Heilige Quelle

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QS Vor- und Frühgeschichte
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Heilige Quellen sind Wasservorkommen, meist eine Quelle, aber manchmal auch ein Teich oder See, an denen religiöse Verehrung stattfindet.[1] Oft wird ihnen eine heilsame Wirkung auf Körper und/oder Geist nachgesagt. Manche Quellen dienen auch als Orakel.[2]

St Brendan's Well, Irland

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Europa und darüber hinaus gibt es eine große Zahl derartiger Quellen, die ihre Bedeutung bereits in der Urgeschichte erlangten. In Portugal (Pedra Formosa), auf den Britischen Inseln seit der Keltenzeit (allein 50 rezent genutzte Anlagen in Irland) und auf Sardinien (Brunnenheiligtümer) und anderswo entstand daraus ein Wasserkult, der bis in das frühe Neolithikum belegt ist. Mancherorts ist es auch heute üblich, dort Gaben niederzulegen und Gebete zu sprechen.

Die seit der Vorzeit verehrten Quellen sind teilweise christianisiert worden und deshalb noch in Nutzung. Viele wurden mit Steinen gefasst, über einigen wurden Brunnenhäuschen errichtet. Auf den Britischen Inseln werden an manchen Stellen bunte Bänder, Tücher oder Kleidung an die umstehenden Bäume gebunden (siehe Clootie Well). Der Sitte liegt die magische Vorstellung zugrunde, dass, sobald sie verrottet sind, auch die Krankheit desjenigen vergeht, der das Band dort als Opfer anbrachte. Von Irland über Armenien bis Zentralasien wurde und wird diese Sitte beobachtet.

Deutschland, Österreich, Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im deutschen Sprachraum gibt es viele Quellen, die als heilig angesehen werden. Sie sind oft nach christlichen Heiligen benannt. Im Süden des deutschen Sprachgebiets gibt es beispielsweise die Tradition, Quellen nach dem heiligen Ulrich von Augsburg zu benennen, die so genannten Ulrichsbrunnen. Die Tradition ist bereits seit dem 11. Jahrhundert (kurz nach Ulrichs Tod) belegt und dauert bis in die heutige Zeit an.

Bis zu 20.000 Menschen sollen einst zum Hermannskogel im Wienerwald gepilgert sein, um aus der heute „Agnesbrünnl“ genannten Quelle zu trinken.

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heilige Quelle mit Quellenhaus in St. Clether, Cornwall

Nach der Überlieferung vieler Heiligenlegenden entsprangen heilige Quellen an Orten, wo ein Heiliger sein Martyrium erlitt. Das ist überliefert für das Jahr 979 zum Tod Edwards des Bekenners in Wareham, Dorset, für St. Oswius Tod in der Schlacht gegen Penda in der Winwaed und für St. Sidwella in Exeter (St. Sidwell's Well).[3] Auch am Grab eines Heiligen konnten Quellen entspringen:

Für zahlreiche Quellen ist überliefert, dass sie durch Heilige zum Entspringen gebracht wurden, so St. Augustine's Well durch den Heiligen Augustine in Cerne, Dorset. Eine Quelle in Stoke St. Milborough entsprang, als das Pferd des Heiligen Milburga auf den Boden stampfte.[6] Der Glaube, eine Quelle in Carshalton, Surrey, sei entsprungen, wo Anne Boleyns Pferd auf den Boden stampfte,[7] ist dagegen wohl darauf zurückzuführen, dass sie vom Volk für eine Hexe gehalten wurde.

Für mehrere Quellen in England ist überliefert, dass sie sich entweder mit Wasser füllten oder trocken fielen, wenn der Tod des Herrschers oder ein anderes Unglück bevorstand:

Andere Quellen 'grummeln' oder 'grollen' ("drumming wells") und warnten so vor kommenden Unheil:

  • Drumming Well, Oundle, Northamptonshire – soll vor allgemeinem Unheil warnen
  • Routing Well, Inveresk, soll vor Stürmen warnen
  • Die Quelle in Harpham, Yorkshire, 'grollte', wenn der Tod eines Mitglieds der Familie Quinton bevorstand.[8]
Heilige Quelle mit Quellenhaus in Houston

Auch nach der Reformation blieb der Glaube an die Heilkraft vieler Quellen erhalten[9].

Für fast jede englische Grafschaft existieren inzwischen Führer zu heiligen Quellen[10]. Die Holy Wells Research and Preservation Group mit Sitz in Southampton wurde im Oktober 1984 gegründet und gibt die Zeitschrift Source heraus[11].

