Bummi

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Bummi, das kleine Paradies für Kinder

Beschreibung Kinderzeitschrift
Sprache deutsch
Verlag Verlag Junge Welt, Verlags-Union Pabel-Moewig, Blue Ocean (Burda) (DDR, BRD)
Hauptsitz Berlin, Rastatt, Stuttgart
Erstausgabe Februar 1957
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 24155 Exemplare
(IVW Q1/2017)
Verbreitete Auflage 24229 Exemplare
(IVW Q1/2017)
Weblink blue-ocean.de
ISSN
ZDB 640367-0

Bummi ist der Name einer Zeitschrift für Kinder im Kindergartenalter. Die Titelfigur Bummi ist ein aufrecht gehender gelber Teddybär.

Bummi erschien erstmals am 15. Februar 1957 als Monatszeitschrift in der DDR. Später erschien sie vierzehntäglich zum Preis von 0,25 Mark mit einer Auflage von 736.300 Exemplaren im Verlag Junge Welt. Sie wurde offiziell vom Zentralrat der FDJ für Kinder von drei bis sechs Jahren publiziert und erschien im Frei- und Kioskverkauf. Langjährige Chefredakteurin war Ursula Werner-Böhnke, die namensgebende Bärenfigur wurde von Ingeborg Meyer-Rey gestaltet. Ursula Werner-Böhnke schrieb auch den Text des Bummi-Liedes, das von Hans Naumilkat vertont wurde und in den Musikbüchern der 2. Klasse in der DDR erschien.

Anfang der 1970er Jahre führte die Zeitschrift die "Goldene Kindersonne" ein: einen Orden, den die Kinder ausschneiden und (in Anlehnung an die verbreiteten staatlichen Auszeichnungen) an eine Person ihrer Wahl verleihen konnten.[1] Von populären Künstlern erhielt man dafür ein standardisiertes, aber eigenhändig unterschriebenes Dankschreiben.

Wolfgang Richter bedankt sich für eine "Goldene Kindersonne".

Die Zeitschrift Bummi erschien nach dem Ende der DDR seit 1991 bei der Pabel-Moewig Verlag KG, die zur Bauer Media Group gehört. Im Jahr 2017 übernahm die Blue Ocean Entertainment AG aus Stuttgart, eine Tochtergesellschaft der Hubert Burda Media, die Zeitschrift.[2]

In Kooperation mit dem Kinderkanal von ARD/ZDF wird eine kurze Zeichentrickserie produziert, welche seit Mai 2011 innerhalb der Sendung KiKANiNCHEN zu sehen ist. Die 26 einzelnen Folgen der ersten Staffel haben eine Länge von drei Minuten und Bummi als Hauptfigur.[3][4]

Bummi war auch der Name einer Bären-Puppenfigur des DDR-Fernsehens (siehe Pittiplatsch und Schnatterinchen), die aber mit der Figur der Zeitschrift außer dem Namen nichts gemein hatte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Chowanetz: Die Kinderzeitschriften in der DDR von 1946 bis 1960. Kinderbuchverlag, Berlin 1983, (= Studien zur Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendliteratur 13. ZDB-ID 193898-8).
  • Jeanette Toussaint, Ralf Forster: Die Kinderzeitschrift BUMMI. Vom Spielzeugland in die ostdeutsche Wirklichkeit. Hg. von Silke Siebrecht-Grabig. Rochow-Edition, Reckahn 2017. ISBN 978-3-9819076-0-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Ludwig, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR: Fortschritt, Norm und Eigensinn: Erkundungen im Alltag der DDR. Ch. Links Verlag, 1999, ISBN 978-3-86153-190-6, S. 225 f. (google.de [abgerufen am 7. Juni 2018]).
  2. Pabel-Moewig verkauft Kinderzeitschriften an Blue Ocean In: dnv-online.net, 13. März 2017, abgerufen am 13. September 2017.
  3. Kinderzeitschrift der Bauer Media Group kommt ab 16. Mai ins Fernsehen In: pressrelations.de, 5. April 2011, abgerufen am 13. September 2017.
  4. Bummi bei fernsehserien.de