Bundesstraße 68

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 68 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Feldbacher Straße.
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Bundesstraße 68 in Deutschland
Bundesstraße 68
Karte
Verlauf der B 68
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Cloppenburg
(52° 50′ N, 8° 0′ O52.8257397.997742)
Straßenende: Warburg
(51° 32′ N, 9° 2′ O51.5308339.031358)
Gesamtlänge: 98 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]
Bundesstraße 68 zwischen Paderborn und Dörenhagen
Bundesstraße 68 zwischen Paderborn und Dörenhagen

Die Bundesstraße 68 (Abkürzung: B 68) ist eine deutsche Bundesstraße und verläuft von Stapelfeld (einer zur Stadt Cloppenburg gehörenden Ortschaft) in Niedersachsen über Quakenbrück, Bramsche, Osnabrück, Bielefeld, Paderborn, Lichtenau nach Warburg-Scherfede in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die B 68 ist die Nachfolgerin der Reichsstraße 68, die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg zum Netz der deutschen Fernstraßen gehörte.

Ursprünglich sollte die B 68 fast vollständig vierspurig ausgebaut bzw. durch eine parallel verlaufende Neubaustrecke ersetzt werden. Noch 1972 wurde die Neubaustrecke „B 68 neu“ genannt. Im Jahr 1972 war geplant, die B 68 vom heutigen Ende der A 33 bei Belm aus am nördlichen Stadtrand von Osnabrück in westlicher Richtung verlaufen zu lassen. Unmittelbar nördlich des heutigen Beginns der Schnellstraße auf dem Gebiet der Stadt Osnabrück sollte die B 68 auf die heutige Trasse der B 68 einmünden und mit der heutigen A 1 ein Autobahnkreuz Osnabrück-Nord bilden.

Seit 1976 gilt im Wesentlichen die heute noch verwendete Nomenklatur der Straßen des Bundes. Seitdem gibt es auch eine „A 33“. Diese sollte von Anfang an die B 68 in den Abschnitten, in denen sie parallel zu der neuen Autobahn verläuft, ersetzen. Dabei war bereits um 1980 der Plan aufgegeben worden, die A 33 eng am nördlichen Stadtrand von Osnabrück entlang verlaufen zu lassen und sie nördlich der A 1 fortzusetzen. Folglich wurde schon bei der Zuteilung der Nummern der Anschlussstellen darauf geachtet, dass an der A 1 für ein Autobahndreieck mit der A 33 eine Nummer frei gelassen wurde.

Aktuelle Situation[Bearbeiten]

Die Fertigstellung der A 33 zwischen Osnabrück-Schinkel und Borgholzhausen sowie zwischen Bielefeld und dem Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren hat zur teilweisen Abstufung der B 68 geführt. Zwischen Bielefeld-Brackwede und Paderborn wurde die B 68 komplett zur Landesstraße 756 abgestuft. Die etwa 20 km lange Autobahnlücke zwischen Bielefeld und Borgholzhausen ist nach wie vor als Bundesstraße gewidmet, zumal ihr noch eine erhebliche Verkehrsbedeutung zukommt. In Halle existiert im Zuge dieser Straße eine enge Ortsdurchfahrt, die dem Verkehr nicht gewachsen ist. Nach der Fertigstellung der A 33, die in diesem Bereich bis 2019 geplant ist, soll auch der Abschnitt zwischen Borgholzhausen und Bielefeld zur Landesstraße heruntergestuft werden.

Seit Februar 2009 ist die autobahnartig ausgebaute B 68 zwischen Bramsche und Osnabrück durchgehend befahrbar. Durch die Verbreiterung und die Kreuzungsfreiheit wird die Fahrt aus dem Stadtzentrum Osnabrücks bzw. aus den Richtungen Münster und Amsterdam in den Norden des Landkreises Osnabrück und in den Südkreis Cloppenburg erleichtert, zumal inzwischen auch Umgehungsstraßen um Quakenbrück, Badbergen und Bersenbrück den Straßenverkehr flüssiger machen.

Planungen[Bearbeiten]

Als B 68 sollen der Abschnitt im nördlichen Landkreis Osnabrück und im Landkreis Cloppenburg sowie der Abschnitt südöstlich von Paderborn erhalten bleiben.

Nördlich von Osnabrück entsteht eine weitere Ortsumgehung der B 68 und zwar in Essen (Oldenburg).[2] Die Planfeststellungsverfahren hierzu wurden rechtskräftig abgeschlossen. Mit dem Bau der Ortsumgehung wurde im Jahr 2012 begonnen. Mit einer Fertigstellung ist im Jahr 2015 zu rechnen.

Im Jahr 2014 ereignete sich auf der B 68 im Stadtgebiet von Osnabrück eine Reihe schwerer, z.T. tödlicher Unfälle zwischen Kraftverkehr und Radfahrern, bzw. Fußgängern. Außerdem werden entlang der Trasse in Osnabrück regelmäßig die Höchstwerte für Feinstaub überschritten[3], darüber hinaus herrscht eine hohe Lärmbelastung[4]. Aufgrund dessen hat die Stadt Osnabrück im November 2014 einen Antrag an BMVI und NLStBV gestellt, in welchem sie die Herabstufung der B 68 im Stadtgebiet fordert[5]. Als Alternative für Durchgangsverkehr schlägt die Stadt vor, den Verkehr zwischen der A 1-Anschlussstelle Osnabrück-Nord und der A 30-Anschlussstelle Osnabrück-Nahne über die Autobahnen 1 und 30 zu leiten. Erhofft wird dadurch eine Verringerung des Verkehrsaufkommens (insb. des Schwerlastverkehrs) in der Osnabrücker Innenstadt.

Die NLStBV lehnte den Antrag im Sommer 2015 jedoch mit der Begründung ab, dass die von der Stadt Osnabrück genannte Alternativroute über das Lotter Kreuz schon jetzt überlastet sei und sich die Situation durch eine Herabstufung der B 68 noch verschärfen würde. Möglich werde eine Herabstufung erst mit dem Lückenschluss der A 33 zwischen Belm und der A 1[6].

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 68 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadtgebiet Osnabrück und Stadtgebiet Bielefeld vierstreifig; Bramsche – Osnabrück vierstreifig autobahnähnlich
  2. Ortsumgehung Essen im Zuge der Bundesstraße 68. Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, 14. Oktober 2011, abgerufen am 2. November 2011 (Projektseite).
  3. Lufthygienische Überwachung Niedersachsen, abgerufen am 30. Juni 2015
  4. Lärmkartierung Osnabrück, abgerufen am 30. Juni 2015
  5. Osnabrück beantragt Verlegung der B68 auf noz.de, abgerufen am 30. Juni 2015
  6. Stadt Osnabrück drängt weiter auf Verlegung der B68 auf noz.de, abgerufen am 30. Juni 2015
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM oder Bing