Bundesgartenschau 1985

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Sondermarke zur Bundesgartenschau 1985 der Deutschen Bundespost Berlin
Café am Großen See

Die Bundesgartenschau 1985 fand vom 26. April bis zum 20. Oktober in Berlin statt.[1] Sie war die erste Bundesgartenschau in Berlin.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgangspunkt für die Bundesgartenschau 1985 war ein Gutachten von Hermann Mattern, der bereits 1970 ein Grünflächen-Defizit in den West-Berliner Bezirken Neukölln, Tempelhof und Kreuzberg feststellte.[2]

Eine weitgehend baumlose Acker- und Brachfläche zwischen Buckow, Britz und Mariendorf von etwa 90 ha Größe bot sich für die Umwandlung in eine Grünfläche an. Das Abgeordnetenhaus von Berlin änderte 1975 den Flächennutzungsplan entsprechend.[3] Der Britzer Garten war die erste große Grünanlage, die seit fast 25 Jahren im Westen der damals geteilten Stadt gebaut werden konnte. Das war um so wichtiger, als die West-Berliner damals vom Umland der Stadt abgeschnitten waren.[4]

Vorbereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1977 folgte ein Ideenwettbewerb, dessen zweiter Preisträger, Wolfgang Miller, Stuttgart, mit dem Bau der Bundesgartenschau 1985 beauftragt wurde.[5] Auf dem Gelände wurde zwischen 1978 und 1985 eine künstliche Landschaft gestaltet, mit Seen, bis zu 18 m hohen Hügeln, Wasserflächen, Biotopen, Wäldern, Gärten und großen Spielbereichen. Es entstand ein Landschaftspark mit naturnahen Zonen für Freizeit und Erholung. Der überwiegende Teil der Rasenflächen durfte betreten werden.[6]

Die Bundesgartenschau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelpunkt der 90 ha großen Fläche war der 10 ha große, bis zu 5 m tiefe See für den 1 Mio. m3 Boden ausgehoben wurden. Er erhielt naturnah gestaltete Partien, ebenso wie einen Badestrand für Kinder und einen Modellboothafen.[7] Unterschiedliche Themengärten wurden eingerichtet und ein Kleintierzoo.[8] Besondere Attraktionen waren

In den 178 Tagen, in denen die Bundesgartenschau 1985 für das Publikum geöffnet war, empfing sie 4 Mio.[10] oder 5,2 Mio. Besucher.[11]

Nachwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Britzer Garten ist Berlin von der Bundesgartenschau 1985 eine der attraktivsten innerstädtischen Grün- und Erholungsflächen Berlins geblieben.[12] Die dort zur Bundesgartenschau 1985 eingebrachten Kunstwerke verblieben vor Ort[13] und die dafür errichteten Anlagen wurden überwiegend erhalten. Der Park blieb eingezäunt und es wird weiterhin Eintritt erhoben.[14]

Die Anlage wird heute von der Grün Berlin Park und Garten GmbH betreut.[15]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grün Berlin Park und Garten GmbH (Hg.): Bundesgartenschau Berlin 1985 – Britzer Garten. In: Deutsche Bundesgartenschau GmbH (Hg.): 50 Jahre Bundesgartenschauen. Festschrift zur Geschichte der Bundes- und Internationalen Gartenschauen in Deutschland. Bonn 2001, S. 115–122.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bundesgartenschau 1985 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 118.
  2. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 115.
  3. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 117.
  4. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 115.
  5. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 117.
  6. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 118.
  7. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 118.
  8. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 120.
  9. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 121.
  10. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 121.
  11. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 118.
  12. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 115.
  13. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 120.
  14. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 121.
  15. Grün Berlin: Bundesgartenschau, 121.