Bucht

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Dieser Artikel behandelt die geologische Formation. Zu anderen Bedeutungen siehe Bucht (Begriffsklärung).
Bucht an der Banks Peninsula an der Ostküste Neuseelands, südlich von Christchurch

Eine Bucht ist eine überwiegend flach gegliederte „Einbiegung“ eines Gewässers oder einer Landfläche.

Die Größe von Gewässerbuchten kann wenige Meter oder mehrere hundert Kilometer Breite bzw. Ausdehnung betragen. Eine große Meeresbucht wird als Golf oder (seltener) als Meerbusen bezeichnet. Eine kleine Gewässerbucht wird auch als Anse bezeichnet.[1]

Buchten in Gewässern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter einer in einem Gewässer liegenden Bucht versteht man einen Abschnitt eines Sees oder Meers, der in den Ufer- bzw. Küstenbereich hineinragt und eine „Ausbeulung“ darstellt. Oft werden sie durch Nehrungen vom offenen Meer abgetrennt. Meeresbuchten mit einer Öffnung zum offenen Meer von weniger als 24 Seemeilen (Art. 10 SRÜ) zählen völkerrechtlich zu den Inneren Gewässern. Unter einer Mindestbreite von 3,5 Seemeilen und einer gewissen Mindesttiefe werden Ausbuchtungen des Meeres möglicherweise juristisch nach dem Seevölkerrecht nicht als Bucht, sondern als Förde oder Fjord, bezeichnet.[2]

In größeren Buchten können sich Inseln, Halbinseln oder ein Wattenmeer befinden. Der Grund ist meist flach, er kann aber auch als kleines Becken ausgeformt sein.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atlantischer Ozean

Nordsee

Ostsee

Mittelmeer

Irische See

Indischer Ozean

Pazifischer Ozean

Buchten auf Landflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter einer auf einer Landfläche liegenden Bucht versteht man den Abschnitt eines Festlands oder einer Insel, der in umliegende Gebirge hineinragt, somit eine „Ausbeulung“ darstellt und meist in Tiefländer überleitet.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwandte Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Caletta am Golf von Neapel
  • Eine Meeresbucht, die durch einen Gletscher gebildet wurde, heißt, je nach Art ihrer Entstehung, Förde, Fjärd oder Fjord.
  • Buchten, die aus Flusstälern hervorgegangen sind, werden als Ria bezeichnet.
  • In Italien existieren sogenannte Calettas, das sind kleine Buchten oder Häfen, die vor allem im Süden entlang der Küsten anzutreffen sind.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden online: Anse
  2. Erwin Beckert, Gerhard Breuer: Öffentliches Seerecht. de Gruyter, Berlin/ New York 1991, ISBN 3-11-009655-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Bucht – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen