Brunsbüttel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Brunsbüttel
Brunsbüttel
Deutschlandkarte, Position der Stadt Brunsbüttel hervorgehoben

Koordinaten: 53° 54′ N, 9° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 65,24 km2
Einwohner: 12.364 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25541
Vorwahlen: 04851, 04852, 04855
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 011
Adresse der
Stadtverwaltung:
Koogstraße 61–63
25541 Brunsbüttel
Website: www.brunsbuettel.de
Bürgermeister: Martin Schmedtje (parteilos)
Lage der Stadt Brunsbüttel im Kreis Dithmarschen
Karte
Von der Elbe durch die Schleusen in den Nord-Ostsee-Kanal

Brunsbüttel [ˈbrʊnsbʏtl] (niederdeutsch: Bruunsbüddel) ist eine Industrie- und Hafenstadt im Kreis Dithmarschen von Schleswig-Holstein. Brunsbüttel liegt an der Mündung des Nord-Ostsee-Kanals in die Elbe und ist Standort des bedeutendsten Seehafens an der Westküste des nördlichsten Bundeslandes. Die Stadt ist vor allem bekannt durch das inzwischen stillgelegte Kernkraftwerk und die Schleusenanlagen des Nord-Ostsee-Kanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt.

Im Jahr 1948 erhielt Brunsbüttelkoog das Stadtrecht. Brunsbüttel steht nach der Vereinigung mit Brunsbüttelkoog und weiteren Gemeinden im Jahr 1970 heute flächenmäßig hinter Lübeck, Fehmarn, Kiel und Neumünster auf Platz fünf der Städte Schleswig-Holsteins.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunsbüttel liegt auf einem eingedeichten Stück Marschland auf dem nördlichen Ufer der Unterelbe. Das Stadtgebiet weist kaum natürliche Erhebungen auf und befindet sich nur wenig über dem mittleren Meeresspiegel. Durch den Aushub des Nord-Ostsee-Kanals (1887–1895) und später beim Bau der neuen Schleusen (1908–1914) entstanden mehrere Erdhügel (Wurten), auf denen sich heute die höher liegenden Stadtteile befinden. Das Stadtgebiet wird von verschiedenen, teils wirtschaftlich bedeutenden, Wasserwegen durchzogen.

Elbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunsbüttel liegt etwa bei Stromkilometer 695. Die Unterelbe beginnt westlich von hier, seinen Mündungstrichter zum Übergang in die Helgoländer Bucht der Nordsee auszubilden. Bei Brunsbüttel ist der Strom ca. 3 km breit. Die Gezeiten führen am Ort zu einem Tidenhub von ca. 2,5 bis 3 m.

Nord-Ostsee-Kanal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1895 eingeweihte Nord-Ostsee-Kanal beginnt in Brunsbüttel (Kanal-km 0) und mündet nach ca. 99 km in Kiel-Holtenau in die Ostsee (Kieler Förde). Er teilt die Stadt in einen östlichen (genannt Brunsbüttel-Süd) und einen westlichen Teil (genannt Brunsbüttel-Nord).

Braake[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Braake, Blick nach Norden

Die Braake ist beim Bruch des Elbdeiches bei der Weihnachtsflut 1717 entstanden. Braake bedeutet niederdeutsch Bruch oder gebrochen. Sie dient heute als Vorfluter zur Sammlung und Ableitung von Oberflächenwasser und wird durch ein Schöpfwerk in die Elbe entwässert. Die Braake nimmt im Brunsbütteler Stadtgebiet weitere Oberflächengewässer auf (Sprante, Helser-Kattrepeler Fleet) und erreicht eine Breite von bis zu 52 m.[2] Sie wird vom örtlichen Angelverein genutzt und wurde in jüngster Vergangenheit für die Freizeitgestaltung erschlossen: Tennisplatzanlage, Betrieb von Schiffsmodellen, Bürgerpark, Hunde-Freilaufgelände.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Ortsteile gehören zur Stadt Brunsbüttel:[3]

  • Brunsbüttel-Nord
  • Brunsbüttel-Ort
  • Brunsbüttel-Süd
  • Blangenmoor-Lehe
  • Mühlenstraßen
  • Osterbelmhusen
  • Ostermoor
  • Westerbelmhusen
  • Westerbüttel

Nachbarstädte und größere Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marne
10 km
Heide, Husum
33 km, 65 km
Burg, Kiel
13 km, 80 km
Cuxhaven
29 km
Nachbargemeinden Wilster, Itzehoe, Lübeck
15 km, 24 km, 101 km
Bremerhaven
53 km
Hemmoor, Bremen
23 km, 95 km
Glückstadt, Hamburg
22 km, 68 km

Alle Angaben als Luftlinienentfernung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Brunsbüttel“ 1645 im Atlas Maior von Blaeu
Brunsbüttel um 1895

Die älteste schriftliche Erwähnung des Ortes findet sich in einer Urkunde vom 14. Juli 1286. Darin gelobten die Bürger von Brunsbüttel ihrem Lehnsherrn, dem Erzbischof von Bremen Giselbert von Brunkhorst, Hamburger Kaufleute nicht mehr zu berauben, d. h. dem Strandraub nicht mehr nachzugehen. Die elbnahe Lage brachte dem Ort zunächst kein Glück. Nach ständigen Landverlusten wurde Brunsbüttel im 17. Jahrhundert landeinwärts verlegt. 1654 wurde mit dem Friedhof begonnen; 1679 konnte der erste Gottesdienst in der neuen Jakobuskirche abgehalten werden. Die Weihnachtsflut 1717 brach östlich der Ortschaft tief in das Hinterland ein. Alle Bemühungen, den Deich zu schließen, führten nach einem Rückschlag durch die Neujahrsflut 1721 mit einem Umgehungsdeich erst zu einer langjährigen Ausdeichung und 1762 schließlich zum Deichschluss an der Bruchstelle. Der dadurch entstandene Brunsbüttel-Eddelaker-Koog erhielt 1772 die politische Selbstständigkeit durch den dänischen König Christian VII. Mit dem Beginn des Baus des Nord-Ostsee-Kanals 1911 wurde Brunsbüttel geteilt.1907 erfolgte die Umbenennung des Brunsbüttel-Eddelaker-Koogs in Brunsbüttelkoog, das im Jahre 1948 Stadtrecht erhielt. Am 1. Januar 1970 entstand aus Brunsbüttelkoog und den Gemeinden Brunsbüttel, Mühlenstraßen, Ostermoor, Osterbelmhusen, Westerbelmhusen (des früheren Kirchspiels Brunsbüttel) und Westerbüttel (des früheren Kirchspiels Eddelak) die Stadt Brunsbüttel. Zwei Jahre später wurde die Gemeinde Blangenmoor-Lehe (des früheren Kirchspiels Eddelak) eingemeindet sowie eine etwa 80 ha große Fläche aus der Steinburger Nachbargemeinde Büttel, auf der ein Kernkraftwerk errichtet wurde.

Während des Ersten Weltkriegs war die I. U-Boot-Flottille in Brunsbüttelkoog stationiert.[4]

Infolge des Kieler Matrosenaufstandes bildete sich am 5. November 1918, ähnlich wie in Hamburg, Lübeck und Cuxhaven ein Arbeiter- und Soldatenrat in Brunsbüttelkoog.[5] Damit gehörte die Stadt zu den Orten, in denen die Novemberrevolution ihren Ausgang nahm.

In der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 überfielen Nazis den jüdischen Geschäftsmann Franz Samter und dessen Sohn Walter. Beide wurden in Schutzhaft genommen.[6] Am 6. April 1945 erreichte gegen 20 Uhr ein Zug mit über 2000 KZ-Häftlingen den Brunsbütteler Bahnhof. Die Wachmannschaft ließ die Waggons trotz katastrophaler hygienischer Zustände bis zum nächsten Morgen verschlossen stehen. In der Nacht tobten und schrien die Häftlinge vor Verzweiflung. Mindestens drei Menschen wurden von den Wachleuten erschossen. Erst gegen Mittag des 7. April 1945 wurde Verpflegung ausgegeben und die Waggons notdürftig gereinigt. Gegen 14 Uhr fuhr der Zug ab.[7]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Brunsbüttel aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbstständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch ihr Hauptort Brunsbüttel.[8]

Am 1. Januar 1970 wurden die Stadt Brunsbüttelkoog und die bis dahin selbstständigen Gemeinden Brunsbüttel, Mühlenstraßen, Osterbelmhusen, Ostermoor, Westerbelmhusen und Westerbüttel zur neuen Stadt Brunsbüttel zusammengeschlossen.[9] Am 1. Januar 1972 kam Blangenmoor-Lehe hinzu.[10]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Brunsbüttel von 1867 bis 2019 nach Daten der nebenstehenden Tabelle, Blau die Einwohnerzahl für das Gebiet der heutigen Stadt Brunsbüttel. Rot die Zahl für Brunsbüttelkoog
Datum heutige
Gemeinde
Brunsbüttel
damalige
Gemeinde
Brunsbüttel
Brunsbüttel-
koog
3. Dezember 1867 3.180 1099 849
1. Dezember 1880 3.000 1061 787
1. Dezember 1890 3.955 1176 1585
1. Dezember 1900 5.950 1291 3513
1. Dezember 1910 8.530 1461 5684
8. Oktober 1919 7.850 1377 5039
17. Mai 1939 8.051 1457 5425
13. September 1950 14.407 2681 9805
6. Juni 1961 11.997 2043 8634
27. Mai 1970 12.225
31. Dezember 2000[11] 13.942
31. Dezember 2005 13.751
31. Dezember 2010 13.120
31. Dezember 2015 12.740
31. März 2019[12] 12.503

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ratsversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 23 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2018 acht Sitze, die SPD sieben, die FDP vier, die Grünen drei und die WGP (Wählerinitiative Graue Panther) einen Sitz. (Ergebnis der Kommunalwahl am 6. Mai 2018).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot ein schräglinker silberner Wellenbalken, den, schräglinks gekreuzt, ein Anker mit Ring und ein Spaten in verwechselten Farben überdecken.“[13]

Das Wappen wurde 1951 für Brunsbüttelkoog genehmigt und nach der Gründung von Brunsbüttel übernommen. Der Anker symbolisiert den maritimen Charakter und die lange Seefahrertradition der Stadt. Die Wellenlinie und der Spaten stehen für den Bau des Nord-Ostsee-Kanals. Das in der Stadtfahne verwendete Motiv wurde vom Kunsterzieher Wilhelm Horst Lippert entworfen.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater und Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kultur- und Tagungszentrum Elbeforum wurde 1992, nach dreijähriger Bauzeit, eröffnet. Betreiber ist die Volkshochschule Brunsbüttel e. V.

Das Elbeforum Brunsbüttel bietet ein Veranstaltungsprogramm aus den Bereichen Schauspiel, Komödie, Musical, Oper, Operette, Kleinkunst, Kindertheater u. v. a. m. Eine feste Größe sind auch die kommerziellen Veranstaltungen im Elbeforum, wozu u. a. Bälle, Tagungen, Seminare, Versammlungen, Empfänge, Parteitage und private Feste gehören. Seit der Eröffnung wird im Elbeforum die Stadtgalerie als Kunstmuseum geführt. Neben der Pflege der städtischen Kunstsammlung präsentiert die Stadtgalerie ein breit gefächertes Programm von wechselnden Ausstellungen verschiedener Kunstrichtungen.

Brunsbüttel ist alljährlich einer der Spielorte des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Aufführungsort für Theater und Musikveranstaltungen ist das Elbeforum.

Eine weitere Galerie ist die Galerie Rusch.

Das Heimatmuseum Brunsbüttel zeigt in seiner Schausammlung u. a. die Entstehungsgeschichte des Ortes und stellt den Heimatdichter Emil Hecker sowie den Kinderbuchautor Boy Lornsen vor. Zudem gibt es wechselnde Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen.

Das Schleusenmuseum Atrium informiert über Kanalbau und Schleusen. In der Liste der Kulturdenkmale in Brunsbüttel stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NOK und Schleusenanlagen

Größter Anziehungspunkt Brunsbüttels ist die Lage an der Unterelbe und dem Nord-Ostsee-Kanal, der meistbefahrensten künstlichen Seeschifffahrtsstraße der Welt. Insbesondere die Kanalschleusen sind nicht nur für Schiffs- und Technikinteressierte sehenswert. Im angegliederten Schleusenmuseum Atrium befinden sich viele Schautafeln zur Entstehungsgeschichte des Nord-Ostsee-Kanals, Modelle und historische Exponate, wie das kaiserliche Prunkgeschirr zur symbolischen Grundsteinlegung und alte Helmtaucher-Ausrüstungen. Der Bau der 5. Schleusenkammer – Deutschlands größte Wasserbaustelle – lockt seit Baubeginn 2014 Technikinteressierte und Fachbesucher aus aller Welt. Dazu dient auch das eigens errichtete SchleusenInfoZentrum. Über die Volkshochschule werden Führungen nicht nur auf dem Schleusengelände angeboten.[14]

Historischer Ortskern

Darüber hinaus gibt es einen historischen Ortskern (Brunsbüttel-Ort) mit der Jakobuskirche (1677, 1726 nach Blitzeinschlag neu errichtet), dem Heimatmuseum und dem Matthias-Boie-Haus (1779), das als eines der schönsten Fachwerkhäuser in Dithmarschen gilt.

Beamtenviertel

Bei dem Beamtenviertel handelt es sich um eine nach der Gartenstadt-Idee angelegte Siedlung für Kanal-Beamte und –Lotsen, die im Zusammenhang mit der Kanalerweiterung und Anlage der beiden „Großen“ Schleusen 1907 bis 1915 neu angelegt wurde. Die Siedlung entstand zwischen der heutigen Kautzstraße, der Scholerstraße, der Delbrückstraße und der Wurtleutetweute um die Pauluskirche herum. Die Struktur des Gebietes basiert auf 7 Gebäude-Grundtypen, die jeweils einer bestehenden Berufsgruppe (Arbeiter bzw. Beamter) zugeordnet waren. Die einzelnen Gebäudetypen stehen so unterschiedlich nebeneinander, dass eine soziale Mischung entstand, die zu der Zeit ungewöhnlich war. Die Gebäude selbst wurden mit einer außerordentlichen Individualität errichtet: Es gibt von jedem Haustyp, außer Typ A, umfangreiche Fassadenvarianten. Typ A ist nur einmal an der Scholerstraße 7 vorhanden, war das Gebäude des stellvertretenden Kanalinspektors und hatte den höchsten Ausstattungsstandard in der Siedlung. Das Beamtenviertel ist in dieser Form in Schleswig-Holstein und darüber hinaus im norddeutschen Raum einzigartig.[15] Der 1911 erbaute Wasserturm an der Ostermoorer Straße ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung.

Baden und Schwimmen

Das Brunsbütteler Freibad liegt auf dem Deich am Einfahrtsbereich der neuen Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals. Die Liegewiese befindet sich auf der äußeren Deichböschung und bietet einen Blick auf den Schiffsverkehr. In jüngster Vergangenheit ist das Hallenbad LUV aufwändig modernisiert worden und beherbergte auf seinem Gelände ein Hüttendorf für Gruppen- und Einzelreisende. Dieses Hüttendorf wurde 2021 zu Gunsten eines Hotelneubaues abgerissen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde ein Minigolfplatz neu angelegt. Ein Stellplatz mit Entsorgungsstation für Wohnmobile rundet das Angebot an der Straße Am Freizeitbad ab.

Veranstaltungen

Seit 2004 findet jährlich die Wattolümpiade, ein teils sportlicher, teils spaßiger Wettkampf im Schlickwatt der Elbe statt, an dem sich Teams aus ganz Deutschland beteiligen. Sie wurde von einigen engagierten Bürgern als Benefizveranstaltung für die Deutsche Krebsgesellschaft ins Leben gerufen. Am Vortag findet jeweils das Wattstock-Festival statt. 2005 wurde den Organisatoren der Deutsche Tourismuspreis für innovative Tourismusprojekte verliehen. Der Begriff ist eine Erfindung des Künstlers Hein Hoop.

Brunsbüttel liegt an der im Mai 2004 eröffneten Deutsche Fährstraße. Weitere Ferienrouten, die durch Brunsbüttel führen, sind die Grüne Küstenstraße und der Nordseeküsten-Radweg.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Gedenken an die Opfer beider Weltkriege wurden an mehreren Stellen im Stadtgebiet Mahnmale errichtet, an denen alljährlich am Volkstrauertag durch Abordnungen von politischen und gesellschaftlichen Gruppen eine Kranzniederlegung stattfindet. An der Jakobuskirche befindet sich zusätzlich ein Gedenkstein für die Opfer des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71).

Der Gedenkstein zur Wiederherstellung des Deichs im Jahre 1762, der durch die Weihnachtssturmflut des Jahres 1717 weitgehend zerstört wurde, trägt die niederdeutsche Inschrift: HIER WOR/DE KOOG SLOTEN/11. Juli 1762 (Hier wurde der Koog geschlossen).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brunsbütteler Wirtschaft ist durch die Seefahrt und den Handel geprägt. Herausragendes Datum war die Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute Nord-Ostsee-Kanal) im Jahr 1895. Prägend für die Wirtschaft Brunsbüttels waren die Lotsenbrüderschaften. Lotsen und Kanalsteurer begleiten die Schiffe auf der Unterelbe von Brunsbüttel bis Hamburg und auf dem Nord-Ostsee-Kanal von Brunsbüttel bis Kiel. In Brunsbüttel wird auch die Verkehrslenkung auf Elbe und Nord-Ostsee-Kanal durchgeführt.

Seit 1962 haben sich in Brunsbüttel mehrere Chemiewerke angesiedelt. Seitdem ist die Wirtschaft überwiegend durch die chemische Industrie geprägt. In Brunsbüttel enden auch die Pipelines von der Landstation Dieksand in Friedrichskoog (Ölfördergebiet Mittelplate) und von der Ölraffinerie in Heide. Der ChemCoast Park Brunsbüttel ist das bedeutendste zusammenhängende Industrie- und Gewerbegebiet in Schleswig-Holstein.[16] Von 1970 bis 1977 wurde das Kernkraftwerk Brunsbüttel errichtet. Es ging 2007 außer Betrieb und ist nach Verlust der Betriebserlaubnis im August 2011 dauerhaft stillgelegt.

Das Westküstenklinikum Brunsbüttel stellt die medizinische Grundversorgung für den südlichen Teil Dithmarschens sicher.

Im Sommer 2004 wurde das erste Exemplar der damals größten Windenergieanlage der Welt, der „REpower 5M“, mit einer Nennleistung von 5 Megawatt und einer Gesamthöhe von 183 Metern in Brunsbüttel errichtet.

Häfen in Brunsbüttel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunsbüttel hat verschiedene Häfen. An der Elbe liegen der Tiefwasserhafen Elbehafen und der nur bei Hochwasser befahrbare „Seglerhafen“ für die einheimischen Sportboote. Mehrere Häfen liegen am Nord-Ostsee-Kanal, der Ölhafen und der Hafen Ostermoor sowie die Liegeplätze für die den Nord-Ostsee-Kanal passierenden Sportboote.[17]

Wichtigster Punkt der Brunsbütteler Infrastruktur ist der Tidehafen Elbehafen. Der Seehafen ist der bedeutendste Nordseehafen in Schleswig-Holstein. Aufgrund seiner breiten Aufstellung als Universalhafen werden im Elbehafen viele Güterarten wie Flüssiggut, Massengut und Stückgut sowie Projektladungen umgeschlagen. Die Betreibergesellschaft Brunsbüttel Ports hat im Jahr 2012 in den Häfen Elbehafen, Ölhafen und Hafen Ostermoor zusammen knapp 11,5 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen, das entspricht einer Steigerung um über 10 % gegenüber 2011.[18]

Im Jahr 2017 wurden in Brunsbüttel 13 Mio. t Güter umgeschlagen, davon 10 Mio. t im Elbehafen.[19] 2016 waren es 8,8 Mio. t im Seeverkehr und 3,2 Mio. t bei der Binnenschifffahrt.[20]

Brunsbüttel gehört neben Stade, Wilhelmshaven und Rostock zu den Städten, die im Gespräch für ein LNG-Terminal sind[21][22], 50 Umweltverbände und Bürgerinitiativen sprechen sich dagegen aus.[23] Der Vorteil des Standortes Brunsbüttel liegt am zunehmenden Bedarf als Kraftstoff für die Schiffe am Schnittpunkt der Bundeswasserstraßen Elbe und dem viel befahrenen Nord-Ostsee-Kanal an der Mündung zur Nordsee, des Weiteren an dem Gasbedarf im ChemCoast Park (etwa 800 Mio. m³ im Jahr) sowie der Möglichkeit der Einspeisung des regasifizierten Gases in das vorhandene Pipeline-Netz.[24]

Auf der Funkfrequenz 156.425 MHz ist „Brunsbüttel Elbe Traffic“ (die Verkehrsüberwachung der Elbemündung von der Schleuseninsel aus) zu hören. Der Funkverkehr der Schleusen wird auf Kanal 13 (156.650 MHz) abgewickelt.

Der Hafen Brunsbüttel ist an der Hafen-Kooperation Offshore-Häfen Nordsee SH beteiligt.

Rettungsstation der DGzRS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DGzRS-Logo

Seit 1987 hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger eine Rettungsstation an der Schleusenanlage zum Nord-Ostsee-Kanal für das Revier an der Elbe. Dazu liegt im Schleusenvorhafen ein Seenotrettungsboot.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fähre GREENFERRY I am Anleger Brunsbüttel

Brunsbüttel liegt an zwei großen Schifffahrtsrouten. Der gesamte Schiffsverkehr der Unterelbe zwischen Hamburg und der Nordsee sowie zwischen Hamburg und der Ostsee über Elbe und Nord-Ostsee-Kanal passiert Brunsbüttel. Sportboote können Brunsbüttel von der Ostsee über den Nord-Ostsee-Kanal, von Hamburg über die Elbe und direkt von der Nordsee anfahren und den Hafen an den Schleusen im Nord-Ostsee-Kanal anlaufen.

Als Navigationspunkte für den Schiffsverkehr auf der Elbe und für die Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal befinden sich mehrere Leuchttürme auf dem Brunsbütteler Stadtgebiet. Zwei Leuchttürme als Richtfeuer für die Fahrt auf der Unterelbe von Cuxhaven in Richtung Brunsbüttel befinden sich auf der Schleuseninsel (Unterfeuer, Höhe 23,5 m) und im Ortsteil Brunsbüttel-Süd (Oberfeuer, Höhe 48,6 m). Vier Molenfeuer auf den vier Molen, die die Einfahrt zu den Kanal-Schleusen einfassen, leiten den Schiffsverkehr von der Elbe in die Kanalschleusen. Für den Bau einer fünften Schleusenkammer finden hier zurzeit Bauarbeiten statt, die Molen werden verändert.

In Brunsbüttel sind Lotsen von zwei deutschen Seelotsenbrüderschaften stationiert. Sowohl die Lotsenbrüderschaft NOK 1 als auch die Lotsenbrüderschaft Elbe nehmen von hier aus Lotsaufgaben auf der Unterelbe und auf dem Nord-Ostsee-Kanal wahr.

Vom 20. August 2015 bis zum 1. März 2017 gab es wieder eine Autofährverbindung über die Elbe nach Cuxhaven, die im Zweistundentakt mit zwei Doppelendfähren betrieben wurde. Der Fährbetrieb wurde von dann Mai bis Oktober 2017 mit einem Fährschiff von der Elb-Link Fährgesellschaft mbH durchgeführt.[25][26][27] Am 1. März 2021 startete eine neue Fährverbindung mit dem mit Flüssiggas betriebenen Fährschiff GREENFERRY I im Dreistundentakt bei einer Fahrzeit von nur 60 Minuten.

Innerorts verbinden zwei kostenfreie Autofähren über den Nord-Ostsee-Kanal das nordwestliche („Nordseite“) mit dem südöstlichen („Südseite“) Stadtgebiet. (Fährstellen Brunsbüttel und Brunsbüttel-Ostermoor)

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Kraftfahrzeuge ist die Stadt von Norden und Südosten über die Bundesstraße 5 zu erreichen. Die nächste Autobahn, die A 23, ist 27 Kilometer entfernt. Aus dem westlichen Niedersachsen kann Brunsbüttel auch über die 25 Kilometer entfernte Elbfähre Glückstadt–Wischhafen und von dort über die Bundesstraße 431 und Kreisstraßen erreicht werden.

Per Fahrrad ist Brunsbüttel unter anderem über den Elberadweg, der hier mit dem Nordseeküsten-Radweg zusammenfällt, und entlang des Nord-Ostsee-Kanals zu erreichen.

Brunsbüttel ist über verschiedene Buslinien zu erreichen, die wichtigste hiervon ist der Schnellbus der Linie 6600, der stündlich direkt nach Itzehoe fährt und dort Anschlüsse zu den Zügen in Richtung Hamburg ermöglicht.

Schienenbus Baureihe 798 im Bahnhof Brunsbüttel Süd 1986

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof St. Michaelisdonn der Eisenbahnstrecke Hamburg–Westerland ist zwölf Kilometer entfernt. Zwei Eisenbahn-Verbindungen von Brunsbüttel nach St. Michaelisdonn und nach Wilster dienen heute ausschließlich dem Güterverkehr. Den Personenverkehr auf der Bahnstrecke Wilster–Brunsbüttel stellte die Deutsche Bundesbahn zum 27. Mai 1988 ein. Das Bahnhofsgebäude und auch die Gleisanlagen des ehemaligen Personenbahnhofs nutzt sie weiterhin. Ein zweigleisiger Ausbau und eine Elektrifizierung der Strecke ist in den Bundesverkehrswegeplan 2030 der Bundesregierung mit dem Status potentieller Bedarf aufgenommen worden.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verkehrslandeplatz St. Michaelisdonn (Lage) des Dithmarscher Luftsportvereins steht sowohl dem privaten als auch dem gewerblichen Luftverkehr zur Verfügung.

Ehemalige Kohlekraftwerksplanungen in Brunsbüttel seit 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel wurde 1976 angefahren und wegen seiner Störanfälligkeit 2007 außer Betrieb genommen. Ab 2005 war in Brunsbüttel der Bau von gleich drei neuen Steinkohlekraftwerken vorgesehen. Während die Konzerne GDF Suez Energie Deutschland AG (ehemals Electrabel) und Südweststrom Kraftwerk GmbH & Co. KG (SWS) ihre Planungen bereits wieder abgesagt haben, ist das Projekt der GETEC Energie AG derzeit zurückgestellt

Kohlekraftwerksprojekt von GDF Suez

Bereits 2005 begann GDF Suez Energie Deutschland AG mit seinen Planungen für ein neues Steinkohlekraftwerk im Industriegebiet am Elbehafen mit einer elektrischen Leistung von 800 Megawatt und einem Wirkungsgrad von 46 Prozent. Die Investitionskosten betrugen eine Milliarde Euro. Das Kühlwasser sollte der Elbe entnommen und die Kohle über den an den Kraftwerksstandort angrenzenden Elbehafen angeliefert werden.[28][29]

Ab 2006 lief das Genehmigungsverfahren. Der Baubeginn war für 2008 und die Inbetriebnahme für 2010 geplant.[30] Ende 2010 gab GDF Suez die Aufgabe des Projekts bekannt. Als Gründe nannte der Konzern die mangelnde Rechtssicherheit aufgrund von Verzögerungen im Genehmigungsverfahren, das Fehlen eines Projektpartners und die zuvor von der damaligen Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke.[31] Der Zeitverzug im Genehmigungsverfahren war insbesondere auf lokalen Protest gegen den Bau des Kraftwerks zurückzuführen. Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und ein Brunsbütteler Bürger hatten im Mai 2010 einen Antrag auf Normenkontrolle gegen den Bebauungsplan eingereicht, weil dieser gegen deutsche und europäische Umwelt- und Gesundheitsschutzvorgaben verstoße sowie baurechtliche Mängel aufweise.[32]

Kohlekraftwerksprojekt von SWS

Ab 2006 plante die Südweststrom Kraftwerk GmbH & Co. KG (SWS), eine Beteiligungsgesellschaft für Stadtwerke und Tochterunternehmen der Südweststromhandels GmbH, für 3,2 Mrd. Euro ein Steinkohlekraftwerk mit zwei Blöcken à 900 Megawatt elektrischer Leistung und einem Wirkungsgrad von 46 Prozent neben dem stillgelegten Kernkraftwerk Brunsbüttel zu bauen. Es wäre das größte Steinkohlekraftwerk Europas gewesen.[28][33][34] Die Elbe sollte zur Anlandung der Kohle sowie zur Direktwasserkühlung genutzt werden.[35]

Ursprünglich sollte das Kraftwerk 2014 in Betrieb gehen. Ende 2010 wurde die Investitionsentscheidung ausgesetzt, während das Genehmigungsverfahren jedoch weiter betrieben wurde. Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) und der BUND Schleswig-Holstein hatten jede erteilte Teilgenehmigung beklagt. Nachdem immer mehr beteiligte Stadtwerke ausgestiegen waren, hatte SWS zuletzt noch 61 Gesellschafter. Im Frühjahr 2012 stieg auch das schweizerische Energieversorgungsunternehmen Repower AG, das die Mehrheit der Anteile gehalten hatte, aufgrund mangelnder Realisierungschancen aus dem Projekt aus.[33][34]

Am 19. Juli 2012 wurde auf der Gesellschafterversammlung von SWS entschieden, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Als Begründung wurden die politische Unsicherheit für Kohleverstromung, die mangelnde Wirtschaftlichkeit und die Ablehnung des Projekts durch die neue Landesregierung Schleswig-Holsteins genannt.[33] Zum Zeitpunkt der Projektaufgabe waren drei Klagen von DUH und BUND vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig anhängig.[34] Im Februar 2013 verzichtete SWS auf die erteilten Genehmigungen und im September desselben Jahres wurde der Bebauungsplan aufgehoben.[36]

Gemeinschaftskraftwerksprojekt von GETEC

Die GETEC Energie AG plant seit 2007 den Bau eines Steinkohlekraftwerks mit einer elektrischen Leistung von ca. 800 Megawatt und einem Wirkungsgrad von 46 Prozent auf dem Ostgelände des Bayer-Industrieparks Brunsbüttel. Für den Standort liegt ein Bebauungsplan vor. Die zu verfeuernde Steinkohle soll über den Hafenanschluss des Industrieparks beschafft werden, die Elbe könnte zur Direktwasserkühlung genutzt werden. GETEC hat nach eigenen Angaben im Dezember 2007 den immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsantrag gestellt und suchte nach Projektpartnern für das Gemeinschaftskraftwerk. Der Baubeginn war ursprünglich für 2009, die Inbetriebnahme für 2012/2013 vorgesehen.[37] Es kann jedoch seit Jahren kein Projektfortschritt beobachtet werden. Die Genehmigungsunterlagen wurden noch nicht eingereicht.[28][38]

Luftmessung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftmessstation Cuxhavener Straße, im Hintergrund ein Werk von Diethelm Koch

Brunsbüttel ist Standort[39] einer automatischen Messstation zur Überwachung der Luft auf Schadstoffe, wie Ozon, Stickstoffdioxid und Feinstaub gemäß Luftüberwachungsauftrag im Bundes-Immissionsschutzgesetz. Die Messwerte der Luftmessstation DESH035 in der Cuxhavener Straße können über die Webpräsenz des Landes Schleswig-Holstein abgerufen werden.[40]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DVB-T Sendeturm Brunsbüttel

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lokale Tageszeitung ist die als Brunsbütteler Zeitung herausgegebene und mit einem erhöhten Anteil an lokalen Berichten erscheinende Dithmarscher Landeszeitung.

Brunsbüttel ist Standort eines Sendeturms für DVB-T, der 2009 errichtet wurde. Der Fernsehsenderstandort Brunsbüttel hatte keinen analogen Vorgänger.

