Bundesautobahn 10

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Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-A
Bundesautobahn 10 in Deutschland
Bundesautobahn 10
European Road 26 number DE.svg European Road 30 number DE.svg European Road 51 number DE.svg
European Road 55 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 10
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 196 km

Bundesland:

Ausbauzustand: 2 × 2, 2 × 3, 2 × 4 Fahrstreifen
Berlin BAB 10.svg
Lokale Karte
Straßenverlauf
Land Brandenburg
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Knoten (1)  Dreieck Kreuz Barnim
A10 A11 E28 E55 B2
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Freilichtmuseum Altranft
Anschlussstelle (2)  Berlin-Hohenschönhausen B158
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Historischer Stadtkern Altlandsberg
Anschlussstelle (3)  Berlin-Marzahn
Tankstelle Raststation Raststätte Seeberg
Parkplatz Symbol: LinksSymbol: Links Parkplatz
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Rennbahn Hoppegarten
Knoten (4)  Berlin-Hellersdorf B1 B5 Symbol: Autohof
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Museumspark Rüdersdorf
Anschlussstelle (5)  Rüdersdorf
Fluss Rüdersdorfer Mühlenfließ (Mühlenfließbrücke 742 m)
Fluss Kalkgraben (Kalkgrabenbrücke 237 m)
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz (mit WC) Kranichberge/Kalkberge
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Oder-Spree-Seengebiet
Anschlussstelle (6)  Erkner
Fluss Löcknitz (Brücke 100 m)
Anschlussstelle (7)  Freienbrink
Fluss Spree (Brücke 120 m)
Fluss Oder-Spree-Kanal (Brücke 60 m)
Knoten (8)  Dreieck Spreeau A12 E30
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz (mit WC) Uckleysee/Lankensee
Anschlussstelle (9)  Niederlehme Symbol: Autohof
Fluss Dahme (Brücke 122 m)
Brücke Wildauer Brücke
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Sendermuseum Königs Wusterhausen
Anschlussstelle (10)  Königs Wusterhausen B179
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Schloss Königs Wusterhausen
Knoten (11)  Schönefelder Kreuz A13 A113 E36 E55
Tankstelle Raststation Raststätte Am Fichtenplan
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Wünsdorf Bücher- und Bunkerstadt
Anschlussstelle (12)  Rangsdorf B96
Parkplatz mit WC Symbol: LinksSymbol: Links Parkplatz (mit WC) Jühnsdorfer Heide
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Schloss Diedersdorf
Anschlussstelle (13)  Genshagen
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Flaeming-Skate
Knoten (14)  Ludwigsfelde-Ost B101
Brücke Ludwigsfelder Brücke (330 m)
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Naturpark Nuthe-Nieplitz
Anschlussstelle (15)  Ludwigsfelde-West
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz (mit WC) Siethener Elsbruch/Schieferberg
Parkplatz Symbol: RechtsSymbol: Rechts Parkplatz
Fluss Nuthe (Brücke 50 m)
Knoten (16)  Dreieck Nuthetal A115 E51
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Anschlussstelle (17)  Michendorf B2
Tankstelle Raststation Raststätte Michendorf
Anschlussstelle (18)  Ferch
Knoten (19)  Dreieck Potsdam A9 E51
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Verkehrsbeeinflussung Anfang Streckenbeeinflussungsanlage Symbol: UpDownSymbol: UpDown
Grünbrücke Grünbrücke
Anschlussstelle (20)  Glindow
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz (mit WC) Schwielowsee
Knoten (21)  Dreieck Werder A2 E30
Verkehrsbeeinflussung Anfang Streckenbeeinflussungsanlage Symbol: UpDownSymbol: UpDown
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Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Historischer Stadtkern Werder (Havel)
Anschlussstelle (22)  Groß Kreutz Symbol: Autohof B1
Fluss Großer Plessower See (Brücke 50 m)
Anschlussstelle (23)  Phöben
Fluss Havel (Brücke 704 m)
Parkplatz Symbol: LinksSymbol: Links Parkplatz
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Heilandskirche am Port von Sacrow
Anschlussstelle (24)  Leest
Brücke Sacrow-Paretzer Kanal (Brücke 70 m)
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Schloss Paretz
Anschlussstelle (25)  Potsdam-Nord B273
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz
Tankstelle Raststation Umbau: Raststätte Havelseen
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Historischer Stadtkern Nauen
Knoten (26)  Symbol: Rauf Berlin-Spandau B5
Brücke Brücke Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin (90 m)
Knoten (26)  Berlin-Spandau B5
Anschlussstelle (27)  Brieselang
Autobahnkirche Autobahnkirche Zeestow
Fluss Havelkanal (Brücke 80 m)
Brücke Bahnstrecke Berlin–Hamburg
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Großfunkstelle Nauen
Anschlussstelle (28)  Falkensee
Parkplatz Symbol: LinksSymbol: Links Parkplatz
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Ländchen Glien
Tankstelle Tankstelle Wolfslake (wegfallend)
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Knoten (29)  Dreieck Havelland A24 E26 E55
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Anschlussstelle (30)  Oberkrämer Symbol: Autohof
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Gedenkstätte Sachsenhausen
Knoten (31)  Dreieck Kreuz Oranienburg
A111 B96 E26 E251
Fluss Oder-Havel-Kanal (Brücke 50 m)
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Schloss Oranienburg
Anschlussstelle (33)  Birkenwerder B96
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Naturpark Barnim
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz
Tankstelle Raststation Umbau zu: Raststätte Briesetal
Anschlussstelle (34)  Mühlenbeck
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz Schönwalde
Knoten (35)  Dreieck Pankow A114
Land Berlin
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Anschlussstelle Berlin-Französisch Buchholz
Fluss Panke
Anschlussstelle Berlin-Karow
Land Brandenburg
Knoten (1)  Dreieck Kreuz Barnim
A10 A11 E28 E55 B2
  • In Bau
  • In Planung
  • Verkehrsbeeinflussungsanlage
  • Vorlage:AB/Wartung/Leer Anmerkungen:
    Autobahndreieck Barnim, Kilometer Null

