Bujanov

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bujanov
Bujanov führt kein Wappen
Bujanov (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Český Krumlov
Fläche: 1745 ha
Geographische Lage: 48° 42′ N, 14° 27′ OKoordinaten: 48° 42′ 6″ N, 14° 26′ 53″ O
Höhe: 670 m n.m.
Einwohner: 553 (1. Jan. 2017)[1]
Postleitzahl: 382 41 bis 382 91
Verkehr
Straße: KapliceRožmitál na Šumavě
Bahnanschluss: Linz Hbf–České Budějovice
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 4
Verwaltung
Bürgermeister: Bořivoj Vojče (Stand: 2009)
Adresse: Bujanov 26
382 41 Kaplice 1
Gemeindenummer: 545449
Website: www.bujanov.cz

Bujanov (deutsch Angern) ist eine Gemeinde im Okres Český Krumlov in Tschechien. Sie liegt etwa zehn Kilometer südöstlich von Český Krumlov und gehört zur Region Jihočeský kraj.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bujanov liegt etwa sieben Kilometer südwestlich von Kaplice zwischen den Flüssen Moldau und Maltsch. Nachbarorte sind Omlenice im Norden, Skoronice im Nordosten, Rychnov nad Malší und Suchdol im Südosten, Rybník (Zartlesdorf) im Süden, Hněvanov im Südwesten und Rožmitál na Šumavě im Westen. Über den sieben Kilometer südöstlich an der Europastraße 55 liegenden Grenzübergang WullowitzDolní Dvořiště wird Österreich erreicht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angern wurde erstmals 1347 urkundlich erwähnt, als der Ritter Paul von Harrach eine Hube in Angern dem Kloster Hohenfurt für das Seelenheil seiner Mutter schenkte.

Von wirtschaftlicher Bedeutung war der Anschluss von Angern an die Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden. Die erste Teilstrecke von Budweis nach Zartlesdorf (Rybník), an der Angern einen Halt erhielt, wurde am 7. September 1827 eröffnet.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Angern eine selbständige Gemeinde, die zur Bezirkshauptmannschaft Kaplitz gehörte. Nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918 erhielt Angern 1923 die amtliche tschechische Ortsbezeichnung Bujanov.

Als Folge des Münchner Abkommens wurde Bujanov / Angern 1938 dem Deutschen Reich angeschlossen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Kaplitz im Gau Oberdonau. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel Angern / Bujanov an die Tschechoslowakei zurück. Die überwiegend deutsche Bevölkerung wurde 1946 vertrieben.

Am 8. März 2003 ereignete sich auf der E 55 bei Nažidla ein schweres Busunglück, bei dem 20 Menschen starben.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Bujanov gehören die Ortsteile

  • Bujanov (Angern)
  • Skoronice (Gurenitz)
  • Suchdol (Suchenthal)
  • Zdíky (Stiegesdorf)

sowie die Ansiedlungen Ježkov (Jeschkersdorf), Nažidla (Einsiedl), Pšenice (Pschenitz) und der erloschene Ort Svinihlavy (Zwinelag).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum der Pferdeeisenbahn[2]
  • Ruine der Burg Lousek (Burg Lauseck)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bujanov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)
  2. Museum der Pferdeeisenbahn (tschechisch)