Bundesverband der Freien Wähler

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Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger (2019)

Der Bundesverband der Freien Wähler der Bundesrepublik Deutschland e. V. ist ein 1965 gegründeter Zusammenschluss von Landesverbänden, in denen kommunale Wählergruppen organisiert sind. Er führt auch den Namen Freie Wähler Deutschland (Eigenschreibweise: FREIE WÄHLER DEUTSCHLAND[1]). Bundesvorsitzender ist Hubert Aiwanger, Ehrenvorsitzender der ehemalige Bundesvorsitzende Armin Grein.

Dem Bundesverband gehören zehn Landesverbände an. Keine Gliedverbände bestehen in Schleswig-Holstein (der Landesverband der Wählergemeinschaften nimmt eine vergleichbare Rolle ein), Baden-Württemberg (der Freie Wähler Landesverband ist aus dem Bundesverband ausgetreten), in Brandenburg und Bremen (diese Landesverbände wurden „nach Anzeichen für eine rechte Unterwanderung“ ausgeschlossen[2]) sowie in den weiteren Stadtstaaten Hamburg (aufgelöst 2012 mangels Wählergruppen) und Berlin (nie existent).

Der Bundesverband vertritt Wählergruppen unabhängig von deren Eigenbezeichnung (die also nicht Freie Wähler lauten muss). Gleichfalls ist nur ein Teil der kommunalen Gruppen in den Landesverbänden vertreten. So sind beispielsweise in Nordrhein-Westfalen nur 34 % der 470 kommunalen Wählergemeinschaften Mitglied im Landesverband der Freien und Unabhängigen Bürger- und Wählergemeinschaften Nordrhein Westfalen e. V.[3]

Um bei Bundes- und Landtagswahlen antreten zu können, wurde 2009 die Bundesvereinigung Freie Wähler als Partei gegründet. Verband und Vereinigung sind dabei personell eng verzahnt. Während unabhängige, lokale Wählergruppen die gleichzeitige Mitgliedschaft in einer Partei üblicherweise ausschließen, wird aufgrund dieser Beziehung eine Mitgliedschaft in der Bundesvereinigung teilweise exklusiv toleriert oder gefördert.[4]

Außendarstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Außendarstellung der einzelnen Verbände und Vereine ist nicht einheitlich. Der Bundesverband und viele Landesverbände bevorzugen die „Marke“ Freie Wähler und als Logo die Abkürzung FW in blauer Schrift, darunter als „Unterstreichung“ den vollen Namen in Großbuchstaben in schwarzer Schrift und darüber links eine stilisierte aufgehende Sonne. In Rheinland-Pfalz bemüht sich der dortige Landesverband der Freien Wähler darum, dass die Mitglieder dieses Landesverbandes unter der Bezeichnung Freie Wählergruppe auftreten und hat sich ein Logo mit der Abkürzung FWG in einer orangen Schrift schützen lassen, unter dem viele Gruppen antreten.

Teilweise wird die Farbe Orange als Identifikationsmerkmal betrachtet,[5] teilweise findet eine Distanzierung von jeglicher Farbe statt.[6]

Beziehung zur Bundesvereinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesvereinigung Freie Wähler mit ihren Untergliederungen hat als Logo den Namen Freie Wähler, wobei die Ä-Striche durch ein orangefarbenes Häkchen ersetzt sind und darüber links angeordnet die stilisierte orange Sonne, die aufgeht. Die einzelnen Untergliederungen führen den jeweiligen Gebietsnamen unterhalb des Schriftzuges Freie Wähler in Orange.

Da die Landesverbände in vielen Bundesländern nicht zu Landtagswahlen antreten können, wurden in mehreren Ländern Landeswählergruppen oder Landesparteien gegründet, zum Beispiel in Thüringen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz oder Bayern. Die Teilnahme an überregionalen Wahlen ist innerhalb der Freien Wähler umstritten. Im Zuge dieses Streits trat unter anderem der Landesverband Baden-Württemberg aus dem Bundesverband aus.

1998 nahmen die Freien Wähler Bayern zum ersten Mal an den Landtags- und Bezirkstagswahlen teil. Sie erreichten dabei ein Landtagswahlergebnis von 3,7 %. Bei den Wahlen im Jahr 2003 konnten sie ihr Ergebnis auf 4,0 % steigern. Bei beiden Wahlen gelang ihnen zudem der Einzug in alle sieben Bezirkstage. 2001 und 2006 bewarb sich auch die FWG Rheinland-Pfalz bei der Landtagswahl um die Gunst der Wähler. Die FWG Rheinland-Pfalz erreichte 2,5 % (2001) und 1,6 % (2006).[7] Im Jahr 2004 traten auch die Freien Wähler in Thüringen zur Landtagswahl an und erreichten 2,6 %.

