Bundeskriminalamt (Österreich)

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Bundeskriminalamt
Bundesamtsgebäude Josef-Holaubek-Platz, Sitz des Bundeskriminalamts

Das Bundeskriminalamt (.BK) in Österreich ist ein zum Zwecke der bundesweiten Bekämpfung gerichtlich strafbarer Handlungen und zur Wahrnehmung zentraler Funktionen im Bereich der internationalen polizeilichen Kooperation ins Leben gerufenes Amt des Innenministeriums. Es ist somit ein innerorganisatorischer Teil des Innenministeriums und keine eigenständige Behörde.

Der Hauptsitz des .BK ist das Bundesamtsgebäude Josef-Holaubek-Platz in Wien-Alsergrund. Zusätzlich gibt es zahlreiche offizielle und auch "geheime" Außenstellen in ganz Österreich. Auch im Ausland gibt es sogenannte Verbindungsbeamte, die die Interessen der österreichischen Kriminalpolizei dort vertreten.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Amt wurde mittels Bundesgesetz (Bundeskriminalamt-Gesetz) im Jahr 2003 geschaffen.

Facebook-Auftritt[Bearbeiten]

Im November 2009 entschloss sich das Bundeskriminalamt, einen Facebook-Auftritt zu installieren, der am 27. November 2009 online ging. Der erste inhaltliche Eintrag datiert vom 19. Dezember 2009. Der Auftritt dient dazu, die Präventionsarbeit bürgernah zu präsentieren. Erste Tipps behandelten die Themen Christbaumbrand, Skidiebstahl, Wohnungseinbruch zur Winterurlaubszeit sowie den Taschendiebstahl. Mittlerweile hat die Seite fast 30.000 'Likes' (Stand: Sommer 2013).

Organisation[Bearbeiten]

Das .BK untersteht der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit, der Sektion II im Innenministerium. Der Leiter des .BK ist der Direktor. Seit 2008 leitet General Franz Lang das Bundeskriminalamt. Derzeit sind rund 700 Bedienstete im Bundeskriminalamt tätig. Das Bundeskriminalamt gliedert sich in sieben Abteilungen, diese wiederum in sogenannte Büros.

  • Abteilung 1: Kriminalstrategie und zentrale Administration
  • Abteilung 2: Internationale Polizeikooperation
  • Abteilung 3: Ermittlungen, Organisierte und Allgemeine Kriminalität
  • Abteilung 4: Kriminalanalyse
  • Abteilung 5: Kriminalpolizeiliche Assistenzdienste
  • Abteilung 6: Forensik und Technik
  • Abteilung 7: Wirtschaftskriminalität

Aufgaben[Bearbeiten]

Mit der Errichtung des Bundeskriminalamtes sollte eine Einrichtung geschaffen werden, die auf Grund ihrer Organisation und Ausstattung mit speziell ausgebildetem Personal und Sachmitteln geeignet ist, die nachgeordneten Landeskriminalämter mit ihrem Wissen und ihren Spezialresourcen entsprechend zu unterstützen. Weiters sind im Bundeskriminalamt die österreichischen Zentralstellen von Interpol, Europol und Sirene stationiert. Das .BK ist auch operativ tätig, so z.B. bei Fahndungsfällen mit internationalem Bezug (Zielfahndung), sog. "Cold Case" Fällen, Cybercrime und organisierter Kriminalität.

Namenskürzel[Bearbeiten]

Die Abkürzung „.BK“ wurde gewählt, um eine Verwechslung mit dem Bundeskanzleramt, abgekürzt „BKA“, zu vermeiden. Der Punkt vor der Abkürzung gehört zum Corporate Design des Innenministeriums.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]