Bundesstraße 20

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Bundesstraße 20 in Deutschland
Bundesstraße 20
Karte
Verlauf der B 20
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Schönau-OT Königssee
(47° 36′ N, 12° 59′ O)
Straßenende: Furth im Wald
(49° 20′ N, 12° 51′ O)
Gesamtlänge: ca. 260 km

Bundesland:

Ausbauzustand: meist zweistreifig[1]
B20 (Ausfahrt Fridolfing-Kaltenbrunn) - geo-en.hlipp.de - 11914.jpg
Bundesstraße 20 bei Fridolfing

Die Bundesstraße 20 (Abkürzung: B 20) liegt im südöstlichen Teil Bayerns und führt teilweise nahe der österreichischen Grenze von Süd nach Nord.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Strecken und Bezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bayerischen Staatsstraßen wurden ihrem Anfangsort entsprechend nummeriert:

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

B 20 bei Piding kurz vor Anschluss zur A 8

Beginnend am Südostende Deutschlands im Dorf Königssee am gleichnamigen Königssee verläuft die B 20 zunächst durch den Landkreis Berchtesgadener Land. Nach etwa fünf Kilometern ist Berchtesgaden erreicht, ab hier verläuft die Bundesstraße für einige Kilometer gemeinsam mit der B 305, bevor sie wieder nach Norden abzweigt und auf einer kurvigen Bergstraße über Bischofswiesen, den Pass Hallthurm und Bayerisch Gmain die Stadt Bad Reichenhall erreicht. Kurz nachdem die B 20 mit der B 21 für ein paar Kilometer gemeinsam verläuft, wird die A 8 gequert, dann geht es über Piding und Ainring nach Freilassing.

Ab hier folgt sie linksseitig dem Lauf der Salzach gen Norden, die hier die Grenze zu Österreich bildet. Die B 20 verläuft in der Folge durch die Städte Laufen, Tittmoning und Burghausen, bis sie auf die A 94 trifft, die momentan bei Burghausen endet. Von hier aus verläuft die B 20 gemeinsam mit der B 12 in Richtung Passau, die in Kürze zur A 94 ausgebaut werden soll. Nach der Innquerung verlässt sie erstmals Oberbayern und führt nun quer durch Niederbayern. Über Eggenfelden, wo sie auf einem Teilstück gemeinsam mit der B 388 verläuft und die Rott quert, geht es durch das Niederbayerische Hügelland und das Vilstal nach Landau an der Isar.

Kurz nach der Isarquerung und kurz vor der Anschlussstelle an die A 92 beginnt der erste Abschnitt, in dem die B 20 als Kraftfahrstraße ausgewiesen ist. Nördlich der A 92 ist sie dann auch dreispurig ausgebaut, quert nach etwa 20 Kilometern die B 8 südöstlich von Straubing in einem als Kleeblatt ausgebauten Knotenpunkt, passiert dann die Donaubrücke Straubing und kreuzt – erneut in Form eines Kleeblatts – die A 3. Nach einigen Kilometern endet die Kraftfahrstraße und die B 20 führt durch das Kinsachtal in die Oberpfalz hinauf. Schließlich trifft sie auf die Stadt Cham im Regental, die sie in gemeinsamem Verlauf mit der B 85 tangiert. Ab hier ist die B 20 wieder als Kraftfahrstraße ausgewiesen. Nachdem die B 22 und schließlich auch die B 85 die B 20 verlassen haben, verläuft sie durch die Cham-Further Senke an Weiding und Arnschwang vorbei und umkurvt die Stadt Furth im Wald in weitem Bogen auf der 2013 fertiggestellten Umgehungsstraße, die unter anderem durch den 745 Meter langen Tunnel Deschlberg führt. Wenige Kilometer nach Furth im Wald endet die B 20 nahe dem Ortsteil Schafberg am Grenzübergang zur Tschechischen Republik. Jenseits der Grenze führt die Fernverkehrsstraße Silnice I/26 weiter bis nach Pilsen.

„Blaue Route“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenschild an der B 20 in Tittmoning (Bayern, Deutschland) mit Hinweis auf die „Blaue Route“

Als Teil einer Ausweichroute des östlichen alpenquerenden Fernverkehrs mit einer weiträumigen Umgehung Münchens anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 wurden die Schilder zwischen den Autobahnanschlüssen Straubing (A 3) und Piding (A 8) südwärts mit einem blauen Punkt, nordwärts mit einem blauen Ring deutlich markiert, was der Strecke den Beinamen „Blaue Route“ eingebracht hat.

Vergleiche auch: „Rote Route“ zur Umgehung des Tunnels Pfaffenstein bei Regensburg.

Verkehrsbelastung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 20 wird häufig vom Güterverkehr aus Salzburg kommend als alternative Route zur A 8/A 9 genutzt und ist daher oft durch Lkws überbelastet. Bei km 122,1 wurden 2010 an der Zählstelle am südlichen Ortsrand von Laufen 10.928 Kfz/24 h erfasst, der Güterverkehrsanteil betrug rund 11 %.[2]

Zu Spitzenzeiten führt dieser Umstand zu einer fahrbaren Höchstgeschwindigkeit von nur 60 km/h, obwohl die Verkehrsführung der B 20 aufgrund vieler Umgehungsstraßen höhere Geschwindigkeiten erlauben würde.

Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Umfahrung der Stadt Laufen, die unter anderem mit einem Anschluss an die österreichische B 156 über eine neue Salzachbrücke ausgeführt werden könnte, ist in Planung.[3] Am 19. März 2011 wurde der erste Bauabschnitt der Ortsumgehung Furth im Wald mit dem 745 Meter langen Tunnel Deschlberg eröffnet. Nach der Eröffnung des zweiten Bauabschnitts von der AS Furth-Mitte bis Furth-Nord am 5. September 2013 wurde die B 20 komplett auf die Ortsumgehung verlegt.[4]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für LKW bestand nach dem Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) lange keine LKW-Mautpflicht auf der B 20.[5] Seit dem 1. Juli 2018 sind Bundesstraßen für LKW ab 7,5 Tonnen generell mautpflichtig.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 20 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zwischen Landau a. d. Isar und Anschluss A 3 dreistreifig
  2. BVR–Dipl.-Ing. Klaus Schlosser: Verkehrsuntersuchung, Salzachquerende Ortsumgehung Laufen / Oberndorf, Vorstudie 2012. (PDF, 6,55 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) Land Salzburg & Landkreis Berchtesgadener Land, archiviert vom Original am 26. Juli 2014; abgerufen am 8. September 2013. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadtlaufen.de
  3. ing Traunreuth GmbH: Verkehrsuntersuchung, Salzachquerende Ortsumgehung Laufen / Oberndorf, Vorstudie 2012 - Übersichtsplan Trassenvarianten, Naturschutzflächen und Hochwasserbereiche. (PDF, 6,03 MB) Land Salzburg & Landkreis Berchtesgadener Land, abgerufen am 8. September 2013.
  4. Wolfgang Baumgartner: Südumgehung bringt Lebensqualität. In: Mittelbayerische Zeitung. 5. September 2012, abgerufen am 8. September 2013.
  5. Bundesanstalt für Straßenwesen: Die Mauttabelle 4.4 (Bundesstraßen). PDF. Online auf www.mauttabelle.de, abgerufen am 26. Juli 2016.
  6. NDR: Maut: Lkw müssen auf Bundesstraßen zahlen, 1. Juli 2018, online auf www.ndr.de, abgerufen am 5. Januar 2019.