Buchholz (Duisburg)

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Duisburger Stadtwappen
Buchholz
Stadtteil von Duisburg
Karte
Karte von Buchholz
Basisdaten
Koordinaten: 51° 22′ 43″ N, 6° 45′ 56″ OKoordinaten: 51° 22′ 43″ N, 6° 45′ 56″ O
Fläche: 3,52 km²
Postleitzahl: 47249
Vorwahl: 0203
Bevölkerung [1]
Einwohner: 14.581 (2019)
Bevölkerungsdichte: 4142 Einwohner/km²
Ausländeranteil: 6,49 % (946)
Gliederung
Stadtbezirk: Duisburg-Süd
Ortsteilnummer: 703
Eingemeindung: 1. August 1929

Buchholz in ein Duisburger Stadtteil im Stadtbezirk Duisburg-Süd. In dem Stadtteil leben 14.581 Menschen auf einer Fläche von 3,52 km² (Stand: 2019[1]).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchholz entstand aus einzelnen Gehöften auf dem Gebiet des Huckinger Gemarkenwaldes, der vorwiegend aus Buchen bestand und Teil des alten Duisburger Reichswaldes war. Die Buchholzer Mark grenzte im Norden an den zu Duisburg gehörenden Wald, im Westen an den Rhein (Eichelskamp) und an die klevische Enklave Wanheim-Angerhausen. Das älteste erhaltene Weistum zum Grenzverlauf gegen die klevische Seite stammt aus dem Jahr 1489. Bis in das 15. Jahrhundert gab es in der Gegend nur einen Hof, den 1961/62 abgerissenen Kirchmannshof im Osten von Buchholz.[2][3] Vom Ort Buchholz kann ab 1830 gesprochen werden. Mit der Rodung eines Teiles des Waldes ab 1820 erfolgte die Schaffung von Ackerflächen für die landwirtschaftliche Nutzung und Besiedelung. Vom ursprünglichen Wald erhalten ist heute nur noch der Buchenwald an der Wedauer Straße, und Teile des Gebietes, das seit 1923 den Duisburger Waldfriedhof (zeitweise als Neuer Friedhof bekannt) umfasst.

Mit der schnell wachsenden Bevölkerung zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Einrichtung einer eigenen Pfarre erforderlich. Bis 1910 war die Mutterpfarre von Bucholz die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Huckingen. Erst im Jahr 1900 wurde vor Ort in Buchholz ein Pfarr-Rektorat eingerichtet, das 1910 zur Pfarre erhoben wurde. Im gleichen Jahr fand der erste Gottesdienst in der neuen Buchholzer Pfarrkirche mit dem Namen des Apostels Judas Thaddäus statt. Zuvor hatte seit 1900 eine kleine Notkirche bestanden. Die evangelischen Einwohner besuchten Gottesdienste in Wanheim-Angerhausen bzw. seit 1923 in Wedau.[4]

Jesus-Christus-Kirche in Buchholz

Die erste Schule an der Schulstraße, heute Münchener Straße, wurde am 18. August 1868 eingeweiht. Die ersten Schüler waren 48 Jungen und 50 Mädchen. 1914 waren es bereits 1.016 Schüler in 17 Klassen. Als 1921 die Franzosen das Ruhrgebiet besetzten, wurde die Schule mit französischen Truppen belegt.[5] Im Jahre 1929 schied Buchholz aus dem Landkreis Düsseldorf aus und wurde in den Stadtkreis Duisburg eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1895 entwickelte sich die Bevölkerung wie folgt:[6]

Jahr Einwohnerzahl
1895 887
1925 4.505
1930 4.441
1939 7.505
1962 20.098
2013 14.037
2014 14.073
2015 13.909
2016 14.000
2017 13.948
2018 14.428
2019 14.581

[7]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Großenbaumer Allee liegt das auf Unfallchirurgie (überregionales Traumazentrum), Rückenmarkverletzte, Handchirurgie, septische Chirurgie, Brandverletzungen[8] und Schmerzmedizin spezialisierte BG Klinikum Duisburg, das zudem Standort des Rettungshubschraubers Christoph 9 ist.

Rettungshubschrauber Christoph 9 und BG Unfallklinik im Hintergrund
BG Unfallklinik und Rettungshubschrauber

An der Sittardsberger Allee befindet sich das Bezirksamt Duisburg-Süd sowie die Bezirksbibliothek Buchholz mit rund 23.000 unterschiedlichen Medien. Im September 2010 entstand in unmittelbarer Nähe das Gesundheitszentrum Sittardsberg (GZS) mit zahlreichen unterschiedlichen Arzt- und Therapie-Praxen, Wellness- und Fitness-Angeboten.

Kirchliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Duisburg-Buchholz gibt es eine evangelische Kirche (Jesus-Christus-Kirche) sowie eine katholische Kirche (St. Judas Thaddäus Kirche). An der Sittardsberger Allee befindet sich zudem eine neuapostolische Kirche.

Weitere Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Duisburg-Buchholz befindet sich der Hauptsitz der Kindernothilfe, eines der weltweit größten christlichen Hilfswerke.[9]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchholz besitzt eine Anbindung an die A 59, die früher von Norden kommend in Buchholz endete. Dadurch ist die Auffahrt lediglich in Richtung Norden und die Abfahrt nur aus dieser Richtung möglich. Später wurde die Autobahn nach Süden verlängert. Inzwischen geht sie im Autobahnkreuz Duisburg-Süd in die nach Düsseldorf führende B 8n über. Bei dem Ausbau wurden jedoch keine zusätzlichen Auf- oder Abfahrten in Buchholz angelegt, so dass von Süden aus bzw. in Richtung Süden die Autobahnanbindung in Großenbaum zu nutzen ist.

Duisburg-Buchholz ist über die S-Bahnlinie 1 mit den wichtigsten Städten im Ruhrgebiet, dem Flughafen Düsseldorf und der Stadt Düsseldorf verbunden. Darüber hinaus ist der Stadtteil zusätzlich auch über die U-Bahn-Linie 79 mit der Duisburger Innenstadt und der Stadt Düsseldorf verbunden. Mehrere Buslinien verbinden Buchholz mit anderen Stadtteilen.

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf
S 1 S-Bahn Rhein-Ruhr DortmundBochumEssenMülheim (Ruhr)DuisburgDüsseldorf FlughafenDüsseldorfHildenSolingen

Linien
Duisburg-Großenbaum S-Bahn S 1
Köln–Duisburg
Duisburg-Schlenk

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesliga Profi Moritz Stoppelkamp
Bundesliga-Profi Moritz Stoppelkamp, begann seine Karriere bei Viktoria Buchholz

In Buchholz ist der im Jahr 1906 gegründete Fußballverein TuS Viktoria 06 Buchholz e.V. ansässig. Der Verein hat ca. 550 Mitglieder. Die 1. Mannschaft von Viktoria Buchholz spielt in der Bezirksliga Niederrhein, Gruppe 7. Es gibt eine eigene Senioren- und Jugendabteilung. Bundesliga-Profis wie Moritz Stoppelkamp haben ihre Karriere bei Viktoria Buchholz begonnen. Die Vereinsfarben sind Grün/Weiß/Schwarz.[10]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Duisburg-Buchholz gibt es regelmäßige Veranstaltungen wie beispielsweise das alljährliche, traditionelle Schützen- und Volksfest am Wochenende nach Pfingsten.[11] Auf dem Buchholzer Marktplatz (Norbert-Spitzer-Platz) gibt es zweimal in der Woche einen großen Frische- und Wochenmarkt mit verschiedenen Angeboten zum täglichen Bedarf.[12] Die Händlergemeinschaft auf der zentralen Buchholzer Einkaufstraße "Münchener Straße" veranstaltet darüber hinaus auch jährliche Motto- und Shopping Events sowie Weihnachtsmärkte.[13]

Naherholungsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Buchholz grenzt an das Freizeit- und Naherholungsgebiet Sechs-Seen-Platte mit verschiedenen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, sportlichen Betätigung und Erholung.[14]

Blick auf den Wolfssee an der Sechs-Seen-Platte
Sechs-Seen-Platte

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter von Roden: Geschichte der Stadt Duisburg, Band 2, Duisburg 1974, S. 284–286.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b PDF, Einwohnerstatistik der Stadt Duisburg vom 31. Dezember 2017 (PDF; 21 kB)
  2. Roden (1974), S. 284 f.
  3. Ein altes Foto des Kirchmannshofs findet sich bei Martin Ahlers: Die spannende Boerakker-Sage, in: WAZ Online vom 16. September 2014 (online).
  4. Roden (1974), S. 285.
  5. Roden (1974), S. 285 f.
  6. Roden (1974), S. 285.
  7. https://www.citypopulation.de/de/germany/duisburg/admin/
  8. Brandverletzungen. Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Duisburg, abgerufen am 18. September 2014.
  9. https://www.waz.de/staedte/duisburg/kindernothilfe-baut-ihren-hauptsitz-in-duisburg-aus-id6956974.html
  10. https://viktoria06buchholz.de
  11. https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/buchholz-ruestet-sich-fuers-schuetzenfest_aid-39381925
  12. https://www.duisburglive.de/event/2020/11/20/wochenmarkt-buchholz/
  13. https://www.waz.de/staedte/duisburg/sued/haendler-wollen-muenchener-strasse-als-einkaufsstandort-staerken-id227742217.html
  14. https://www.duisburg.de/wohnenleben/wasser/sechsseenplatte.php