gewohnt hatte, bedacht werden, er selbst bestimmte die Summe. Sei Sohn Heinrich Albert setzte fort, was sein Vater aus alten Anhänglichkeit getan hatte, er bedachte dann im Testament die Gemeinde, er starb Kinderlos – mit der oben genannten Summe- Die ältesten Männer z. B. Altvater Löhr, Schneider Heinrich Welge, auch von Christian Vogel am Essel erinnern sich Sehrwohl des Vaters Kayser, der auch ei Lustiger Musikus gewesen sei, einen Gesangverein geleitet habe; auch habe er einen Anzug zu bauen verstanden. Das heute noch Kaysersche Hof genannte Grundstück ist durch Heirat der Familie Vespermann in den Besitz des Bäckermeisters Welzel in Reppner gekommen. 16. Juni 1915 Pastor Pfotenhauer. Das Legat ist ausgezahlt am 2. Weihnachtstage 1915“

Pastor Pfotenhauer: Kirchenbuch der Gemeinde Bruchmachtersen, geführt von August Wilhelm Friedrich Westphal von 1815–1836. Aufbewahrungsort Pfarramt Salder, Museumstr. 9, 38229 Salzgitter. Wörtliche Abschrift der Seiten 55–56 durch Günter Freutel.

Nach der Novemberrevolution 1918 konstituierte sich in Bruchmachtersen ein Arbeiterrat und es gab einen Ortsverein der Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USDP). Im Mai 1921 wurde der Grundstein für das erste Siedlungshaus (heute Siedlung Nr. 6) gelegt. Für die 17 Gefallenen des Ersten Weltkriegs wurde am 6. August 1922 direkt vor der Kirche ein Kriegerdenkmal errichtet. Schon am 21. März 1933 fand ein Fackelumzug zu Ehren Hitlers statt. Der Tag der Arbeit wurde mit einem Zug zum Lichtenberger Burgberg begangen. Am 13. August 1933 wurde dort das Schlageterkreuz eingeweiht. Auf einer gemeinsamen Sitzung von Kirchengemeinderat und NSDAP wurde von großer Einigkeit und Harmonie gesprochen und eine Einheitsliste für die Kirchenverordnetenwahl aufgestellt. SA, Jungvolk und Hitlerjugend erschienen bei zahlreichen Anlässen geschlossen in der Kirche.[Först 4]

Lager 17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1940 wurde am Nordrand von Bruchmachtersen ein Lager für französische Kriegsgefangene eingerichtet. Die Franzosen kehrten im Sommer 1945 in ihre Heimat zurück. Bis Frühjahr 1946 lebten hier Polen und Italiener. Ab 1946 erhielt das Lager die Bezeichnung Lager 17 und wurde als Notkrankenhaus für Seuchen und Epidemien reserviert. Das Notkrankenhaus wurde als Ansteckungsquelle für die Syphilis ermittelt, mit der sich mehrere Dorfbewohnerinnen infizierten. Lagerverwalter war Karl Vogel aus Bruchmachtersen. Ende 1946 bis Anfang 1947 wurde das Lager Notaufnahmequartier für Flüchtlinge. Innerhalb des Lagers gab es Arbeitsplätze für Frauen, die für die Firma Kräber aus Lebenstedt Teddybären herstellten. Auf dem ehemaligen Lagergelände befindet sich heute ein Einkaufsmarkt.[Först 5]

Entwicklung seit 1942[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. April 1945 marschierte eine US-Panzerdivision gegen 12 Uhr in Bruchmachtersen ein. Der Zweite Weltkrieg war damit für den Ort beendet. Es wurden Befehlsstellen eingerichtet und die Bevölkerung unter Androhung von Strafe aufgefordert, Waffen, lange Messer, Fotoapparate und Feldstecher abzuliefern. Die Gegenstände wurden in der Lehmkuhle verbrannt. In der Folgezeit gehörte das Gebiet zur britischen Besatzungszone. Die Situation 1949:

