Bruderhöfer

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Schild im Eingangsbereich des heutigen Bruderhofs in Sannerz

Die Bruderhöfer sind eine neutäuferische Bewegung, die eine am Vorbild der Jerusalemer Urgemeinde orientierte Gütergemeinschaft praktiziert. Ihre Entstehung geht unter anderem auf die Eheleute Eberhard und Emmy Arnold zurück, die 1920 in Hessen die erste Bruderhof-Gemeinschaft gründeten. Nach der Vertreibung durch die Nationalsozialisten 1937 fanden sie zunächst Zuflucht im Fürstentum Liechtenstein und später in England. Heute gibt es Niederlassungen der Bruderhöfer in Australien, Großbritannien, Paraguay und in den Vereinigten Staaten. Nach zwei aufgegebenen Niederlassungsversuchen in den 1960er beziehungsweise 1980er Jahren existieren in Deutschland zwei Bruderhofgemeinschaften: Sannerz (2002) und Bad Klosterlausnitz-Holzland (2004).

Die Bruderhöfer waren zeitweilig der Gemeinschaft der Hutterer angeschlossen und erhielten von ihnen den Beinamen Arnoldleut. Seit 1995 sind sie wieder von ihnen getrennt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründerehepaar Emmy und Eberhard Arnold mit ihren Kindern Emmy-Margret, Heini und Hardy um 1915

Zur Vorgeschichte der Bruderhofbewegung gehören die sogenannten Offenen Abende, zu denen das Ehepaar Eberhard und Emmy Arnold ab 1919 in ihre Berliner Wohnung einlud, um mit Freunden über eine neue geistliche Lebensgestaltung nachzudenken. Der Erste Weltkrieg hatte bei den Arnolds und ihren Freunden eine tiefe Erschütterunung ausgelöst und ließ sie nach anderen Möglichkeiten eines praktischen Christentum zu suchen. Die geistlichen Wurzeln ihrer neuen Ideale sahen sie im Täufertum und in der radikalen Reformation des 16. Jahrhunderts. Tausende hatten in jener Zeit die Großkirchen verlassen, um als Brüder und Schwestern in urchristlicher Gemeinschaft miteinander zu leben. Auch das Lebenszeugnis der württembergischen Pfarrer Johann Christoph Blumhardt und Christoph Blumhardt hatte die Mitglieder der Gemeinschaft entscheidend geprägt. Weitere Impulse kamen aus der Theologie des religiösen Sozialismus und der Jugendbewegung[1] Der Volksschullehrer Georg Flemmig, der von Eberhard Arnold über dessen zahlreiche Veröffentlichungen unter anderem im Furche-Verlag gehört hatte, informierte den Berliner Kreis über seine Pläne, in Schlüchtern eine urchristliche Gemeinschaft, die mit einem Siedlungsprojekt verbunden sein sollte, ins Leben zu rufen. Erste Schritte in diese Richtung seien bereits gegangen und eine Landwirtschaft, der Habertshof, erworben worden.[2] Die Arnolds entdeckten Geistesverwandtschaft und luden für Pfingsten 1920 gemeinsam mit Flemmig zu einem großen Treffen nach Schlüchtern ein. Über 200 Teilnehmer erschienen. Viele von ihnen wurden zu Mitbegründern der Neuwerk-Bewegung, die bis 1935 existierte und aus der sich (zum Teil auch durch Abspaltung) mehrere christliche Siedlungsprojekte entwickelten, darunter der bereits erwähnte Habertshof und die Sannerz-Gemeinschaft. Letztere gilt als Keimzelle der Bruderhof-Bewegung.[3]

Sannerz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Paulsche Villa – Wohnhaus der Sannerz-Gemeinschaft
Titelseite der Sonnenlieder – Gesangbuch der Bruderhöfer

Am Tag nach der Schlüchterner Treffen besuchten Eberhard und Emmy Arnold das in der Nähe gelegene Dorf Sannerz. Tagungsteilnehmer hatten sie auf die Paulsche Villa (siehe Bild!) aufmerksam gemacht; sie stünde zur Verpachtung oder zum Verkauf und würde sich mit ihren zahlreichen Zimmern als Domizil einer christlichen Lebensgemeinschaft eignen. Das Ehepaar Arnold verhandelte mit dem Besitzer Konrad Paul und konnte nur wenige Tage später Haupt- und Nebengebäude sowie neun Morgen Land zunächst auf zehn Jahre pachten. Für die erste Jahrespacht, notwendige Reparaturen und Anschaffungen stellte der Hamburger Reeder Kurt Woermann, ein Freund Georg Flemmigs, 30.000 RM zur Verfügung.[4] Zu den ersten Bewohnern des „Sannerz-Hauses“ gehörten neben dem Ehepaar Arnold und ihren fünf Kindern Else von Hollander[5], Eva Öhlke[6], Suse Hungar[7], Gertrud Cordes und der Schriftsteller Otto Salomon[8]. In den folgenden Monaten kamen weitere Bewohner hinzu, darunter die Pädagogin Gertraud Dalgas, genannt „Trudi“.[9]

