Bundesautobahn 252

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Bundesautobahn 252 in Deutschland
Bundesautobahn 252
Karte
Verlauf der A 252
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Georgswerder
(53° 31′ N, 10° 0′ O)
Straßenende: Kreuz Hamburg-Süd
(53° 31′ N, 10° 2′ O)
Gesamtlänge: 1,5 km

Bundesland:

Status: vierspurig, Herabstufung zur B75 geplant
Markierung A252 Hamburg-Sued 01.jpg
Markierung A252

Die Bundesautobahn 252 (Abkürzung: BAB 252) – Kurzform: Autobahn 252 (Abkürzung: A 252) – ist ein kurzes Stück Autobahn in Hamburg. Mit einer Streckenlänge von 1,5 km ist sie die kürzeste Autobahn Deutschlands.[1]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 252 zweigt von der A 255 in Richtung Westen ab. Von dort aus geht sie direkt über in die Wilhelmsburger Reichsstraße (B 4, B 75), die zwar ebenfalls vierspurig, aber nicht im üblichen Autobahnstandard ausgebaut ist und schließlich in die A 253 übergeht.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausschilderung auf der Autobahn ist zwar wie auf Bundesautobahnen üblich, jedoch wird die A 252 nie genannt; in Richtung Süden ist sie als B 75, in Richtung Norden als B 4 und B 75 ausgeschildert.[2] Auf der A 253 ist es dasselbe[3], sodass die gesamte Straße zwischen dem Süden Harburgs und dem Kreuz Hamburg-Süd wie eine einzige Autobahn wirkt, die allerdings nur aus Bundesstraßen besteht.

Ausbauplanungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pläne zum Ausbau zur Hafenquerspange (bis 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Bildung des Senats von CDU und GAL nach den Hamburger Bürgerschaftswahlen 2008 war vorgesehen, die A 252 als so genannte Hafenquerspange durch die Elbinsel Wilhelmsburg/Kleiner Grasbrook und das Hafengebiet zu verlängern und im Westen an die A 7 anzuschließen. Im Auftrag des Hamburger Senats erarbeitete die stadteigene Realisierungsgesellschaft (ReGe) Planungen entlang der vom Bund vorgegebenen Linienbestimmung. Dabei sollten auch eine Untertunnelung des Köhlbrands sowie eine Untertunnelung des Spreehafens geprüft werden.

Gegen die Planung einer Stadtautobahn durch den Hafen und über die Elbinsel gibt es erhebliche Kritik, weil sie die Entwicklung der Elbinsel, die auch nach dem Willen der Stadt aufgewertet werden soll (Internationale Bauausstellung 2013, „Sprung über die Elbe“), gefährdet. Zudem wird ihre Notwendigkeit bezweifelt, weil die Engpässe der Verbindungen wesentlich durch die Freihafen-Zollstationen und nicht durch fehlende Fahrspuren verursacht sind.

Die Baukosten für diesen ca. 8 km langen Lückenschluss sollten nach den Planungen circa 500 Mio. Euro betragen. Anfang 2008 wurden die Kosten seitens der zuständigen Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt auf circa 1 Mrd. Euro veranschlagt. Laut Bundesverkehrsministerium befindet sich derzeit (Anfang 2009) eine Machbarkeitsstudie im Auftrag des Bundesverkehrsministerium in der Endredaktion. In ihr sollte u. a. geprüft werden, ob eine Mitfinanzierung durch einen privaten Betreiber nach dem Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetz möglich ist. Dann würde nicht nur auf der Hafenquerspange, sondern auch der parallel verlaufenden Köhlbrandbrücke und möglicherweise erheblich mehr Straßen, die durch die Elbinsel führen, eine Maut nicht nur für LKW, sondern auch für PKW erhoben werden. Der damalige Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt erklärte in Übereinstimmung mit dem damaligen Chef der ReGe am 17. Januar 2008, dass nicht zu erwarten sei, dass die Studie eine Machbarkeit nach dem Maut-Modell feststellen würde.

Aufgabe der Pläne zugunsten der A 26[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Hafenpassage

Der Hamburger Senat hat am 23. Februar 2010 in einer Senatsdrucksache mitgeteilt, dass er den Antrag auf eine neue Linienbestimmung durch den dafür zuständigen Bund stellt. Die zuständige Senatorin Anja Hajduk (GAL) hat am 5. März 2009 die Ergebnisse eines Gutachtens der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und Baugesellschaft mbH (DEGES) vorgestellt und diese zur Grundlage der Position ihrer Behörde erklärt. Danach soll die A 26 als so genannte Hafenpassage über ein Autobahnkreuz Moorburg (A 7/A 26), über eine Hochbrücke über die Süderelbe zur Insel Kattwyk und weiter durch Wilhelmsburg bis zur A 1 verlängert werden. Sie soll die Wilhelmsburger Reichsstraße kreuzen, allerdings ohne eine Abfahrtmöglichkeit von der Hafenquerspange auf die Wilhelmsburger Reichsstraße nach Norden.[4] Gegen das Vorhaben gibt es aus stadtentwicklungspolitischen Gründen erheblichen Protest in der Bevölkerung.

Am 23. Februar 2010 beschloss der Hamburger Senat, eine neue Linienbestimmung beim Bund zu beantragen. Danach soll die Hafenpassage von der A 7 in Hamburg-Moorburg durch Hamburg-Wilhelmsburg bis zur A 1 in Hamburg-Kirchdorf geführt werden. Eine Verbindung zur A 252 gäbe es damit nicht mehr.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. eAUTOBAHN.de
  2. A 252. Autobahn-Bilder, abgerufen am 7. September 2015.
  3. A 253. Autobahn-Bilder, abgerufen am 7. September 2015.
  4. Verkehrsrundschau, 5. März 2009: Hamburger Hafenquerspange soll als Südvariante gebaut werden
  5. hamburg.de, Senat der FHH, Neue Linienbestimmung für Hafenquerspange, Senat beantragt beim Bund südlichen Trassenverlauf, abgerufen am 5. August 2010

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 252 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien