Bundesverband Deutscher Gartenfreunde

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Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V.
(BDG)
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Zweck: Förderung des Kleingartenwesens
Vorsitz: Dirk Sielmann
Gründungsdatum: 21. August 1921 (Reichsverband der Kleingartenvereine Deutschlands)
Mitgliederzahl: 19
Sitz: Berlin
Website: www.kleingarten-bund.de

Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. (BDG) ist die Dachorganisation der deutschen Kleingärtner und damit die Interessenvertretung des deutschen Kleingartenwesens. Unter dem Dachverband existieren 19 Landesverbände mit 14.000 Kleingärtnervereinen.[1] Auf die Vereine verteilen sich mehr als 900.000 Kleingärten[2], die von rund fünf Millionen Kleingärtnern genutzt werden.[3] Die Kleingärten umfassen zusammengenommen eine Fläche von 46.000 Hektar. Das sind 0,25 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche.[4]

Aufgaben und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Dachorganisation berät und unterstützt der BDG seine Mitglieder in allen Belangen der Vereinsarbeit. Über Bildungsangebote stärkt er die fachliche Kompetenz der Kleingärtner.

Der BDG veranstaltet Fachtagungen für seine Mitglieder zu den Themenfeldern Umwelt, Gartenfachberatung, Gesellschaft und Soziales, Verbandsmanagement und Recht. Er ist außerdem Herausgeber der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift Der Fachberater und veröffentlicht Broschüren und Merkblätter zu verschiedenen Fragen des Kleingartenwesens. Eine Aufgabe des Verbandes ist die Pflege und Förderung der Kleingartenkultur. Der Verband tritt ein für die Erhaltung von Kleingärten als Sinn stiftende Orte der Freizeitgestaltung und unverzichtbare Bestandteile einer sozialen Stadt. Er ist auch Veranstalter des Tags des Gartens.

Politisch wirkt der Verband darauf hin, dass Kleingärten auch in Zukunft für alle Schichten der Bevölkerung bezahlbar bleiben. Dabei wird der BDG von der Politik unterstützt: In über 90 Prozent aller Kommunen ist das Kleingartenwesen ein wichtiges Handlungsfeld der Verwaltung.[5]

Der BDG ist Mitglied im Deutschen Naturschutzring.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung eines organisierten Kleingartenwesens begann Mitte des 19. Jahrhunderts. Der erste Zusammenschluss, der Reichsverband, wurde am 21. August 1921 gegründet.[6]

Im § 1 der Satzung schrieben die Gründer: "Der Reichsverband der Kleingartenvereine Deutschlands bezweckt unter Fernhaltung parteipolitischer und konfessioneller Bestrebungen den Zusammenschluss aller Inhaber von Kleingärten".[7] Dieses Ziel hat der Verband bis in die Gegenwart verfolgt, auch wenn Name und Rechtsform im Verlauf seines Bestehens mehrfach gewechselt haben. Im Jahr 1938 erwirtschaftete der eine Million Mitglieder zählende Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands e. V. auf einer Gesamtfläche von 45.000 Hektar 350 Millionen kg Obst und 300 Millionen kg Gemüse.[8]

Über vier Jahrzehnte bestanden als Folge der Teilung Deutschlands zwei eigenständige Verbände. In der DDR waren die Kleingärtner im Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) organisiert. Seit der Wiedervereinigung sind die deutschen Kleingärtner unter dem Dach des BDG vereint.

Landesverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verband Sitz
Landesverband der Gartenfreunde Baden-Württemberg e.V. Stuttgart
Landesverband Bayerischer Kleingärtner e.V. München
Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V. Berlin
Landesverband Brandenburg der Gartenfreunde e.V. Potsdam
Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde e. V. Braunschweig
Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. Bremen
Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V. Hamburg
Landesverband Hessen der Kleingärtner e.V. Frankfurt
Landesverband der Gartenfreunde Mecklenburg und Vorpommern e.V. Stäbelow
Landesverband Niedersächsischer Gartenfreunde e.V. Hannover
Landesverband der Gartenfreunde Ostfriesland e.V. Emden
Landesverband Rheinland der Gartenfreunde e.V. Düsseldorf
Landesverband Rheinland-Pfalz der Kleingärtner e.V. Landau
Landesverband Saarland der Kleingärtner e.V. Neunkirchen
Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. Dresden
Landesverband der Gartenfreunde Sachsen-Anhalt e.V. Magdeburg
Landesverband Schleswig-Holstein der Gartenfreunde e.V. Ellerhoop
Landesverband Thüringen der Gartenfreunde e.V. Erfurt
Landesverband Westfalen und Lippe der Kleingärtner e.V. Lünen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bund Deutscher Gartenfreunde (BDG). In: Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V.
  2. Zahlen und Fakten. Abgerufen am 10. Oktober 2019.
  3. Zahlen und Fakten zum BDG.
  4. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung -BBR-, Bonn, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung -BMVBS- (Hrsg.): Städtebauliche, ökologische und soziale Bedeutung des Kleingartenwesens. Selbstverlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-87994-465-1.
  5. Buch: Staedtebauliche, oekologische und soziale Bedeutung des Kleingartenwesens. In: baufachinformation.de. Abgerufen am 26. November 2015.
  6. Güter Katsch, Johann B. Walz (1996): Kleingärten und Kleingärtner im 19. und 20. Jahrhundert, ISBN 3-00-000718-0
  7. Leitbild des BDG. kleingarten-bund.de;
  8. Bibliographisches Institut (Hrsg.): Meyers Enzyklopädisches Lexikon. 8., völlig neu bearbeitete und bebilderte Auflage. 9 Bände. Leipzig 1939–1942, Band 6, Sp. 1177 f.