Von Anfang an war das Wohn- und Siedlungsprojekt in Sannerz, das man in Anspielung auf den Ortsnamen Sonnherzgemeinschaft nannte, ein Magnet für zahlreiche Besucher aus unterschiedlichen sozialen und weltanschaulichen Herkünften. Zu den rund 2000 Gästen[10] der Jahre 1920/21 gehörten unter anderem Hermann Kutter (1863–1931), Begründer der Schweizer Bewegung des Religiösen Sozialismus, der Schriftsteller Theo Spira (1885–1961), der Reform- und Friedenspädagoge Kees Boeke (1884–1966), der Schriftkünstler Rudolf Koch (1876–1934), der später die Titelseite des bereits erwähnten Bruderhof-Gesangbuchs Sonnenlieder entwarf, sowie der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber (1878–1965). Zu den zahlreichen Besuchern gehörten aber auch Mitglieder der proletarischen, freideutschen und christlichen Jugendbewegung. Einige blieben nur kurze Zeit, manche für ein paar Wochen, andere für immer.[11] Auch Lebenskünstler und originelle Weltverbesserer stellten sich ein. Unter ihnen war auch Hans Fiehler, einer der Brüder Karl Fiehlers, des späteren Nazi-Oberbürgermeisters von München. Er war nach traumatischen Erlebnissen aus dem Ersten Weltkrieg als Pazifist zurückgekehrt, zog viele Jahre obdachlos durch Deutschland und verkündete seine Friedensbotschaft vor allem musikalisch. Seine Markenzeichen waren Zipfelmütze, kurze Hose und ein rotes Hemd, das die Aufschrift „Hans im Glück“ trug.[12]

Im Winter 1921/1922 kam es innerhalb der Sannerz-Gemeinschaft zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen, die dann im darauffolgenden Sommer zu einer schmerzhaften Trennung führten. Bereits im Februar 1922[13] verließ Otto Salomon die Sonnherzgemeinschaft. Einer seiner Begründungen war, dass „so viele Wertlose“ Aufnahme in die Gemeinschaft gefunden hätten und deshalb „die Wertvollen mehr und mehr fort“ geblieben seien.[14] Salomon schloss sich nach seinem Austritt für kurze Zeit einem von Flemming initiierten Männerbund an, verließ dann aber noch im Jahr 1922 die Neuwerk-Bewegung, um die Leitung des Christian Kaiser Verlages zu übernehmen. Andere Mitglieder der Sonnherzgemeinschaft warfen Eberhard Arnold im Blick auf die wirtschaftlichen Verhältnisse des Projektes „Verantwortungslosigkeit und eine unlautere Vermischung von wahren Glaubens- und bloßen Geschäftsdingen vor“.[15] Während die Familie Arnold im Sommer 1922 ihren Urlaub in der Bilthovenener Brüderschaft Kees Boekes ihren Urlaub verbrachte, kam es in Sannerz zum offenen Aufstand und nach Rückkehr der Arnolds zum Austritt von über 40 erwachsenen Mitgliedern und deren Kindern. Zurück blieben Eberhard und Emmy Arnold mit ihren fünf Kindern, Else und Monika von Hollander, Paul Hummel, Suse Hungar und Gertrud Dalgas.[16]

Rhönbruderhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1926 wechselte die Gemeinschaft auf die Rhön und übernahm dort den heruntergekommenen Sparhof mit mehreren Nebengebäuden und 75 Hektar Land, um Landwirtschaft zu betreiben. Die Kaufsumme betrug 26.000 Mark. Vereinbart war eine Anzahlung von 10.000 Mark, die Fürst Günther von Schönburg-Waldenburg übernahm.[17]

Der Sparhof wurde in Bruderhof (später in Rhönbruderhof) umbenannt. Die Gemeinschaft wuchs beständig und umfasste bald wieder 80 bis 100 Erwachsene sowie Kinder.[18] Sie kamen aus vier sehr unterschiedlichen Hintergründen: Jugendbewegte, linke Proletarier, akademisch Gebildete sowie Vertreter eines erweckten und stark an der Bibel orientierten Christentums. Verbunden wussten sie sich durch die Ideen des Religiösen Sozialismus und des Pazifismus (hier standen sie besonders dem deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes nahe). Zu den Persönlichkeiten, die zwar keine Mitglieder des Bruderhof waren, den Überzeugungen der Bruderhofgemeinschaft aber entscheidende Impulse gaben, gehörten Friedrich Wilhelm Foerster, Gustav Landauer und Leonhard Ragaz. Die erwähnten Anschauungen und Prägungen brachten den Bruderhof schon früh in einen Gegensatz zum Gedankengut der nationalsozialistischen Bewegung.[19]

Auf der Suche nach einem größeren geistlichen Verband wandte sich im November 1927 der „Bruderhof Neuhof, Kr[eis]. Fulda“ an den mennonitischen Prediger und Kirchengeschichtler Christian Neff (1863–1946)[20]. Gedacht war an eine „enge Verbindung gegenseitigen Dienstes“. Eine organisatorische Verbindung mit Quäkern oder Baptisten sei nicht denkbar. Ein weiterer Brief, diesmal aus der Feder Eberhard Arnolds, folgte 1928. In ihm bat Arnold die Süddeutschen Mennoniten, mit den Bruderhöfern in einen „recht lebendigen Austausch“ zu treten.[21] Im Mai 1929 besuchte Eberhard Arnold die Hessisch-pfälzische Mennoniten-Konferenz. Sein Vortrag hinterließ einen starken Eindruck. Ein Gegenbesuch des mennonitischen Reisepredigers Christian Guth (1879–1952) erfolgte noch im selben Jahr. Zu einem organisatorischen Anschluss an die Mennoniten kam es jedoch nicht. 1937 schrieb Neff in einem Aufsatz: „Das Wesen und die Tendenz des Bruderhofes ist und bleibt uns fremdartig.“[22]

In den Jahren 1930 bis 1931 besuchte Eberhard Arnold die Hutterer in Nordamerika, woraufhin sie sich in den 1930er Jahren den Hutterern anschlossen und eine ganze Reihe ihrer Traditionen, unter anderem ihre einheitliche Kleidung, übernahmen. Insgesamt war es so, dass die Gemeinschaft auf dem Bruderhof erst durch die von den Alt-Hutterern gesammelten Erfahrungen so weit kam, dass eine erfolgreiche Gütergemeinschaft möglich wurde.

Von den Alt-Hutterern wurden die Bruderhöfer nach Eberhard Arnold auch als „Arnoldleut“ bezeichnet.

Verfolgung während der NS-Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Machtantritt des Hitlerregimes im Januar 1933 ergaben sich erhebliche Nöte und Schwierigkeiten für die Mitglieder, die 1934 zur Gründung des Almbruderhofes im Fürstentum Liechtenstein führten (Almbruderschaft). Am 14. April 1937 umzingelten bewaffnete SS-Männer den Sparhof, trieben alle Mitglieder des Rhönbruderhofs mit vorgehaltenen Waffen zusammen und ließen ihnen 48 Stunden Zeit, um das Land zu verlassen. Drei Mitglieder wurden verhaftet und „der Volkssicherheit wegen“ ins Kasseler Gefängnis gebracht. Nach ihrer Entlassung und bevor sie nach England ausreisten, fanden sie Zuflucht im Rest-Home in Falkenstein.[23]

Grund der Ausweisung aus Deutschland war sowohl ihr Nein zur Gleichschaltungspolitik des Nationalsozialismus als auch ihre Weigerung, Kriegsdienst zu leisten.[24]

Auswanderung nach Liechtenstein, England, Paraguay und den Vereinigten Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschen Bruderhöfer wanderten über Liechtenstein und das Vereinigte Königreich, wo nach Kriegsausbruch die Internierung der deutschen Mitglieder drohte, nach Paraguay aus. Paraguay war das einzige Land, das 1941 den circa 350 Bruderhöflern eine Einreisegenehmigung erteilte und die Gründung der Siedlung Primavera (Paraguay) ermöglichte. Nach einer Krise Ende der 1950er bis Anfang der 1960er Jahre zogen die Bruderhöfler in die Vereinigten Staaten, wo sie eine wechselvolle Geschichte der Teilung, Wiedervereinigung und wiederum Trennung von den hutterischen Schmiedeleut durchliefen. Während dieser Zeit verloren sie durch Ausschluss und Austritt etwa die Hälfte ihrer Mitglieder.

