Bundestagswahlkreis Hamburg-Wandsbek

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Wahlkreis 22: Hamburg-Wandsbek
Bundestagswahlkreis 22-2017.svg
Staat Deutschland
Bundesland Hamburg
Wahlkreisnummer 22
Wahlberechtigte 235.513
Wahlbeteiligung 73,3 %
Wahldatum 24. September 2017
Wahlkreisabgeordneter
Name
Foto des Abgeordneten
Partei SPD
Stimmanteil 34,6 %

Der Bundestagswahlkreis Hamburg-Wandsbek (Wahlkreis 22) ist ein Wahlkreis in Hamburg für die Wahlen zum Deutschen Bundestag. Er umfasst vom Bezirk Wandsbek die Stadtteile Bramfeld, Farmsen-Berne, Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Rahlstedt, Steilshoop, Tonndorf, Volksdorf und Wandsbek.[1] Bei der letzten Bundestagswahl waren 217.147 Einwohner wahlberechtigt. Nachdem der Wahlkreis seit 1957 bei allen Wahlen von der SPD gewonnen werden konnte, siegte bei der Bundestagswahl 2009 erstmals der Direktkandidat der CDU.

Bundestagswahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bundestagswahl 2017 am 24. September 2017 wurden 9 Direktkandidaten und 16 Landeslisten zugelassen.

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Aydan Özoğuz SPD 34,6 26,6
Eckhard Graage CDU 29,8 28,9
Dennis Paustian-Döscher GRÜNE 7,1 10,4
Cornelia Kerth DIE LINKE 9,2 9,8
Wieland Schinnenburg FDP 7,0 10,3
Dietmar Wagner AfD 9,5 9,8
Helmut Saß NPD 0,2 0,2
Esther Isaak de Schmidt-Bohländer Die PARTEI 1,8 1,2
Christian Walbe FREIE WÄHLER 0,9 0,5
ÖDP 0,3
MLPD 0,0
BGE 0,4
DiB 0,3
DKP 0,0
Tierschutzpartei 1,1
V-Partei³ 0,2

Bundestagswahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2013 – WK Hamburg-Wandsbek
(in %)
 %
40
30
20
10
0
34,9
34,6
8,6
7,6
4,8
4,5
2,4
0,9
0,6
0,4
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+4,7
+5,8
-3,2
-3,3
+4,8
-9,1
+0,3
-0,2
-0,3
+0,4

Zur Bundestagswahl 2013 am 22. September 2013 wurden 9 Direktkandidaten[2] und 13 Landeslisten zugelassen[3].

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Frank Schira CDU 37,3 34,9
Aydan Özoğuz SPD 39,9 34,6
Katja Husen GRÜNE 6,4 8,6
Klaus-Dieter Abend FDP 1,9 4,5
Cornelia Kerth DIE LINKE 6,6 7,6
Katja Falkenbach PIRATEN 2,3 2,4
Helmut Saß NPD 1,0 0,9
RENTNER 0,6
ÖDP 0,2
MLPD 0,0
Joachim Körner AfD 4,2 4,8
Ulf Ohms FREIE WÄHLER 0,5 0,4
Die PARTEI 0,4

Bundestagswahl 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2009 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Ingo Egloff SPD 34,8 28,8
Jürgen Klimke CDU 36,5 30,2
Anjes Tjarks Bündnis 90/Die Grünen 9,4 11,8
Jan Christopher Witt FDP 7,7 13,6
Vasco Schultz Die Linke 9,5 10,9
Helmut Saß NPD 1,3 1,1
David Perteck ödp 0,8 0,4
PIRATEN 2,1
RENTNER 0,9
MLPD 0,0

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wahlkreis war bei der Bundestagswahl 1949 die Nummer 5 der Hamburger Wahlkreise und danach die Nummer 19. Von 1965 bis 1998 hatte er die bundesweite Nummer 17. Bei den Bundestagswahlen 2002 bis 2009 trug er die Wahlkreisnummer 23, seit 2013 hat er die Nummer 22. Der Wahlkreis hieß bei den Wahlen 1949 bis 1961 Hamburg V und bei den Wahlen 1965 bis 1976 Wandsbek.

Das Wahlkreisgebiet umfasste ursprünglich den Bezirk Hamburg-Wandsbek ohne den Stadtteil Eilbek, der an den Wahlkreis Hamburg VI ging. Nach dem Neuzuschnitt der Wahlkreise vor der Bundestagswahl 1965 bestand der Wahlkreis dann aus dem Bezirk Wandsbek ohne die Stadtteile Marienthal, Jenfeld und Tonndorf, die an den Wahlkreis Bergedorf abgegeben wurden. Vor der Bundestagswahl 1972 ging noch das Ortsamtsgebiet Bramfeld an den Wahlkreis Hamburg-Nord II, das der Wahlkreis aber bei der Neuordnung der Wahlkreise vor der Bundestagswahl 1980 zurückerhielt. Stattdessen wurden im Austausch das Ortsamtsgebiet Alstertal sowie die Stadtteile Lemsahl-Mellingstedt, Duvenstedt, Wohldorf-Ohlstedt und Bergstedt an den neu gebildeten Wahlkreis Hamburg-Nord abgegeben. Vor der Bundestagswahl 2002 kamen die Stadtteile Marienthal, Jenfeld und Tonndorf an den Wahlkreis zurück. Dafür ging der Stadtteil Eilbek an den Wahlkreis Hamburg-Mitte. Zur Bundestagswahl 2017 kehrte Eilbek wieder in den Wahlkreis Hamburg-Wandsbek zurück.

Bisherige Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Hamburg V bzw. Wandsbek bzw. Hamburg-Wandsbek waren

Wahl Name Partei Anteil der Erststimmen
2017 Aydan Özoguz SPD 34,6 %
2013 Aydan Özoguz SPD 39,9 %
2009 Jürgen Klimke CDU 36,5 %
2005 Ortwin Runde SPD 49,6 %
2002 Ortwin Runde SPD 53,0 %
1998 Peter Zumkley SPD 52,0 %
1994 Peter Zumkley SPD 43,1 %
1990 Peter Zumkley SPD 43,1 %
1987 Peter Zumkley SPD 43,6 %
1983 Eugen Glombig SPD 50,2 %
1980 Alfons Pawelczyk SPD 54,5 %
1976 Alfons Pawelczyk SPD 48,3 %
1972 Alfons Pawelczyk SPD 55,0 %
1969 Ilse Elsner SPD 56,1 %
1965 Ilse Elsner SPD 48,2 %
1961 Irma Keilhack SPD 46,2 %
1957 Irma Keilhack SPD 46,3 %
1953 Albert Walter1) DP 47,6 %
1949 Irma Keilhack SPD 40,7 %

1)Walter war 1953 der gemeinsame Kandidat des Hamburg-Blocks, einem Bündnis von CDU, FDP, GB/BHE und DP. Die CDU, die FDP und der GB/BHE nominierten keine eigene Direktkandidaten und riefen zur Wahl von Walter auf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlkreiseinteilung beim Bundeswahlleiter
  2. Amtlicher Anzeiger Nr. 61/2013 vom 2. August 2013 (PDF). (PDF; 246 kB) Behörde für Justiz und Gleichstellung, 2. August 2013, abgerufen am 7. August 2013.
  3. Bundestagswahl 2013 in Hamburg - 13 Landeslisten kommen auf den Stimmzettel. Behörde für Inneres und Sport, 26. Juli 2013, abgerufen am 7. August 2013.