Bundesstraße 51

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 51 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Neusiedler Straße.
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Bundesstraße 51 in Deutschland
Bundesstraße 51
 European Road 29 number DE.svg
Karte
Verlauf der B 51
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Stuhr
(53° 0′ N, 8° 47′ O)
Straßenende: Kleinblittersdorf
(49° 7′ N, 7° 4′ O)
Gesamtlänge: 570 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]
Bundesstraße 51 in Münster
Bundesstraße 51 in Münster

Die Bundesstraße 51 (Abkürzung B 51) ist eine deutsche Bundesstraße. Sie verläuft in südwestlicher bis südlicher Richtung von Stuhr bei Bremen durch Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland bis zur französischen Grenze bei Saargemünd. Auf der gesamten Länge von 570 km verläuft die B 51 in etwa parallel zur Bundesautobahn 1, die sie, wenn es auf der Autobahn hohes Verkehrsaufkommen gibt, auf vielen Teilstrecken entlasten kann (beispielsweise zwischen Bremen und Osnabrück).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1934 eingeführte Reichsstraße 51 verknüpfte Teilstrecken mit völlig unterschiedlicher Entstehungsgeschichte.

Der nördlichste Streckenabschnitt zwischen Bremen und Münster wurde von 1809 bis 1813 als schnurgerade Heerstraße für die Truppen Napoleons I. gebaut. Die Straßenabschnitte zwischen Osnabrück und Bad Iburg sowie zwischen Münster und Telgte wurden bereits im 18. Jahrhundert erbaut und in die neugebaute napoleonische Heerstraße integriert, die von Münster aus über Dülmen weiter nach Wesel führte.

In den Jahren 1838 bis 1842 wurde der mittlere Streckenabschnitt von Haltern über Recklinghausen nach Bochum als erste Chaussee im Vest Recklinghausen gebaut. Im dicht besiedelten Bergischen Land wurde die Straße zwischen Remscheid-Lennep und Köln (Wermelskirchener Chaussee) bereits 1775 fertiggestellt. Diese Straße wurde 1865 als Cöln-Berliner Staatsstraße bezeichnet.[2]

Der südliche Streckenabschnitt zwischen Köln und Trier wurde 1826 begonnen und 1841 vollendet. Im Saarland wurde bereits im 18. Jahrhundert mit dem Straßenbau begonnen. Die Straße zwischen Völklingen und Bous wurde laut Stadtchronik bereits 1734 fertiggestellt.

Ursprünglicher Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 51 führt von der alten Hansestadt Bremen über das Ruhrgebiet bis ins Saarland und an die französische Grenze nach Lothringen. Die Straße führt so vom Nordwesten zum Südwesten Deutschlands durch fünf Bundesländer und unterschiedliche Landschaften und alte Industriereviere.

Direkt in Bremen südlich der Weser, gegenüber vom Weserstadion, startet die B 51 und führt fünf Kilometer gemeinsam mit der B 6 vor die Tore Bremens ins niedersächsische Brinkum bei Stuhr.

Zwischen Diepholz und dem Dümmer weniger Meter westlich der Bundesstraße: Der Skulpturenpfad „Diepholz| Dümmer“

Immer durch die flache, landwirtschaftlich genutzte norddeutsche Tiefebene gelangt die B 51 über Bassum (23 km) und die Kreisstadt Diepholz (42 km), vorbei an Niedersachsens zweitgrößtem See, dem Dümmer, an den Rand von Osnabrück (110 km). Vor und nach Osnabrück durchquert die Straße die Naturparks von Wiehengebirge und Teutoburger Wald – südlich von Osnabrück vierstreifig bis zum Dörenberg und weiter durch Bad Iburg und Glandorf bis zur Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen.

Nach 174 km erreicht die B 51 die alte Domstadt Münster, wo neben Osnabrück der Westfälische Friede geschlossen wurde. Auf dem Innenstadtgebiet wurde beziehungsweise wird die B 51 zur vierstreifigen Stadtautobahn ausgebaut. Weiter verlief sie durch das südliche Münsterland, durch Haltern am See und Recklinghausen nach Herne, in Anschluss schlängelte sie sich mitten durch Bochum (240 km), vorbei an Bergbaumuseum und Schauspielhaus, und überquerte bei Hattingen, einem Städtchen mit einer schönen mittelalterlichen Altstadt, die Ruhr.