Die Geschichte dieser Krise wird von den Bruderhöfern anders gesehen als von denen, die weggingen oder gehen mussten. Eine grundlegende Aufarbeitung der Trennung ist noch nicht erfolgt.

Wiederansiedlung in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Wiederansiedlung in Deutschland gestaltete sich zunächst schwierig. Die 1955 auf dem Sinntalhof bei Bad Brückenau gegründete Niederlassung musste wegen Rechtsstreitigkeiten bereits 1961 wieder aufgegeben werden. Im Jahre 1988 siedelten sich Bruderhöfer mit finanzieller Unterstützung der Lehrerleut-Hutterer auf dem Michaelshof in Birnbach an. Anfeindungen der einheimischen Bevölkerung und mangelnde Möglichkeiten, neue Gebäude zu errichten, führten dazu, dass 1996 auch dieser Bruderhof aufgegeben werden musste. Die Gemeinschaft verließ Deutschland. Erst im August 2002 kehrte sie an ihren deutschen Ursprungsort in Sannerz zurück. Im thüringischen Kurort Bad Klosterlausnitz wurde inzwischen eine Filiale eröffnet.

Lehre und Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Open-Air-Versammlung des Darvell-Bruderhofs

Als Glaubensgrundlage galt von Anbeginn das apostolische Glaubensbekenntnis. Ebenso grundlegend sind die Lehren Jesu Christi, insbesondere der Bergpredigt. Das verpflichtet die Bruderhöfer zu Gewaltlosigkeit, Nächsten- und Feindesliebe sowie Treue in der Ehe. Vorbild ist ihnen das gemeinschaftliche Leben der Urchristen, wie es in der Apostelgeschichte beschrieben wird, sowie die Didache. Sie verfügen über keinen Privatbesitz, sondern legen ihre Güter zusammen und teilen alle Güter miteinander. Über eine Gemeinschaftskasse wird jeder versorgt, wie er es nötig hat.

Da Bruderhöfler recht aktiv missionieren, bestehen neben den Hauptniederlassungen in den Vereinigten Staaten auch kleinere Gemeinschaften in Deutschland, England und Australien. Sie sind heute nur noch zu einem Teil deutscher Herkunft. Seit ihrer Auswanderung in die Vereinigten Staaten ist deshalb die hochdeutsche Sprache nicht mehr die übliche Sprache der Bruderhöfe.

Die Bruderhöfer kennen keine Gemeindeautonomie wie die Althutterer, sondern werden zentral geleitet. Auch fehlt das bewusste Zufallselement bei der Auswahl der Gemeindeleitung. Stattdessen wird die Leiterschaft von den Mitgliedern durch einen möglichst einstimmigen Beschluss eingesetzt.

Gewerbetätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bruderhöfer stellen in Großbritannien im Unternehmen Community Playthings Kindermöbel, Kindergarteneinrichtungen und Spielzeug aus Holz her; die deutschen Bruderhöfe liefern Teile dazu. In den Staaten fertigt Rifton Equipment individuelle Hilfsmittel für Körperbehinderte, in Australien produziert Danthonia Design individuell gefertigte Außenwerbung. International betreiben die Bruderhöfer den Verlag Plough Publishing House.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emmy Arnold: Gegen den Strom. Das Werden der Bruderhöfe, Brendow Verlag Moers 1983, ISBN 3-929412-09-8; überarbeitete Neuausgabe als E-Book, Plough Publishing 2012, PDF (ca. 889 kB)
  • Johann Heinrich Arnold: Leben in der Nachfolge, Brendow Verlag Moers 1996, ISBN 3-87067-650-7; Neuausgabe als E-Book, Plough Publishing 2013, PDF (ca. 318 kB)
  • Emmy Barth: Botschaftsbelagerung. Die Geschichte einer christlichen Gemeinschaft im Nationalsozialismus. Plough Publishing House, Robertsbridge GB 2015, ISBN 978-0-87486-709-1 – Englischsprachige Ausgabe: An Embassy Besieged: The Story of a Christian Community in Nazi Germany. Cascade Books, Eugene 2010
  • Markus Baum: Stein des Anstoßes. Eberhard Arnold 1883–1935. Brendow Verlag Moers 1996. ISBN 3-87067-657-4; bearbeitete Neuauflage u. d. T. Eberhard Arnold. Ein Leben im Geist der Bergpredigt. Neufeld Verlag Schwarzenfeld 2013. ISBN 978-3-86256-035-6.
  • Elizabeth Bohlken-Zumpe: Torches Extinguished: Memories of a Communal Bruderhof Childhood in Paraguay, Europe and the U.S.A., Carrier Pigeon Press 1993, ISBN 1-882260-01-5.
  • Ulrich Eggers: Gemeinschaft lebenslänglich. Deutsche Hutterer in den USA, R. Brockhaus Verlag Wuppertal 1992, ISBN 3-417-20395-3.
  • Jutta und Detlef Manke: Gibt es die wahre Lebens-Einheit? Der Bruderhof. In: Anna-Maria aus der Wiesche, Frank Lilie (Hrsg.): Kloster auf Evangelisch. Berichte aus dem gemeinsamen Leben. Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2016, ISBN 978-3-89680-904-9, S. 33–36.
  • Peter Mommsen: Radikal barmherzig. Das Leben von Johann Heinrich Arnold – eine Geschichte von Glauben und Vergebung, Hingabe und Gemeinschaft (mit einem Vorwort von Eugene H. Peterson). Neufeld Verlag: Cuxhaven 2017. ISBN 978-3-86256-078-3
  • Thomas Nauerth: Zeugnis, Liebe und Widerstand. Der Rhönbruderhof 1933–1937. Ferdinand Schönigh: Paderborn 2008. ISBN 978-3-506-78777-4
  • Julius H. Rubin: "The Other Side of Joy: Religious Melancholy Among The Bruderhof", Oxford: Oxford University Press, New York 2000.
  • Bob and Shirley Wagoner: Community in Paraguay: A Visit to the Bruderhof, The Plough Publishing House, The Hutterian Brethren Service Committee, Inc. Rifton (NY) 1991, ISBN 0-87486-033-4.
  • Benjamin Zablocki: The joyful community. An account of the Bruderhof – a communal movement in its third generation., University of Chicago Press 1980, ISBN 0-226-97749-8.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  1. Siehe dazu Ulrich Linse: „Zurück, o Mensch, zur Mutter Erde!“ Landkommunen in Deutschland 1890–1933. München 1983. S. 221
  2. Die folgenden Daten und Fakten orientieren sich, wenn nicht anders vermerkt, an Fuldaer Zeitung (Mai 1970) / Emmy Arnold: 50 Jahre Bruderhofgemeinschaft Sannerz. Die Anfangsjahre der Bruderhofgemeinschaften in Deutschland (PDF online); eingesehen am 24. Juni 2019
  3. Zur Geschichte der Neuwerk-Bewegung siehe zum Beispiel Antje Vollmer: Die Neuwerkbewegung 1919–1935. Ein Beitrag zur Geschichte der Jugendbewegung, des Religiösen Sozialismus und der Arbeiterbildung. Verlag Blasaditsch, Augsburg 1973 (Inaugural-Dissertation, Berlin 1973).
  4. Zu Einzelheiten siehe Emmy Arnold: Gegen den Strom. Ein Leben in der Herausforderung der Bergpredigt. Rifton, Robertsbridge, Elsmore 2013². S. 41ff
  5. Else von Hollander war die Schwester Emmy Arnolds. Sie wurde 1895 geboren und verstarb 1932 auf dem Rhönbruderhif, wo sie auch begraben ist (Hymnary.org: Else von Holander; eingesehen am 26. Juni 2019).