Bildung und Kinderbetreuung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schülerzahlen aus dem Schuljahr 2020/2021[41]

  • Boy-Lornsen-Grundschule, Schulstraße 2–4, ehemals Grundschule Nord (254 Schüler in 12 Klassen)
  • Grundschule West, Sackstraße 14 (173 Schüler in 7 Klassen)
  • Schleusen-Gemeinschaftsschule Brunsbüttel mit Förderzentrum Dithmarschen-Süd,
    Neubau, Aufnahme des Schulbetriebes im Schuljahr 2018/2019
    Bildungszentrum Kopernikusstraße 5–7 (378 Schüler in 17 Klassen)
  • Gymnasium Brunsbüttel, Bildungszentrum Kopernikusstraße 1 (682 Schüler in 29 Klassen)
  • Ehemalige Schulen
    • Die Grundschule Süd (Jahnstraße 3) wurde 2008 wegen stark gesunkener Schülerzahlen geschlossen.
      In einigen Räumen dieses Gebäudes befindet sich seit 2001 (mit Erweiterungen 2005 und 2008) das Brunsbütteler Stadtarchiv.
    • Hauptschule Brunsbüttel (Bojestraße 30, vormals Kopernikusstraße 1)
    • Regionalschule Brunsbüttel (ehemals Boje-Realschule, Bojestraße 30)
    • Gemeinschaftsschule Brunsbüttel (Bojestraße 30) hervorgegangen aus Boje-Realschule und Hauptschule Brunsbüttel
      (Schließung des Standortes Bojestraße am Ende des Schuljahres 2017/2018)
    • Außenstelle des Berufsbildungszentrum (BBZ) Dithmarschen (Festgestraße 11)
    • Pestalozzischule Brunsbüttel/Förderzentrum Dithmarschen-Süd (Geschwister-Scholl-Weg 2)
      Schließung des Standortes Pestalozzi-Schule im Geschwister-Scholl-Weg im August 2018
      Ab Schuljahr 2018/19 in den Neubau der Schleusen-Gemeinschaftsschule integriert

Kinderbetreuung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelische Kindertagesstätte Paulus Süd (im Gebäude der ehemaligen Grundschule Süd, Jahnstraße 3)
  • Evangelische Kindertagesstätte Paulus Nord (Memeler Straße 1a)
  • Evangelische Kindertagesstätte Jakobus (Süderstraße 5)
  • Evangelisches Familienzentrum Noahs Arche mit Krippe Kleine Arche (Albert-Schweitzer-Straße 2–4)
  • Städtische Kindertagesstätte Schatzkiste (im Gebäude des ehemaligen Förderzentrums Dithmarschen-Süd, Geschwister-Scholl-Weg), ab August 2019
  • Städtischer Kindergarten Spatzennest (Am Freizeitbad 1)
  • Städtische Kindertagesstätte Löwenzahn (Töpferstraße 4)
  • Offene Ganztagsbetreuung an der Boy-Lornsen-Grundschule (Schulstraße 2–4)
  • Offene Ganztagsbetreuung an der Schleusen-Gemeinschaftsschule (Kopernikusstraße 5–7)
  • Ehemalige Einrichtungen
    • Städtischer Kindergarten Rappelkiste im Mehrgenerationenhaus (Schulstraße 2–4): Schließung des Standortes im Juli 2019 (Weiterführung der Gruppen durch die neue Kita Schatzkiste)

Sonstige Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volkshochschule Brunsbüttel e. V. (Max-Planck-Straße 9–11)
  • Stadtbücherei (Bildungszentrum Kopernikusstraße 1)
  • Mehrgenerationenhaus, Bojestraße (ab 2019 in den Räumen der ehemaligen Boje-Gemeinschaftsschule)

Kirchen und kirchliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelisch-lutherisch
    • Jakobuskirche (Markt 12)
    • Pauluskirche (Kautzstraße 11)
    • Gemeinschaft in der Landeskirche (Paulus-Gemeindezentrum, Kautzstraße 11)
    • Seemannsmission Brunsbüttel der Deutschen Seemannsmission Westküste e. V. (Kanalstraße 8a–10)

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Brunsbüttel unterhält zwei Kirchen: die 1915 geweihte Pauluskirche an der Kautzstraße und die Jakobuskirche im historischen Ortskern am Markt. Letztere wurde zuletzt 1726 geweiht, nachdem sie durch Brände zerstört und neu aufgebaut worden war.

  • Römisch-katholisch
    • Maria Meeresstern (Bojestraße 36)

Die römisch-katholische Pfarrgemeinde St. Ansgar in Itzehoe unterhält in Brunsbüttel die 1930 geweihte Kapelle Maria Meeresstern in der Bojestraße.