„Fünf Sechstel von den 120000 Einwohnern der größten Geisterstadt Europas sind zudem zusammengewürfelte Fremde …Die Eingeborenen sind mit 20000 in hoffnungsloser Minderheit, die landwirtschaftliche Urbevölkerung jener 28 Dörfer…“

– DER SPIEGEL 35/1949[5]

Die unter dem Namen Feld-, Schlamm- oder Erntefieber bekannte Leptospirose ist in Niedersachsen bis zum Juli 1949 höchstens vereinzelt nachgewiesen worden. In Bruchmachtersen erkrankten sechs Erbsenpflücker an dieser Krankheit, die durch Feldmäuse übertragen wird.[Literatur 2]

1960 wurde der ehemalige Kothof Ass-Nr. 1 (Große Str. 17) mit seiner beidseitig bewohnbaren fränkischen Tordurchfahrt abgerissen, obwohl der Denkmalschutz hiergegen Bedenken angemeldet hatte. Das Wohnhaus und die Tordurchfahrt waren 1820 vom Zimmermeister Heinrich Heuer errichtet worden. Um 1830 wohnten in diesem Hause der Tierarzt Könnecke und der Landchirurg Fäsebeck. Auf der Rückfront des Hauses Ass-Nr. 1 befand sich das Leibzuchthaus, das Haus für das Altenteil des Bauern.

Die Hauptstraße, der heutige Söhlekamp, war zwischen Fuhsebrücke und Söhlekamp Nr. 20 beidseitig von Obstbäumen begrenzt. Jeden Herbst versteigerte die Gemeinde die Bäume an den Meistbietenden zur Ernte. Mit der Anlage von Gehwegen wurden die Obstbäume 1963 ersatzlos gefällt.

Bruchmachtersen ist ein Beispiel dafür, wie eine in mehr als 700 Jahren gewachsene bäuerliche Kulturlandschaft, samt kultureller Eigenheiten, Baudenkmälern, Sprache (das südniedersächsische Platt, das in den 1950er und 1960er Jahren noch sehr verbreitet war, spricht heute niemand mehr) und Umwelt durch fehlgeschlagene Dorferneuerung, Regionalplanung und exzessiven Kiesabbau verbunden mit ideenloser Landschaftsplanung und Agrarpolitik ein für alle Mal vernichtet wurde. Geologisch betrachtet liegt Bruchmachtersen in einer Alluvial-Formation.[Literatur 3] Durch den Kiesabbau wurde zwar der Salzgittersee geschaffen, der Bruch, das Moor und die Sumpflandschaft mit ihrer Artenvielfalt wurden dagegen binnen 60 Jahren für immer vernichtet, auch wurden viele dörfliche Freiflächen, wie z. B. Günne, Köppenweg und Kleine Straße, zugebaut. Auch durch umfangreiche Renaturierungsarbeiten an der Fuhse wird der Urzustand nie wieder erreicht werden können.

1967 wurde die örtliche Schule geschlossen. Heute sind weder Kindergarten noch Schule vorhanden. Die Kinder werden in Fredenberg oder Lichtenberg beschult und müssen fahren.

Ab 1968 wurde nordwestlich der nördlich und parallel zum Bahndamm verlaufenden Theodor-Heuss-Straße auf den Äckern von Bruchmachtersen ein neuer Ortsteil Lebenstedts, Salzgitter-Fredenberg[6] mit Sozialwohnungen als Retortenstadt erbaut. Fredenberg ist eine Großwohnsiedlung und sozialer Brennpunkt. In den späten 1980er Jahren haben weitere Wohnungsbauaktivitäten in Fredenberg den Wohnungsbestand auf über 3.000 Wohneinheiten mit etwa 7.000 Einwohnern anwachsen lassen. Der gesamte Ortsteil Fredenberg hat etwa 10.000 Einwohner.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von 1821 bis 2017
Jahr Einwohner
1821 234
1848 309
1871 268
1910 255
1925 247
1933 236
1939 330
1946 695
Jahr Einwohner
1950 740
1960 508
1970 741
1980 931
1990 908
2000 899
2006 794
2010 757
Jahr Einwohner
2012 785
2014 752
2015 785
2016 778
2017 784

