Budapester Börse

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Die Budapester Börse (Magyar: Budapesti Értéktőzsde) ist eine regionale Wertpapierbörse in Budapest, Ungarn, und Tochtergesellschaft der CEE Stock Exchange Group.

Die Börse wurde 1864 durch den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. in Pest gegründet. Bis zur Jahrhundertwende entwickelte sich die Budapester Börse zu einem florierenden Wertpapierhandelsplatz. Durch die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre wurde die Börse im Jahr 1932 zeitweise geschlossen. Mit Beginn der kommunistischen Herrschaft nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Mehrheit der ungarischen Unternehmen verstaatlicht, jedweder Börsenhandel deshalb von der Regierung eingestellt und das Vermögen der Börse Staatseigentum. Am 21. Juni 1990[1] wurde die Institution im Zuge der politischen Veränderungen im Ostblock unter Beteiligung der Wiener Börse wiedereröffnet.

Im Februar 2003 vereinbarte die Budapester Börse eine Zusammenarbeit mit der Deutsche Börse AG wodurch ungarische Aktien-Broker innerhalb der gesamten Infrastruktur des Xetra Systems Handel betreiben können.

Seit 2008 hält die Wiener Börse bzw. CEE Stock Exchange Group ca. 50,5 % der Anteile an der Budapester Börse.

Im Januar 2010 wurde BSE Mitglied der CEE Börsengruppe. Seit dem 6. Dezember 2013 läuft der elektronische Handel über das Xetra Handelssystem.[2]

Am 20. November 2015 schloss die Ungarische Nationalbank (Magyar Nemzeti Bank - MNB) einen Kaufvertrag mit der österreichischen CEESEG AG und der Österreichischen Kontrollbank AG ab, die bislang einen Anteil von 68,8 Prozent an der Budapester Börse (BSE) hielt. Mit dieser Transaktion erhielt die MNB die Aktienmehrheit.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Budapest Stock Exchange: History (englisch), abgefragt am 20. Juni 2010
  2. Pressemitteilung der Deutschen Börse vom 5. Dezember 2013