Bundesstraße 4 R

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Bundesstraße 4 R in Deutschland
Bundesstraße 4 R
Karte
Verlauf der B 4 R
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 18,295 km

Bundesland:

Bahnhof Nürnberg-Sandreuth Überblick 1.jpg
Bundesstraße 4 R am Haltepunkt Nürnberg-Sandreuth

Die Bundesstraße 4 R (Abkürzung: B 4 R) verläuft als Ringstraße vollständig innerhalb des Stadtgebietes von Nürnberg. Sie ist etwa 18,3 Kilometer lang und ist bis auf einen ungefähr 250 Meter langen dreispurigen Abschnitt vierspurig ausgebaut.

Verkehrsbedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die große Ringstraße bildet neben dem Frankenschnellweg das Rückgrat des Straßenverkehrs in Nürnberg. Er ersetzt die früher durch die Nürnberger Innenstadt verlaufenden Bundesstraßen 2, 8 und 14 und auch die Bundesstraße 4, nach der er benannt ist (das „R“ in B 4 R steht für „Ring“). Innerhalb der großen Ringstraße befinden sich nur noch kommunale Straßen, auch der Innenabschnitt des Frankenschnellwegs ist dort nur als gemeindeeigene Kreisstraße gewidmet. Außerhalb des Rings schließt der Frankenschnellweg als Autobahn A 73 Nord (Erlangen-Coburg-Erfurt) und A 73 Süd (Feucht-A 9/München) an. Ansonsten sind die Bundesstraßen 2 Nord (Bayreuth), 2 Süd (Schwabach, Augsburg), 4 Nord (Erlangen, Bamberg), 4 Ost (AS N-Fischbach zur A 9), 8 West (Fürth, Würzburg), 8 Südost (Neumarkt i.d.Opf., Regensburg), 14 Nordost (Lauf/Peg. Sulzbach-Rosenberg) und 14 Südwest (Stein, Ansbach, Stuttgart), sowie die Staatsstraßen nach Röthenbach a.d.P. und Zirndorf/Rothenburg o.d.T. unmittelbar angeschlossen. Die Stelle der früher durch Nürnberg verlaufenden B 8 nimmt heute die außerhalb der B 4R verlaufende Südwesttangente ein.

Der Verkehr verläuft häufig schleppend, da die Straße nicht kreuzungsfrei ausgebaut ist und der Verkehrsfluss durch die zahlreichen lichtsignalgesteuerten Kreuzungen gehindert wird. Auch an den Anschlussstellen zum Frankenschnellweg - Südring und Westring - hat nur der durchgehende Verkehr der Stadtautobahn Kreuzungsfreiheit, während der Verkehr auf dem Ring und den Auf- und Abfahrten lichtsignalgesteuert ist.

Auch vom öffentlichen Nahverkehr wird der Straßenring angebunden. Sechs U-Bahnhöfe der U-Bahn Nürnberg befinden sich unter dem Ring. Diese sind im Einzelnen: U2 U-Bahnhof Schoppershof, U1 U-Bahnhof Frankenstraße, U2 U-Bahnhof Hohe Marter, U3 U-Bahnhof Gustav-Adolf-Straße, U1 U-Bahnhof Maximilianstraße sowie der im Mai 2017 eröffnete U-Bahnhof Nordwestring der U3.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Planungen für ein Ringstraßensystem gehen auf den von Professor Hermann Jansen in den 1920er Jahren erstellten Jansenplan zurück. In diesem waren vier tangentiale Straßenzüge im Norden, Osten, Süden und Westen der Stadt vorgesehen, die zusammen einen Ring ergeben sollten. Als erste Teilstücke wurden 1927 der Nordring, 1933 der Ostring (heute Passauer- bzw. Marienbaderstraße) und bis 1939 der Südring zwischen Franken- und Bayernstraße dem Verkehr übergeben. Nach dem Krieg wurden ab 1956 die Bauarbeiten wieder aufgenommen und der Ring in mehreren Etappen bis 1993 vollendet.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterführung Cheruskerstraße

Neben fünf Brückenbauwerken wurden zur niveaufreien Kreuzung der von Nürnberg ausgehenden Bahnstrecken Unterführungen an der Cherusker- und Nopitschstraße sowie am Nordring errichtet.

Gustav-Adolf-Brücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage

Die Gustav-Adolf-Brücke liegt im Stadtteil Schweinau und überspannt die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim. Sie wurde 1965 für den Verkehr freigegeben und ist 68 m lang und 27 m breit. Die südliche Richtungsfahrbahn ist dreispurig, die nördliche zweispurig ausgelegt. Benannt wurde sie nach König Gustav Adolf von Schweden.

Dr.-Gustav-Heinemann-Brücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage

Die Dr.-Gustav-Heinemann-Brücke liegt im Stadtteil Mögeldorf und überquert den Wöhrder See. Sie ist 202 m lang und 27,5 m breit und verfügt über zwei Fahrspuren je Richtung. Benannt wurde sie nach dem ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann.

Jansenbrücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage

Die Jansenbrücke liegt im Stadtteil Gostenhof und überbrückt die Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg sowie den Frankenschnellweg (A 73), mit dem sie über die Anschlussstelle Nürnberg Westring verbunden ist. Die Brücke wurde 1963 dem Verkehr übergeben und ist 84 m lang und 40 m breit. Benannt wurde sie nach dem Stadtplaner Hermann Jansen.

Otto-Brenner-Brücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage

Die Otto-Brenner-Brücke liegt im Stadtteil Gibitzenhof und überquert den Frankenschnellweg, mit dem sie über die Anschlussstelle Nürnberg Südring verbunden ist. Die Konstruktion ist 33 m lang und 50 m breit. Benannt wurde sie nach dem ehemaligen IG-Metall-Vorsitzenden Otto Brenner.

Theodor-Heuss-Brücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage

Die Theodor-Heuss-Brücke liegt im Stadtteil Kleinweidenmühle und überspannt die Pegnitzauen. Sie wurde 1971 eröffnet und ist 185 m lang und 28,5 m breit. Pro Richtungsfahrbahn stehen zwei Fahrspuren zur Verfügung. Nach der im Jahr 2004 begonnenen altersbedingten Sanierung wurden die in Brückenmitte verlaufenden Straßenbahngleise ausgebaut und eine durchgehende Busspur Richtung Maximilianstraße eingerichtet. Benannt wurde sie nach dem ehemaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss.

Verkehrsbelastung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verkehrsbelastung betrug nach Messung an vier Stellen im Stadtgebiet im Jahr 2007:[1]

  • 36.328 Kfz/16h an der Frankenstraße ('Südring')
  • 28.058 Kfz/16h an der Nopitschstraße ('Südwestring')
  • 30.974 Kfz/16h auf der Dr.-Gustav-Heinemann-Brücke ('Ostring')
  • 30.656 Kfz/16h auf der Theodor-Heuss-Brücke ('Westring')

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 4 R – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Querschnittszählung 2007 von Baureferat und Verkehrsplanungsamt