Bundesautobahn 36

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Bundesautobahn 36 in Deutschland
Bundesautobahn 36
Karte
Verlauf der A 36
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Braunschweig-Melverode
(52° 14′ N, 10° 32′ O)
Straßenende: Bernburg (Saale)
(51° 48′ N, 11° 41′ O)
Gesamtlänge: 125 km

Bundesland:

Ausbauzustand: vierstreifig
Status: Hochstufung von B6 und Umwidmung von A395 ab 2018 geplant
Bundesstraße B6n.JPG
künftige A 36 bei Quedlinburg, hier noch als Bundesstraße 6.

Bundesautobahn 36 (Abkürzung: BAB 36) – Kurzform: Autobahn 36 (Abkürzung: A 36) –, umgangssprachlich auch als Harz-Highway oder Nordharzautobahn bezeichnet, ist die künftige Bezeichnung für die bestehende, umgangssprachlich Bundesstraße 6n genannte, vierstreifig ausgebaute autobahnähnliche Straße in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, sowie die aktuelle Bundesautobahn 395, die in ihr aufgehen wird. Sie wird vom Autobahnkreuz Braunschweig-Süd über das Autobahndreieck Vienenburg (Beginn der analog vorgesehenen Bundesautobahn 369) bis zum Autobahnkreuz Bernburg (Saale) und damit zur A 14 verlaufen.[1]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlauf der Bundesautobahn 36 nimmt seinen Anfang künftig in Braunschweig, denn die von dort kommende Bundesautobahn 395 nach Vienenburg im südöstlichen Niedersachsen wird 2018 ebenfalls zur A 36 umgewidmet. Sie wird somit die in den 1980er und 1990er Jahren errichtete A 395 ablösen.[2][3]

Nach Verlassen des Braunschweiger Stadtgebietes zweigt die B 79 an der AS Wolfenbüttel-Nord nach Wolfenbüttel ab. Weiter verläuft die künftige A 36 um die Stadt Wolfenbüttel. Es schließt sich eine Durchfahrt erst durch das Fümmelser Holz, den Oderwald und dann des sehr hügeligen Gebietes von Schladen nach Vienenburg an.

Am Dreieck Vienenburg zweigt die Bundesautobahn 369 (Bundesstraße 6 bis AD Bad Harzburg nach der vorgesehenen Aufstufung) nach Westen in Richtung Goslar/Bad Harzburg ab, während die A 36 nun östlich verläuft und nach wenigen Kilometern das Bundesland Niedersachsen verlässt. Entlang des Nordharzrandes führt die Strecke an den Städten Wernigerode, Blankenburg (Harz), Quedlinburg und Aschersleben vorbei, bis sie nach 89 Kilometern westlich von Bernburg (Saale) in die Bundesautobahn 14 mündet bzw. als Bundesstraße 6 in Richtung Osten fortgeführt wird.

Ausbauzustand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 36 wird nicht direkt an das Autobahnkreuz mit der A 39 angeschlossen sein, sondern erst etwa 200 Meter danach beginnen. Dazwischen ist die Straße zwar vierstreifig und beide Richtungsfahrbahnen sind baulich getrennt, sodass sie den Eindruck einer Autobahn erweckt, aber es gibt im Beschleunigungs-/Verzögerungsstreifen zwischen dem AK Braunschweig-Süd und der AS Braunschweig-Melverode je eine Ein- und Ausfahrt zu einem großen Autohaus samt Tankstelle, welche nicht kreuzungsfrei ausgeführt werden können. Zudem gibt es bis zur AS Braunschweig-Heidberg keinen Seitenstreifen.