Quellen: Die Bevölkerungszahlen von 1821 bis 2000 basieren auf dem Statistischen Jahrbuch des Referats für Wirtschaft und Statistik der Stadt Salzgitter.[4] Die Bevölkerungsstatistik ab 2001 basiert auf den statistischen Monatsberichten der Stadt Salzgitter (Einwohner mit Hauptwohnsitz) gemäß Melderegister zum Monatsende Dezember.[7]

Wohnungen in Bruchmachtersen, Stand: 31. Dezember 2007 Anzahl[4]
Wohngebäude insgesamt 255
Wohngebäude mit 1 Wohnung 191
Wohngebäude mit 2 Wohnungen 41
Wohngebäude mit 3 und mehr Wohnungen 23
Wohnungen insgesamt 376

Die Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche in Bruchmachtersen
Die Kirche
Priester und Pfarrer
um 1297 Priester Helyas, Abgabepflicht gegenüber dem Heiligen Kreuzstift zu Hildesheim
1542–1544 Pfarrer Ludolf Binrode (Bernroder)
15..–1569 PfarrerAdamus Pfaffendorf
1570–1617 Pfarrer Heinrich Leseberg
1618–1669 Pfarrer Johannes Bergmann – Subconrector
1669–1688 Pfarrer Johannes Berger, seit 1660 Pastor adjunctus (Hilfspastor)
1688–1716 Pfarrer Sigesmund Jannich
1716–1743 Pfarrer Julius Breymann
1743–1774 Pfarrer Christoph Stöter
1775–1798 Pfarrer Christoph Krämer. Zuvor Pfarrer in Ringelheim.
1798–1833 Pastor August Westphal. Danach Pfarre bis 1836 vakant.
1836–1841 Pfarrer Ludwig Evers. Zuvor Pfarrer in Bodenwerder.
1842–1878 Pfarrer Christian Fischer. Zuvor Pfarrer in Heersum.
1879–1887 Pfarrer Wilhelm Lipsius. Zuvor Rektor in Pattensen und Ottenstein.
1887–1895 Pfarrer Prof. Dr. Fedor Schmidt-Warneck
1896–1918 Pfarrer Wilhelm Pfotenhauer. Zuvor erst Gefangenen-Seelsorger in Hannover, ab 1895 Pastor in Dudensen.[8]
1918–1945 Die Pfarre ist nicht besetzt und die Kirchengemeinde ist abwechselnd mit Lebenstedt oder Salder vereinigt.
Heute Pfarrer ab 1945: Ernst Stracke, Johann Striek, Hermann Kolb, Martin Huge, Dr. Martin Gutmann, Dieter-Kurt Kieltsch,[9][10]
Der Kirchenbau
vor 1182 Bau der Kirche mit einem nahezu quadratischen Kirchenschiff und quadratischen Chorraum.
1598 Geschenk eines Abendmahlgeschirrs, Kelch und einem „Oblatenteller“
1653 Ausbesserung des Beichtstuhls
1798 Ausbau des Beichtstuhls
1825 Kauf der ersten Orgel für die Kirche für 350 Taler.
1844 Orgelneubau durch Orgelbauer Bode aus Helmstadt. Die alte Orgel von 1825 war unbrauchbar geworden.
1857 Stiftung einer zusätzlichen Kirchenglocke, Einbau einer neuen Kirchturmuhr
1872 Reparatur der Kirche und des Kirchturms
1882 Ausstattung mit neuen Kirchenbänken
1894 Geschenk der noch heute benutzen Taufschale
1917 Beschlagnahme und Einschmelzen der Glocken. Ersatz durch Stahlglocken aus Bockenem. Das Geläut besteht aus zwei Eisenhartgussglocken der Gießerei Weule mit den Schlagtönen e -2 und gis +4.
1919 Verkauf des Pfarrhauses
1955 Reparatur des Kirchturms
1975–1976 Restaurierungsarbeiten Freilegung des Tabernakelhäuschens

