Brusque (Santa Catarina)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Município de Brusque
„Cidade dos Tecidos“
Brusque
Blick auf das Zentrum
Blick auf das Zentrum
Brusque (Brasilien)
Brusque
Brusque
Koordinaten 27° 6′ S, 48° 55′ WKoordinaten: 27° 6′ S, 48° 55′ W
Lage des Munizips Brusque im Bundesstaat Santa Catarina
Lage des Munizips Brusque im Bundesstaat Santa Catarina
Symbole
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Gründung 4. August 1860 (als Vila und Kolonie)
23. März 1881 (als São Luis Gonzaga)Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Santa Catarina
Höhe 21 m
Gewässer Rio Itajaí-Mirim
Klima subtropisch, Cfa
Fläche 283,2 km²
Einwohner 105.503 (2010[1])
Dichte 372,5 Ew./km²
Schätzung 131.703 (1. Juli 2018)
Gemeindecode IBGE: 4202909
Zeitzone UTC−3
Website brusque.atende.net (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt Jonas Oscar Paegle (2017–2020)
Partei Partido Socialista Brasileiro (PSB)
Kultur
Stadtfest 4. August (Gründungsfest)
Wirtschaft
BIP 5.034.195 Tsd. R$
41.003 R$ pro Kopf
(2015)
HDI 0,795 (2010)

Brusque, amtlich portugiesisch Município de Brusque, ist eine schnell wachsende Mittelstadt im Bundesstaat Santa Catarina im Süden von Brasilien und liegt am Ufer des Flusses Itajaí-Mirim zwischen den Städten Blumenau im Nordwesten und Itajaí im Nordosten und gilt neben Joinville und Blumenau als eines der drei Zentren deutscher Kolonisation in Santa Catarina. Die Einwohnerzahl wurde zum 1. Juli 2018 auf 131.703 Bewohner geschätzt, die sich brusquenses (Brusquenser) nennen und auf einer Fläche von rund 283,2 km² leben.[1] Die Entfernung zur Hauptstadt Florianópolis beträgt 99 km.

Geschichte und Stadtentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt entstand im Jahre 1860 als Vila do Itajahy mit der Colônia Itajahy (Kolonie Itajahy) als Gründungskern infolge der in den Jahren 1845 bis 1859 stattfindenden zweiten Einwanderungswelle Deutscher nach Brasilien. In Brusque ließen sich Auswanderer aus Schleswig-Holstein, Pommern und Baden nieder. Nach 1875 siedelten sich auch Italiener und Polen an.

Zur Zeit der Stadtgründung im Jahre 1860 lebten in Brusque 54 deutsche Familien. Im Jahre 1887 wohnten im Ort bereits 11.000 Einwohner. Im Jahre 2000 war die Einwohnerzahl bereits auf 70.000 angestiegen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brusque (Mitte des 20. Jahrhunderts)

Brusque ist bekannt als „Die Wiege des Spinnens und des Webens von Santa Catarina“ und „Die Stadt der Textilien“. Denn Brusque ist das Hauptzentrum der Herstellung von Textilwaren in Südbrasilien, insbesondere von Konfektion.

In der Stadt gibt es drei Bierbrauereien: „Cervejaria do Lalo“, „Cervejaria Zehn Bier“ und „Cervejaria Zehn Bier II“.

Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten in Brusque sind die Azambuja-Kirche, die Domkirche „São Luis Gonzaga“ und das Azambuja-Museum (Museu de Azambuja). Weiterhin gibt es dort ein astronomisches Observatorium, das als eines der besten in Brasilien gilt.

Seit 1986 findet jedes Jahr das „Fenarreco“ im Oktober statt. Es gilt als typisch deutsches Fest; im Jahre 2012 zog es mehr als 115.000 Besucher an.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brusque (Santa Catarina) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b IBGE: Brusque - Panorama. Abgerufen am 10. September 2018 (brasilianisches Portugiesisch).