    Die Bundesautobahn 10 (Abkürzung: BAB 10) – Kurzform: Autobahn 10 (Abkürzung: A 10) – verläuft rund um Berlin, daher trägt sie den Beinamen Berliner Ring. Die A 10 verläuft zum größten Teil in Brandenburg und nur im Norden teilweise auf Berliner Gebiet. Sie ist mit 196 Kilometern der längste Autobahnring Europas.

    Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Bundesautobahn 10 wurde zwischen 1936 und 1939 in mehreren Abschnitten zwischen Berlin-Weißensee und Potsdam-Nord im Osten, Süden und Südwesten von Berlin für den Verkehr freigegeben. Im Einzelnen erfolgten in dieser Zeit folgende Freigaben (heutige Bezeichnungen):

    Jahr von bis
    1936 Dreieck Werder Anschlussstelle Groß-Kreutz
    1936 ehem. Anschlussstelle Weißensee Autobahndreieck Barnim
    1937 Autobahndreieck Barnim Dreieck Spreeau
    1937 Anschlussstelle Michendorf Dreieck Werder
    1938 Dreieck Spreeau Anschlussstelle Michendorf
    1939 Anschlussstelle Groß-Kreutz Anschlussstelle Potsdam-Nord

    Zwischen 1972 und 1979 erfolgte die Fertigstellung des Ringes mit folgenden Abschnitten:

    Jahr von bis
    1972 Dreieck Havelland Anschlussstelle Birkenwerder
    1973 Anschlussstelle Birkenwerder Dreieck Pankow
    1974 Dreieck Pankow ehem. Anschlussstelle Weißensee
    1979 Anschlussstelle Potsdam-Nord Dreieck Havelland

    Im Abschnitt zwischen der ehemaligen Anschlussstelle Berlin-Weißensee und der Anschlussstelle Berlin-Spandau folgt die heute realisierte Autobahn überwiegend nicht der ursprünglichen Trassierung. Die Planung sah folgenden Verlauf vor:

    Östlich des heutigen Dreiecks Pankow (A 114) sollte an der B 109 die Anschlussstelle Pankow-Wandlitz angelegt werden. Von dort verlief die projektierte Strecke zwischen den Ortschaften Mühlenbeck und Schildow hindurch zum geplanten Nordkreuz, das rund einen Kilometer südlich von Schönfließ errichtet werden sollte. Es war geplant, eine Autobahnquerverbindung von der heutigen A 11 südlich von Lanke zum vorgesehenen Autobahnzubringer in Wittenau zu schaffen. Im weiteren Verlauf waren die Anschlussstellen Reinickendorf-Oranienburg an der B 96 südlich der Invalidensiedlung in Reinickendorf und Tegel-Hennigsdorf südlich von Velten geplant. Von dort folgte die vorgesehene Trasse im Wesentlichen dem heutigen Berliner Eisenbahn-Außenring bis zur Anschlussstelle Spandau-Pausin an der L 16. Unmittelbar südlich des heutigen Havelkanals war das Hamburger Kreuz projektiert. Ab der geplanten Anschlussstelle Heerstraße-Nauen an der B 5 (heutige Bezeichnung: Berlin-Spandau) ist der Berliner Ring bis zur Anschlussstelle Potsdam-Nord auf der ursprünglichen Trasse errichtet worden.

    Beim Bau der Autobahn Berlin–Stettin-Süd (heute: Kołbaskowo) im Jahr 1936 entstand im nördlichen Ast der Anschlussstelle Weißensee eine Tankstelle, die allerdings im Zuge des Weiterbaus des Ringes und der Umgestaltung der Anschlussstelle ersatzlos abgerissen wurde. Beim Umbau des AD Schwanebeck (heute: Autobahndreieck Barnim) im Jahr 2012 wurde ein Teil der Fläche freigelegt. Die beiden noch im Boden befindlichen Kraftstofftanks waren voll Wasser gelaufen, konnten aber problemlos ausgebaut werden.[1]

    Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Berliner Ring bei „Kilometer 0“ am Kreuz Barnim
    Südlicher Berliner Ring zwischen Ludwigsfelde und Dreieck Nuthetal

    Die A 10 ist knapp vor dem Motorway M25 rund um London der längste Autobahnring Europas und war lange Zeit auch der längste der Welt. Inzwischen existieren in China jedoch beispielsweise mit der Liaozhong-Ringautobahn, der Ringautobahn Chengdu-Chongqing und der Hainan-Ringautobahn deutlich längere Ringautobahnen.

    Anfang und Ende der Kilometrierung ist das Dreieck Barnim, das bis 2013 Dreieck Schwanebeck und danach kurzfristig Kreuz Barnim hieß. Dort mündet die A 11 von Stettin/Prenzlau in die A 10. In Richtung der Kilometrierung (im Uhrzeigersinn) münden von außen am Dreieck Spreeau die A 12, am Kreuz Schönefeld die A 13, am Dreieck Potsdam die A 9, am Dreieck Werder die A 2 und am Dreieck Havelland die A 24 in den Berliner Ring. Die Autobahn ist mit dem Berliner Stadtring (A 100) und anderen Teilen Berlins über die A 111 (Kreuz Oranienburg), A 114 (Dreieck Pankow), A 113 (Kreuz Schönefeld) und A 115 (Dreieck Nuthetal, der nördliche Teil ist als AVUS bekannt) verbunden, die von innen in den Ring münden. Die Anschlussstellen Ludwigsfelde-Ost und Berlin-Spandau sowie das Kreuz Oranienburg führen zu autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen.

    Stundeneiche

    Am Kilometer 82,0 zwischen Ludwigsfelde und dem Autobahndreieck Nuthetal stand auf dem Mittelstreifen über ein halbes Jahrhundert die markante „Stundeneiche“. Den Namen erhielt der Baum zu DDR-Zeiten von den Autofahrern auf der stark frequentierten Autobahn, die von dort aus noch ungefähr eine Stunde bis in die Ost-Berliner Innenstadt brauchten. Das Naturdenkmal musste 2004 gefällt werden und wurde von der Künstlerin Franziska Uhl zu einer zweiteiligen Skulptur verarbeitet, die 2005 auf dem Rathausplatz von Ludwigsfelde aufgestellt wurde.

    Niederlehmer Wasserturm

    Der Niederlehmer Wasserturm, dahinter die Autobahn
    Dahme-Brücke mit Niederlehmer Wasserturm

    Ein heute noch bestehendes Wahrzeichen des südöstlichen Ringes ist der Niederlehmer Wasserturm, der kurz hinter der Brücke über die Dahme direkt an der Autobahn steht und die Straße weit überragt. Der 27 Meter hohe Wasserturm wurde 1902 komplett aus Kalksandstein und nach dem Vorbild des Istanbuler Galataturms, einem Christus-Turm aus den Jahren 1348/1349, errichtet.

    Ausbaustandard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die A 10 ist im Ost- und Südteil zwischen dem Dreieck Barnim und dem Dreieck Werder, an dem die A 2 einmündet, sechsstreifig ausgebaut. Vor 1990 war der Abschnitt zwischen den Dreiecken Nuthetal (damals: Abzweig Drewitz) und Potsdam die einzige sechsstreifige Autobahn der DDR. Im nördlichen und westlichen Teil ist die Autobahn derzeit vierstreifig ausgebaut, wobei der Abschnitt zwischen den Dreiecken Werder und Havelland nicht über Standstreifen verfügt.