Die Kirche wurde bereits vor 1182 als katholische Kirche erbaut und geweiht, die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1182. Sie besitzt ein nahezu quadratisches Kirchenschiff mit einem quadratischen Chorraum. Die alte Kirchturmuhr von 1663 hatte nur einen Zeiger. Ihr Uhrwerk wurde 1857 bereits einmal ersetzt und schließlich 1965 die gesamte Uhr ausgetauscht. Das alte Ziffernblatt wurde in der Kirche aufgehängt. Die neue Uhr hat ein elektrisches Werk und besitzt neben dem Stunden- auch einen Minutenzeiger.[11][12] Auf dem Kirchengrundstück stehen sehr alte Bäume und das Kriegerdenkmal.

Als erster Pfarrer ist der Priester Helyas bekannt. Von diesem wird berichtet, dass er im Jahr 1297 eine zum Leuchtwerk – damit sind die Kerzen gemeint – verwendete Abgabe im Heiligen Kreuzstift zu Hildesheim im Wert von acht Schillingen ablöste.

Mit der Reformation 1526, die sich im Herzogtum Braunschweig langsam durchsetzte, kam die Kirche in finanzielle Schwierigkeiten. Im Jahre 1575 beklagte sich der Pfarrer Heinrich Leseberg, dass die Frau seines Amtsvorgängers Adamus Pfaffendorf die Kirche bestohlen habe. Sie habe Tücher von der Taufe und ein silbernes Kreuz entwendet. Das Tabernakelhäuschen kam bei Sanierungsarbeiten an der Kirche 1975/76 zum Vorschein und wurde restauriert. Bereits 1598 erhielt die Kirche von einem Lübecker Bürger, dessen Vater Opfermann in Bruchmachtersen war, das Abendmahlgeschirr geschenkt. Es bestand aus einem silbernen vergoldeten Kelch und einem „Oblatenteller“. Die noch heute benutzte Taufschale wurde zur Taufe von Elly Becker am 3. April 1894 von Otto Becker, Obere Mühle, der Kirche geschenkt. 1844 wurde die Orgel vom Orgelbauer Bode aus Helmstedt zum Preis von 330 Talern errichtet. 94 Taler wurden in der Gemeinde gesammelt, der Rest wurde durch Landverkauf aufgebracht. 1857 wurde eine neue Kirchturmuhr angeschafft.

1802 bestand eine Superintendentur, zu der die Pfarren von Engelnstedt, Bruchmachtersen, Broistedt, Köchingen und Bodenstedt gehörten. Am 31. Januar 1918 verstarb Pfarrer Wilhelm Pfotenhauer, seit 1896 in Bruchmachtersen im Amt. Die Pfarre wurde nicht wieder besetzt, das Pfarrhaus für 45.000 Mark verkauft. Das Geld – in Wertpapieren und Schuldverschreibungen angelegt – verfiel zur Inflationszeit um mehr als 90 %, so dass der Kirchenkasse letztendlich nur 3.500 Mark verblieben. Zwischen 1918 und 1945 war die Kirchengemeinde abwechselnd mit Lebenstedt oder Salder vereinigt.

Das Abendmahl wurde in Bruchmachtersen nach sehr alter Überlieferung gefeiert. Zuerst gingen zwei Frauen auf die Nordseite des Altars, bekamen das Brot, gingen um den Altar (hinter der Altarwand hindurch), bekamen auf der Südseite den Wein. Diese Folge ging, bis sich keine Frau mehr meldete, erst dann gingen die Männer auf die Brot- und Kelchseite.[Först 6][Literatur 4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Ortschaft Nord

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: Das Wappen zeigt im silbernen Schild ein rotes Wassermühlenrad mit kreuzförmigen Balken zwischen einem grünen Sparren und einem grünen eingebogenen Wellenschildfuß.

Der gewellte Schildfuß und die Grundfarben grün (für das Land) und weiß (für das Wasser) des Wappens verdeutlichen die Lage des Ortes in einem einstigen Feuchtgebiet und stehen damit für die Silbe Bruch- des Ortsnamens. Die Endsilbe sen des Ortsnamens bedeutet so viel wie Heimat oder Heimstätte – das Symbol hierfür ist der Dachsparren. Das Wassermühlenrad erinnert an die beiden alten Mühlen des Ortes – die untere und obere Sukopsmühle. Und die Kreuzform der Balken des Mühlenrades steht für den Jahrhunderte währenden Einfluss der geistlichen Institutionen – allen voran das Kloster Dorstadt, das Stift Steterburg und das Bistum Hildesheim.

Das Wappen wurde im März 2008 vom Wappenausschuss des Ortes einstimmig als Ortswappen angenommen.[13]

Sprache/Dialekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis in die 50er und 1960er Jahre wurde hier noch das südniedersächsische Platt, eine Unterart des Östfälischen Großdialekts, gesprochen, der sich von der Braunschweiger Mundart stark unterschied. Auf Ostfälisch lautet der Ortsname Lütjen Brökkeln. Eine der wenigen schriftlichen Aufzeichnungen finden sich auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Bruchmachtersen.[14]

Die Rede von Feuerwehrkamerad Wilhelm Bethmann am 23. Mai 1909
zum 35-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Bruchmachtersen:

Dschetz sind et fai’mdrittig Dschahr,
datt üuse Fuierwehr baistaht
Drum hole ick et for güut und rar,
datt se dütt Fest ok faiern daht.
Und hat se ok nich ofte stahn
Vor Fuier- und Watersnot,
und hat ok nicht ofte ’egahn
upp Leben und upp Dod,
säa is’t noch ne lange Tait ewest,
die sei et hat emaket,
und die sei üuse lütsche Nest
baischüzet und baiwaket.
Hört man ok nicht ofte Sturmgeläut,
aber Sichereit datt Land erfreut.
Ok hat se veel täa bai’edragt.
täa Vorgnuigen und Humor.
Hat einen mal de Kummer èplagt,
sei hulp einen wär empor.
Sei sorge ok for Affesselunge
In’n gewöhnlichen alldagsleben,
sei baifeuchte einen mal de Tunge,
deh’t mal ne Uibung geben.
Ett morgens wenn’n noch in Bäatte liggt,
gifft et all datt grote Wecken,
wennt üuse Trompeter mal richtig rüunterkriggt
Na, wai wüllte ne waier nich necken.[15]

Verabschiedung Hermann Papes aus dem Schuldienst am 1. April 1921
von seinem ehemaligen Schüler Wilhelm Bethmann:

Wenn üuse Kantor Pape üut den Schäalhüese truit,
datt wärd üsch allen komisch sain.
Wenn man 'ne sönndaas nich mehr in 're Kerke suit,
wo hei speele dei schönen Melodain.
Un wenn se ok en betten anders klingen,
err wai se harr'n 'elehrt,
speel hei se, denn könne man se singen,
harr man se einmal 'ehört.
na einmal moßte et ja nüun sain;
drum latet wai datt nüun rüun.
Hoffentlich schrifft hei üsch noch en Schain,
wenn wai üsch mal latet trüun.
Hei wärd doch ok woll noch Steuern uppnehmen,
bai’er Reichtstagswahl des Stimmzättel üutgeben.
Un ok woll andere Kleinigkeiten
dei weret ’ne in’ne Ollre ok nich vordreiten.
Un hoffentlich maket hei denn datt noch recht lange;
hei is ja laike, wai ne Hoppenstange.
Datt Ollre hatt ’ne nich krumm ’ekregen.
Un Früu Kantor un Dochter, dei weret ne woll plegen
damit hei noch lange de „Üuse“ is.
Un wai weret ne nai vorgetten, datt is gewiß.[Först 7]

