Bundestagswahlkreis Mainz

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Wahlkreis 205: Mainz
Bundestagswahlkreis 205-2017.svg
Staat Deutschland
Bundesland Rheinland-Pfalz
Wahlkreisnummer 205
Wahlberechtigte 248.996
Wahlbeteiligung 81,3 %
Wahldatum 24. September 2017
Wahlkreisabgeordneter
Name
Foto des Abgeordneten

Ursula Groden-Kranich
Partei CDU
Stimmanteil 35,7 %
Abgeordnete
Stimmzettel zur Bundestagswahl 2017, Teildarstellung

Der Bundestagswahlkreis Mainz (Wahlkreis 205, bei den Bundestagswahlen 2009 und 2013 Wahlkreis 206) ist seit 1949 ein Wahlkreis in Rheinland-Pfalz. Er umfasst die Landeshauptstadt Mainz und vom Landkreis Mainz-Bingen die verbandsfreien Gemeinden Bingen am Rhein, Budenheim und Ingelheim am Rhein sowie die Verbandsgemeinden Gau-Algesheim, Heidesheim am Rhein, Nieder-Olm und Rhein-Nahe.[1]

Bundestagswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2017 fand am 24. September 2017 statt. Die Parteien in Rheinland-Pfalz landesweit gegeneinander antreten hat der Landeswahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung am Freitag, 28. Juli 2017, entschieden und über die Zulassung der eingereichten Landeslisten befunden.[2]

Direktkandidat[3] Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Ursula Groden-Kranich CDU 35,7 % 32,7 %
Carsten Kühl SPD 28,0 % 22,0 %
David Dietz FDP 6,9 % 11,3 %
Tabea Rößner Bündnis 90/Die Grünen 10,8 % 13,1 %
Martin Malcherek Die Linke 6,5 % 8,5 %
René Pickhardt Piratenpartei 0,7 % 0,6 %
Sebastian Münzenmaier AFD 7,3 % 8,2 %
Bernd Föhr Die Partei 1,5 % 1,2 %
Wilhelm Schild ÖDP 1,2 % 0,9 %
Bernhard Heck BÜRGERKANDIDATEN – für Gemeinwohl und Volksentscheid 0,2 %
Jim Preuß Neue Liberale 0,1 %
Gerhard Wenderoth Freie Wähler 1,1 % 0,7 %

Das Direktmandat gewann Ursula Groden-Kranich von der CDU mit 35,7 % der Stimmen. Über die Landesliste konnte die Spitzenkandidatin der Grünen Tabea Rößner wieder in den Bundestag einziehen. Ebenfalls zog der Spitzenkandidat der AfD Sebastian Münzenmaier in den Bundestag ein.

Bundestagswahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2013 fand am Sonntag, dem 22. September 2013, statt.

Es traten 14 Parteien in Rheinland-Pfalz landesweit gegeneinander an. Dies entschied der Landeswahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung am 26. Juli 2013 in Mainz.[4] Damit erhielten alle Parteien eine Zulassung, die fristgerecht bis zum 15. Juli ihre Landeslisten und weitere Unterlagen eingereicht hatten.[5]

Die Reihenfolge der zugelassenen Landeslisten auf dem Stimmzettel richtet sich zunächst nach der Zahl der Zweitstimmen, die die jeweilige Partei bei der letzten Bundestagswahl im Land erreicht hat (Listenplätze 1–10): CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Piratenpartei, NPD, Die Republikaner, ÖDP und MLPD. Neu kandidierende Listen schließen sich in alphabetischer Reihenfolge ihres Namens an (Listenplätze 11–14): Alternative für Deutschland, Bürgerbewegung pro Deutschland, Freie Wähler und die Partei der Vernunft.

Ebenfalls am 26. Juli tagte der Kreiswahlausschuss unter dem Vorsitz des Wahlleiters Michael Ebling, Oberbürgermeister von Mainz, in dieser Sitzung wurden zehn Direktkandidatinnen und -kandidaten zugelassen, darunter auch Barbara Spahn, die nur als Direktkandidaten für die Bürgerrechtsbewegung Solidarität kandidiert, da die Partei keine Landesliste aufgestellt hat.[6]

Direktkandidat[7] Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Ursula Groden-Kranich CDU 40,1 38,4
Michael Hartmann SPD 34,9 26,7
Rainer Brüderle FDP 5,0 6,6
Tabea Rößner Bündnis 90/Die Grünen 10,0 13,1
Kathrin Senger-Schäfer Die Linke 4,3 5,5
Britta Werner Piratenpartei 2,7 2,5
NPD 0,5
Die Republikaner 0,3
Wilhelm Schild ÖDP 0,9 0,7
MLPD 0,0
AfD 4,6
Bürgerbewegung pro Deutschland 0,2
Gerhard Wenderoth Freie Wähler 1,4 0,7
Patrick Wybranietz Partei der Vernunft 0,4 0,3
Barbara Spahn Bürgerrechtsbewegung Solidarität
(Einzelkandidatin)
0,1

Über die jeweiligen Landeslisten konnten Michael Hartmann] von der SPD (Platz 4) und die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen aus Rheinland-Pfalz Tabea Rößner in den Bundestag einziehen.[8]

