Buchholz (Duisburg)

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Duisburger Stadtwappen
Buchholz
Stadtteil von Duisburg
Karte
Karte von Buchholz
Basisdaten
Koordinaten: 51° 22′ 43″ N, 6° 45′ 56″ OKoordinaten: 51° 22′ 43″ N, 6° 45′ 56″ O
Fläche: 3,52 km²
Postleitzahl: 47249
Vorwahl: 0203
Bevölkerung [1]
Einwohner: 13.948 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 3963 Einwohner/km²
Ausländeranteil: 6,78 % (946)
Gliederung
Stadtbezirk: Duisburg-Süd
Ortsteilnummer: 703
Eingemeindung: 1. August 1929

Buchholz in ein Duisburger Stadtteil im Stadtbezirk Duisburg-Süd. In dem Stadtteil leben 13.948 Menschen auf einer Fläche von 3,52 km² (Stand: 31. Dezember 2017[1]).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchholz entstand aus einzelnen Gehöften auf dem Gebiet des Huckinger Gemarkenwaldes, der vorwiegend aus Buchen bestand und Teil des alten Duisburger Reichswaldes war. Die Buchholzer Mark grenzte im Norden an den zu Duisburg gehörenden Wald, im Westen an den Rhein (Eichelskamp) und an die klevische Enklave Wanheim-Angerhausen. Das älteste erhaltene Weistum zum Grenzverlauf gegen die klevische Seite stammt aus dem Jahr 1489. Bis in das 15. Jahrhundert gab es in der Gegend nur einen Hof, den 1961/62 abgerissenen Kirchmannshof im Osten von Buchholz.[2][3] Vom Ort Buchholz kann ab 1830 gesprochen werden. Mit der Rodung eines Teiles des Waldes ab 1820 erfolgte die Schaffung von Ackerflächen für die landwirtschaftliche Nutzung und Besiedelung. Vom ursprünglichen Wald erhalten ist heute nur noch der Buchenwald an der Wedauer Straße, und Teile des Gebietes, das seit 1923 den Duisburger Waldfriedhof (Neuer Friedhof) umfasst.

Mit der schnell wachsenden Bevölkerung zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Einrichtung einer eigenen Pfarre erforderlich. Bis 1910 war die Mutterpfarre von Bucholz die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Huckingen. Erst im Jahr 1900 wurde vor Ort in Buchholz ein Pfarr-Rektorat eingerichtet, das 1910 zur Pfarre erhoben wurde. Im gleichen Jahr fand der erste Gottesdienst in der neuen Buchholzer Pfarrkirche mit dem Namen des Apostels Judas Thaddäus statt. Zuvor hatte seit 1900 eine kleine Notkirche bestanden. Die evangelischen Einwohner besuchten Gottesdienste in Wanheim-Angerhausen bzw. seit 1923 in Wedau.[4]

Die erste Schule an der Schulstraße, heute Münchener Straße, wurde am 18. August 1868 eingeweiht. Die ersten Schüler waren 48 Jungen und 50 Mädchen. 1914 waren es bereits 1.016 Schüler in 17 Klassen. Als 1921 die Franzosen das Ruhrgebiet besetzten, wurde die Schule mit französischen Truppen belegt.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1895 entwickelte sich die Bevölkerung wie folgt:[6]

Jahr Einwohnerzahl
1895 887
1925 4.505
1930 4.441
1939 7.505
1962 20.098
2013 14.037
2014 14.073
2015 13.909
2016 14.000
2017 13.948

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Großenbaumer Allee liegt das auf Unfallchirurgie (überregionales Traumazentrum), Rückenmarkverletzte, Handchirurgie, septische Chirurgie, Brandverletzungen[7] und Schmerzmedizin spezialisierte BG Klinikum Duisburg, das zudem Standort des Rettungshubschraubers Christoph 9 ist.

An der Sittardsberger Allee befindet sich die Bezirksbibliothek Buchholz. Sie hält rund 23.000 Medien vor.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchholz besitzt eine Anbindung an die A 59, die früher von Norden kommend in Buchholz endete. Dadurch ist die Auffahrt lediglich in Richtung Norden und die Abfahrt nur aus dieser Richtung möglich. Später wurde die Autobahn nach Süden verlängert. Inzwischen geht sie im Autobahnkreuz Duisburg-Süd in die nach Düsseldorf führende B 8n über. Bei dem Ausbau wurden jedoch keine zusätzlichen Auf- oder Abfahrten in Buchholz angelegt, so dass von Süden aus bzw. in Richtung Süden die Autobahnanbindung in Großenbaum zu nutzen ist.

Darüber hinaus ist Buchholz über die S-Bahnlinie 1 und der U-Bahnlinie 79 mit der Duisburger Innenstadt verbunden. Mehrere Buslinien verbinden Buchholz mit anderen Stadtteilen.

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf
S 1 S-Bahn Rhein-Ruhr DortmundBochumEssenMülheim (Ruhr)DuisburgDüsseldorf FlughafenDüsseldorfHildenSolingen

Linien
Duisburg-Großenbaum S-Bahn S 1
Köln–Duisburg
Duisburg-Schlenk

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter von Roden: Geschichte der Stadt Duisburg, Band 2, Duisburg 1974, S. 284–286.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b PDF, Einwohnerstatistik der Stadt Duisburg vom 31. Dezember 2017 (PDF; 21 kB)
  2. Roden (1974), S. 284 f.
  3. Ein altes Foto des Kirchmannshofs findet sich bei Martin Ahlers: Die spannende Boerakker-Sage, in: WAZ Online vom 16. September 2014 (online).
  4. Roden (1974), S. 285.
  5. Roden (1974), S. 285 f.
  6. Roden (1974), S. 285.
  7. Brandverletzungen. Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Duisburg, abgerufen am 18. September 2014.
  8. Bezirksbibliothek Buchholz. Stadt Duisburg, archiviert vom Original am 14. Juni 2015; abgerufen am 18. September 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.duisburg.de