    Die Tank- und Rastanlage Wolfslake (Ost/West) am westlichen Berliner Ring zwischen der Anschlussstelle Falkensee und dem Dreieck Havelland befindet sich auf den Stellflächen des ehemaligen militärischen Autobahn-Behelfsflugplatzes, der im Zuge des Neubaus 1979 angelegt worden war. Der Bereich der Start- und Landebahn ist auch heute (Stand: 2012) durchgehend betoniert, die Pfosten der Mittelleitplanken sind dort verankert.

    Weiterer Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Nach einer Pressemitteilung des brandenburgischen Verkehrsministers Jörg Vogelsänger vom 1. Februar 2011 soll die Autobahn von der Anschlussstelle Kremmen-Süd an der A 24 über das Dreieck Havelland bis zum Dreieck Barnim im Jahr 2022 durchgehend sechsstreifig befahrbar sein. Damit wird der stark befahrene nördliche Berliner Ring entlastet. Allein bei Oranienburg sind täglich 51.000 Fahrzeuge unterwegs, knapp ein Fünftel davon sind Lkw. Die Gesamtkosten für das Vorhaben sollen sich auf rund 300 Millionen Euro belaufen.

    Im Zuge des Ausbaus wurde das Dreieck Schwanebeck zu einem Autobahnkreuz umgestaltet und zunächst in „Kreuz Barnim“ und kurz danach in "Dreieck Barnim" umbenannt.[2] Die Bezeichnung "Kreuz" wurde in "Dreieck" geändert, da der südliche Anschluss keine Autobahn, sondern die Bundesstraße 2 ist. Die Hauptrichtungsfahrbahn bildet nun der Berliner Ring und nicht die Fahrtrichtung nördlicher Berliner Ring – A 11. Die Anschlussstelle Berlin-Weißensee ist wegen der unmittelbaren Nähe zum Autobahnkreuz entfallen. Stattdessen wurde die B 2 direkt in die A 11 überführt und gleichzeitig die A 11 bis zum Kilometer 2,0 grundhaft aus- und umgebaut. Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 2010 mit umfangreichen Rodungsmaßnahmen im Bereich des Autobahndreiecks Schwanebeck (Baufreimachung) sowie dem Brückenneubau zwischen Weißensee und dem Dreieck Pankow an der A 10. Der erste Spatenstich für den Umbau fand am 5. Mai 2011 statt.[3] Nach einer 29 Monate langen Bauzeit wurde das Autobahndreieck am 11. November 2013 offiziell dem Verkehr übergeben.[4]

    Im Juli 2011 wurde der Planfeststellungsbeschluss für den sechsstreifigen Ausbau von der Anschlussstelle Neuruppin (A 24) bis zur Anschlussstelle Oberkrämer (A 10) einschließlich des Umbaus des Dreiecks Havelland veröffentlicht.[5] Am 17. September 2012 erfolgte der symbolische erste Spatenstich für den Ausbau des Abschnitts Dreieck Havelland–Kremmen. Insgesamt wurde mit Kosten von 52 Millionen Euro gerechnet.[6] Die Europäische Union beteiligte sich daran mit 18 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung an der Finanzierung.[7] Der ausgebaute Abschnitt wurde am 27. September 2014 in Betrieb genommen. Außerdem wurde am 7. Oktober 2015 der ausgebaute Berliner Abschnitt dem Verkehr übergeben.

    Die Strecke zwischen dem Dreieck Nuthetal und dem Dreieck Potsdam wurde seit 2016 achtstreifig ausgebaut und am 4. Juni 2020 dem Verkehr übergeben.[8] Die Baukosten waren mit rund 123 Millionen Euro veranschlagt worden, der Planfeststellungsbeschluss lag seit Januar 2013 vor.[9] Für die Raststätte Michendorf sind 61 zusätzliche Lkw-Stellplätze entstanden.[10] Die Aufforstungen als Ausgleichsmaßnahme für die Umwelt wurden nach Beschwerden einer Bürgerinitiative aus Michendorf ortsnah ausgeführt, statt wie ursprünglich geplant bei Ribbeck oder Thyrow,[11] ebenfalls wurde inzwischen die Verwendung von offenporigem Asphalt (Flüsterasphalt) bei Michendorf in die Planung mit aufgenommen.[12] Auf den zu errichtenden Lärmschutzwänden waren ursprünglich Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 7,5 MWp geplant.[13] Das Vergabeverfahren zur Errichtung dieser „Solarlärmschutzwände“ startete im September 2013, hierfür sollte ein privater Investor gefunden werden. Dieser sollte die Kosten zur Erhöhung der ursprünglich vorgesehenen sechs bis acht Meter hohen Lärmschutzwände auf etwa zehn Meter tragen und die dabei anfallenden Mehrkosten über die Vermarktung des Solarstroms wieder zurückerhalten.[14] Nachdem sich kein Investor hierfür fand, galt das Vorhaben zur Errichtung der Photovoltaikanlagen und der Erhöhung der Schallschutzwände als gescheitert. Der Baubeginn für den Abschnitt erfolgte mit dem offiziellen ersten Spatenstich am 31. März 2016, die Kosten wurden mit 150 Millionen Euro angegeben.[15]

