Bundesautobahn 83

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-A
Bundesautobahn 83 in Deutschland
Bundesautobahn 83
Karte
Verlauf der A 83
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland

Bundesland:

1975 - 1979: Baden-Württemberg 1992 - 1993: Sachsen

Status: Planung in Baden Württemberg verworfen,
teilweise als B27 ausgeführt; in Sachsen als A72 im Bau bzw. fertiggestellt

Bundesautobahn 83 (Abkürzung: BAB 83) – Kurzform: Autobahn 83 (Abkürzung: A 83) – war der Projektname einer in den 1970er-Jahren geplanten Autobahn von Lauffen am Neckar über Ludwigsburg, Stuttgart, Tübingen, Hechingen, Villingen-Schwenningen nach Hüfingen. Sie sollte den Fernverkehr der parallel verlaufenden B 27 aufnehmen.

Beim Lauffener Landturm sollte ein Autobahndreieck die Verbindung von der inzwischen ebenfalls verworfenen Odenwald-Neckar-Alb-Autobahn (A 45) herstellen. In Stuttgart wäre die A 83 zwischen Zuffenhausen (Stelle des heutigen Teilers von B 10 und B 27) und Heslach unterbrochen gewesen.

Die Ausführung wurde verworfen, die zwischen 1979 und 1994 eröffnete „neue B 27“ zwischen Stuttgart-Möhringen und Tübingen liegt allerdings im geplanten Verlauf der A 83 und ist autobahnähnlich ausgebaut (Gelbe Autobahn), ebenso im weiteren Verlauf der Abschnitt von Bodelshausen nach Balingen und von Bad Dürrheim nach Donaueschingen.

Anfang Mai 2013 regte Donaueschingens Oberbürgermeister Thorsten Frei an, den Abschnitt der B 27 zwischen Bad Dürrheim und Hüfingen zur Autobahn hochzustufen. Damit wird eine schnellere Realisierung des vierstreifigen Ausbaus zwischen Donaueschingen-Mitte und Hüfingen erhofft.[1] Auf ähnliche Weise soll auch der Freiburger Stadttunnel realisiert werden, dort wird die B 31 zur A 860 hochgestuft.

Im Bedarfsplan des Vierten Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 15. November 1993[2] war für die Verbindung LeipzigChemnitz die Bezeichnung als A 83 vorgesehen. Diese Strecke wurde als Verlängerung der Bundesautobahn 72 realisiert.

Planungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Weimarer Republik war im Plan zum sogenannten „Spitzennetz“ die Linie Eberbach – Heilbronn – Stuttgart – Tübingen – Hechingen – Donaueschingen – Tengen - SingenStein am Rhein (Schweiz) mit einem Abzweig bei Thayngen über Schaffhausen nach Zürich in der 2. Ausbaustufe vorgesehen.[3] Im Autobahngrundnetz vom Mai 1934 war lediglich die der heutigen A 81 und teilweise der A 7 entsprechenden Strecke Bad Hersfeld – Fulda – Würzburg – Heilbronn – Stuttgart enthalten. Erst ab 1938 war an eine Verlängerung dieser Linie über Donaueschingen nach Schaffhausen gedacht, die hier ebenfalls im Wesentlichen der Trasse der heutigen A 81 entsprach. Lediglich zwischen Donaueschingen und Schaffhausen lehnte sich die Streckenführung an die Reichsstraße 27 an. Eine weitere parallel führende Autobahn auf der später als A 83 projektierten Linie zwischen Lauffen, Stuttgart, Tübingen und Donaueschingen war nicht geplant.[4][5][6][7][8][9]

Der Ausbauplan für die Bundesfernstraßen des Gesetzes vom 27. Juli 1957[10] sah zwar noch keinen Bau einer Bundesautobahn vor, doch war die Bundesstraße 27 zwischen der Anschlussstelle Ludwigsburg-Nord, Stuttgart, Tübingen, Rottweil, Donaueschingen und Schaffhausen in das „Blaue Netz“ der neu oder auszubauenden Bundesstraßen aufgenommen.[11]

Der Bedarfsplan des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 30. Juni 1971[12] enthielt ebenfalls noch keine Bundesautobahnplanung. Dafür war allerdings der vierstreifige Neubau der B 27 vorgesehen. Das Vorhaben gliederte sich in folgende Teilprojekte:

Kurzbezeichnung Abschnitt Ausbau Stand
B 27 nördlich Bietigheim-Bissingen (Dreieck mit der „Autobahn 13“, später A 45) – südlich Bietigheim-Bissingen vierstreifig Stufe II)
B 27 südlich Bietigheim-Bissingen – Tamm (Kreuz mit der „Autobahn 23“, später A 81) – nördlich Ludwigsburg vierstreifig Stufe I
B 27 nördlich Ludwigsburg – Kornwestheim – Stuttgart-Zuffenhausen bzw. Stuttgart-Stammheim (Kreuz mit der B 10), später A 80, sowie mit der B 29, später A 87 vierstreifig Stufe II
B 27 Stuttgart-Degerloch – Stuttgart-Fasanenhof (Kreuz mit der „Autobahn 21“, später A 8) – Leinfelden-Echterdingen vierstreifig fertiggestellt
B 27n Leinfelden-Echterdingen – Filderstadt (Dreieck mit der B 312, später Bundesautobahn 85) – Aichtal (Dreieck mit der B 312, später A 85) – Tübingen (Dreieck mit der B 27/B 464 nördlich von Tübingen; Kreuz mit der B 28 in Tübingen) vierstreifig laufendes Vorhaben
B 27 Tübingen – nördlich Dußlingen (Kreuz mit der B 28n, später A 84) – nördlich Hechingen vierstreifig Stufe I
B 27 nördlich Hechingen – Wessingen vierstreifig 1. Fahrbahn fertiggestellt, 2. Fahrbahn in Stufe I)
B 27 Wessingen – südlich Balingen (B 463) vierstreifig Stufe I
B 27 südlich Balingen – Kreuz Villingen-Schwenningen (A 81) vierstreifig Stufe II
B 27 Kreuz Villingen-Schwenningen – südlich Villingen-Schwenningen (B 311, heute: B 523) vierstreifig Stufe I
B 27 südlich Villingen-Schwenningen – Bad Dürrheim vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe I
B 27 Bad Dürrheim – nördlich Donaueschingen (Kreuz mit der „Autobahn 84“, später A 86) – Hüfingen (B 31) vierstreifig Stufe I

Mit der Neustrukturierung des Netzes der Bundesautobahnen, die mit Wirkung ab 1. Januar 1975 eingeführt wurde, wurde der gesamte Streckenzug unter der einheitlichen Bezeichnung als „Bundesautobahn 83“ zusammengefasst.[13]

In der Netzkarte der Bundesregierung vom 1. Januar 1976 ergab sich bereits eine Änderung: die Planung der A 45 um Stuttgart wurde modifiziert, so dass sich eine nördliche Verlängerung der Trasse der A 83 über Besigheim nach Lauffen erforderlich machte.[14]

Der Bedarfsplan des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 5. August 1976[15] brachte für die Bundesautobahn 83 in der Trassierung eine weitere Änderung: zwischen Lauffen (A 45) und nördlich Bietigheim-Bissingen war nicht mehr der Bau einer Autobahn, sondern lediglich der zweistreifige Neubau der B 27n angedacht. Zudem änderte sich die Dringlichkeit von Abschnitten der A 83. Es ergab sich folgendes Bild:

Abschnitt Ausbau Stand
nördlich Bietigheim-Bissingen – Tamm (Kreuz mit der A 81) – nördlich Ludwigsburg vierstreifig Stufe Ia
nördlich Ludwigsburg – südlich Kornwestheim vierstreifig möglicher weiterer Bedarf
südlich Kornwestheim – Stuttgart-Zuffenhausen bzw. Stuttgart-Stammheim (Kreuz mit der A 80/A 87) vierstreifig Stufe Ia
Stuttgart-Degerloch – Stuttgart-Fasanenhof (Kreuz mit der A 8)  – Leinfelden-Echterdingen vierstreifig fertiggestellt
Leinfelden-Echterdingen – Filderstadt (Dreieck mit der A 85) – Aichtal (Dreieck mit der A 85) vierstreifig laufendes Vorhaben
Aichtal – Rübgarten (B 464) vierstreifig Stufe Ia
Rübgarten (B 464) - Tübingen (B 28) vierstreifig 1. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ia, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ib
Tübingen – nördlich Dußlingen (Kreuz mit der A 84) – Nehren vierstreifig Stufe Ia
Nehren – MössingenBad Sebastiansweiler vierstreifig Stufe Ib
Bad Sebastiansweiler – nördlich Hechingen vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ia
vierstreifig fertiggestellt
südlich Hechingen – Wessingen vierstreifig 1. Fahrbahn fertiggestellt, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ia
Wessingen – Balingen – Schömberg vierstreifig Stufe Ib
Schömberg – Kreuz Villingen-Schwenningen (A 81) vierstreifig möglicher weiterer Bedarf
Kreuz Villingen-Schwenningen vierstreifig unter Verkehr
Kreuz Villingen-Schwenningen – nördlich Villingen-Schwenningen (B 523) vierstreifig 1. Fahrbahn fertiggestellt, 2. Fahrbahn als möglicher weiterer Bedarf
nördlich Villingen-Schwenningen (B 523)  – südlich Villingen-Schwenningen (B 311, heute B 523) vierstreifig 1. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ia, 2. Fahrbahn als möglicher weiterer Bedarf
südlich Villingen-Schwenningen – südlich Bad Dürrheim vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ib
südlich Bad Dürrheim – Kreuz mit der A 86 – nördlich Donaueschingen vierstreifig 1. Fahrbahn als laufendes Vorhaben, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ib
nördlich Donaueschingen – östlich Donaueschingen vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ib

Mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 25. August 1980[16] kam das Aus für die A 83. Die Planungen beschränkten sich auf den Aus- und abschnittsweisen Neubau der Bundesstraße 27:

Kurzbezeichnung Abschnitt Ausbau Stand
B 27 Verlegung zwischen Kirchheim am Neckar, Walheim und Besigheim zweistreifig Stufe I
B 27 Bietigheim-Bissingen – Tamm (A 81) vierstreifig laufendes Vorhaben
B 27 Aichtal – Rübgarten vierstreifig laufendes Vorhaben
B 27 Rübgarten – Tübingen vierstreifig, Stufe I
B 27 vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe I
B 27 Nehren – Mössingen – Bad Sebastiansweiler vierstreifig Stufe I
B 27 Bad Sebastiansweiler – nördlich Hechingen vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn als laufendes Vorhaben
B 27 Wessingen – nördlich Engstlatt vierstreifig Stufe I
B 27 Engstlatt – Balingen vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe I
B 27 Balingen – Schömberg zweistreifig Stufe I
B 27 nördlich Villingen-Schwenningen  – südlich Villingen-Schwenningen (OU) zweistreifig Stufe I
B 27 südlich Villingen-Schwenningen – südlich Bad Dürrheim vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ib
B 27 vierstreifig 1. Fahrbahn fertiggestellt, 2. Fahrbahn als laufendes Vorhaben

Die B 314 zwischen Blumberg (B 27), Stühlingen und Lauchringen sollte zweistreifig (Dringlichkeitsstufe I) weitestgehend neu errichtet oder ausgebaut werden.

Das Dritte Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen vom 21. April 1986[17] führte zu keiner Wiederaufnahme der A 83 in den Bedarfsplan. Vorgenommen war weiterhin der Aus- und Neubau der Bundesstraße 27:

Kurzbezeichnung Abschnitt Ausbau Stand
B 27 Verlegung zwischen Kirchheim am Neckar, Walheim und Besigheim zweistreifig Stufe I
B 27 Bietigheim-Bissingen – Tamm (A 81) vierstreifig laufendes Vorhaben
B 27 Aichtal – Rübgarten vierstreifig laufendes Vorhaben
B 27 Rübgarten – Tübingen vierstreifig, Stufe I
B 27 vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe I
B 27 Nehren – Mössingen – Bad Sebastiansweiler vierstreifig Stufe I
B 27 Bad Sebastiansweiler – nördlich Hechingen vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn als laufendes Vorhaben
B 27 Wessingen – nördlich Engstlatt vierstreifig Stufe I
B 27 Engstlatt – Balingen vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe I
B 27 Balingen – Schömberg zweistreifig Stufe I
B 27 nördlich Villingen-Schwenningen  – südlich Villingen-Schwenningen (OU) zweistreifig Stufe I
B 27 südlich Villingen-Schwenningen – südlich Bad Dürrheim vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ib
B 27 vierstreifig 1. Fahrbahn fertiggestellt, 2. Fahrbahn als laufendes Vorhaben

Südlich Donaueschingen war ein Neu- oder Ausbau der B 27 bis auf eine Ausnahme (Bereich Riedböhringen, zweistreifig als laufendes Vorhaben) nicht mehr vorgesehen. Die B 314 zwischen Blumberg (B 27), Stühlingen und Lauchringen sollte zweistreifig (Dringlichkeitsstufe I) weitestgehend neu errichtet oder ausgebaut werden.