Bundestagswahl 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2009 waren 251.837 Einwohner wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 75,9 Prozent und brachte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2005
Zweitstimmen in %
Ute Granold CDU 36,3 32,8 34,0
Michael Hartmann SPD 30,6 23,0 33,4
Rainer Brüderle FDP 11,8 15,4 12,9
Tabea Rößner Bündnis 90/Die Grünen 12,6 15,8 12,0
Karl Voßkühler Die Linke. 5,7 7,4 4,6
- REP - 1,2 1,2
Ingo Helge NPD 1,1 0,6 0,8
- PBC - 0,1 0,2
- FAMILIE - 0,5 0,9
- MLPD - 0,0 0,1
Felix Leinen ödp 1,3 0,7 -
- PIRATEN - 2,4 -
Erwin Schott DIE VIOLETTEN 0,4 - -

Über die jeweiligen Landeslisten sind Michael Hartmann (SPD), Rainer Brüderle (FDP) und Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen) in den Bundestag eingezogen.

Bundestagswahl 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2005 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2002
Zweitstimmen in %
Ute Granold CDU 39,2 34,0 36,1
Michael Hartmann SPD 40,9 33,4 37,4
Rainer Brüderle FDP 8,7 12,9 10,0
Daniel Köbler Bündnis 90/Die Grünen 5,8 12,0 12,4
Peter Balluff Die Linke. 3,7 4,6 1,3
- REP - 1,2 1,1
Heinz-Jörg Zeitzmann NPD 1,2 0,8 0,2
- PBC - 0,2 0,1
- FAMILIE - 0,9 -
- MLPD - 0,1 -
Manfred Bartl K:Bartl 0,5 - -
- Offensive D - - 0,5
- Die Tierschutzpartei - - 0,6

Über die Landeslisten sind Ute Granold (CDU) und Rainer Brüderle (FDP) in den Bundestag eingezogen.

Frühere Wahlkreissieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl Name Partei
1949 Joseph Schmitt CDU
1953 Josef Schlick CDU
1957 Josef Schlick CDU
1961 Josef Schlick CDU
1965 Josef Hofmann CDU
1969 Hugo Brandt SPD
1972 Hugo Brandt SPD
1976 Hugo Brandt SPD
1980 Hugo Brandt SPD
1983 Johannes Gerster CDU
1987 Johannes Gerster CDU
1990 Johannes Gerster CDU
1994 Hans-Otto Wilhelm CDU
1998 Eckhart Pick SPD
2002 Michael Hartmann SPD
2005 Michael Hartmann SPD
2009 Ute Granold CDU
2013 Ursula Groden-Kranich CDU
2017 Ursula Groden-Kranich CDU

Wahlkreisgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl Wahlkreisname Gebiet
1949 9 Mainz Stadt Mainz, Landkreis Mainz ohne Amtsgerichtsbezirk Oppenheim, Landkreis Bingen
1953–1961 156 Mainz
1965–1969 156 Mainz
1972–1976 156 Mainz Stadt Mainz, vom Landkreis Mainz-Bingen die Gemeinden Bingen, Budenheim und Ingelheim sowie die Verbandsgemeinden Gau-Algesheim, Heidesheim, Nieder-Olm, Rhein-Nahe und Sprendlingen-Gensingen
1980–1998 154 Mainz
2002 208 Mainz
2005 207 Mainz
2009–2013 206 Mainz
seit 2017 205 Mainz Stadt Mainz, vom Landkreis Mainz-Bingen die Gemeinden Bingen, Budenheim und Ingelheim sowie die Verbandsgemeinden Gau-Algesheim, Heidesheim, Nieder-Olm und Rhein-Nahe

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlkreiseinteilung
  2. Sitzungstermine des Landeswahlausschuss (Memento vom 2. August 2017 im Internet Archive) 2017, abgerufen am 7. Mai 2017
  3. Öffentliche Bekanntmachung des Wahlkreisleiters abgerufen am 4. August 2017
  4. 14 Parteien treten zur Wahl des 18. Deutschen Bundestages an (Memento vom 7. April 2016 im Internet Archive) Pressemitteilung des Landeswahlleiters vom 26. Juli 2013
  5. 14 Parteien treten in Rheinland-Pfalz bei Bundestagswahl an auf allgemeine-zeitung.de vom 26. Juli 2013
  6. Kreiswahlausschuss tagte: Zehn Kandidaten/innen zur Bundestagswahl im Wahlkreis 206 zugelassen – Am heutigen Tage erteilte der Kreiswahlausschuss in seiner Sitzung im Mainzer Rathaus folgenden Kreiswahlvorschlägen die Zulassung zur Wahl zum 18. Deutschen Bundestag am 22. September 2013 im Wahlkreis 206 (Memento vom 29. Juli 2013 im Webarchiv archive.is) Pressemeldung auf mainz.de vom 26. Juli 2013
  7. Öffentliche Bekanntmachung des Wahlkreisleiters (Memento vom 1. Oktober 2013 im Internet Archive) als PDF-Datei vom 26. Juli 2013
  8. Bundestagswahl 2013: Gewählte Bewerberinnen und Bewerber (Memento vom 4. Dezember 2016 im Internet Archive) auf wahlen.rlp.de vom 23. September 2013