Brzesko

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Brzesko
Wappen von Brzesko
Brzesko (Polen)
Brzesko
Brzesko
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Brzeski
Fläche: 11,73 km²
Geographische Lage: 49° 58′ N, 20° 37′ OKoordinaten: 49° 58′ 0″ N, 20° 37′ 0″ O
Höhe: 200 m n.p.m.
Einwohner: 16.959
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 32-800 bis 32-810
Telefonvorwahl: (+48) 14
Kfz-Kennzeichen: KBR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 4 BreslauTarnów
Schienenweg: PrzemyślKrakau
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 9 Schulzenämter
Fläche: 102,57 km²
Einwohner: 36.290
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 354 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1202023
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Jan Musiał
Adresse: ul. Głowackiego 51
32-800 Brzesko
Webpräsenz: www.brzesko.pl



Brzesko Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i [ˈbʒɛskɔ] ist eine Stadt- und Landgemeinde im Powiat Brzeski der Woiwodschaft Kleinpolen in Polen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brzesko liegt ca. 48 km östlich von Krakau und 28 km westlich von Tarnów. Die Stadt liegt am Ufer des Flusses Uszwica.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Palast Götz

Bis 1772[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet um die Stadt Brzesko war schon um 8300 bis 4500 v. Chr. besiedelt. Im Boden gefundene Spuren deuten darauf hin, dass im 5. Jahrhundert v. Chr. Landwirtschaft betrieben wurde und dass das Gebiet ein kulturelles Zentrum war.

Im frühen Mittelalter befand sich eine Burg auf einem Hügel in der Nähe von Brzesko. Sie diente zur Verteidigung des Gebietes, das zum Wislanenstaat gehörte. Im 9. oder 10. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben.

Das Stadtrecht erhielt Brzesko 1385 nach Magdeburger Recht. Bis ins 17. Jahrhundert blieb sie eine kleine Stadt in Privateigentum. 1657 war der Ort durch den Siebenjährigen Krieg in großen Teilen zerstört.

1772 bis 1939[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1772 kam der Ort unter die Herrschaft von Österreich. 1845 gründete die hohenzollerische Familie Götz (später geadelt als Götz von Okocim) eine Brauerei in der Stadt. Aus ihr stammt das auch heute noch bekannte Bier der Marke Okocim. 1850 wurde Brzesko Sitz des Landkreises (poln. powiat).

1939 bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. September 1939 besetzten deutsche Truppen die Stadt. 1941 wurde ein Ghetto errichtet, in dem etwa 6000 Juden leben mussten. Am 19. Januar 1945 erreichte die Rote Armee den Ort.

1945 bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Entwicklung beim Wohnungsbau gab es in den 1960er Jahren durch die Wohnungsbaugenossenschaft. Es wurden neue Schulen eingerichtet, u. a. für Elektromechanik. Eine dieser Schulen wurde im „Palast Götz“ untergebracht. 1983 wurde das neue Krankenhaus in Betrieb genommen.[2]

Von 1975 bis 1998 gehörte Brzesko zur Woiwodschaft Tarnów.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot ein goldbewehrter silberner Greif mit durchgeschlagenen Schwanz.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Okocim-Brauerei

Durch Brzesko verläuft die DK 4. In der Stadt trifft die DK 75 auf die DK4. Durch die Stadt verlaufen sie auf einer gemeinsamen Trasse. In der Stadt beginnt auch die Woiwodschaftsstraße 768 (Droga wojewódzka 768). Durch Bzesko verläuft die Bahnstrecke von Krakau nach Przemyśl an der Grenze zur Ukraine.

Im Stadtteil Okocim ist der Standort der „Brauerei Okocim“, in der das gleichnamige Bier gebraut wird.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Rathaus

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu folgenden Städten besteht ein Partnerschaftsabkommen:

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berühmte mit Brzesko verbundene Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sołectwo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die neun Schulzenämter Bucze, Jadowniki, Jasień, Mokrzyska, Okocim, Poreba Spytkowska, Sterkowiec, Szczepanów und Wokowice.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 102,57 km², davon werden 67 % landwirtschaftlich genutzt und 18 % sind bewaldet.[6]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über 14 Kindergärten, elf Grundschulen, vier Mittelschulen, zwei Schulzentren mit Grund- und Mittelschule und eine nicht staatliche Hochschule.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB); abgerufen am 29. September 2017.
  2. a b c Webseite der Stadt (Stand 11. November 2008)
  3. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (Memento vom 8. April 2009 auf WebCite) (polnisch)
  4. Kurzbiographie aus Langenenslingen
  5. Familie Götz Bierbrauer
  6. regioset.pl (polnisch) Stand 11. Nov.2008