Der Regelquerschnitt im 4-streifigen Abschnitt östlich des Dreiecks Vienenburg beträgt 26 m (RQ 26,00), das heißt, es werden vier Fahrstreifen zu 3,50 m (zwei für jede Richtung) vorgehalten, dazu ein 3 m breiter Mittelstreifen. Der Standstreifen ist 2 m breit, das Bankett 2 m. Zwischen Stand- und Fahrstreifen sowie Überholfahr- und Mittelstreifen sind jeweils 0,50 m breite Markierungen eingeplant.[4] Dieser Querschnitt war aufgrund der RAS-Q zu Baubeginn als kleinstmöglicher Querschnitt einer Autobahn in Deutschland zugelassen, mit der Einführung der RAA im Jahr 2008 müssen Straßen jedoch den Regelquerschnitt 28 erfüllen, um als Autobahn ausgezeichnet werden zu können (der Unterschied liegt im jeweils 0,50 m breiteren Seitenstreifen sowie den um ein Drittel verbreiterten Mittelstreifen).

Die A 36 wird außerdem neben der A 40 und der A 562 die einzige Autobahn in Deutschland sein, bei der abschnittsweise in der Mitte, also zwischen den beiden Fahrbahnen, eine Stadt- bzw. Straßenbahn verläuft (zwischen dem Autobahnkreuz BS-Süd und der Anschlussstelle BS-Heidberg). Dazwischen befindet sich an der Anschlussstelle BS-Melverode die Straßenbahnhaltestelle HEH-Kliniken (bis 2008 Leipziger Straße), von der ein Fußgängertunnel unter der Autobahn wegführt.

Die bauliche Auslegung des Autobahndreiecks Vienenburg zwingt den Autobahnfahrer zur Nutzung einer Ausfahrt, sofern er auf der Autobahn verbleiben möchte. Diese Bauform wird auch TOTSO genannt. Diese Bauweise ist nicht absichtlich gewählt, da das Dreieck ursprünglich für die von Westen nach Osten führende Bundesstraße 6 mit der Einmündung des Endstücks der Bundesautobahn 395 vorgesehen war, ab 2018 aber die Trasse östlich des Dreiecks und nördlich der Einmündung eine Autobahn bilden wird.

Das Bauprojekt vom Dreieck Vienenburg / BAB 395 bis zum Kreuz Bernburg / BAB 14 wird als B6n bezeichnet. Insgesamt sind auf diesem Verlauf 111 Brückenbauwerke, 21 Anschlussstellen sowie drei P-WC-Anlagen errichtet worden.[5] Tank- und Rastanlagen in den Planungen nicht mit inbegriffen, jedoch wurde solch eine Anlage seit November 2011 unmittelbar an der Abfahrt Quedlinburg-Zentrum gebaut, und 2012 eröffnet.

Bauabschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelquerschnitt 26, wie er auf der A36 im Bereich A369–A14 vorherrscht
Nummer Strecke Länge Baubeginn Verkehrsfreigabe Aktuelle
Widmung
AK Braunschweig-Süd – AS Braunschweig-Stöckheim   1984 A395
AS Braunschweig-Stöckheim – AS Wolfenbüttel-West 07,4 km   1980
AS Wolfenbüttel-West – AS Wolfenbüttel-Süd 01,7 km   1983
AS Wolfenbüttel-Süd – AS Schladen-Nord  Dez. 1994
AS Schladen-Nord – AS Lengde 05,3 km   1988
AS Lengde – AS Osterwieck/Vienenburg 04,3 km   1980
AS Osterwieck/Vienenburg – AD Vienenburg (− A 369) 00,8 km   1972
01 AD Vienenburg – Landesgrenze Niedersachsen/Sachsen-Anhalt 02,7 km  Apr. 2000   2001 B6
02 Landesgrenze Niedersachsen/Sachsen-Anhalt – AS Stapelburg 06,2 km  Okt. 1997 02. Okt. 2001
03 AS Stapelburg – östlich AS Wernigerode Nord 08,1 km  Okt. 1997  Juli 2000
04 östlich AS Wernigerode-Nord – K 1346 bei Benzingerode 07,5 km  Apr. 2000  Juli 2002
05 K 1346 bei Benzingerode – AS Heimburg 05,0 km  Sep. 2002 16. Dez. 2003
06 AS Heimburg – östlich AS Blankenburg-Nord 02,9 km  Sep. 2002  Dez. 2004
07 östlich AS Blankenburg-Nord – AS Thale (Ortsumgehung Blankenburg) 05,6 km  Juni 2004 30. Sep. 2005
08.1 AS Thale – AS Quedlinburg-Zentrum 09,0 km   2004 13. Sep. 2006
08.2 AS Quedlinburg-Zentrum – AS Quedlinburg-Ost 04,2 km 26. Sep. 2005 01. Dez. 2007
09.1 AS Quedlinburg-Ost – AS Hoym 10,3 km 01. Nov. 2006 06. Dez. 2007
09.2 AS Hoym – AS Aschersleben-West 04,3 km   2004 17. Mär. 2006
10 AS Aschersleben West – östlich AS Aschersleben-Nord 05,5 km  Sep. 2000 06. Dez. 2002
11 östlich AS Aschersleben-Nord – Aschersleben-Ost 03,8 km  Mär. 2003 18. Dez. 2003
12 östlich AS Aschersleben-Ost – Ortsverbindungsstraße Strummendorf 01,7 km  Mär. 2004 17. Dez. 2004
13.1 Ortsverbindungsstraße Strummendorf – östlich AS Güsten 02,8 km   2005 02. Sep. 2008
13.2 östlich AS Güsten – AS Ilberstedt 05,7 km 30. Juni 2008 04. Dez. 2009
13.3 AS Ilberstedt – A 14 03,5 km  Apr. 2010 19. Dez. 2011[6]
Einzelnachweise: [7][4][8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprüngliche Planung in den Jahren 1971 bis 1980[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ siehe: Bundesautobahn 36 (frühere Planung)

Planung und Bau der als Bundesautobahn 36 vorgesehenen Trasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der deutschen Wiedervereinigung fand die Strecke Bad Harzburg–Bernburg als vierstreifige autobahnähnliche B 6n Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 1992. Im Bedarfsplan des Vierten Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 15. November 1993 (BGBl. 1993, Teil I, S. 1877) war die B 6n beginnend am Dreieck Bad Harzburg über Quedlinburg zur A 14 nordwestlich von Bernburg und südwestlich von Bernburg an die A 14 anknüpfend weiter nach Dessau im vordringlichen Bedarf vorgesehen. Der Bau als Bundesstraße ist aus Anschlussgründen erfolgt: So erlaubte die Auslegung als autobahnähnliche Bundesstraße anstelle einer Bundesautobahn kürzere Abstände zu den einzelnen Steckenabfahrten.[9]

Eine Autobahntrassierung zwischen Hameln und Goslar/Bad Harzburg, wie es in der einstigen Planung vor 1980 vorgesehen war, ist nicht im Bundesverkehrswegeplan 1992 enthalten gewesen.

1997–2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bundesverkehrswegeplan 2003 war eine Autobahnverbindung zwischen Hameln und Goslar weiterhin nicht enthalten. Die Verbindung Bad Meinberg – Holzminden – Rhüden (B 239n/B 82n) ist ebenfalls in diesem Plan nicht vorgesehen. Einzig der Bau der zweistreifigen und 8,2 Kilometer langen OU Langelsheim/Astfeld im Zuge der B 82 war als laufendes bzw. fest disponiertes Vorhaben in den Bundesverkehrswegeplan 2003 eingestellt, wobei 4,1 Kilometer bereits 2000 fertiggestellt worden waren und im Jahr 2003 die Reststrecke dem Verkehr übergeben wurde.

