Bundessprecher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bundessprecher ist die statutengemäße Bezeichnung des Parteichefs der Bundesebene mancher deutscher und österreichischer Parteien. Er drückt das Gleicher-unter-Gleichen-Prinzip aus. Die entsprechende Funktion der Landesebene (Österreich) heißt Landessprecher.

Verwendet wird der Ausdruck in Österreich – in Unterscheidung zu Parteivorsitzender im sozialistischen Sprachgebrauch und Parteiobmann bei den Bürgerlichen – von den Grünen (Die Grünen – Die Grüne Alternative, GRÜNE),[1] dem Liberalen Forum (LIF),[2] wie auch der Piratenpartei Österreichs (PPÖ).[3]

In Deutschland findet sich unter den größeren Parteien die Bezeichnung "Bundessprecher" für mehrere gleichberechtigte Parteivorsitzende bei der Alternative für Deutschland (AfD).[4] Bei der SPD haben vielen Arbeitsgruppen und Foren Bundessprecher, bei der Partei Die Linke in deren Jugendorganisation[5] und bei der Grünen Jugend[6] werden die Vorsitzenden "Bundessprecher" genannt. Historisch gab es auch bei den deutschen Grünen Bundesprecher, z. B. Jan Kuhnert oder Gert Bastian.

Die Bezeichnung findet sich auch verbreitet bei anderen parteinahen oder überparteilichen Organisationen, etwa den Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ, Studierendenfraktion in der ÖH)[7] oder dem Forum Demokratischer Sozialismus (fds, Netzwerk der deutschen Die Linke).

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Grünen → Partei
  2. Liberales Forum → Präsidium
  3. § 8. Bundesgeschäftsführung der Bundesgeschäftsordnung (Fassung Stand 20. Juni 2012)
  4. Alternative für Deutschland: Bundessatzung. 29. November 2015, abgerufen am 9. Januar 2018.
  5. Bundesprecher*innenrat. In: linksjugend ['solid]. (linksjugend-solid.de [abgerufen am 9. Januar 2018]).
  6. Bundesvorstand – GRÜNE JUGEND. Abgerufen am 9. Januar 2018 (deutsch).
  7. etwa: FLÖ wählt neue Bundessprecherin. FLÖ, 30. Oktober 2007