Brunnen (Bayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brunnen
Brunnen (Bayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brunnen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 38′ N, 11° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Verwaltungs­gemeinschaft: Schrobenhausen
Höhe: 391 m ü. NHN
Fläche: 32,14 km2
Einwohner: 1695 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86564
Vorwahl: 08454
Kfz-Kennzeichen: ND, SOB
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 123
Gemeindegliederung: 9 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Herzoganger 1
86529 Schrobenhausen
Website: www.gemeindebrunnen.de
Bürgermeister: Thomas Wagner (CSU und Freie Wählergemeinschaft[2])
Lage der Gemeinde Brunnen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
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Über dieses Bild

Brunnen ist eine Gemeinde und eine Ortschaft im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schrobenhausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Ingolstadt.

Es gibt neun amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Es existieren die Gemarkungen Brunnen und Hohenried.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunnen, am Rande des tertiären Hügellandes zum Donaumoos gelegen, ist ein Ort mit 4000 bis 6000 Jahren Siedlungsgeschichte, was von diversen Ausgrabungsfunden bestätigt wurde. Zwischen den Wasserburgen Ober- und Niederarnbach, an den Wegeverbindungen von Hohenwart und Neuburg sowie Pöttmes und Reichertshofen gelegen, war Brunnen im 13. Jahrhundert Zollstation. Brunnen war Teil des Kurfürstentums Bayern, dadurch hatte auch das kurbayerische Moosamt in Brunnen einen Sitz. Brunnen war ein Teil der geschlossenen Hofmark Niederarnbach der Freiherren von Pfetten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist überwiegend katholisch geprägt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.450 auf 1.695 um 245 Einwohner bzw. um 16,9 %.

  • 1961: 1292 Einwohner
  • 1970: 1297 Einwohner
  • 1987: 1440 Einwohner
  • 1991: 1485 Einwohner
  • 1995: 1493 Einwohner
  • 2000: 1549 Einwohner
  • 2005: 1600 Einwohner
  • 2010: 1577 Einwohner
  • 2015: 1656 Einwohner
  • 2016: 1672 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Wagner (CSU/Freie Wählergemeinschaft) wurde am 15. Juli 2012 zum 1. Bürgermeister gewählt. Am 15. März 2020 wurde er mit 80,9 % für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. Wagner ist Nachfolger von Johann Wenger (Freie Wählergemeinschaft, im Amt Mai 1996 bis Juli 2012). Dessen Vorgänger war Willhelm Kopold.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat hat die Freie Wählergemeinschaft Brunnen sieben Sitze und die CSU / Freie Wählergemeinschaft Hohenried fünf Sitze. Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020, Amtszeit Mai 2020 bis April 2026.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des 1967 angenommenen Gemeindewappens lautet: „Geteilt von Silber und Schwarz; oben ein schreitender, herschauender, rot bewehrter schwarzer Löwe, unten eine silberne Kartoffelblüte mit goldenen Staubgefäßen.“[4]

Wappengeschichte: Der Löwe ist aus dem Wappen der Familie von Pfetten übernommen. Die Freiherren von Pfetten erwarben 1665 die Hofmark Niederarnbach, die sich weitgehend mit dem späteren Gemeindegebiet von Brunnen deckt. Auch das Gebiet der bis 1978 selbstständigen Gemeinde Hohenried befand sich seit 1665 in Besitz der Familie Pfetten. Seit 1838 waren die Patrimonialgerichte am Gerichts- und Verwaltungssitz Niederarnbach zusammengelegt. Die Familie von Pfetten übte bis zur Abschaffung der Patrimonialgerichtsbarkeit 1848 Herrschaftsrechte im heutigen Gemeindegebiet von Brunnen aus.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserschloss Niederarnbach

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportverein DJK Brunnen
  • Hohenrieder Musibuam

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche St. Michael in Brunnen
  • Kirche St. Margaretha in Hohenried
  • Wasserschloss Niederarnbach

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft elf, im produzierenden Gewerbe 114 und im Bereich Handel und Verkehr 34 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 17 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 553. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 104 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2309 ha, davon waren 2025 ha Ackerfläche und 279 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am westlichen Ortsrand verläuft seit 1875 die Paartalbahn ohne Haltepunkt in Brunnen. Im Jahre 2009 übernahm die Bayerische Regiobahn (BRB) den Betrieb auf der Strecke von Augsburg nach Ingolstadt. In diesem Jahr wurden gleichzeitig Forderungen in der Gemeinde laut, in Brunnen einen Haltepunkt einzurichten. Die Gemeinde leitete daraufhin die notwendigen Verfahrensschritte ein und beschloss auch den Bau einer P+R-Anlage. Nach mehrjähriger Verzögerung wird der Bau und die Inbetriebnahme des Haltepunktes voraussichtlich 2019 erfolgen.[5]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2015):

  • Kindergärten: zwei Einrichtungen mit 80 Kindergartenplätzen und 72 betreuten Kindern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Brunnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Grußwort des Ersten Bürgermeisters Thomas Wagner. Gemeinde Brunnen, abgerufen am 31. Mai 2020.
  3. Gemeinde Brunnen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 13. September 2019.
  4. Eintrag zum Wappen von Brunnen (Bayern) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  5. Gemeinderat Brunnen: Bahnhaltepunkt verzögert sich weiter. In: Schrobenhausener Zeitung. 13. April 2018, abgerufen am 28. Mai 2018.