Die Verbindung von Vienenburg bis Bernburg wurde schrittweise zwischen 1997 und 2011 errichtet. Als erstes Teilstück wurde im Juli 2000 der Planungsabschnitt 3 zwischen den Anschlussstellen Stapelburg und Wernigerode-Nord realisiert. Der westliche Anschluss an die damals noch bis zum Bad Harzburger Dreieck führende A 395 wurde realisiert, indem eine kurze Windung der Autobahn nach Osten geschickt als Ansatz für eine Abzweigung in diese Richtung genutzt wurde. Das daraus resultierende Autobahndreieck Vienenburg wurde zusammen mit dem Planungsabschnitten 1 und 2 am 2. Oktober 2001 dem Verkehr freigegeben; gleichzeitig wurde – um einen besseren Zusammenhang der neuen Streckenführung zu ermöglichen – die A 395 zwischen dem AD Vienenburg und dem AD Bad Harzburg zur B 6 umgewidmet, sodass sich der Beschilderung nach eine vierspurige Autobahn zwischen Goslar, Bad Harzburg und Bernburg ergab.

Die Fortsetzung bis zur A 14 wurde sukzessive in den 2000ern und frühen 2010ern realisiert. Bis 2005 konnten Wernigerode und Blankenburg, bis 2007 auch Quedlinburg und Aschersleben in einem zusammenhängenden Verlauf erschlossen werden. Seit dem 11. Juli 2007 bestand für alle 13 Abschnitte bis zur Bundesautobahn 14 Baurecht.[10] Mit der Fertigstellung des Planabschnitts 13.3 zwischen der Anschlussstelle Ilberstedt und der A 14 am 19. Dezember 2011 wurden die Bauarbeiten abgeschlossen. Eine Weiterführung nach Osten über Köthen zur A 9 wurde aufgrund einer zu geringen prognostizierten Verkehrsrate nur als Kraftfahrstraße im 2+1-System realisiert (siehe auch: Bundesstraße 6n: Bernburg–Köthen–A9).

Die Strecke wurde zwischen dem AD Vienenburg und der AS Bernburg als B 6 sowie zwischen der AS Aschersleben-West und der AS Bernburg zusätzlich als B 185 gewidmet. In Anspielung auf die Südharzautobahn (A 38) etablierte sich ab diesem Zeitpunkt die Trivialbezeichnung Nordharzautobahn beziehungsweise Nordharzschnellstraße.

Gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Bereich 13.3 (zwischen Ilberstedt und der A 14) wurde Klage beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Dieser Rechtsstreit endete am 5. November 2008 mit einem vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich einvernehmlich.[11]

2011–2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 berichtete die Leipziger Volkszeitung über Pläne der Landesregierung von Sachsen-Anhalt, die B 6n zur Aufstufung zur Bundesautobahn vorzuschlagen, woraufhin etwa ein Jahr später im November 2012 die Aufstufung der B 6n zwischen der A 14 und der Landesgrenze Sachsen-Anhalt/Niedersachsen offiziell beantragt wurde.[12][13] Zur möglichen numerischen Bezeichnung dieser Autobahn machte die Landesregierung zu diesem Zeitpunkt keine Angaben.

Zwar wurde über die Aufnahme der A 36 in den Bundesverkehrswegeplan 2030 ab Februar 2016 diskutiert, aber auch in der publik gewordenen Endversion findet eine Bundesautobahn 36 weder in seinem ursprünglich geplanten Verlauf noch als „kleine“ östliche Realisierung durch die Aufstufung der B 6n Erwähnung.[14] Hingegen ist eine Erweiterung der östlich des Kreuzes Bernburg anschließenden unaufzustufenden B 6n von Köthen bis zur Bundesautobahn 9 südlich von Dessau-Roßlau als fest disponiert in der Planung enthalten, wobei der Abschnitt östlich der Bundesautobahn 9 vierstreifig geplant ist.[15]

Ankündigung der Aufstufung der B 6 zur Bundesautobahn 36[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Juni 2016, nach Ablauf der Frist des öffentlichen Beteiligungsverfahrens im Zuge des Bundesverkehrswegeplans 2030, stimmte der Kreistag des Landkreises Harz mit großer Mehrheit für die Heraufstufung der B 6, infolgedessen der Landrat beauftragt wurde, eine Stellungnahme zu dem Bundesverkehrswegeplan abzugeben.[16]