Die alte Führung berührt den Osten Wuppertals, überquert im Ortsteil Langerfeld die B 7 und schlängelt sich als L 58 durch das Bergische Land nach Remscheid-Lennep. Von dort aus weiter über Bergisch Born, Wermelskirchen und Burscheid nach Leverkusen. Über die Mülheimer Brücke wechselt sie die Rheinseite und führt am Rheinufer entlang (zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke als Rheinufertunnel) durch die Domstadt Köln (311 km), wobei sie kurz hintereinander auch auf die Bundesstraßen 8 und 9 trifft. Wenige Kilometer südwestlich von Köln unterquert sie die A 4 und die A 553. Sie durchquert Brühl, überquert dann auf Höhe des Phantasialandes die kurze A 553, um dann im weiteren Verlauf die A 61 bei Weilerswist zu unterqueren. Ab hier verläuft sie fast parallel zur A 1 bis Euskirchen.

Hettner Bohrmaschine auf einem Verkehrskreisel der B 51 im Stadtgebiet von Bad Münstereifel.
Die B 51 am Ortseingang Trier aus Richtung Konz (vierstreifiger Ausbau)

Ab Euskirchen (347 km) führt sie nun wieder als B 51 am romantischen Städtchen Bad Münstereifel vorbei (bis in die 1970er-Jahre verlief sie mitten durch die Stadt) auf fast 100 km quer durch die dünn besiedelte Eifel und hierbei über die rheinland-pfälzische Grenze hinaus nach Prüm (409 km). Die alte, ursprüngliche Strecke verlief ab Prüm durch das Nimstal über Schönecken, Seffern, Bickendorf, Bitburg (jetzt die L 5). Ab Bitburg (441 km) führt sie schließlich in die Römerstadt und Moselmetropole Trier (457 km). Hinter Trier nähert sie sich bis auf wenige Kilometer der Grenze von Luxemburg und stößt bei Konz zum ersten Mal auf den Fluss Saar.

Die B 51 zwischen Saarburg und Mettlach

Diesen Fluss begleitet sie nun ab Saarburg als Uferstraße, über die Landesgrenze bei Saarhölzbach ins Saarland. Zwischen Mettlach und Besseringen verlässt sie die Saar, um die Saarschleife bei Orscholz abzukürzen. Früher führte die B 51 zwischen Saarburg und Mettlach jedoch nicht an der Saar entlang, sondern durch den Saargau, einem Hunsrückausläufer, entlang der Ortschaften Perdenbach, Trassem, Freudenburg und Weiten. Zwischen Merzig (498 km) und Saarlouis (518 km) fungiert der alte Verlauf nunmehr als L 131 bzw. L 176. Danach geht es durch das alte Industrierevier bei Völklingen (Weltkulturerbe) bis Saarbrücken (541 km). Hinter dieser Großstadt verläuft die B 51 weiter entlang der Saar bis zu ihrem Ende an der französischen Grenze bei Sarreguemines (Saargemünd), wo sie in die französische N61 übergeht, die nach wenigen Kilometern an die A4 nach Paris oder Straßburg anschließt.

Insgesamt legte die B 51 so eine Strecke von 569 km zurück, wobei man die Teilstücke, in denen sie durch eine Autobahn ersetzt wurde, nicht unbedingt mitrechnen kann. Andererseits ist die B 51 im Vergleich zur Reichsstraßenzeit dadurch länger geworden, dass zahlreiche Ortsumgehungen gebaut wurden.

Abgestufte Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ostumgehung Osnabrücks geht in die A 33 über. Die B 51 wird an der Anschlussstelle Osnabrück-Nahne der A 30 fortgesetzt. Südlich von Münster wird die B 51 durch die A 43 und die A 1 ersetzt, während der ehemalige Verlauf größtenteils zur L 551 herabgestuft wurde. Der Abschnitt ab der AS Bochum-Riemke bis zur Anschlussstelle Sprockhövel wurde zum 1. Januar 2010 abgestuft,[3] der anschließende Abschnitt bis nach Remscheid-Lennep bereits zum 1. Januar 2008.[4]

Auch zwischen den Anschlussstellen Brühl-Nord und Euskirchen ist die B 51 durch die A 553 und abermals die A 1 ersetzt.