Die Freien Wähler Bayern zogen 2008 als erste in ein Landesparlament ein. Nach dem Erfolg der bayerischen FW bei der Landtagswahl 2008 beschloss der Bundesverband, zur Wahl zum Europa-Parlament am 7. Juni 2009 bundesweit anzutreten. Zur Kandidatur wurde eine Wählergruppe gegründet, die heutige Bundesvereinigung. Spitzenkandidatin war Gabriele Pauli. Die Freien Wähler erhielten 442 579 Stimmen, 1,7 % der gültigen Stimmen.[8] Die Bundesvereinigung ist personell stark mit dem Bundesverband verzahnt. Bundesvorsitzender in beiden Organisationen ist Hubert Aiwanger, sechs von acht Vorständen des Bundesverbandes sind auch im Vorstand der Bundesvereinigung.[9]

Landesverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FW Freie Wähler Landesverband Bayern der freien und unabhängigen Wählergemeinschaften e. V. (FW-Landesverband Bayern) wurde am 6. Mai 1978 gegründet. Heute umfasst er etwa 870 Orts- und Kreisverbände, die sich in Bezirksverbänden organisieren.[10] Landesvorsitzender war 28 Jahre lang der Mitbegründer Armin Grein. Sein Nachfolger ist seit März 2006 Hubert Aiwanger.

Der Landesverband möchte „als Alternative zu den Parteien bei der politischen Willensbildung des bayrischen Volkes mit[wirken].“[11] Um an der Landtagswahl 1998 teilnehmen zu können, wurde die Wählergruppe FW Freie Wähler Bayern e. V. gegründet. Das Antreten bei den Landtagswahlen war intern umstritten und wird von einigen Kreisverbänden abgelehnt. Die Freien Wähler, so die Kritik, würden damit ihr eigentliches kommunales Betätigungsfeld verlassen. Nach dem Parteiengesetz würden sie durch die Teilnahme an der Landtagswahl den Charakter einer Partei erhalten. Die Befürworter verweisen darauf, dass die Regeln für die Kommunen im Land gemacht würden. Aus dieser Wählergruppe entwickelte sich die Landesvereinigung Freie Wähler Bayern, die seit Oktober 2011 der Bundesvereinigung Freie Wähler angehört.

Hessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freien Wähler – FWG Hessen e. V. wurden am 19. Februar 1956 gegründet. Erster Vorsitzender war Gustav Schwarz aus Friedberg. Sie verstehen sich als Interessenvertretung aller parteiungebundenen Wählergruppen des Bundeslandes. Vorsitzender ist Ronald Berg. Er trat am 29. Juni 2019 in die Nachfolge von Rudolf Schulz, welcher nicht mehr antrat. Davor stand Walter Öhlenschläger (bis 2015) als Nachfolger von Thomas Braun an der Spitze des Verbands. Die Mitgliedsvereine des Verbands haben landesweit 15.000 Mitglieder.

Bei den Kommunalwahlen 2006 erhielten die FWG Hessen 5,2 % auf Kreisebene, Kommunalwahlen 2011 waren es 5,7 %.[12]

Die Wählergruppe FW Freie Wähler Hessen wurde „als Ergänzung zum Landesverband“ gegründet, um an der Landtagswahl 2008 teilnehmen zu können. Sie erzielte landesweit 0,9 % der Zweitstimmen.[13] Die Wählergruppe ist inzwischen der Bundesvereinigung Freie Wähler beigetreten.[14]

Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landesverband unterhält gemeinsame Online-Auftritte mit der Landesvereinigung Freie Wähler Mecklenburg-Vorpommern.

Niedersachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freien Wähler Niedersachsen – Bürgerinitiativen, Bürgerlisten und unabhängige Wählergemeinschaften wurden am 7. Juli 2007 gegründet.[15] Landesvorsitzender ist Udo Striess-Grubert. Ursprünglich wollten sie zur Bundestagswahl 2009 antreten, zogen aber ihre Beteiligungsanzeige vor der Sitzung des Bundeswahlausschusses wieder zurück.[16][17]

Bis 2010 betrachtete sich der Verband selbst als Partei.[18] Am 5. Juni 2010 gründete sich dann aus dem Landesverband heraus in Rotenburg (Wümme) eine Landesvereinigung als Landesverband der Bundesvereinigung Freie Wähler.[19] Der Landesverband beschränkt sich in der Folge wieder auf die Rolle als Dachverband der kommunalen Wählergemeinschaften.[20]

Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FW Freie Wähler NRW Landesverband der Freien und Unabhängigen Bürger- und Wählergemeinschaften Nordrhein-Westfalen e. V. wurde am 8. November 1980 mit Sitz in Hemer gegründet. Etwa ein Drittel der 470 Wählergruppen im Land Nordrhein-Westfalen gehören ihm an. Weitere 20 Prozent strebten 2010 eine Mitgliedschaft an, während der Rest entweder kein Interesse daran hat, Mitglied zu werden, oder den Verband noch nicht kennt.[21]

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg waren Wählergruppen sehr stark in Nordrhein-Westfalen. Mit dem Kommunalwahlgesetz von 1952 wurde das Recht, Wahllisten aufzustellen, auf politische Parteien begrenzt. Dadurch wurden parteifreie Kandidaten und kommunale Wählergemeinschaften von der Wahlteilnahme ausgeschlossen. Als das Bundesverfassungsgericht 1960 in einem Urteil (BVerfGE I1,266) solche Ausschlüsse wegen Verstoßes gegen die Grundsätze der Offenheit und Chancengleichheit des politischen Wettbewerbs und der kommunalen Selbstverwaltung für unzulässig erklärte, hatte das achtjährige Betätigungsverbot bereits die kommunalen Strukturen zerstört.

Rheinland-Pfalz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Podium bei der Delegiertenversammlung der FWG Rheinland-Pfalz am 15. September 2007, Hambacher Schloss

Der Landesverband Freier Wählergruppen Rheinland-Pfalz e. V. ist ein Interessenverband von Wählergruppen in Rheinland-Pfalz. Vorsitzender der FWG Rheinland-Pfalz ist Manfred Petry.

Bei den Landtagswahlen 1987, 2001 und 2006 versuchte die FWG in den Landtag einzuziehen, scheiterte aber jeweils deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde. Die mögliche Parteienfinanzierung konnte nicht in Anspruch genommen werden, da sich ein Teil der Mitgliedsverbände weigerte, ihre Finanzsituation beim Landeswahlleiter offenzulegen.

Im Jahr 2010 beschloss die FWG Rheinland-Pfalz, sich in einen bloßen Dachverband von Wählergruppen zurückzuverwandeln. Zur Teilnahme an der Landtagswahl 2011 wurde als Gliedverband der Bundesvereinigung Freie Wähler die Landesvereinigung Freie Wähler Rheinland-Pfalz gegründet. Zum Gründungsvorsitzenden dieser Landesvereinigung wurde ebenfalls Manfred Petry gewählt, aktueller Vorsitzender ist Stephan Wefelscheid.

Saarland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FW/FWG Freie Wähler Landesverband Saarland e. V. wurde als Dachverband von Wählergruppen im Saarland gegründet. Mitglieder im Landesverband können Kreis-, Stadt-, Gemeinde- und Ortsverbände als korporative sowie natürliche Personen als Einzelmitglieder sein. Vorsitzender ist Uwe Kammer.[22]

Bei den Kommunalwahlen 2004 errangen Freie Wähler rund 10 % der Mandate auf Gemeinde-Ebene. Die Freien Wähler traten am 30. August 2009 bei der Landtagswahl an und erreichten 0,8 % der Wählerstimmen.

Im Jahr 2011 wurden zwei Parteien aus der Mitte des Landesverbands heraus gegründet: am 18. August 2011 die Freien Wähler Saarland und am 26. August 2011 die Freie Wähler Landesvereinigung Saarland als Landesverband der Bundesvereinigung Freie Wähler. Beide fochten in der Folge einen Rechtsstreit um den Markennamen „Freie Wähler“ aus.[23]

Aus den lokalen Vereinigungen der Freien Wähler gab es Widerstand gegen die Vereinnahmung der Freien Wähler als Partei.[24] Auch im Vorfeld der Landtagswahl im Saarland 2012 kam es zu Spannungen zwischen dem Landesverband und der Landesvereinigung. Inzwischen sind die Vorstände von Landesverband und Landesvereinigung sind personenidentisch besetzt.[25]

Sachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freien Wähler Sachsen e. V. wurden am 14. November 1992 in der Stadthalle von Meerane gegründet. Gründungsmitglieder waren u. a. die Freien Wählervereinigungen von Bad Elster, Bad Muskau, Dresden, Krauschwitz, Lauter, Meerane und Pegau. Erster Vorsitzender wurde Klaus-Dieter Scholz aus Dresden. Den Vorsitz übernahmen 1997 Peter Ohl und 2004 Bernd Gerber.

