Bundesautobahn 524

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Bundesautobahn 524 in Deutschland
Bundesautobahn 524
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 17 km
  davon in Betrieb: 7 km
  davon in Bau: 1,5 km
  davon in Planung: 9 km

Bundesland:

Die Bundesautobahn 524 (Abkürzung: BAB 524) – Kurzform: Autobahn 524 (Abkürzung: A 524) – ist eine sieben Kilometer lange[1] Autobahn, die von Duisburg-Rahm zum Autobahndreieck Breitscheid führt. Sie ist in den 1980er Jahren aus der Bundesstraße 288 (B 288) hervorgegangen, die seinerzeit von Krefeld vollständig bis zum Autobahndreieck Breitscheid führte.

Der Ausbau der zuvor vierstreifigen B 288 zur A 524 von Rahm aus in westlicher Richtung bis zum neuen Autobahnkreuz Duisburg-Süd wurde vom Jahr 2010 bis November 2014 durchgeführt; dieser Abschnitt wurde im Bundesverkehrswegeplan als „vordringlicher Bedarf“ geführt.[2] Das östliche Teilstück vom derzeitigen Autobahnende bis zum neuen Kreuz sollte zusammen mit dem Kreuz im Jahr 2013 eröffnet werden, der Anschluss an die neue B 8 sollte bereits 2012 fertiggestellt sein.[3]

Die A524 endet nun am Autobahnkreuz Duisburg-Süd, in dem sie in die B288 übergeht und sich mit der A59/B288 kreuzt. Seit November 2014 sind alle Herkunftsrichtungen des Autobahnkreuzes mit allen Zielrichtungen verbunden (Düsseldorf, Duisburg, Krefeld, Essen/Autobahndreieck Breitscheid), lediglich einige Fahrbahnmarkierungen fehlen noch.

Ausblick[Bearbeiten]

Der Ausbau des restlichen Stücks der B 288 über den Rhein bis zur A 57 gehört lediglich zum „weiteren Bedarf” und ist daher zurzeit noch in Planung; mit dem Bau wird nicht vor 2015 begonnen.[2] Dabei wird zusätzlich zur vorhandenen denkmalgeschützten Krefeld-Uerdinger Brücke eine neue Rheinbrücke benötigt. Die Durchquerung Mündelheims soll wahrscheinlich als Trog oder Tunnel ausgeführt werden.[2][4]

Auswirkungen[Bearbeiten]

Zu den Auswirkungen[5] der neuen A 524 gehört die Aufhebung der bisherigen Geschwindigkeitsbegrenzung in Höhe der Angermunder Straße (Duisburg-Rahm). Rahm wird bereits von einer Schnellfahrstrecke der Deutschen Bahn durchquert, auf der Züge mit bis zu 200 km/h fahren. Die hierdurch bereits bestehende Lärmbelastung wird durch die Aufhebung noch verstärkt.

Eine weitere Auswirkung war der Abbruch der alten Ölmühle am Verloher Kirchweg. Diese fristete zuvor ein Schattendasein. Trotz starker baulicher Veränderungen besaß sie einen mittelalterlichen Kern, der archäologisch nur unzureichend erforscht ist. Vermutet werden dort unter anderem Teile der alten Ölmühlentechnik. Der Abriss der oberirdischen Gebäudeteile erfolgte im Mai 2014.

Auf der anderen Seite erhöht der Ausbau der B 288 zur A 524 die Verkehrssicherheit, weil die Fahrtrichtungen nun durch einen Mittelstreifen getrennt werden und ein Seitenstreifen zur Verfügung steht. Neue Lärmschutzwände sollen die Anwohner vor den Immissionen des Autoverkehrs schützen. Als Ausgleich für den Eingriff in die Natur legt Straßen.NRW 32 Hektar so genannter Ausgleichsflächen an.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis 2003 war auch ein Teil der Anschlussstelle Krefeld-Oppum der A 57 als A 524 benannt. Hier sollte sich die A 57 mit der A 524 kreuzen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Google Earth
  2. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMartin Ahlers: Ausbau der B 288 - Kreative Planungsarbeit gefragt. In: Der Westen. 5. Mai 2009, abgerufen am 17. Mai 2009.
  3. http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/sued/der-ausbauplan-fuer-das-neue-kreuz-duisburg-sued-id3951908.html
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMartin Ahlers: Mündelheim - Das Dorf will für seinen Charakter kämpfen. In: Der Westen. 11. Mai 2009, abgerufen am 17. Mai 2009.
  5. Lückenschluss B8n/Ausbau B288. In: NORD•BOTE. Nr. 7, Jahrgang 23, 23. April 2010. Dietmar Oelsner (Hrsg.), Düsseldorf-Angermund. O. ISSN.
  6. Amtsblatt der Bez.-Reg. Düsseldorf, Jahrgang 2003 Nr. 49

Weblinks[Bearbeiten]