Lokale Küche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Anfang 1970 kam in den Gärten und Wiesenrändern östlich des Söhlekamps wildwachsender Meerrettich (Armoracia rusticana bzw. Cochlearia armoracia) vor. Die Meerrettichwurzeln wurden ausgegraben, gewaschen und gerieben und als Beilage zu fetten Schweinefleisch aus der frischen Schlachtebrühe gereicht. Durch intensive Landwirtschaft und die Anlage von Ziergärten wurde der Lebensraum des wilden Meerrettichs vernichtet. Von dem in jedem Garten vorkommenden Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) wurden die Blätter gepflückt, zerschnitten mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer und je einem Löffel Honig, Senf und feingehackten Zwiebeln angemacht und als Salat verzehrt. Dazu gibt es „Sluikers“ – (ostfälisch für Pellkartoffeln).

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1870 Männergesangsverein
  • Ziegenzuchtverein, Gründungsjahr nicht bekannt
  • 1919 Stahlhelmbund der Frontsoldaten (Vorsitzender Otto Hanne)
  • 1915–1918 Frauenkriegsverein
  • 1915 Reichsbund der Kriegsopfer, Behinderten und Sozialrentner und Hinterbliebenen
  • 1930–Ende der 50er Jahre Dreschereigenossenschaft (Vorsitzender Wilhelm Bethmann)
  • 1947 SV Bruchmachtersen
  • 1957 Feldinteressentenschaft
  • 1957–1965 Jagdgenossenschaft Lebenstedt-Bruchmachtersen (1965 wurde der Jagdbezirk Bruchmachtersen aufgelöst, die Abwicklung der Jagdgenossenschaft konnte erst 1981 abgeschlossen werden)

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche
  • mehrere alte Fachwerkhäuser
  • Obere und Untere Sukopsmühle im Landschaftsschutzgebiet: Die beiden 1438 erstmals urkundlich erwähnten Mühlen wurden wohl bereits im 12. Jahrhundert errichtet. Der Name stammt von der Familie Sukop, die beide Mühlen mehr als 200 Jahre zu Lehen hatte.[16]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Philipp Herrlich: Stillgelegte Bahnstrecken in Niedersachsen. Abgerufen am 2. Januar 2011 (Fotos der stillgelegten Strecke Braunschweig–Derneburg).
  2. August Lambrecht: Das Herzogthum Braunschweig: geographisch, geschichtlich und statistisch dargestellt zum Gebrauch für Haus und Schule. A. Stichtenoth, 1863, S. 468 (books.google.de – Original von University of Michigan Digitalisiert 21. Nov. 2005 Länge 739 Seiten).
  3. Guenter Freutel, N.N., Schroede: 47 Auswanderer nach Amerika aus Bruchmachtersen. 20. Oktober 2000, abgerufen am 15. Juli 2013.
  4. a b c Referat für Wirtschaft und Statistik: Statistisches Jahrbuch 2013. Stadt Salzgitter, 31. Dezember 2013, S. 31–108, abgerufen am 18. Januar 2015 (Gesamtzahl Wohnberechtigter (Haupt- und Nebenwohnsitz) © Stadt Salzgitter).
  5. Für einen Katastrophenfall. In: Der Spiegel. Nr. 35, 1949, S. 8–10 (online – Widerstand gegen die Demontage 1949). Zitat: „Fünf Sechstel von den 120000 Einwohnern der größten Geisterstadt Europas sind zudem zusammengewürfelte Fremde. Von denen sind wiederum 35000 Flüchtlinge. Sie bezogen die Baracken, die 35000 Fremdarbeiter 1945 verließen; 15000 Polen, Rumänen, Tschechen und Letten sind bis heute an den Harzhängen geblieben. Die Eingeborenen sind mit 20000 in hoffnungsloser Minderheit, die landwirtschaftliche Urbevölkerung jener 28 Dörfer, die am 1. April 1942 zur Hermann-Göring-Stadt (auf 209 km² = Größe des US-Sektors von Berlin) zusammengefaßt wurden. 300-Seelendorf Lebenstedt sollte Stadtkern mit allein 250000 Einwohnern werden. Die ganze Göringstadt = 500000 Einwohner.“
  6. Der Fredenberg.
  7. Referat für Wirtschaft und Statistik: Statistische Monatsberichte der Stadt Salzgitter. Stadt Salzgitter, abgerufen am 17. Januar 2017 (Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung © Stadt Salzgitter).
  8. Die evangelisch-lutherischen Pastoren von Dudensen, bearbeitet und zusammengestellt von Claus-Dieter Gelbke.
  9. Pfarrer in Salder und Bruchmachtersen.
  10. Pfarrverband Salder-Bruchmachtersen.
  11. Verena Mai: Auf der Spur der Uhr mit nur einem Zeiger, Salzgitter-Zeitung vom 12. Juni 2014.
  12. Michael Gläser: Dorfkirche Bruchmachtersen, Salzgitter, Niedersachsen. In: Romanik.de. Abgerufen am 14. Juni 2014.
  13. Wappen erinnert an Mühlenstandort, Salzgitter Zeitung vom 25. März 2008 und Neues Wappen begrüßt die Gäste, Salzgitter-Zeitung vom 28. Mai 2010.
  14. Freiwillige Feuerwehr Bruchmachtersen dort unter Chronik.
  15. Rede von Feuerwehrkamerad Wilhelm Bethmann am 23. Mai 1909 zum 35jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Bruchmachtersen,www.feuerwehr-salzgitter-bruchmachtersen.de dort unter Chronik.
  16. Peter Kintzinger: Die obere Sukopsmühle, Semesterarbeit, 1947, Archiv der Stadt Salzgitter.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhold Försterling, Sigrid Lux unter Mitarbeit von Günter Freutel: Bruchmachtersen, Engelnstedt, Salder, Lebenstedt „Ortschaft Nord“ in alten Ansichten. In: Archiv der Stadt Salzgitter (Hrsg.): Beiträge zur Stadtgeschichte. 1. Auflage. Band 11. Archiv der Stadt Salzgitter, Salzgitter 1994, ISBN 3-930292-01-7, S. 9 ff.
  2. Försterling et al., 1. Aufl, S. 9.
  3. Försterling et al., 1. Aufl, S. 60.
  4. Försterling et al., 1. Aufl, S. 17.
  5. Försterling et al., 1. Aufl, S. 57.
  6. Försterling et al., 1. Aufl, S. 22.
  7. Försterling et al., 1. Aufl, S. 32.
  1. Heinrich Heppe: Soldan’s Geschichte der Hexenprozesse. Band 2. Verlag der J.G. Cottaschen Buchhandlung, Stuttgart 1880, S. 43 f. (EBook#25048 Release Date April 11, 2008).
  2. Ludwig Popp: Eine Feldfieberepidemie bei Erbsenpflückern. In: Zeitschrift für Hygiene und Infektionskrankheiten. Band 131, Nr. 6, 1. Oktober 1950, ISSN 0300-8584, S. 575–601, doi:10.1007/BF02149259.
  3. H. W. L. Lachmann jun.: Flora Brunsvicensis, oder Aufzählung und Beschreibung der Umgegend von Braunschweig wildwachsender Pflanzen. G.C.E. Meyer, Braunschweig 1827, Alluvial-Formation, S. 101 ff. (Volltext in der Google-Buchsuche).
  4. Günter Freutel, Günter Scheelen: Zur 800jährigen Kirchengeschichte von Bruchmachtersen. Hrsg.: ev.luth. Kirchengemeinde Bruchmachtersen. Salzgitter 1992.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bruchmachtersen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien