Brunschwig (Cottbus)

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Brunschwig am Berge, Brunschwig in der Gasse, Brunschwig Rittergut und Gutsbezirk Brunschwig waren Ortschaften in unmittelbarer Nähe der Stadt Cottbus, die 1872 bzw. 1904 eingemeindet wurden. Der sorbische Name von Brunschwig lautete Brunšwig.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunschwig in der Gasse lag hinter der Stadtmauer, wo heute die Stadthalle steht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1486 sind die ersten Erwähnungen der Siedlungen erhalten.[1] 1818 lebten in Brunschwig am Berge und Brunschwig in der Gasse 770 Einwohner in 155 Häusern.[2] Früher waren die beiden Dörfer überwiegend sorbischsprachig, ab dem 19. Jahrhundert ging diese Zahl allerdings zurück. Arnošt Muka zählte für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Lausitz im Jahr 1884 330 Einwohner, davon waren 100 Sorben.[3]

Nach der Eingemeindung 1872 entstanden an der Berliner Straße und dem Berliner Platz einige vornehme Gebäude, darunter seit 1886 das Hotel Zum weißen Ross. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gab es das Stumpe-Nagel-Haus, in dem sich lange Jahre eine Fleischerei befand.

1970 wurden die Gebäude abgerissen für den Bau der neuen Stadthalle und des Hotels «Lausitz». Heute erinnert das «Haus Brunschwig» an den ursprünglichen Namen dieses Areals.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irmgard Ackermann, Marcus Cante, Antje Mues: Denkmale in Brandenburg, Band 2.1, Stadt Cottbus Teil 1: Altstadt, Mühleninsel, Neustadt und Ostrow, innere Spremberger Vorstadt, „Stadtpromenade“, westliche Stadterweiterung, historisches Brunschwig, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, 2001, ISBN 3-88462-176-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cottbus 1486 Stadtmuseum Cottbus
  2. August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 1818, S. 105 die Herrschaft Cottbus gehörte 1807-1815 zum Königreich Sachsen
  3. Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.