Weitere abgestufte Abschnitte verlaufen zwischen Prüm und Bitburg (A 60) sowie seit Anfang 2007 zwischen Merzig und Saarlouis (A 8).

Zum 1. Januar 2014 wurde der Abschnitt vom Beginn der Berliner Straße im Kölner Stadtteil Mülheim bis zur Autobahnauffahrt Burscheid der (A 1) zu Gemeinde- bzw. Landesstraßen (zumeist L 188) herabgestuft.[5]

Überregionale Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Bedeutung der B 51 als überregionale Straße ist im nördlichen Verlauf kaum gegeben. Zwischen Blankenheim und Trier (mit Ausnahme des durch die A 60 ersetzten Abschnitts zwischen Prüm und Bitburg) kommt der B 51 eine überregionale Bedeutung zu, weil sie hier die in Planung bzw. in Bau befindliche A 1 ersetzen muss. Da in diesem Bereich erhebliche Fernverkehrszahlen erreicht werden, ist sie dort fast durchgehend dreistreifig, teilweise sogar vierstreifig (Autobahnähnliche Straße) ausgebaut. Die Kombination A 1 – B 51 – A 60 stellt die kürzeste Verbindung des Kölner Raums mit dem Westen Rheinland-Pfalz’, Luxemburg und Lothringen dar, welche jedoch im Gegensatz zur Autobahnroute nicht kreuzungsfrei ist. Auch der Verkehr zwischen Südfrankreich oder Spanien und Skandinavien nutzt oftmals diese Verbindung. Dieser Abschnitt ist Teil der E 29.

Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskussionen um Einbeziehung einzelner Abschnitte der B 51 in die LKW-Maut sowie zeitweise Sperrung für den Schwerlastverkehr im Abschnitt A 64 (bei Trier) bis A 60 (bei Bitburg), wie dies beispielsweise bei der B 3 in Nordhessen erfolgreich gehandhabt wird, sind bislang ohne Ergebnis geblieben. Als wichtigstes Hindernis für die Sperrung werden zwei nur zweistreifige und sanierungsbedürftige Brücken der B 52 am derzeitigen Autobahnende der A 64 in Richtung A 1/A 602 genannt, die den zusätzlichen Schwerlastverkehr nicht aufnehmen könnten.

Saarland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit den 1960er Jahren geforderte Umgehung des Merziger Ortsteils Besseringen war seit Juni 2011 im Bau[6] und wurde am 13. Dezember 2013 fertiggestellt.[7] Die Kosten für den 3,6 km Abschnitt beliefen sich auf ca. 27,2 Millionen Euro, es wurden zwei über 200 m lange Talbrücken errichtet. Pro Tag durchquerten rund 16.000 Fahrzeuge den Ort.

Rheinland-Pfalz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Sommer 2004 befand sich die Westumfahrung Trier, auch „Moselaufstieg“ genannt, im Planfeststellungsverfahren. Geplant ist, von Konz die Bundesstraße 51 westlich des Trierer Bergs auf einer neuen Trasse auf die Moselhöhen zu führen und dort an die A 64 anzuschließen. Am 12. Mai 2005 hob das Oberverwaltungsgericht Koblenz den dazu gefassten Planfeststellungsbeschluss jedoch auf.[8] Ein Bau in den nächsten Jahren erscheint daher unwahrscheinlich.

Aus diesem Grund wurde die B 51 auf dem Trierer Stadtgebiet weiter ausgebaut. Zwischen der Fachhochschule und der Ampel an der Kaiser-Wilhelm-Brücke wurde die Straße durchgehend dreistreifig ausgebaut, indem der Felsen unterhalb der Fachhochschule abgetragen und die Napoleonsbrücke für drei Fahrstreifen ertüchtigt wurde. In diesem Zuge wurden auch marode Stützmauern der derzeitigen Trasse im unteren Gillenbachtal instand gesetzt.