  • Friedhöfe

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel am Gustav-Meyer-Platz
  • Gustav Meyer (1868–1954) war mit dem Ausbau der neuen Schleusen betraut.
  • Ernst Tange († 2018) war von 1981 bis 1999 Bürgermeister der Stadt.
  • Wilfried Hansen war von 1999 bis 2011 Bürgermeister der Stadt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Brunsbüttel verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Brunsbüttel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Brunsbüttel – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2020 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. im Bereich der Mündung der Sprante (gemäß Messung in der Topographischen Karte vom Digitaler Atlas Nord. Abgerufen am 11. Mai 2021.)
  3. Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 2: Boren – Ellerau. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2002, ISBN 978-3-926055-68-2, S. 140 (dnb.de [abgerufen am 11. Juni 2020]).
  4. Andreas Michelsen: Der U-Bootkrieg 1914–1918, v. Hase & Koehler Verlag, Leipzig 1925, S. 48.
  5. dtv-Atlas Weltgeschichte, Bd. 2, S. 406, München 2002@1@2Vorlage:Toter Link/www1.ndr.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Martin Gietzelt: Geschichte Dithmarschens, Heide 2000.
  7. Irene Dittrich: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten von Widerstand und Verfolgung, Schleswig-Holstein I, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-88864-046-6.
  8. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 250.
  9. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 41.
  10. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 181.
  11. Zeitreihe für Brunsbüttel, Stadt. Bevölkerungsstand in Brunsbüttel, Stadt am 31.12. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, abgerufen am 20. August 2019.
  12. Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein. (PDF) 1. Quartal 2019. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, 13. August 2019, S. 4, abgerufen am 20. August 2019.
  13. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  14. Gästeführer an der VHS Brunsbüttel e. V.
  15. https://www.brunsbuettel.de/Bauen_Wirtschaft/Bauen/St%C3%A4dtebauf%C3%B6rderung/Beamtenviertel/ aufgerufen am 20.7.2021
  16. Eckhard-Herbert Arndt: Standortstärken endlich wahrnehmen · Unternehmen im ChemCoast Park Brunsbüttel drängen auf Ausbau und Ertüchtigung der Infrastrukturverbindungen. In: Täglicher Hafenbericht vom 15. Oktober 2014, S. 3.
  17. Ralf Witthohn: Am Anfang eine Schleuse. In: Deutsche Seeschifffahrt, Heft 1/2011, S. 36–39, Verband Deutscher Reeder, Hamburg 2011, ISSN 0948-9002
  18. Brunsbüttel Ports verzeichnet Rekordumschlag. In: Port of Hamburg Magazine. Ausgabe 1/13, S. 32, Hafen Hamburg Marketing e. V., Hamburg 2013
  19. Deutsche Seehäfen melden stabile Umschlagentwicklung. In: Schiff & Hafen, Heft 4/2018, S. 32–36, hier S. 34/35
  20. Peter Kleinort: Häfen: 2016 mehr Güter und Passagiere im Norden · Brunsbüttel auch beim Binnenschiff vorn. In: Täglicher Hafenbericht vom 21. April 2017, S. 1+2.
  21. Malte Daniljuk: Weltpolitik in Norddeutschland, Telepolis vom 29. Oktober 2018
  22. Angela Hennersdorf: Der überflüssige Flüssiggas-Hafen, Wirtschaftswoche vom 31. August 2018
  23. LNG Terminal in Stade (oder Wilhelmshaven) torpediert Energiewende- und Klimaschutzverpflichtungen und generiert Investitionsruine Offener Brief vom 6. Dezember 2018
  24. Von der Vision zur Realität. In: Täglicher Hafenbericht vom 30. Oktober 2019, Sonderbeilage Nr. 12, Schleswig-Holsteinischer Hafentag, S. 8–11
  25. Wolfhart Fabarius: Elbe-Fähre vorübergehend eingestellt. In: Täglicher Hafenbericht vom 11. Oktober 2017, S. 2
  26. Wolfhart Fabarius: Elb-Link braucht Investor · Weiter kein Betrieb · Eigner untersagen Fährnutzung. In: Täglicher Hafenbericht vom 16. Oktober 2017, S. 1
  27. Wolfhart Fabarius: Elbfähre bleibt eingestellt · Eigner erwarten Angebot. In: Täglicher Hafenbericht vom 20. Oktober 2017, S. 3
  28. a b c Steinkohlekraftwerke Brunsbüttel (Memento des Originals vom 21. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bund.net Webseite des BUND, abgerufen am 19. September 2014.
  29. Stadt Brunsbüttel: Informationen zum Standort für Steinkohlekraftwerke. (PDF) Informationsbroschüre, Februar 2010, abgerufen am 17. September 2014.
  30. Kohlekraftwerk: Electrabel-Konzern favorisiert Brunsbüttel. Pressemeldung des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr Schleswig-Holstein, 25. Oktober 2006, abgerufen am 17. September 2014.
  31. GDF Suez gibt Kraftwerksprojekt in Brunsbüttel auf. In: stromseite.de, 3. Januar 2011, abgerufen am 19. September 2014.
  32. DUH und BUND klagen gegen Bebauungsplan für Kohlekraftwerk in Brunsbüttel (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.duh.de. Pressemitteilung des BUND Schleswig-Holstein und der DUH, 7. Mai 2010, abgerufen am 19. September 2014.
  33. a b c SüdWestStrom baut kein Kohlekraftwerk in Brunsbüttel. (PDF) Pressemitteilung von SWS, 19. Juli 2012, abgerufen am 19. September 2014.
  34. a b c Nach Aus für Kohlekraftwerk in Brunsbüttel: Umweltverbände fordern Rückgabe erteilter Genehmigungen. Pressemitteilung von DUH und BUND Schleswig-Holstein, 20. Juli 2012, abgerufen am 19. September 2014.
  35. Investition in eine sichere Stromversorgung. (Memento des Originals vom 24. September 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swtue.de (PDF) In: TüWelt (Kundenmagazin der Stadtwerke Tübingen), April 2008, S. 7, abgerufen am 19. September 2014.
  36. Kraftwerksprojekte in Deutschland (Stand: Oktober 2013) (PDF) Deutsche Umwelthilfe; abgerufen am 19. September 2014.
  37. Gemeinschaftskraftwerk Brunsbüttel. (Memento des Originals vom 24. September 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.getec.de (PDF) In: energio (Nachrichten der GETEC-Gruppe), Nr. 15, April 2008, S. 1–2; abgerufen am 17. September 2014.
  38. Kohlekraftwerk Brunsbüttel. Abgerufen am 19. September 2014.
  39. env-it.de
  40. schleswig-holstein.de (Memento vom 18. Dezember 2012 im Internet Archive)
  41. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: Verzeichnis der allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein 2020/2021