Bubenhausen (Zweibrücken)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bubenhausen
Koordinaten: 49° 14′ 40″ N, 7° 20′ 58″ O
Eingemeindung: 1926
Postleitzahl: 66482
Vorwahl: 06332
Karte
Lage in Zweibrücken

Bubenhausen ist ein Stadtteil von Zweibrücken in Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bubenhausen liegt westlich des Hornbachs sowie westlich der Innenstadt von Zweibrücken. Der Fluss, die Eisenbahnlinie und die Bundesautobahn 8 trennen den Stadtteil von der Innenstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname auf „-hausen“ gehört zu einem Ortsnamentypus, der im Frühmittelalter häufig gewählt wurde. Die schriftliche Überlieferung setzt im 13. Jahrhundert ein.

Bubenhausen wird 1273 erstmals genannt.[1] Es war nach Ernstweiler gepfarrt und hatte stets die Landeszugehörigkeit wie Zweibrücken. 1385 erstreckte sich der Burgfrieden um Zweibrücken bis „gen Bubenhusen an daz dorff und von Bubenhusen gen Ernswilr“.[2] 1547 entschied Pfalzgraf Wolfgang, dass die Bänne der Stadt Zweibrücken und der beiden Dörfer Bubenhausen und Ernstweiler für alle Zeiten eine gemeinschaftliche Gemarkung mit gemeinschaftlicher Nutzung bilden sollten. Die Untertanen der beiden Dörfer unterstanden weiterhin der Schultheißerei Ixheim, während die Bürger der Stadt weiter Stadtbürger blieben.[3]

Im Januar 1832 wurde im Saal des Bubenhauser Gasthauses der „Deutsche Vaterlandsverein zur Unterstützung der freien Presse“ gegründet. Die Gründer waren Philipp Jakob Siebenpfeiffer, Johann Georg August Wirth und Friedrich Schüler. Dieser Verein bereitete das Hambacher Fest vor. Arbeitsplätze in der Industrie entstanden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Bubenhauser arbeiteten vor allem in Zweibrücken und Ernstweiler. Mit der Abtrennung des Saargebiets 1920 und der Errichtung der Zollgrenze 1925 gerieten Bubenhausen und Ernstweiler in eine Grenzlage.

1926 wurden Bubenhausen und Ernstweiler nach Zweibrücken eingemeindet und sind seitdem Stadtteile von Zweibrücken.

Der „Sturzenhof“ und die zugehörige „Sturzenhofstraße“ erinnern an den Landtagsabgeordneten Christian David Sturtz (1753–1834), dem das Gut einst gehörte.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Dolch, Albrecht Greule: Historisches Siedlungsnamenbuch der Pfalz Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 1991, S. 82.
  2. Carl Pöhlmann: Regesten der Grafen von Zweibrücken aus der Linie Zweibrücken, bearbeitet durch Anton Doll, Speyer 1962, S. 309, Nr. 940.
  3. Ludwig Molitor: Vollständige Geschichte der ehemals pfalz-bayerischen Residenzstadt Zweibrücken, Zweibrücken 1885, Faksimile-Neudruck Zweibrücken 1989, S. 194. ISBN 3-924171-04-1
  4. Cordula Waldow: Drei OLG-Pioniere, in: Pfälzischer Merkur, Zweibrücken, vom 20. Juni 2015; (Digitalansicht)