Bundestagswahlkreis Heilbronn

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Wahlkreis 267: Heilbronn
Lage des Bundestagswahlkreises Heilbronn in Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 267
Einwohner 351.700
Wahlberechtigte 242.555
Wahlbeteiligung 76,6 %
Wahldatum 24. September 2017
Wahlkreisabgeordneter
Name
Foto des Abgeordneten

Alexander Throm
Partei CDU
Stimmanteil 35,3 %

Der Wahlkreis Heilbronn (Wahlkreis 267) ist ein Bundestagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasst insgesamt 32 Städte und Gemeinden, neben dem namengebenden Stadtkreis Heilbronn sind dies die Städte und Gemeinden Bad Friedrichshall, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Eberstadt, Ellhofen, Eppingen, Erlenbach, Gemmingen, Gundelsheim, Hardthausen am Kocher, Ittlingen, Jagsthausen, Kirchardt, Langenbrettach, Lehrensteinsfeld, Löwenstein, Massenbachhausen, Möckmühl, Neckarsulm, Neudenau, Neuenstadt am Kocher, Obersulm, Oedheim, Offenau, Roigheim, Schwaigern, Siegelsbach, Untereisesheim, Weinsberg, Widdern und Wüstenrot aus dem Landkreis Heilbronn.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Wahlkreis Heilbronn existierte bereits bei der Bundestagswahl 1949. Bei der Bundestagswahl 1953 erhielt er die Nummer 166. Der Wahlkreis umfasste von der Wahl 1949 bis zur Bundestagswahl 1961 jeweils die Stadt Heilbronn und den gesamten Landkreis Heilbronn. Für die Bundestagswahl 1965 erhielt er die Nummer 168 und umfasste weiterhin Stadt und Landkreis Heilbronn, ebenso bei der Bundestagswahl 1969 und der Bundestagswahl 1972. Bei der Bundestagswahl 1976 hatte er weiterhin die Nummer 168, umfasste aber nun die Stadt Heilbronn und den südlichen Teil des bei der baden-württembergischen Kreisreform von 1973 neu gebildeten Landkreises Heilbronn; der nördliche Teil des Landkreises war dem Wahlkreis Heidelberg-Land – Sinsheim zugeordnet worden. Bei der Bundestagswahl 1980 erhielt der Wahlkreis die neue Nummer 171 und umfasste nun die Stadt Heilbronn sowie den nördlichen Teil des Landkreises Heilbronn; der südliche Teil des Landkreises gehört seitdem zum neu gebildeten Bundestagswahlkreis Neckar-Zaber. An diesem Wahlkreiszuschnitt änderte sich bis einschließlich der Bundestagswahl 2009 nichts Wesentliches. Die Wahlkreisnummer 171 galt bis zur Bundestagswahl 1998, zur Bundestagswahl 2002 erhielt der Wahlkreis die Nummer 268, die auch zur Bundestagswahl 2005 noch galt; bei der Bundestagswahl 2009 ist der Wahlkreis Heilbronn der Wahlkreis Nr. 267.

Erster Abgeordneter des Wahlkreises Heilbronn war 1949 Georg Kohl von der DVP. Nach dessen Tod 1952 folgte ihm für die FDP Adolf Mauk nach, der den Wahlkreis bei der Wahl 1953 gewann. 1957 gewann der CDU-Politiker Karl Simpfendörfer das Direktmandat, 1961 und 1965 der SPD-Abgeordnete Helmut Bazille, dem 1969 und 1972 sein Parteikollege Erhard Eppler nachfolgte. Nach Epplers Ausscheiden aus dem Bundestag gewann 1976 der CDU-Abgeordnete Egon Susset das Direktmandat, das er bei den Wahlen 1980 bis 1994 verteidigte. Bei den Wahlen 1998 bis 2013 gewann der CDU-Politiker Thomas Strobl den Wahlkreis Heilbronn. Nach Strobls Wechsel in die Landespolitik 2016 setzte sich sein kommunalpolitischer Weggefährte, Alexander Throm, als Direktkandidat der CDU für die Bundestagswahl 2017 durch und trat gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic an, der in diesem Wahlkreis seit 2005 stets Direktkandidat für die SPD gewesen ist. Mit 35,3 % der Stimmen konnte sich Alexander Throm durchsetzen, und zog als direkt gewählter Abgeordneter in den 19. Deutschen Bundestag ein.[2]

Wahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweitstimmen zur Bundestagswahl 2017
Wahlkreis 267 Heilbronn
 %
40
30
20
10
0
32,1
17,7
16,4
13,0
10,4
5,7
4,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-13,7
-4,4
+11,0
+6,6
+1,9
+1,0
-2,4

Bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 treten folgende Kandidaten im Wahlkreis an:[3]

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2013
Zweitstimmen in %
Alexander Throm CDU 35,3 32,1 45,8
Josip Juratovic SPD 23,2 17,7 22,1
Thomas Fick GRÜNE 8,1 10,4 8,5
Michael Georg Link FDP 9,6 13,0 6,4
Jürgen Kögel AfD 15,6 16,4 5,4
Konrad Wanner DIE LINKE 4,6 5,7 4,7
Alfred Burkhardt FREIE WÄHLER 1,0 0,7 0,4
Bernhard Keil ÖDP 0,7 0,4 0,4
Rita Renner MLPD 0,2 0,1 0,1
Sascha Krolzig DIE RECHTE 0,1 0,1 -
Niclas Keicher DIE PARTEI 1,2 0,8 -
Eduard Martin Einzelbewerber 0,2 - -
Werner Marquardt Einzelbewerber 0,2 - -

Wahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl am 22. September 2013 hatte folgendes Ergebnis:[4]

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2009
Zweitstimmen in %
Thomas Strobl CDU 51,4 45,8 34,8
Josip Juratovic SPD 27,1 22,1 21,3
Michael Georg Link FDP 3,6 6,4 19,2
Ulrich Schneider GRÜNE 7,5 8,5 10,2
Heinz Deininger DIE LINKE 4,4 4,7 7,4
Remy Patzelt PIRATEN 2,7 2,2 2,0
Matthias Brodbeck NPD 2,3 1,6 1,6
Guido Klamt ÖDP 0,9 0,4 0,6
Peter Rügner MLPD 0,2 0,1 0,1
AfD - 5,4 -
Sonstige - 2,9

Wahl 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2009 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2005
Zweitstimmen in %
Thomas Strobl CDU 44,2 34,8 39,5
Josip Juratovic SPD 25,0 21,3 32,4
Ulrich Schneider GRÜNE 8,8 10,2 7,5
Michael Georg Link FDP 12,0 19,2 11,6
REP 1,1 1,5
Hasso Ehinger DIE LINKE 6,5 7,4 3,8
PBC 0,5 0,6
Alexander Scholl NPD 2,2 1,6 1,7
Rainer Graf ödp 1,0 0,6
BüSo 0,0 0,1
PIRATEN 2,0
Peter Rügner MLPD 0,2 0,1 0,2
Die Tierschutzpartei 0,7

Wahl 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2005 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2002
Zweitstimmen in %
Thomas Strobl CDU 50,3 39,5 43,5
Josip Juratovic SPD 33,6 32,4 35,6
Ulrich Schneider GRÜNE 5,6 7,5 8,2
Michael Georg Link FDP 4,4 11,6 7,7
REP 1,5 1,7
Hasso Ehinger Die Linke 3,4 3,8 0,8
PBC 0,6 0,5
Lars Käppler NPD 2,3 1,7 0,4
GRAUE 0,5 0,2
BüSo 0,1 0,1
FAMILIE 0,8
Peter Rügner MLPD 0,3 0,2

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlkreiseinteilung (Memento des Originals vom 22. Juli 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de
  2. Joachim Friedl: CDU Heilbronn nominiert Alexander Throm für Bundestagswahl. In: Heilbronner Stimme. 19. November 2016.
  3. Bewerber und Parteien im Wahlkreis 267 auf heilbronn.de
  4. http://www.landkreis-heilbronn.de/sixcms/media.php/103/Bekanntmachung_Kreiswahlvorschlaege2013neu.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.landkreis-heilbronn.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]