Andererseits ist geplant die B 51 im Bereich Trier-West ab der Einmündung Römerstraße/Bahnübergang in nördlicher Richtung von der Aachener Straße/Luxemburger Straße in die Hornstraße zu verlegen. Der weitere Verlauf soll sich ab dem Bereich Trierweilerweg/Über Brücken dann parallel zur Weststrecke über die ehemaligen Gelände des Bahnbetriebswerkes und der Firma Eybl-Bobinet erstrecken und bei der Straße Im Speyer schließlich wieder in die alte und ab dort gut ausgebaute Trasse übergehen.

Der offizielle Spatenstich für die 4,3 Kilometer lange und rund 20 Millionen Euro teuere Ortsumgehung Konz-Könen fand im Februar 2012 statt.[9] Beginnen wird die Umgehung zwischen den Abzweigen L 136 und K 112 im Bereich Tawern um dann den Stadtteil Könen im Westen zu umgehen und schließlich unterhalb des Industriegebietes Granahöhe an die B 419 anzuschließen, welche nach der Brücke der Saarmündung wieder in die B 51 übergeht.[10][11]

Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Ausbau der B 51 als östlich des Stadtkern Münsters verlaufende, vierspurige Umgehungsstraße durch den zu den begehrtesten und teuersten Stadtteilen Münsters zählenden Stadtteil St. Mauritz bestehen seit längerer Zeit konkrete Pläne. Bereits in den 1960er Jahren wurde eine leistungsfähige Straßenverbindung zwischen Münster und der Region Bielefeld sowie Ostwestfalen diskutiert.[12] Ende der 1960er Jahre entstanden Planungen einer vierspurigen Kraftfahrstraße, die südlich der bisherigen B 51 verlaufen sollte.[12] Die Alternativplanung aus dem Jahr 1992 sah einen vierspurigen Ausbau der B 51 zwischen Münster und Telgte vor und wurde bis zum Jahr 2003 weiter als vordringlicher Bedarf angesehen.[12]

Das Bauvorhaben auf der Strecke bis zum Schifffahrter Damm zählt 2015 zur offiziellen Zielplanung der Stadt Münster.[13] Bei den Anwohnern ist das Bauvorhaben umstritten, die eine Klage über unzureichenden Lärmschutz beim Oberverwaltungsgericht Münster einreichten.[14] Die Bürgerinitiative St. Mauritz, Münsters älteste Bürgerinitiative, die 1986 gegründet wurde, versucht seit knapp 30 Jahren die Umsetzung des Bauvorhabens in der geplanten Form zu verhindern und präferiert eine Untertunnelung der B 51 nach dem Vorbild der Hamburger Deckel.[14][15] Bereits 1994 empfahl eine durch das damalige NRW-Verkehrsministerium in Auftrag gegebene Umweltverträglichkeitsstudie die Untertunnelung zur Minimierung von Lärm- und Abgasbelastung.[15]

Blick von der Anschlussstelle Weseler Straße in Richtung der Anschlussstelle Albersloher Weg

Am südlichen Teil des zum Ausbau vorgesehenen Teilstücks der Umgehungsstraße bewegen sich an den drei Verkehrsknotenpunkten am Albersloher Weg, der Umgehungsstraße selber sowie der Wolbecker Straße täglich 120.000 Autos.[13] Davon entfallen gegenwärtig 30.000 Fahrzeugbewegungen auf die zweispurige B 51.[16] Das Verkehrsaufkommen sei allerdings nach Auskunft des Verkehrsplaners Ralf Renkhoff der Stadt Münster rückläufig.[13] Für das Jahr 2025 wird mit einem Anstieg auf rund 47.000 bis 52.000 Fahrzeugbewegungen pro Tag gerechnet.[16][15]

Mit dem vierspurigen Ausbau der B 51 soll das Aufstellen von Lärmschutzwänden sowie die Verwendung von Flüsterasphalt zur Reduzierung der Geräuschemission nach Auskunft der Bezirksregierung Münster einhergehen.[17] Die geplante Verwendung von Flüsterasphalt wird von Anwohnern als politisch, nicht jedoch technisch wirksame Maßnahme kritisiert.[18][19] Flüsterasphalt kann seine lärmmindernde Wirkung bei hohen Geschwindigkeiten entfalten, weswegen er vornehmlich auf Autobahnen zu finden ist. Unterhalb von 60 km/h ist kein nennenswerter Effekt messbar.[20][21] Im betreffenden Abschnitt der B 51 besteht eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h.[22] Zudem ist bei Flüsterasphalt nach sechs bis acht Jahren die Deckschicht zu ersetzen, wohingegen konventioneller Asphalt Liegedauern von zwölf Jahren erreicht.[20]

Der Ausbau der Umgehungsstraße soll nach Planung der Stadt im Jahr 2025 auf ganzer Länge abgeschlossen sein.[16] Für die Baumaßnahmen bewilligte der Bund im Jahr 2014 Gelder in Höhe von 42 Millionen Euro.[14]

Bevor die Genehmigung für den Ausbau erteilt wurde, ließ der Landesbetrieb Straßen NRW Bäume und Gehölzer auf dem 6.000 m² großen zukünftigen Baufeld entlang der Trasse der B 51 im Februar 2015 fällen.[15][23][24] Dies wurde vom Bündnis 90/Die Grünen sowie dem Naturschutzbund Deutschland kritisiert.[25][26] Es folgte die Suche nach Blindgängern an Verdachtspunkten im Baugrund durch den Kampfmittelräumdienst.[23][24]

Bereits im Januar 2015 war vom Liegenschaftsausschuss beschlossen worden, dem Landesbetrieb Straßen NRW Flächen an der Wolbecker Straße zu verkaufen, auf der sich bisher Kleingärten der Vereine Morgensonne und Damaschke befanden, die unmittelbar an den bisherigen Streckenverlauf der B 51 reichten.[27] Für diese Flächen, die für den Ausbau der Bundesstraße benötigt werden, plant das Grünflächenamt den Pächtern, den sie wegen der städtebaulichen Maßnahme im Jahr 2014 gekündigt hatte, Ersatzflächen im Stadtgebiet zur Verfügung zu stellen.[27] Die Herrichtung der Ersatzflächen ist für die Stadt Münster mit Kosten in Höhe von knapp 560.000 Euro verbunden.[27]

Nachdem im Mai 2015 die letzte von 4 Klagen vor dem Oberverwaltungsgericht Münster zur Prüfung der Gültigkeit des Planfeststellungsbeschlusses zum Straßenbau aus dem Jahre 2011 abgewiesen wurde[28][29][15][30][31], erfolgte am 22. Juni 2015 der Spatenstich zum Baubeginn.[32]

Des Weiteren ist eine Umgehungsstraße um den Kölner Stadtteil Meschenich geplant. Bisher durchquert die B 51 den Ort zentral, was mit erheblicher Lärm- und Schadstoffbelastung für die Anwohner verbunden ist.[33]

Niedersachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Weiterführung der A 33 im Nordosten von Osnabrück gibt es auch Planungen, die B 51 im Bereich Belm als kreuzungsfreie Ortsumgehung neu zu bauen. Der Planfeststellungsbeschluss erging im August 2010. Mit dem Bau der Strecke sollte am 17. Juni 2013 begonnen werden.[34]

Die Neubaustrecke nördlich von Belm soll im Jahr 2019Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren befahrbar sein.[35]

Die Ortsdurchfahrt Barnstorf der B 51 im niedersächsischen Landkreis Diepholz soll durch eine Umgehungsstraße ersetzt werden. Das Planfeststellungsverfahren hierzu wurde im April 2008 eingeleitet, aber aus städtebaulichen Gründen im Sommer 2010 vorübergehend eingestellt. In der zweiten Jahreshälfte 2013 soll ein Raumordnungsverfahren eingeleitet werden.[36]

Mitbenutzung durch Straßenbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen der Bochumer Innenstadt und Linden (Hattinger-/Wuppertaler Straße) und im Bereich Hattingen verläuft die Straßenbahnstrecke Bochum – Hattingen (Linie 308), sowie teilweise auch die Strecke Bochum-Mitte – Dahlhausen (Linie 318) der Bogestra straßenbündig auf der ehemaligen B 51. Auch zwischen Recklinghausen und Bochum verlief die Straßenbahn (Linie 8, 18, 28; später Linie 305 auf dem Abschnitt Herne-Bochum) bis zur Eröffnung der Bochumer Stadtbahn (U35) 1989 auf der Bundesstraße; die Gleise lagen im Bereich Riemke bis zum Sommer 2008 und wurden im Zuge der Straßensanierung entfernt. Hinzu kommen einige Meter im Kölner Stadtteil Höhenhaus, auf denen die Linie 4 der Kölner Verkehrs-Betriebe fährt. In Saarbrücken verläuft die Linie S1 der Saarbahn durch St. Johanner- und Kaiserstraße, am Rathausplatz entlang und durch Großherzog-Friedrich-, Arndt- und Mainzer Str. auf der B 51. Ab der Haltestelle Römerkastell verläuft die Linie S1 dann parallel zur B 51 bis Saargemünd. Im heutigen Leverkusen fuhr von 1903 bis 1922 von der Reuterstr. bis zum Binnerster Hof (heute teilweise Fußgängerzone) eine Strecke.[37]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 51 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. im Stadtgebiet Köln, Völklingen und Saarbrücken teilweise vierstreifig ausgebaut; im Stadtgebiet Münster, Umfahrung Brühl und Baasem–Stadtky vierstreifig autobahnähnlich ausgebaut; Reuth–Dausfeld und Bitburg–Meckel dreistreifig ausgebaut
  2. Otto v Mülmann: Statistik des Regierungs-Bezirkes Düsseldorf. J. Baedeker, Iserlohn 1867 (Google Books [abgerufen am 28. Oktober 2011]).
  3. Amtsblatt für den Reg.-Bez. Arnsberg. Nr. 53/2009. Bezirksregierung Arnsberg, 2. Januar 2010, S. 369f, abgerufen am 28. Oktober 2011 (PDF; 1,6 MB).
  4. Amtsblatt für den Reg.-Bez. Düsseldorf. 189. Jahrgang 2007 Nr. 50. Bezirksregierung Düsseldorf, 12. Dezember 2007, S. 422f, abgerufen am 28. Oktober 2011 (PDF; 131 kB).
  5. Amtsblatt für den Regierungsbezirk Köln. 193. Jahrgang Nr. 44. Bezirksregierung Köln, 4. November 2013, S. 446, abgerufen am 28. August 2014 (PDF;146 kB).
  6. Ortsumgehung Besseringen geht in Bau. Ministerium für Wirtschaft, Energie, Arbeit und Verkehr Saarland, 27. Juni 2011, abgerufen am 20. Oktober 2012.
  7. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Ortsumgehung Besseringen im Zuge der B 51 entlastet Anwohner und verbessert Anbindung der Region. (Memento vom 14. Dezember 2013 im Internet Archive)
  8. Fernstraßenrecht; Planfeststellung. Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Koblenz. Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, 12. Mai 2005, abgerufen am 28. Oktober 2011.
  9. Ramsauer bei Spatenstich für Ortsumgehung für Konz-Könen. Trierischer Volksfreund, 14. Februar 2012, abgerufen am 15. Februar 2012 (Zeitungsartikel).
  10. Christian Kremer: Erste Schritte zur B 51-Ortsumgehung. Trierischer Volksfreund, 15. Februar 2011, abgerufen am 28. Oktober 2011 (Zeitungsartikel).
  11. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz Hering: Ortsumgehungen Kastellaun und Konz-Könen gehen in Bau. (Memento vom 1. Januar 2015 im Internet Archive)
  12. a b c b64plus.de: Chronik der Planungen: Ein wichtiges Infrastrukturprojekt lässt auf sich warten, abgerufen am 26. Februar 2015