Da es nach dem Landtagswahlgesetz in Sachsen nicht möglich ist, als Wählervereinigung zur Landtagswahl anzutreten, haben einzelne Mitglieder der Freien Wähler im Mai 2007 in Zwickau die Partei Freie Sachsen gegründet.[26] Diese erzielte ein Ergebnis von 1,4 %.[27] Am 18. Juni 2011 wurde eine Landesvereinigung Freie Wähler Sachsen der Bundesvereinigung Freie Wähler gegründet.[19]

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Auflösung des Landesverbands ist nicht nachgewiesen. Sollte er nicht mehr existieren, ist er unter den ehemaligen LVs zu führen.

Der Landesverband der Freien Wähler Sachsen-Anhalt wird seit Mai 2010 von Günther Weiße aus Naumburg geführt.

Bei der Landtagswahl 2006 trat der Landesverband als Teil des Bunds der Bürgerinitiativen und Freie Wähler Sachsen-Anhalt an, welcher 0,5 % der Stimmen erreichte. Am 12. Juni 2010 gründeten Mitglieder des Landesverbandes Freie Wähler Sachsen-Anhalt e. V. gemeinsam mit Vertretern der Volksinitiative „Gegen die Gemeindegebietsreform“ und unabhängigen Wählerinitiativen aus Wittenberg, Dessau und Jerichower Land die Freien Wähler Sachsen-Anhalt als Partei, welche kurze Zeit später Mitglied der ebenfalls neu gegründeten Partei Freie Wähler wurde.

Der Landesverband der Freien Wähler Sachsen-Anhalt e. V. existierte unter dem Vorsitz von Günther Weiße aus Naumburg als Ansprechpartner für die vielen freien und unabhängigen Wählergemeinschaften auf kommunaler Ebene weiter. Auf Grund der immer stärkeren parteipolitischen Konsolidierung der Partei Freie Wähler im Land und Bund ging die Bedeutung des Landesverbandes zurück und am 5. April 2019 wurde er im Vereinsregister gelöscht.

Thüringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Landesverband der Freien Wähler Thüringen wurde am 6. März 2004 in Eisenach gegründet. Vorsitzender ist Jürgen Haschke aus Jena.

Aus dem Landesverband heraus wurde die Partei Freie Wähler in Thüringen gegründet, die 2004 und 2009 bei Landtagswahlen antrat. Bei den Kommunalwahlen 2009 erhielt sie landesweit 6,7 % der Stimmen. Seit 2013 gehört sie als Landesvereinigung zur Bundesvereinigung Freie Wähler.

Ehemalige Landesverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Württemberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Freie Wähler Landesverband Baden-Württemberg ist 2009 unter dem Eindruck der Ankündigung einer Teilnahme des Bundesverbands an der Europawahl aus diesem ausgetreten.[28] Er wurde am 3. März 1956 in Stuttgart gegründet und ist überdurchschnittlich stark in der dortigen Kommunalpolitik verwurzelt.

Brandenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freien Wähler Brandenburg wurden am 4. April 2009 vom Bundesvorstand aus dem Bundesverband ausgeschlossen.

Der Landesverband war am 6. Dezember 2008 in Chorin gegründet worden. Landesvorsitzender wurde Hans-Jürgen Malirs aus Hoppegarten. Das ARD-Magazin Report München berichtete am 23. März 2009 über eine Unterwanderung der Freien Wähler in Brandenburg durch rechtspopulistische Kräfte. Über diese sei der Bundesverband bei deren Aufnahme nicht informiert worden, weshalb der Landesverband ausgeschlossen wurde.

Nach dem Ausschluss gründeten Mitglieder des Landesverbandes Brandenburg unter dem Vorsitz von Manfred Ehlert (ehemals Schill-Partei) mit den Freien Wähler Deutschland (FWD). eine Kleinpartei als Nachfolgeorganisation. Diese trat mit einer Landesliste zur Bundestagswahl 2009 an und beteiligte sich zusammen mit den Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen (BVB) an der Liste Zusammen für Brandenburg: Freie Wähler an der Landtagswahl 2009.

Auf ihrer Website wies die FWD ausdrücklich darauf hin, dass sie „nicht identisch mit Freie Wähler Deutschland Bundesverband der Freien Wähler der Bundesrepublik Deutschland e. V“ sei.[29] Gleichzeitig verwendete sie eine nur leicht abgewandelte Form des Sonnen-Logos des Bundesverbands der Freien Wähler.[30]

Die vom Bundesverband unabhängige Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler schaffte bei der Landtagswahl 2014 durch die Grundmandatsklausel den Einzug in den Landtag.

Bremen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freien Wähler Bremen wurden am 4. April 2009 aus dem Bundesverband ausgeschlossen.

