Brunn (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Brunn führt kein Wappen
Brunn (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brunn hervorgehoben
Koordinaten: 53° 40′ N, 13° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Neverin
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 47,68 km2
Einwohner: 1039 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17039
Vorwahlen: 039601, 039608
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 019
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfstraße 36
17235 Neverin
Webpräsenz: www.amtneverin.de
Bürgermeister: Christian Schenk
Lage der Gemeinde Brunn im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Brunn ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Neverin mit Sitz in gleichnamiger Gemeinde verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Brunn zwischen den Städten Neubrandenburg, Altentreptow und Friedland liegt am sanften Nordwesthang des Werder, einer Grundmoräne, die zu einem Tal hin abfällt, das vom Kleinen Landgraben entwässert wird. Die von der Landwirtschaft geprägte Gemeinde ist etwa 13 km von der Kreisstadt Neubrandenburg entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Brunn gehören die Ortsteile Brunn, Dahlen, Ganzkow und Roggenhagen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunn wurde 1355 als Brunne erstmals urkundlich erwähnt.

Dahlen wurde 1315 erstmals urkundlich erwähnt. Die frühgotische Feldsteinkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Ganzkow wurde 1415 erstmals urkundlich erwähnt. Es war ein Gutsdorf im Besitz der Familien von Barner (ab 1688), von Voß (ab 1794) und August Georg Carl Michael (ab 1829). Das Gutshaus stammt von um 1800.

Roggenhagen wurde 1322 erstmals urkundlich erwähnt. Es war ein Gutsdorf im Besitz der Familien von Gloeden (bis 1795) und von Dewitz (bis 1945). Das barocke Gutshaus Schloss Roggenhagen stammte von 1728; es wurde 1945 zerstört. Die gotische Feldsteinkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert; 1846 restauriert nach Plänen von Friedrich Wilhelm Buttel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gutshaus Brunn: Klassizistischer, zweigeschossiger, 13-achsiger Putzbau von kurz nach 1800 mit Mittelrisalit. Gutsbesitz der Familien von Glöde (ab 1609), Dewitz (Adelsgeschlecht) (ab 1795) und Oertzen (Adelsgeschlecht) (ab 1812)
  • Kirche in Brunn: Gotische Feldsteinkirche vom 13. Jahrhundert mit rck. Kirchenschiff, eingezogenem Chor und Turmaufsatz vom 18. Jahrhundert. Bemalte hölzerne Einbauten von 1842 von Friedrich Wilhelm Buttel.
  • Kirche Dahlen: Frühgotische Feldsteinkirche vom 13. Jahrhundert mit rck. Kirchenschiff, Ausbau von 1670; quadr. Feldsteinturmsockel vom 15. Jahrhundert mit Fachwerkaufsatz von 1850 mit Spitzhelm.
  • Kirche Ganzkow: Gotische Feldsteinkirche vom 14. Jahrhundert mit rck., flachgedecktem Kirchenschiff; stattlicher Turmaufsatz in Fachwerk mit 8-eckigem Oberteil und geschwungener Haube mit einer Spitze.
  • Gutshaus Ganzkow: Klassizistischer, eingeschossiger, 11-achsiger, verputzter Fachwerkbau von um 1800 mit Mansarddach und dem Mittelrisalit von um 1820 sowie zwei quadr. Flügelbauten; Gutzbesitz der Familien von Barner (ab 1688), von Voß (ab 1794), August Georg Carl Michael (ab 1829).
  • Kirche Roggenhagen: Gotische Feldsteinkirche vom 13. Jahrhundert; 1846 nach Plänen von Friedrich Wilhelm Buttel restauriert; rck. flachgedecktes Kirchenschiff; Westturm in gleicher Breite mit massivem Aufsatz vom wohl 18. Jahrhundert mit Spitzhelm.

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Brunn besitzt einen Sportverein, den SV Brunn. Der SV Brunn hat sowohl eine Volleyballmannschaft, eine Handballmannschaft im weiblichen Juniorenbereich, als auch eine Fußballmannschaft der Herren, die in der Kreisoberliga Mecklenburg-Strelitz/Neubrandenburg spielt, sowie eine Frauenfußballmannschaft die momentan eine reine Turniermannschaft ist.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2002 ist Brunn über die Anschlussstelle Neubrandenburg-Nord der Bundesautobahn 20 zu erreichen. Durch den Bau des Autobahnzubringers von Neddemin verbesserte sich auch die Anbindung an die Bundesstraße 96 und damit nach Altentreptow.

Der nächste Bahnhof befindet sich in Altentreptow an der Bahnstrecke Neubrandenburg–Stralsund. Der Bahnhof der Nachbargemeinde Neddemin ist nicht mehr in Betrieb.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich von Oertzen (* 1820 in Brunn (Mecklenburg); † 1897 ebenda), Landwirt und Reichstagsabgeordneter
  • August Schlettwein (* 1801 in Dahlen; † 1877 in Rostock), Rittergutsbesitzer auf Bandelstorf und Mitglied des Vorparlaments
  • Daniel Runge (* 1804 in Brunn (Mecklenburg); † unbekannt), Theologe, Mitglied der mecklenburgischen Abgeordnetenversammlung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brunn (Mecklenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).