In England (insbesondere in Cornwall), Schottland und Wales gibt es eine große Anzahl heiliger Brunnen und Quellen (Holy Wells). Sie werden dort unter anderem Clootie Wells genannt. Oft sind sie vernachlässigt und überwachsen und viele sind vergessen. An einigen Orten jedoch, gehäuft im mittel- und west-englischen Peak District wird bis heute in der warmen Jahreshälfte das aufwendige Ritual des Well Dressing[12] gefeiert.

Es sind Brunnen oder Quellen, an deren Seite oft ein Baum steht. In den Baum werden Streifen Tuch oder Lappen gehängt, die in der Regel Teil einer rituellen Handlung sind. Mit jeder Quelle sind Sagen und Legenden verbunden.

Irland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heilige Quelle in der Nähe von Galway

Wasserkulte haben in Irland eine Tradition, die mindestens bis in die späte Bronzezeit (1200–500 v. Chr.) zurückgeht. Die meisten Kenntnisse über ihr Alter gehen aber auf Metallarbeiten der frühen Eisenzeit (500 v. Chr.–400 n. Chr.) zurück und betreffen Gegenstände, die als Votivgaben abgelegt wurden.

Rezeptionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Berichte über die Nutzung heiliger Quellen stammen vor allem aus Reiseberichten, wie dem Bretone Chevalier de la Tocnaye (A Frenchman’s Walk through Ireland, 1796-7) oder dem englischen Romanschriftsteller William Makepeace Thackeray (The Irish Sketchbook, 1842). Auch Antiquare wie Thomas Crofton Croker aus Cork (Researches in the South of Ireland, 1824) publizierten zum Thema[13]. Der protestantische Pfarrer Philip Dixon Hardy (1794–1875) publizierte 1836 Holy Wells of Ireland, ein protestantischer Angriff auf Praktiken an irischen Brunnen, die die Namen christlicher Heiliger tragen oder auf andere Weise als heilig angesehen werden. Inzwischen sind zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen zum Thema erschienen:

  • Walter L. Brenneman Jr., Mary G. Brenneman, Crossing the Circle at the Holy Wells of Ireland. Charlottesville, University Press of Virginia 1995.
  • Michael P. Carroll, Irish Pilgrimage: Holy Wells and Popular Catholic Devotion. Baltimore, Johns Hopkins University Press, 1999.
  • Susan Connolly, Anne-Marie Moroney, Stone and Tree Sheltering Water: An Exploration of Sacred and Secular Wells in County Louth. Drogheda, Flax Mill 1998.
  • Elizabeth Healy, In Search of Ireland’s Holy Wells. Dublin, Wolfhound Press 2001.
  • Anna Rackard, Liam O’Callaghan, Fish, Stone, Water. Cork, Cork University Press 2001.
  • Stiofán Ó Cadhla, The Holy Well Tradition: The Pattern of St Declan, Ardmore, County Waterford. Dublin, Four Courts Press, 2002.
  • Celeste Ray, The origins of Ireland's holy wells. Oxford, Archaeopress 2014.

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Quellen werden mit einem Heiligen verbunden. Sowohl für St. Patrick als auch St. Columban ist überliefert, dass sie Quellen entspringen ließen, um mit ihnen das Sakrament der Taufe zu zelebrieren.[14] Das Wasser vieler heiligen Quellen soll Krankheiten heilen. Heute sind heilige Quellen, besonders im Südwesten Irlands, ein wichtiger Bestandteil lokaler Identitäten[15].

Diese Rituale an den heiligen Brunnen, die heute mit dem Christentum verbunden sind, weisen starke vorchristliche Elemente auf. Häufig anzutreffen an heiligen Quellen sind Votivgaben (heute zumeist Münzen, kleine Bildsäulen oder alltägliche Gegenstände), Wunschbäume (Rag trees), kleine Steinaltäre oder Steinhügel und Bullauns. Etwa in Killina, das westlich von Tullamore im County Offaly in Irland liegt, befinden sich eng benachbart eine heilige Quelle, ein Mass Rock und ein Bullaun.