Im Bedarfsplan des Vierten Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 15. November 1993[18] war die A 83 in Baden-Württemberg weiterhin nicht enthalten. Stattdessen wurde die Bezeichnung für die Strecke Leipzig (Dreieck mit der A 140, heute A 38) – Borna – Chemnitz (Kreuz mit der A 4/A 72) vergeben. Der Aus- und Neubau der Bundesstraße 27 hatte folgende Projekte zum Gegenstand:

Kurzbezeichnung Abschnitt Ausbau Stand
B 27 OU Besigheim zweistreifig laufendes Vorhaben
B 27 Stuttgart-Degerloch – Filderstadt sechsstreifiger Ausbau vordringlicher Bedarf
B 27 Rübgarten – Tübingen vierstreifig laufendes Vorhaben
B 27 OU Tübingen-Derendingen vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn im vordringlichen Bedarf
B 27 vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn als laufendes Vorhaben
B 27 Nehren – Bodelshausen vierstreifig vordringlicher Bedarf
B 27 Wessingen – nördlich Engstlatt vierstreifig laufendes Vorhaben
B 27 Engstlatt – Balingen vierstreifig, 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn als laufendes Vorhaben
B 27 Balingen – Dotternhausen zweistreifig weiterer Bedarf
B 27 OU Schömberg zweistreifig weiterer Bedarf
B 27 östlich Donaueschingen – Hüfingen vierstreifig 1. Fahrbahn fertiggestellt, 2. Fahrbahn im vordringlichen Bedarf

Südlich Donaueschingen war ein Neu- oder Ausbau der B 27 bis auf die OU Blumberg-Zollhaus und die OU Blumberg-Randen (jeweils zweistreifig im weiteren Bedarf) nicht vorgesehen. Auch der Neu- und Ausbau der B 314 zwischen Blumberg (B 27), Stühlingen und Lauchringen war gestrichen worden; lediglich die OU Blumberg-Fützen/Blumberg-Epfenhofen (zweistreifig, laufendes Vorhaben) und die OU Stühlingen-Grimmelshofen (zweistreifig, vordringlicher Bedarf) waren enthalten.

Der Bedarfsplan des Fünften Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 4. Oktober 2004[19] brachte im Hinblick auf die A 83 in Baden-Württemberg keine Neuaufnahme. Die Verbindung Leipzig - Chemnitz war nun als A 72 bezeichnet. Weiterhin war in Baden-Württemberg der Aus- und Neubau der Bundesstraße 27 wie folgt vorgesehen:

Kurzbezeichnung Abschnitt Ausbau Stand
B 27 Leinfelden-Echterdingen – Aich (Aichtal) sechsstreifiger Ausbau weiterer Bedarf
B 27 OU Tübingen vierstreifig vordringlicher Bedarf
B 27 vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr, 2. Fahrbahn im vordringlichen Bedarf
B 27 Nehren – südlich Ofterdingen vierstreifig vordringlicher Bedarf
B 27 südlich Ofterdingen – Bodelshausen vierstreifig 1. Fahrbahn unter Verkehr 2. Fahrbahn im vordringlichen Bedarf
B 27 Balingen – Dotternhausen zweistreifig weiterer Bedarf mit Planungsrecht
B 27 OU Schömberg zweistreifig weiterer Bedarf mit Planungsrecht
B 27 OU Neukirch zweistreifig weiterer Bedarf
B 2 östlich Donaueschingen – Hüfingen vierstreifig 1. Fahrbahn fertiggestellt, 2. Fahrbahn im vordringlichen Bedarf

Südlich Donaueschingen war ein Neu- oder Ausbau der B 27 bis auf die OU Hüfingen-Behla, die OU Zollhaus und die OU Randen (jeweils zweistreifig im vordringlichen Bedarf) nicht vorgesehen. Auch der Neu- und Ausbau der B 314 zwischen Blumberg (B 27), Stühlingen und Lauchringen umfasste lediglich die OU Grimmelshofen (zweistreifig, vordringlicher Bedarf).

Liste der Verkehrsfreigaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre wurde die Ortsumgehung von Bad Dürrheim mit 4 Kilometern Länge fertiggestellt, die als 1. Fahrbahn Bestandteil der A 83 werden sollte. In den 1960er Jahren folgte die vierstreifige Strecke Stuttgart-Degerloch – Echterdingen. Folgende weitere Streckenabschnitte wurden auf der für die A 83 vorgesehenen Trasse dem Verkehr übergeben:

  • 1974: Donaueschingen-Nord – Donaueschingen-Mitte, 1. Fahrbahn (2,7 km, zweistreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1975: Ausbau Hechingen (6,3 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1975: Kreuz Villingen-Schwenningen (A 81) – Villingen-Schwenningen-Nord (4,0 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1977: Donaueschingen-Mitte – Hüfingen (B 27 alt), 1. Fahrbahn, mit Anschlussstrecken der B 31 (7,3 km, zweistreifig, als B 27/B 31 gewidmet, davon 4,5 km auf der als A 83 geplanten Trasse)
  • 1978: Bad-Dürrheim-Süd – Donaueschingen-Nord, 1. Fahrbahn (4,4 km, zweistreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1979: Echterdingen – Aich (9,1 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1979: Bad-Dürrheim-Süd – Donaueschingen-Nord, 2. Fahrbahn (4,4 km, zweistreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1982: Bad Dürrheim – Bad Dürrheim-Süd, 2. Fahrbahn (1,6 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1984: Bietigheim-Bissingen – Ludwigsburg-Nord (1. Teilabschnitt, 1,6 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1984: Aich – Kirchentellinsfurt (13,1 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1984: Donaueschingen-Nord – Donaueschingen-Mitte, 2. Fahrbahn (2,7 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1985: Bietigheim-Bissingen – Ludwigsburg-Nord (2. Teilabschnitt, 1,6 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1986: Stuttgart-Nord – Stuttgart-Zuffenhausen (Teilabschnitt der Verlegung B 10/B 27, 2,0 km, vierstreifig)
  • 1986: OU Schwenningen (5,0 km, zweistreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1987: Bodelshausen – Hechingen-Nord (Teilabschnitt, 0,5 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1987: Engstlatt-Nord – Balingen-Süd (Teilabschnitt, 0,5 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1988: Engstlatt-Nord – Balingen-Süd (Teilabschnitt, 0,2 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1989: Engstlatt-Nord – Balingen-Süd (Teilabschnitt, 1,1 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1991: Kirchentellinsfurt – Tübingen (Teilabschnitt, 1,5 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1991: Hechingen-Süd – Engstlatt-Nord (Teilabschnitt, 0,5 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1992: Kirchentellinsfurt – Tübingen (Teilabschnitt, 1,3 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1993: Hechingen-Süd – Engstlatt-Nord (Teilabschnitt, 3,2 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1993: Engstlatt-Nord – Balingen-Süd (Teilabschnitt, 1,0 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1994: Kirchentellinsfurt – Tübingen (Teilabschnitt, 3,9 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1995: Hechingen-Süd – Engstlatt-Nord (Teilabschnitt, 2,4 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 1995: Engstlatt-Nord – Balingen-Süd (Teilabschnitt, 1,1 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 2006: Tübingen-Bläsibad – Dußlingen-Nord (3,7 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)
  • 2014: Dußlingen-Nord – Knoten Nehren (3,3 km, vierstreifig, als B 27 gewidmet)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Badische Zeitung vom 8. Mai 2013: Kniff soll B27-Ausbau beschleunigen (abgerufen am 3. Juni 2013)
  2. Bundesgesetzblatt Jg. 1993, Teil I, S. 1877
  3. Vorentwurf zu einem Kraftwagenstraßennetz Deutschlands – Spitzennetz
  4. Reichsautobahnen 1935. Abgerufen am 30. November 2014 (Bilddatei).
  5. Reichsautobahnen Stand 31.12.1935. Abgerufen am 30. November 2014 (Bilddatei).
  6. Netzkarte von 1938. Abgerufen am 5. Oktober 2014 (Bilddatei).
  7. Autobahn-Übersichtskarte, Stand: 1940. Abgerufen am 5. Oktober 2014 (Bilddatei).
  8. Autobahn-Übersichtskarte, Stand 01.01.1941. Abgerufen am 13. November 2014 (Karte).
  9. Autobahn-Übersichtskarte, Stand 01.05.1941. Abgerufen am 13. November 2014 (Karte).
  10. Bundesgesetzblatt, Jg. 1957, Teil I, S. 1189
  11. Ausbauplan für die Bundesfernstraßen. Aufgestellt vom Bundesminister für Verkehr. Bundesdruckerei, Bonn 1957, Anlage 1
  12. Bundesgesetzblatt Jg. 1971, Teil I, S. 873
  13. Struktur und Numerierung der Bundesautobahnen. Vorgesehenes Gesamtnetz. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, 15. Juni 1974, abgerufen am 18. September 2013 (Kartenausschnitt).
  14. Netz der Bundesautobahnen und Bundesstraßen. Stand 1. Januar 1976. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).
  15. Bundesgesetzblatt Jg. 1976, Teil I, S. 2093
  16. Bundesgesetzblatt Jg. 1980, Teil I, S. 1614
  17. Bundesgesetzblatt Jg. 1986, Teil I, S. 557
  18. Bundesgesetzblatt Jg. 1993, Teil I, S. 1877
  19. Bundesgesetzblatt Jg. 2004, Teil I, S. 2574