Bundesinstitut für Berufsbildung

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Bundesinstitut für Berufsbildung
— BIBB —
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Staatliche Ebene Bund
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Aufsichtsbehörde Bundesministerium für Bildung und Forschung
Gründung 1970
Hauptsitz Bonn, Nordrhein-Westfalen
Behördenleitung Friedrich Hubert Esser
Website www.bibb.de

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Bundesstadt Bonn ist eine Einrichtung zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Das BIBB wurde 1970 aufgrund des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) von 1969 als Bundesinstitut für Berufsbildungsforschung (BBF) gegründet. Rechtliche Grundlage für das BIBB, seine Aufgaben und Organe ist das BBiG in der Fassung vom 1. April 2005, das die bisherigen Regelungen des Berufsbildungsförderungsgesetzes (BerBiFG) abgelöst hat.[1] Das BIBB unterliegt der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und wird als bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts aus Haushaltsmitteln des Bundes finanziert. Die Aufgaben des BIBB werden in § 90 BBiG beschrieben.

Teil des Dienstgebäudes des BIBB

Ziele der Forschungs-, Entwicklungs- und Beratungsarbeit des BIBB sind, Zukunftsaufgaben der Berufsbildung zu identifizieren, Innovationen in der nationalen wie internationalen Berufsbildung zu fördern und neue praxisorientierte Lösungsvorschläge für die berufliche Aus- und Weiterbildung zu entwickeln.

Für die Vorbereitung des Berufsbildungsberichtes der Bundesregierung erhebt das BIBB unter anderem bei den für die Berufsausbildung zuständigen Stellen die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum 30. September nach BBiG und HwO und wirkt an der Durchführung der Berufsbildungsstatistik zum 31. Dezember mit. Im BIBB werden Ausbildungsberufe und Weiterbildungsregelungen in Abstimmung mit den Sozialpartnern entwickelt und bestehende Berufe modernisiert sowie das Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe erstellt. Der vom BIBB herausgegebene Datenreport zum Berufsbildungsbericht liefert Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. Er stellt die Datenbasis für den Berufsbildungsbericht des BMBF dar und informiert beispielsweise über die Entwicklung der Ausbildungsplatzsituation in Deutschland. Die vom BIBB herausgegebene Fachzeitschrift Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP erscheint sechsmal im Jahr und veröffentlicht wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zu aktuellen Fragen der Berufsbildung.

Das BIBB ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bundesinstitut für Berufsbildung 1982 bis 1985. Bundesinstitut für Berufsbildung, 1986.
  • Schmidt, H. „30 Jahre Bundesinstitut für Berufsbildung.“ BWP (Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis) 3 (2000): 3–6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Edgar Sauter: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). In: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Abgerufen am 6. Januar 2017.