In Connemara sind 130 Denkmäler verzeichnet. Tober Cáillίn in Keerhaunmore und Tobar Phádraig (siehe Weblink) in Maumean (Mám Éan) werden noch heute häufig aufgesucht. Im County Galway gibt es 210 überlieferte Holy Wells. In der Nähe steht oft ein Rag Tree, ein mit Stofffetzen und Maskottchen behängter Baum. Eine der Praktiken ist, nach dem Waschen, Baden oder dem Trinken des Brunnenwassers einen Streifen Tuch – ein clootie – an den heiligen Baum zu binden. Dadurch soll eine Krankheit in das Tuch übergehen, das zurückgelassen wird. An einigen Stellen wird eine Nadel oder eine Münze in den Brunnen geworfen, so in Tobercornan. Tobercornan (the Pinnacle Well) bei Ballyvaughan im County Clare und Struell Wells bei Downpatrick (County Down) sind Quellen ohne Rag Tree.

Portugal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Portugal heißen eisenzeitliche Bauten in Megalithtechnik, die für Wasser- bzw. Brunnenheiligtümer angesehen werden Pedra Formosa (= „schöner Stein“). Das Heiligtum besteht aus Kammern und Wasserbecken. Bekannt sind die Pedra Formosa von Briteiros, Sanfins (beide als Höhenkultplatz), Castro das Eiras, Freixo und Santa Maria de Galegos sowie das besonders schön verzierte Monument in Vila Nova de Famalicão.

Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marienquelle in Covadonga

In Spanien werden heilige Quellen (Fuensanta, Agua Santa[16]) oft durch Steinhaufen gekennzeichnet[17]. Sie befinden sich meist bei Kapellen oder Klausen und sind von Bäumen umgeben. Sie sind meist mit der Jungfrau Maria verbunden, besonders der Virgen de la Salud.

In Covadonga liegt eine heilige Quelle, die durch eine Höhle fließt und im Fuente del Matrimonio zu Tage tritt. Junge Frauen, die daraus trinken, glauben, so bald zu heiraten[18].

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sardinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein weiteres Gebiet baulich gestalteter heiliger Quellen und Brunnen ist Sardinien. Es gibt ältere Brunnenheiligtümer (italienisch Pozzi Sacri) wie Santa Cristina, Mitza Pidighi sowie das Brunnenheiligtum von Coni und jüngere, wie San Leonardo de Siete Fuentes (deutsch „Sieben Quellen“) oder Sa Scabizzada (deutsch „die Quelle der Enthaupteten“), mit der die Heilige Barbara verbunden wird.

Römer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Römern hießen die Quell- oder Brunnenheiligtümer Nymphäum.

Vorderasien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine der bekannteren heiligen Quellen in Vorderasien ist das hethitische Quellheiligtum Eflatun Pınar.