  6. Eva Öhlke (1893–1970) wurde später die (vermutlich) erste ordinierte evangelische Geistliche Deutschlands; siehe LR online: Erste examinierte Pastorin Deutschlands (14. Juni 2003). dem bekannten Volkslied Kein schöner Land in dieser Zeit fügte sie eine weitere Strophe hinzu, die vor allem in christlichen Kreisen Bekanntheit erlangte; die erste Zeile dieser Strophe lautet: „Ihr Brüder wisst, was uns vereint“; siehe dazu Antje Vollmer: Die Neuwerkbewegunng. Zwischen Jugendbewegung und religiösem Sozialismus. Herder: Freiburg, Basel, Wien 2016. S. 120
  7. Suse Hungar war Kapitänin der Heilsarmee und Lehrerin; siehe Markus Baum: Eberhard Arnold. Ein Leben im Geist der Bergpredigt. Neufeld-Verlag: Schwarzenfeld 2013. ISBN 9783862560356. S. 117
  8. Otto Salomon (1889–1971) war als Schriftsteller unter dem Pseudonym Otto Bruder tätig. Er entstammte einer jüdischen Familie und war 1911 zum Christentum konvertiert. Nachdem er die Sannerz-Gemeinschaft verlassen hatte, avancierte er 1922 zum leitenden Mitarbeiter des Christian Kaiser Verlags. In Nazi-Deutschland erhält er Berufsverbot, geht in die Schweiz und wird Mitarbeiter im Ökumenischen Rat der Kirchen. 1959 wird er zum Dr. honoris causa der Universität Zürich promoviert. Zu seiner Biographie siehe Ludwig und Margrit Hönig (Hrsg.): Otto Bruder. Aus seinem Leben und Wirken. Evangelisches Verlagswerk: Stuttgart 1975. ISBN 3771501695
  9. Gertrud Dalgas (1897–1984) heiratete 1931 das Bruderhofmitglied Walter Hüssy. Sie war die Mitherausgeberin des Liederbuchs Sonnenlieder, dem Gesangbuch der Bruderhöfer; siehe zu ihr die Kurzbiographie im freikirchlichen Gesangbuch Feiern & Loben, S. 746, Sp II. Dort findet sie sich unter ihrem späteren Ehenamen Hüssy.
  10. Diese Zahl wird in der Online-Ausgabe von Emmy Arnolds Lebenserinnerungen Gegen den Strom, S. 62 genannt.
  11. Antje Vollmer: Die Neuwerkbewegunng. Zwischen Jugendbewegung und religiösem Sozialismus. Herder: Freiburg, Basel, Wien 2016. S. 95
  12. Zu Hans Fiehler siehe Emmy Arnold: Gegen den Strom. Ein Leben in der Herausforderung der Bergpredigt. Rifton, Robertsbridge, Elsmore 2013². S. 47–49. In den Sonnenliedern findet sich unter der Nummer 83 das von Hans Fiehler getextete Lied „Menschheitseiszeit war geworden“.
  13. Nach Antje Vollmer trat Salomon bereits im Januar 1922 aus der Sannerz-Gemeinschaft aus: Die Neuwerkbewegunng. Zwischen Jugendbewegung und religiösem Sozialismus. Herder: Freiburg, Basel, Wien 2016. S. 95
  14. Zitiert nach Emmy Arnold: Gegen den Strom. Ein Leben in der Herausforderung der Bergpredigt. Rifton, Robertsbridge, Elsmore 2013². S. 64
  15. Zitiert nach Antje Vollmer: Die Neuwerkbewegunng. Zwischen Jugendbewegung und religiösem Sozialismus. Herder: Freiburg, Basel, Wien 2016. S. 132
  16. Zu Einzelheiten des Konflikts siehe Markus Baum: Eberhard Arnold. Ein Leben im Geist der Bergpredigt. Neufeld Verlag Schwarzenfeld 2013. S. 137–143
  17. Emmy Arnold: Gegen den Strom. Ein Leben in der Herausforderung der Bergpredigt. Plough Publishing House: Rifton (Newyork), Robertsbridge (England), Elsmore (Australia) [o. J.]. ISBN 978-087486-887-6. S. 94f
  18. Eberhard Arnold (jun.; Hrsg.): Am Anfang war die Liebe. Dokumente, Briefe & Texte der Urchristen. Coprint: Wiesbaden 1986. ISBN 3-922819-39-7. S. 10
  19. Einzelheiten zu diesem Abschnitt bei Thomas Nauerth: Zeugnis, Liebe und Widerstand. Der Rhönbruderhof 1933–1937. Verlag Ferdinand Schöningh: Paderborn 2018. S. 22–29
  20. Jochen Schowalter: Neff, Christian. In: Mennonitisches Lexikon (MennLex) Teil 1 (Personen). Abgerufen am 20. Juni 2019.
  21. Zitiert nach Thomas Nauerth: Zeugnis, Liebe und Widerstand. Der Rhönbruderhof 1933–1937. Verlag Ferdinand Schöningh: Paderborn 2018. S. 19
  22. Christian Neff: Der Rhönbruderhof. In: Mennonitische Blätter Nr. 84 (Dezember 1937). S. 86f
  23. Claus Bernet: Neues zum „Rest-Home“: Hilfe für Opfer der NS-Diktatur 1933–1939 in Deutschland
  24. David Hover: Die Auflösung des Rhönbruderhofes in Deutschland. In: Cotswold-Bruderhof (Hrsg.): Der Pflug. Swindon Wiltshire (England), Herbst 1938, S. 89–95.

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