Im März 2017 wurde bekannt, dass die bestehende, umgangssprachlich Bundesstraße 6n genannte, vierstreifig ausgebaute autobahnähnliche Straße Teil der B 6 von der A 395 bei Vienenburg bis Autobahnkreuz zur A 14 zur A 36 heraufgestuft werden wird. Ministerpräsident Reiner Haseloff teilte hierzu mit, dass die Aufwertung zur A 36 nach dem Abschluss letzter Abstimmungen zwischen dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt erfolge.[17]

Besondere Hoffnung wird hierbei insbesondere seitens der Politik auf den reinen Statuseffekt gelegt, da einerseits die Präsenz einer Bundesautobahn anstelle einer gelben Autobahn einen zusätzlichen Standortvorteil für den Nordharz darstelle und andererseits einige Navigationssysteme schnellere Ankunftszeiten anzeigen würden. Beides solle letztendlich zu einer besseren wirtschaftlichen und touristischen Vermarktung der Region beitragen.[18] Tiefgreifende Umbauten durch die Aufstufung sind nicht notwendig, gleichwohl schlägt die Umrüstung der Beschilderung beim Bund mit etwa zwei Millionen Euro zu Buche. Ende Januar 2018 wurde bekannt, dass vor der Umstufung noch die Überprüfung der Tragfähigkeit der Schilderbrücken ausstünde und daher sich die Umbenennung verzögert.[19]

Eingliederung der Bundesautobahn 395[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Straßenbahn-Haltestelle Sachsendamm auf die künftige A 36, hier als A 395

Eine weitere entscheidende Entwicklung wurde am 21. Juli 2017 bekanntgegeben. Der sachsen-anhaltische Minister für Landesentwicklung und Verkehr Thomas Webel kündigte an, dass die A 36 nicht wie zunächst vorgesehen am Autobahndreieck Vienenburg in Niedersachsen beginnen und damit in die Bundesautobahn 395 und die verbleibende Bundesstraße 6 abzweigen werde (vergleiche A 46 und A 445 in Nordrhein-Westfalen), sondern auch die A 395 umfasst und somit bis zum Autobahnkreuz Braunschweig-Süd verlaufen wird. Absprachen mit dem Land Niedersachsen seien dazu allerdings bezüglich der Zuständigkeiten der Autobahnmeistereien und Abfahrtsnummerierung notwendig.