Schöne Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Gedicht "Schöne Agnete" von Agnes Miegel springt eine weiße Quelle vor der Kirchtür, als Agnete, das Weib des Wassermanns von dort dem Hochamt folgt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Bauer, Sergius Golowin, Clemens Zerling: Heilige Quellen, Heilende Brunnen. Verlag Neue Erde, Saarbrücken 2009, ISBN 978-3-89060-275-2.
  • Walter L. Brenneman, Mary G. Brenneman: Crossing the circle at the holy wells of Ireland. University Press of Virginia, Charlottesville, VI 1995, ISBN 0-8139-1548-1.
  • Alois Döring: Quellen. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 24, Walter de Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-017575-4, S. 11–15.
  • Arthur Gribben: Holy wells and sacred water sources in Britain and Ireland. An annotated bibliography. Garland, London 1992, ISBN 0-8153-0831-0.
  • Elizabeth Healy: In search of Ireland’s holy wells. Wolfhound Press, Dublin 2001, ISBN 0-86327-865-5.
  • Patrick Logan: The holy wells of Ireland. Smythe Books, Gerrards Cross 1992, ISBN 0-86140-046-1.
  • Friedrich Muthmann: Mutter und Quelle. Studien zur Quellenverehrung im Altertum und im Mittelalter. Basel – Mainz 1975, ISBN 3-805-30269-X.
  • Britt-Marie Näsström, Wolf-Rüdiger Teegen: Quellheiligtümer und Quellkult. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 24, Walter de Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-017575-4, S. 15–29.
  • Stiofán Ó Cadhla: The holy well tradition. The pattern of St. Declan, Ardmore, County Waterford. Four Courts Press, Dublin 2002, ISBN 1-85182-706-4.
  • Anne Rackard (Text), Liam O’Callaghan (Photos): Fishbonewater. Holy wells of Ireland. Atrium Books, Cork 2001, ISBN 0-9535353-1-2.
  • Massimo Rassu: Pozzi sacri. Architetture preistoriche per il culto delle acque in Sardegna 2016
  • Petra Skyvova: Fingallian holy wells. Fingal County Libraries, Dublin 2005, ISBN 0-9549103-0-3.
  • Siegferd Svane: 100 Danske helligkilder og deres historie i korte træk. Landesmann, Kopenhagen 1979, ISBN 87-15-07395-5.
  • Karl Weinold: Die Verehrung der Quellen. In: Heide Göttner-Abendroth, Kurt Derungs (Hrsg.): Mythologische Landschaft Deutschland. Bern 1999, zuerst erschienen in: Karl Weinold: Die Verehrung der Quellen in Deutschland. Berlin 1898.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heilige Quellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Celeste Ray: Paying the Rounds at Ireland's Holy Wells (Anthropos 110/2). 2015, S. 415.
  2. William Samuel Cordner: The Cult of the Holy Well. In: Ulster Journal of Archaeology, Third Series 9. 1946, S. 26.
  3. William Samuel Cordner: The Cult of the Holy Well. In: Ulster Journal of Archaeology, Third Series 9, 1946, S. 24–25.
  4. William Samuel Cordner: The Cult of the Holy Well. In: Ulster Journal of Archaeology, Third Series 9, 1946, S. 25.
  5. William Samuel Cordner: The Cult of the Holy Well. In: Ulster Journal of Archaeology, Third Series 9, 1946, S. 25; Carol Falvo Heffernan: A Reconsideration of the Cask Figure in the "Reeve's Prologue". In: Chaucer Review 15/1, 1980, S. 39.
  6. William Samuel Cordner: The Cult of the Holy Well. In: Ulster Journal of Archaeology, Third Series 9, 1946, S. 26.
  7. William Samuel Cordner: The Cult of the Holy Well. In: Ulster Journal of Archaeology, Third Series 9, 1946, S. 26.
  8. William Samuel Cordner: The Cult of the Holy Well. In: Ulster Journal of Archaeology, Third Series 9, 1946, S. 27.
  9. Alexandra Walsham, Reforming the Waters: Holy Wells and Healing Springs in Protestant England. Studies in Church History, Subsidia 12, 1999, 227–255. doi:10.1017/S0143045900002520; Alexandra Walsham, The reformation of the landscape: religion, identity, and memory in early modern Britain and Ireland. Oxford, Oxford University Press 2012, ISBN 9780199243556
  10. z. B. R. B. Parish, The holy wells and healing springs of Essex, a gazeteer and field guide to holy wells, mineral springs, spas and folklore waters. Nottingham, Pixy-Led 2009; R. B. Parish, The holy wells and healing springs of Hertfordshire, a gazeteer and field guide to holy wells, mineral springs, spas and folklore waters. Nottingham, Pixy-Led 2009; Robert Morrell, Nottinghamshire holy wells and springs. Nottingham, APRA Press, 2. Auflage 1989; Ethelbert Horne, Somerset holy wells and other named wells. London, Somerset Folk Press 1923
  11. Alexandra Walsham, Reforming the Waters: Holy Wells and Healing Springs in Protestant England. Studies in Church History, Subsidia 12, 1999, 227–255. doi:10.1017/S0143045900002520
  12. (deutsch in etwa „den Brunnen herrichten“)
  13. Diarmuid O Giollain, Revisiting the Holy Well. Éire-Ireland 40, 2005, p. 11. https://doi.org/10.1353/eir.2005.0010
  14. Tírechán, Collectanea und Adomnáns Vita, zitiert nach Celeste Ray: The Origins of Ireland’s Holy Wells. Oxford, Archaeopress 2014, S. 81.
  15. Suzanne J. Crawford O'Brien, Well, water, rock: holy wells, mass rocks and reconciling identity in the Republic of Ireland. Material Religion 4/3, 2008, 326–348. https://doi.org/10.2752/175183408X376683
  16. Jaime Tatay, Sacred Trees, Mystic Caves, Holy Wells: Devotional Titles in Spanish Rural Sanctuaries. Religions 12, 2021, 5. https://doi.org/10.3390/rel12030183
  17. Jaime Tatay, Sacred Trees, Mystic Caves, Holy Wells: Devotional titles in Spanish rural Sanctuaries. Religions 12, 2021, 12. https://doi.org/10.3390/rel12030183
  18. Jaime Tatay, Sacred Trees, Mystic Caves, Holy Wells: Devotional Titles in Spanish Rural Sanctuaries. Religions 12,2021, 14. https://doi.org/10.3390/rel12030183