  13. a b c Westfälische Nachrichten: Was darf in eine Prognose hinein und was nicht? – Lebhafte Debatte über die zu erwartende Verkehrsbelastung im Hafenviertel / Entscheidung vertagt, Münster, Münster, Klaus Baumeister, 30. Januar 2015
  14. a b c Westfälische Nachrichten: B 51 in Münster: Bund gibt 42 Millionen für den Ausbau der Umgehungsstraße frei, Münsterland, Münster/Berlin, Klaus Baumeister, 30. Juli 2014
  15. a b c d e Michael Heß: Ein Tunnel für Mauritz. Über die Tunnelung der Umgehungsstraße wird gestritten. draußen, 1. Februar 2015, S. 10, abgerufen am 26. Februar 2015 (PDF; 83,9 kB).
  16. a b c Westfälische Nachrichten: Stadt setzt auf weniger Staus – Das Hafenviertel boomt: Umgehungsstraße soll notwendige Entlastung bringen, Münsterischer Anzeiger, Münster, Klaus Baumeister, 29. Januar 2015
  17. Bezirksregierung Münster: Startschuss für den vierspurigen Ausbau der B 51 zwischen Wolbecker und Warendorfer Straße: Planfeststellungsbeschluss aus 2011 nun sofort vollziehbar, Münster, 14. August 2014
  18. Westfälische Nachrichten: Flüsterasphalt – Nicht effektiv, Jürgen Tschoepe, 26. August 2011
  19. Westfälische Nachrichten: Umgehungsstraße – Fassungsloser denn je, Klaus Köster, 5. Februar 2015
  20. a b Thüringer Allgemeine: Flüsterasphalt könnte Tempo-30-Zonen unnötig machen, Erfurt, Wolf-Dieter Bose, 27. Dezember 2013
  21. guenther-felbinger.de: Einsatz von Flüsterasphalt, Günther Felbinger, 3. März 2011
  22. na dann: „Ignorant und menschenverachtend“, Stefan Bergmann, Ausgabe 06/2015, S. 4f.
  23. a b Westfälische Nachrichten: Bäume an der B 51 fallen, Münsterischer Anzeiger, 10. Februar 2015
  24. a b Westfälische Nachrichten: Weitere Bäume fallen an der B 51, Münster, 19. Februar 2015
  25. Westfälische Nachrichten: Grüne kritisieren Baumfällung, Münster, 30. Januar 2015
  26. Westfälische Nachrichten: „Das ist ja Kahlschlag“ – Naturschützer kritisieren Straßen-NRW wegen der laufenden Holzschnittarbeiten, Westfalen, Münsterland, Stefan Werding, 27. Februar 2015
  27. a b c Westfälische Nachrichten: Ausweichquartier für Kleingärten: Umgehungsstraße beansprucht Damaschke-Parzellen / Grünflächenamt plant Ersatz, Münster, Münster, Lukas Speckmann, 13. März 2015
  28. Westfälische Nachrichten: B 51: Warten auf einen Gerichtstermin, Münster, Münster, Klaus Baumeister, 21. Februar 2015
  29. Planfeststellungsbeschluss. Bezirksregierung Münster, 30. September 2011, abgerufen am 26. Februar 2015 (PDF; 1,74 MB).
  30. Westfälische Nachrichten: B 51: Prozesstermin steht fest, Münsterischer Anzeiger Münster, kb, 14. März 2015
  31. Erster Spatenstich für B 51. Bauarbeiten starten. Westfälische Nachrichten, 22. Juni 2015, abgerufen am 6. Juli 2015.
  32. B51: Nächster Bauabschnitt der Ortsumgehung Münster wird in Angriff genommen. In: www.strassen.nrw.de. Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, 22. Juni 2015, abgerufen am 6. Juli 2015.
  33. Neue Straßen in Meschenich: Letzten Kilometer zum Eifeltor. In: Kölner Stadt-Anzeiger. Abgerufen am 27. März 2016 (de-de).
  34. Planung und Bau der Ortsumgehung Belm im Zuge der A 33/B 51. Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, 16. Mai 2013, abgerufen am 31. Mai 2013.
  35. Lückenschluss A33-Nord und A1 bis 2019 geplant. Neue Osnabrücker Zeitung, 20. März 2012, abgerufen am 24. Januar 2016.
  36. Neubau der Ortsumgehung Barnstorf im Zuge der Bundesstraße 51. Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, 16. Januar 2013, abgerufen am 31. Mai 2013.
  37. Straßenbahn in Schlebusch vor dem heutigen "Alten Bürgermeisteramt"