Im Zuge des Anschlusses der in Richtung Sachsen-Anhalt führenden Bundesstraße 6n wurde die A 395 im Jahr 2001 vom Autobahndreieck Vienenburg bis zur AS Bad Harzburg auf einer Strecke von sieben Kilometern herabgestuft. September 2017 forderte der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies in einem Schreiben an Dobrindt, auch diesen Abschnitt wieder heraufzustufen, was im Januar 2018 offiziell unter der Bezeichnung Bundesautobahn 369 verlautbart wurde.[20]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Bau der künftigen Autobahnsegmente kostete (Stand: 2007) rund 475 Millionen Euro, wovon 150 Millionen Euro von der Europäischen Union getragen wurden.
  • Durch den laufenden, unterirdischen Abbau von Salz in der Region um Ilberstedt senkte sich der Boden unter dem Straßenfundament um fast 2,3 Meter ab. Eine Senkung des Bodens um bis zu sieben Meter bis zum Ende des Jahrhunderts wird prognostiziert, der Salzabbau wird voraussichtlich bis etwa 2050 stattfinden. Durch die daraus resultierende geologische Überwachung der Straße wird die kommende Autobahn jetzt schon scherzhaft als „bestüberwachte Straße Sachsen-Anhalts“ bezeichnet.[21]
  • Ursprünglich war für den Abschnitt vom AK Braunschweig-Süd bis AD Vienenburg die Bezeichnung Bundesautobahn 369 vorgesehen.[22] Dieselbe Nummerierung ist für die Bundesstraße 6 westlich des AD Vienenburg für 2019 vorgesehen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 36 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. mz-web.de: Nordharzautobahn wird zur A36 | MZ-ONLINE.DE. (mz-web.de [abgerufen am 30. März 2017]).
  2. B6 wird A36: Siebte Autobahn für Sachsen-Anhalt beschlossen. In: volksstimme.de, aktualisiert am 21. Juli 2017, abgerufen am 22. Juli 2017.
  3. B6 wird A36: Siebte Autobahn für Sachsen-Anhalt beschlossen. In: mdr.de, aktualisiert am 21. Juli 2017, abgerufen am 4. August 2017.
  4. a b Bauheft 2011: Pressemitteilung des BMVBS vom 11. März 2011 (Memento vom 13. Juni 2004 im Internet Archive) (PDF; 6,2 MB)
  5. Vorhabenbeschreibung B6n (Memento vom 13. Juni 2004 im Internet Archive)
  6. Verkehrsfreigabe B6n 2011 - tib-md. Abgerufen am 16. Februar 2018.
  7. div. Seiten, abgerufen am 16. August 2010 (Memento vom 13. Juni 2004 im Internet Archive)
  8. Neubau von Bundesautobahnen. Zusammenstellung der Verkehrsfreigaben seit 1950. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 16. Februar 2018.
  9. Der Überblick: Die B6 – 6 Fragen und Antworten zur Bald-Autobahn | MDR.DE. In: Mitteldeutsche Zeitung. 31. März 2017, abgerufen am 6. Juli 2013 (Überblicksseite).
  10. ddp Basisdienst: Baugenehmigung für neue Abschnitte der Bundesstraße 6n erteilt, 11. Juli 2007
  11. Bundesverwaltungsgericht: Pressemitteilung 76/2008: Weiterer Lärmschutz beim Bau der B 6n bei Güsten/Ilberstedt, 5. November 2008
  12. lvz.de: Für 2 Millionen Euro: Bundesstraße 6 im Harz wird zur Autobahn. In: Leipziger Volkszeitung. (lvz.de [abgerufen am 6. Juli 2017]).
  13. Rochus Görgen: Bundesstraße soll offiziell zur Nordharzautobahn werden. In: Mitteldeutsche Zeitung. 8. Mai 2012, abgerufen am 4. August 2017 (Internetbeitrag).
  14. mdr.de: Wird Bundesstraße 6 nun bald zur Autobahn? (mdr.de [abgerufen am 4. August 2017]).
  15. Bundesverkehrswegeplan 2030 – Projekt B6n-G12-ST-T1 auf www.bvwp-projekte.de, abgerufen am 27. Juni 2017.
  16. Kreistag Harz beschließt: B6 soll Autobahn werden | MZ-WEB.DE. In: Mitteldeutsche Zeitung. 31. März 2017, abgerufen am 6. Juli 2013 (Zeitungsartikel).
  17. mz-web.de: Nordharzautobahn wird zur A36 | MZ-ONLINE.DE. (mz-web.de [abgerufen am 30. März 2017]).
  18. mdr.de: Infrastruktur: B6 wird zur Autobahn hochgestuft | MDR.DE. (mdr.de [abgerufen am 30. März 2017]).
  19. Martin Pelzl: Umbenennung in A 36 verzögert sich. In: Leipziger Volkszeitung. Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG, 30. Januar 2018, abgerufen am 15. Februar 2018.
  20. B6: Autobahn auch im Westharz | GZ Live auf live.goslarsche.de, abgerufen am 11. Oktober 2017.
  21. lvz.de: Auf Salz gebaut – Autobahn sackt und sackt. (lvz.de [abgerufen am 8. Juni 2017]).
  22. autobahnatlas-online.de