    Der sechsstreifige Ausbau des Abschnitts zwischen dem Dreieck Werder und dem Dreieck Havelland ist im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 als weiterer Bedarf mit Planungsrecht ausgewiesen. Im Bundesverkehrswegeplan 2003 befand sich der Abschnitt zwischen dem Dreieck Werder und Groß Kreutz noch im vordringlichen Bedarf. Allerdings wurden die Ersatzneubauten der Brücke über den Zernsee zwischen den Anschlussstellen Phöben und Leest sowie der Doppelbrücke über den Havelkanal zwischen den Anschlussstellen Brieselang und Falkensee bereits sechsstreifig errichtet, wobei derzeit nur zwei Fahrstreifen je Richtung freigegeben sind. Des Weiteren ist das Überführungsbauwerk der neu gebauten Bundesstraße 5 im Bereich der Anschlussstelle Berlin-Spandau für den Ausbau vorbereitet worden.

    Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Commons: Bundesautobahn 10 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Vom Stettiner Abzweig zum Dreieck Barnim. (PDF) Abgerufen am 21. Januar 2016.
    2. Aus AD Schwanebeck wird AD Barnim. Land Brandenburg, Landesbetrieb Straßenwesen, abgerufen am 28. Mai 2012.
    3. 1. Spatenstich. (Nicht mehr online verfügbar.) Land Brandenburg, Landesbetrieb Straßenwesen, archiviert vom Original am 19. Februar 2013; abgerufen am 7. April 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ls.brandenburg.de
    4. Freie Fahrt am neuen Autobahndreieck Barnim. Abgerufen am 30. Dezember 2017.
    5. Planfeststellungsbeschluss für den 6-streifigen Ausbau der Bundesautobahn (BAB) 24 und der BAB 10. (Nicht mehr online verfügbar.) Land Brandenburg, Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 26. Juli 2011, archiviert vom Original am 13. Mai 2012; abgerufen am 6. April 2012.
    6. Spatenstich für leistungsfähiges Autobahndreieck Havelland. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 17. September 2012, archiviert vom Original am 23. September 2012; abgerufen am 2. Oktober 2012.
    7. Weitere EU-Mittel für den Ausbau der A 10 gesichert. (Nicht mehr online verfügbar.) Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 29. Mai 2012, ehemals im Original; abgerufen am 10. Juni 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bmvbs.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
    8. DEGES: A 10, südlicher Berliner Ring: achtstreifiger Ausbau
    9. A10 zwischen Potsdam und Nuthetal wird achtspurig. In: Märkische Allgemeine. 31. Januar 2013, archiviert vom Original am 12. April 2013; abgerufen am 1. Februar 2013.
    10. Kleine Anfrage im Landtag Nr. 481 (Drucksache 5/1127) [1]
    11. Jens Steglich: Mehr Grün für Michendorf. Geänderte Autobahnpläne liegen ab 27. Februar aus. Baubeginn an A 10 nicht vor 2013. In: Märkische Allgemeine, 4. Februar 2012.
    12. Hagen Ludwig: Pläne zum A10-Ausbau überarbeitet Kritik an Antworten auf Einwendungen. In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 23. März 2011.
    13. DEGES: A 10 Berliner Ring, AD Nuthetal–AD Potsdam – Achtstreifige Erweiterung „Photovoltaik Plus Lärmschutz A 10“ (PDF; 1,9 MB)
    14. Pilotprojekt: „Lärmschutz an der A 10“: Vogelsänger und Bomba starten Investorensuche. Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, 18. September 2013, abgerufen am 25. September 2013.
    15. Der südliche Berliner Ring wird bis 2020 echt großspurig. In: B.Z. 5. April 2016, abgerufen am 10. Oktober 2016.