Brzesko

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Brzesko
Wappen von Brzesko
Brzesko (Polen)
Brzesko
Brzesko
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Brzeski
Gmina: Brzesko
Fläche: 11,73 km²
Geographische Lage: 49° 58′ N, 20° 37′ OKoordinaten: 49° 58′ 0″ N, 20° 37′ 0″ O
Höhe: 200 m n.p.m.
Einwohner: 16.959 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 32-800 bis 32-810
Telefonvorwahl: (+48) 14
Kfz-Kennzeichen: KBR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 4 BreslauTarnów
Schienenweg: PrzemyślKrakau
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Verwaltung (Stand: 2018)
Bürgermeister: Tomasz Jan Latocha
Webpräsenz: www.brzesko.pl



Brzesko Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i [ˈbʒɛskɔ] ist eine Stadt im Powiat Brzeski der Woiwodschaft Kleinpolen in Polen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit etwas mehr als 36.300 Einwohnern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brzesko liegt ca. 48 km östlich von Krakau und 28 km westlich von Tarnów. Die Stadt liegt am Ufer des Flusses Uszwica.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss der Brauerdynastie Götz

Das Gebiet um die Stadt Brzesko war schon um 8300 bis 4500 v. Chr. besiedelt. Im Boden gefundene Spuren deuten darauf hin, dass im 5. Jahrhundert v. Chr. Landwirtschaft betrieben wurde und dass das Gebiet ein kulturelles Zentrum war.

Im frühen Mittelalter befand sich eine Burg auf einem Hügel in der Nähe von Brzesko. Sie diente zur Verteidigung des Gebietes, das zum Wislanenstaat gehörte. Im 9. oder 10. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben.

Das Stadtrecht erhielt Brzesko 1385 nach Magdeburger Recht. Bis ins 17. Jahrhundert blieb sie eine kleine Stadt in Privateigentum. 1657 war der Ort durch den Siebenjährigen Krieg in großen Teilen zerstört.

Im Jahr 1772 kam der Ort unter die Herrschaft von Österreich. 1845 gründete Johannes Götz (später Götz von Okocim) aus Langenenslingen (Hohenzollern-Sigmaringen) eine Brauerei. 1850 wurde Brzesko Sitz des Landkreises.

Am 5. September 1939 besetzten deutsche Truppen die Stadt. 1941 wurde ein Ghetto errichtet, in dem etwa 6000 Juden leben mussten. Am 19. Januar 1945 erreichte die Rote Armee den Ort.

Eine Entwicklung beim Wohnungsbau gab es in den 1960er Jahren durch die Wohnungsbaugenossenschaft. Es wurden neue Schulen eingerichtet, u. a. für Elektromechanik. Eine dieser Schulen wurde im Schloss Götz (Pałac Goetza) untergebracht. 1983 wurde das neue Krankenhaus in Betrieb genommen.[1]

Von 1975 bis 1998 gehörte Brzesko zur Woiwodschaft Tarnów.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot ein goldbewehrter silberner Greif mit durchgeschlagenen Schwanz.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Brzesko verläuft die DK 4. In der Stadt trifft die DK 75 auf die DK4. Durch die Stadt verlaufen sie auf einer gemeinsamen Trasse. In der Stadt beginnt auch die Woiwodschaftsstraße 768 (Droga wojewódzka 768). Durch Bzesko verläuft die Bahnstrecke von Krakau nach Przemyśl an der Grenze zur Ukraine.

Okocim-Brauerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Okocim-Brauerei

Die Brauerei zählt noch heute zu den bedeutenden Wirtschaftsbetrieben der Stadt. Um ihren Standort im Süden der Stadt an der Straße nach Okocim entwickelte sich die Siedlung Okocim. Die bekannteste Marke der Brauerei heißt ebenfalls Okocim.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Rathaus

Gemeinde Brzesko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt-und-Land-Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 102,57 km² und besteht aus der Stadt und neun Dörfern mit Schulzenämtern.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu folgenden Städten und Gemeinden besteht ein Partnerschaftsabkommen:

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte mit Brzesko verbundene Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Götz (1815–1893), Bierbrauer aus Langenenslingen[3] aus der Bierbrauer-Dynastie Götz,[4] gründete 1844/45 die Bierbrauerei in Brzesko
  • Sławomir Mrożek (1930–2013), Schriftsteller.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Webseite der Stadt (Stand 11. November 2008)
  2. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (Memento vom 8. April 2009 auf WebCite) (polnisch)
  3. Kurzbiographie aus Langenenslingen (Memento des Originals vom 9. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.langenenslingen.de
  4. Familie Götz Bierbrauer