Bryan Coquard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bryan Coquard Straßenradsport
Bryan Coquard (2015)
Bryan Coquard (2015)
Zur Person
Spitzname Le Coq
Geburtsdatum 18. Juni 1993
Nation FrankreichFrankreich Frankreich
Disziplin Bahn, Straße
Fahrertyp Bahnausdauer, Straßensprinter
Körpergröße 169 cm
Renngewicht 58 kg
Zum Team
Aktuelles Team Direct Énergie
Funktion Fahrer
Wichtigste Erfolge
Silber Olympische Spiele 2012– Omnium
Weltmeister Bahnweltmeisterschaften 2015 - Madison
Gesamtwertung Quatre Jours de Dunkerque
Infobox zuletzt aktualisiert: 24. August 2016

Bryan Coquard (* 25. April 1992 in Saint-Nazaire) ist ein französischer Radrennfahrer. Im Bahnradsport wurde er unter anderem Olympiazweiter und Weltmeister. Auf der Straße gewann er zahlreiche Rennen des internationalen Kalenders vornehmlich im Sprint.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Juniorenfahrer errang Bryan Coquard bei den Junioren-Bahnweltmeisterschaften in Moskau den Titel im Omnium auf der Bahn. Im Jahr darauf wurde er Vize-Europameister der Junioren im Straßenrennen sowie Dritter der Europameisterschaft im Scratch.

2011 startete Coquard in der Elite, wurde französischer Meister in der Mannschaftsverfolgung sowie im Scratch, im Zweier-Mannschaftsfahren wurde er Vizemeister, gemeinsam mit Morgan Lamoisson. Bei den Bahn-Europameisterschaften im Oktober in Apeldoorn errang er die Silbermedaille im Omnium, nachdem er schon zuvor an selber Stelle im März bei den Weltmeisterschaften einen achten Rang in derselben Disziplin belegt hatte. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London errang Bryan Coquard die Silbermedaille im Omnium. Zusammen mit wurde er zusammen mit Morgan Kneisky bei den Bahnweltmeisterschaften 2015 Weltmeister im Madison.

Auf der Straße erhielt Coquard 2013 seinen ersten Vertrag bei einem internationalen Radsportteam, dem französischen Professional Continental Team Europcar. Der leichte nur 1,69 Meter große Coquard gilt als Sprintspezialist, der mit einem Renngewicht von 58 Kilogramm vor allem auf leicht ansteigenden Zielgeraden oder kurvigen Schlusssprints erfolgreich ist.[1] Er gewann zahlreiche Eintagesrennen und Tagesabschnitte von internationalen Wettbewerben sowie 2016 die Gesamtwertung der Quatre Jours de Dunkerque einer Rundfahrt der hors categorie. Bei der Tour de France 2015 wurde er im Zielsprint der Schlussetappe auf der Champs-Elysées hinter André Greipel; 2016 wurde er auf der vierten Etappe auf ansteigender Zielgrade von Marcel Kittel nur um 2,5 cm geschlagen.[1][2]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurde Coquard Ritter des französischen Nationalverdienstordens.[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009
  • Weltmeister Weltmeister – Omnium (Junioren)
  • Europameister Europameister – Scratch
2010
  • Weltmeister Weltmeister – Omnium (Junioren)
  • MaillotFra.PNG Französischer Meister – Einerverfolgung (Junioren)
2011
2012
  • Silber Olympische Spiele – Omnium
  • MaillotFra.PNG Französischer Meister – Madison (mit Morgan Lamoisson)
  • MaillotFra.PNG Französischer Meister – Omnium
  • Silber Europameisterschaft – Punktefahren (U23)
  • Silber Europameisterschaft – Omnium (U23)
2013
2015
  • Weltmeister Weltmeister – Madison mit Morgan Kneisky
  • Europameister Europameister - Ausscheidungsfahren

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010
  • Silber Europameisterschaft – Straßenrennen (Junioren)
2012
  • eine Etappe Tour de Berlin
  • Silber Weltmeisterschaft – Straßenrennen (U23)
2013
2014
2015
2016
2017

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bryan Coquard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Alasdair Fortheringham: Leicht und schnell. In: Procycling, Deutsche Ausgabe. September, 2016, S. 22 ff.
  2. Kittel wusste im Ziel nicht, dass er gewonnen hat. radsport-news.com, 24. August 2016, abgerufen am Januar 2016.
  3. PROMOTION SPÉCIALE DES JEUX OLYMPIQUES ET PARALYMPIQUES D'ÉTÉ DE LONDRES 2012 ORDRE NATIONAL DU MERITE (Memento vom 23. Februar 2014 im Internet Archive) auf legiondhonneur.fr, abgerufen am 21. März 2013 und Cérémonie de remise de décorations aux médaillés Olympiques de Londres auf elysee.fr, abgerufen am 21. März 2013