Bundesverband Deutscher Stiftungen

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Bundesverband Deutscher Stiftungen
Logo der Stiftung
Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 1948
Sitz Berlin
Ursprung Arbeitsgemeinschaft Deutscher Wohltätigkeits-, Erziehungs- und Kultus-Stiftungen
Personen Michael Göring (Vors. des Vorstands) (2014)
Aktionsraum Deutschland
Angestellte ~ 60[1]
Mitglieder ~ 4000 Stiftungen
Website www.stiftungen.org

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen e. V. (BVDS) ist ein Interessenverband der Stiftungen in Deutschland mit Sitz in Berlin. Er vertritt seine Mitglieder gegenüber Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung.

Organisation und Gremien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband hat 2017 über 4200 Mitglieder und ist der größte und älteste Stiftungsverband in Europa.[2] Über Stiftungsverwaltungen sind dem Verband mehr als 8000 Stiftungen mitgliedschaftlich verbunden. Daher repräsentiert der Verband mehr Stiftungen, als er Mitglieder hat. In den Mitgliedsstiftungen des BVDS sind rund zwei Drittel des Stiftungsvermögens in Deutschland gebunden.[3]

Im Jahr 2008 ist der Bundesverband Deutscher Stiftungen als Verband des Jahres ausgezeichnet worden.[4]

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat folgende Gremien:

  • Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
  • Beirat des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
  • Konferenz der Arbeitskreisleiter
  • Ehrenmitglieder des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband vergibt die Medaille für Verdienste um das Stiftungswesen, den Deutschen Stifterpreis sowie das Siegel für gute Treuhandstiftungsverwaltung.[5]

Der Bundesverband ist aktiv im Trägerkreis der Initiative Transparente Zivilgesellschaft, dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE), dem Bündnis für Gemeinnützigkeit, der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM), dem Deutschen Kulturrat, dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (Gesamtverband) sowie der Kulturpolitischen Gesellschaft. International ist der Bundesverband Deutscher Stiftungen im DAFNE Donors and Foundations’ Networks in Europe und dem European Foundation Centre (efc) engagiert. In der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen ist die Initiative Bürgerstiftungen angesiedelt sowie das Netzwerk Stiftungen und Bildung und die Deutsche Stiftungsakademie.

Am 1. Oktober findet jährlich seit 2013 auf Initiative des Verbandes der deutschlandweite Tag der Stiftungen statt, an dem Stiftungen ihre Arbeit vor Ort der Öffentlichkeit präsentieren. Die Palette der lokalen Veranstaltungen umfasst beispielsweise Tage der offenen Tür, Lesungen, Feste, Podiumsdiskussionen und Stände in Fußgängerzonen. Ziel ist es, die gemeinnützige Arbeit deutscher Stiftungen bekannter zu machen. Jedes Jahr gibt es rund 160 Veranstaltungen. Der Tag der Stiftungen soll das Wirken von Stiftungen vor Ort bekannter und begreiflicher machen und zu einer gesteigerten Wertschätzung der gemeinnützigen Arbeit von Stiftungen beitragen.[6]

Der Bundesverband bringt eine Reihe von Publikationen heraus, darunter der Stiftungsreport, das Magazin StiftungsWelt und wissenschaftliche Veröffentlichungen wie der Stiftungsfokus.[7]

Einmal jährlich organisiert der Bundesverband den Deutschen Stiftungstag. Dieser gilt als größtes Stiftungstreffen in Europa.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Haus Deutscher Stiftungen in Berlin-Mitte ist Sitz des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.
Fassade des Hauses Deutscher Stiftungen, unmittelbar neben dem ehemaligen Checkpoint Charlie

Im Jahr 1948 gründeten Vertreter bedeutender Stiftungen die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Wohltätigkeits-, Erziehungs- und Kultus-Stiftungen. Aus ihr entwickelte sich die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Stiftungen. Seit 1990 trägt der Verband seinen heutigen Namen.

Seit 1991 gibt der Bundesverband Deutscher Stiftungen das Verzeichnis Deutscher Stiftungen heraus.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorsitzender ist Michael Göring, Vorstandsvorsitzender der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Als sein Stellvertreter fungiert Joachim Rogall, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung. Weitere Vorstandsmitglieder sind Michael Hanssler, Vorstand der Gerda Henkel Stiftung, Stephan Schauhoff, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht in der Partnerschaft Flick Gocke Schaumburg, Thomas Kempf, Vorstandsmitglied der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstand der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und Heike Catherina Mertens, Geschäftsführender Vorstand der Schering Stiftung.[9]

Ehrenmitglieder sind Fritz Brickwedde, Axel Freiherr von Campenhausen, Julia Dingwort-Nusseck, Jörg Koppenhöfer und Winfrid Freiherr von Pölnitz von und zu Egloffstein und Jürgen Chr. Regge.

Generalsekretär ist seit April 2016 Felix Oldenburg, der zuvor Europa-Direktor bei Ashoka war. [10] Stellvertretende Generalsekretärin ist seit Oktober 2014 Birgit Radow.

Ehemalige Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesverband Deutscher Stiftungen
  2. Verbandsstruktur. Abgerufen am 22. Juli 2017 (deutsch).
  3. https://www.stiftungen.org/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/staerker-aus-der-ertragskrise-stiftungen-entdecken-alte-und-neue-wege-fuer-mehr-wirkung.html
  4. DGVM INNOVATION AWARD "Verband des Jahres" Stand 10/2011
  5. Ausgezeichnete Leistung! Drei weitere Stiftungsverwaltungen erhalten Treuhand-Qualitätssiegel. Abgerufen am 22. Juli 2017 (deutsch).
  6. Bundesverband Deutscher Stiftungen: Tag der Stiftungen. Abgerufen am 23. April 2017 (deutsch).
  7. Bundesverband Deutscher Stiftungen - Startseite. Abgerufen am 23. April 2017 (deutsch).
  8. Sebastian Stricker: Deutscher Stiftungstag 2017: Europas größter Stiftungskongress ab Mittwoch in Osnabrück. (noz.de [abgerufen am 22. Juli 2017]).
  9. Verbandsstruktur. Bundesverband Deutscher Stiftungen, abgerufen am 26. Mai 2016.
  10. Pressemitteilung vom 19. April 2016 URL:https://www.stiftungen.org/fileadmin/stiftungen_org/Presse/Vitae/Info-Felix-Oldenburg-2016.pdf (abgerufen am 13. April 2017)