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Bundesstraße 227

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Bundesstraße 227 in Deutschland
Bundesstraße 227
Karte
Verlauf der B 227
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: 51° 21′ N, 6° 52′ O
Straßenende:: 51° 33′ N, 7° 6′ O
Gesamtlänge: 41 km ursprünglich

Bundesland:

Ausbauzustand: Stadt- und Landstraße,
tlw. Vierspurig

Die Bundesstraße 227 (Abkürzung: B 227) ist eine ursprünglich 41 Kilometer lange Bundesstraße in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 227 beginnt an der A 52 an der Anschlussstelle Breitscheid im Stadtgebiet von Ratingen und bildet die Fortsetzung der Bundesstraße 1, die hier, von Mülheim kommend, auf die A 52 abbiegt. Von dort führt sie in östlicher Richtung über Ratingen-Hösel und Heiligenhaus bis zur Anschlussstelle Heiligenhaus-Hetterscheid der A 44. Von hier an bis zur AS Essen-Heisingen ist sie durch die A 44 ersetzt.

Die damalige B 227 bei Essen-Kupferdreh (heute Teil der A 44)

Ab dort führt die B 227 als vierspurige Stadtstraße weiter in Richtung des Essener Stadtzentrums (Wuppertaler Str. und Ruhrallee).

Von der Anschlussstelle Essen-Bergerhausen der A 52 an bis zur Anschlussstelle Gelsenkirchen-Süd der A 40 ist sie durch diese beiden Autobahnen ersetzt.

Von hier an wird die Stadt Gelsenkirchen von Süden nach Norden durchquert. Sie überbrückt an der ZOOM-Erlebniswelt Emscher und Rhein-Herne-Kanal, um dann an der B 226 zu enden.

Mitbenutzung durch Straßenbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gelsenkirchen-Bismarck (zwischen Zoom-Erlebniswelt und B 226) benutzt die Linie 301 der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG auf den „letzten Metern“ der B 227 diese, auf einem besonderen Bahnkörper in Mittellage, mit.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt von Breitscheid nach Velbert der heutigen B 227 hat seine Ursprünge in dem Hilinciweg.[1]

Das Teilstück zwischen der A 40 und der Einmündung in die B 226 in Gelsenkirchen wurde erst zum 1. Januar 1967 zur Bundesstraße aufgestuft.

Der Abschnitt zwischen der A 40 und der Gelsenkirchener Innenstadt ist Bestandteil der verworfenen Planung der A 41, der Nord-Süd-Autobahn Gelsenkirchen.

Nach dem Bau der Ortsumfahrung durch Essen-Kupferdreh als Hochstraße und der anschließenden Ruhrbrücke (Theodor-Heuss-Brücke, fertiggestellt 1968[2]) und der Fertigstellung der A 52 wurde die Strecke der B 227 in Essen auf die Wuppertaler Str./Ruhrallee bis zur Anschlussstelle Essen-Bergerhausen umgelegt, und damit, neben Kupferdreh, auch die Ortsdurchfahrt von Essen-Steele entlastet. Die B 227 endete in Essen-Kray an der B 1.

Nach Fertigstellung des Neubauabschnittes von Essen-Dilldorf zur AS Langenberg, wurde zum 1. Januar 2008 die alte Strecke der B 227 zwischen Dilldorf und der AS Heiligenhaus-Hetterscheid (Ortsdurchfahrt Velbert) der A 44 zur Landes- bzw. Kreisstraße abgestuft.[3]

B 227n

Als B 227n wurde zuletzt der 3,7 Kilometer lange Neubauabschnitt zwischen Essen-Dilldorf und Velbert-Langenberg während der Planungs- und Bauphase bezeichnet, der die Ortsumgehung von Essen-Kupferdreh mit der A 44 verbindet.

Dieser Abschnitt ersetzt die alte, schmale, kurvenreiche und daher sehr unfallanfällige Führung der B 227 über die Rodberger Straße.

Der Neubauabschnitt wurde nach siebenjähriger Bauzeit am 5. Dezember 2005 eröffnet und als Bundesstraße 227 gewidmet.[4] Nach Angaben des Landesbetrieb Straßenbau NRW wurden 32,6 Millionen Euro in den Neubau investiert.

Dieser neue Abschnitt und die daran anschließende Ortsumfahrung von Essen-Kupferdreh bis zur Anschlussstelle Essen-Heisingen sind autobahnähnlich ausgebaut, mit durchgehend vier Fahrspuren plus Standstreifen und einem Tempolimit von 80 bzw. 100 km/h. Daher wurde dieser Abschnitt zum 1. Januar 2010 zur Bundesautobahn umgewidmet und der A 44 zugeschlagen.[5]

Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abschnitte zwischen Breitscheid und Heiligenhaus sowie zwischen Essen-Heisingen und Essen-Bergerhausen sollen durch Lückenschlüsse der A 44 zwischen Ratingen und Heiligenhaus sowie den Ruhralleetunnel in Essen entlastet bzw. ersetzt werden.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 227 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaft und Kulturelles Erbe. Vorstudie zum Masterpan der Regionale 2010, Köln, o.J., S.57 (PDF; 5,3 MB)
  2. Eintrag zur Theodor-Heuß-Brücke bei structurae.de Im amtlichen Essener Stadtplan von 1970 ist sie allerdings noch nicht abgebildet.
  3. Amtsblatt für den Reg.-Bez. Düsseldorf; 189. Jahrgang, Nr. 50, 13. Dezember 2007, S. 422 (PDF; 131 kB)
  4. Amtsblatt für den Reg.-Bez. Düsseldorf; 189. Jahrgang, Nr. 12, 22. März 2007, S. 115 (PDF; 134 kB)
  5. Amtsblatt für den Reg.-Bez. Düsseldorf; 191. Jahrgang, Nr. 41, 15. Oktober 2009 , S. 357f. (PDF; 178 kB)
  6. derwesten.de Kritiker Sauer über Salami-Taktik bei Ruhrallee-Tunnel, 23. November 2009