Sie war am 5. Oktober 2008 im Sudhaus in der Bremer Neustadt gegründet worden. Der Landesverband bestand fast ausschließlich aus ehemaligen Mitgliedern der ehemaligen Schill-Partei sowie der rechtspopulistischen Wählervereinigung Bremen muß leben. Nach einem Bericht des Weser-Kuriers wurden von diesen acht Vorstandsposten besetzt. Dem Landesvorsitzenden Friedhelm Altvater wurde außerdem die Bezeichnung eines Zuschusses für einen jüdischen Friedhof als „Steuergeldverschwendung“ vorgeworfen. Der Bundesverband schloss den Landesverband daher „nach Anzeichen für eine rechte Unterwanderung“ aus. Man sei bei der Aufnahme des Landesverbandes Bremen nicht über die politische Vergangenheit der fraglichen Mitglieder informiert worden.[2]

Die Freien Wähler Bremen agierten in der Folge als eingetragener Verein, traten im Stadtgebiet Bremen zur Bürgerschaftswahl 2011 an und erreichten dort 0,2 % der Stimmen. Gleichzeitig verkündete die Bremer und Bremerhavener Bürger Liste (BBL) des ehemaligen FDP-Fraktionsvorsitzenden Uwe Woltemath mit dem Bundesverband der Freien Wähler eng zusammenzuarbeiten.[31]

Im Januar 2011 betrachteten sich die Freien Wähler Bremen wegen personeller Überschneidungen der Partei Freie Wähler Deutschland zugehörig, der aus dem ehemaligen Landesverband Brandenburg hervorgegangenen war.[32]

Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die FW Freien Wähler Hamburg e. V. wurden 2012 mangels kommunaler Wählervereinigungen aufgelöst. Er war im Dezember 2008 als Wählervereinigung gegründet worden.[33] Landesvorsitzender war Wolf Achim Wiegand. Mit der Auflösung ging das Vermögen des Vereins an die Landesvereinigung Freie Wähler Hamburg über.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Freie Wähler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BGH: Die Bezeichnung der Wählervereinigung „Freie Wähler Nordverband“ verletzt die Namensrechte des Vereins „Freie Wähler Deutschland“, abgerufen am 5. April 2019.
  2. a b Freie Wähler schließen zwei Landesverbände wegen Rechtskurs aus, pr-inside.com (Associated Press), 4. April 2009
  3. Konrad-Adenauer-Stiftung PARTEIENMONITOR AKTUELL – Die Bundesvereinigung FREIE WÄHLER
  4. Beispielhaft die Satzung des Vereins Freie Wähler Marktleugast e. V., abgerufen am 5. April 2019.
  5. Rede Tann – Freie Wähler Landshut, abgerufen auf fw-bayern.de am 1. Januar 2016
  6. Welche Farbe haben Freie Wähler? Herkunft ungeklärt, auf Websites diverser Ortsgruppen, siehe z. B. Altenmarkt etc., abgerufen am 1. Januar 2016
  7. FWG Rheinland-Pfalz, Erfolgsanalyse der Landtagswahlteilnahme 2001 und 2006 (Memento des Originals vom 31. Januar 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bg-speyer.de (PDF; 169 kB)
  8. Ergebnisse der Europawahl 2009 (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de
  9. Vorstand Bundesverband, Vorstand Bundesvereinigung
  10. Historie und Struktur. Abgerufen am 18. April 2019 (deutsch).
  11. Satzung des FW FREIE WÄHLER Landesverband Bayern der freien und unabhängigen Wählergemeinschaften (FW-Landesverband Bayern) e. V. 7. April 2012, abgerufen am 18. April 2019.
  12. Kommunalwahlen 2011 in Hessen. Abgerufen am 7. April 2019.
  13. Endgültiges Ergebnis: Hessen. (Nicht mehr online verfügbar.) Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original am 25. September 2009; abgerufen am 17. Februar 2013. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik-hessen.de
  14. Archivlink (Memento des Originals vom 12. Februar 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fw-hessen.de
  15. Freie Wähler Niedersachsen | Bürgerinitiativen, Bürgerlisten und unabhängige Wählergemeinschaften. Fw-niedersachsen.de. 25. November 2010. Abgerufen am 14. Dezember 2010.
  16. Roderich Egeler (Bundeswahlleiter): Übersicht zur Anerkennung der Parteien im Bundeswahlausschuss (Memento vom 20. Juli 2009 im Internet Archive) Bundestagsinfo vom 17. Juli 2009
  17. Parlamentsfernsehen: Übertragung der ersten Sitzung des Bundeswahlausschusses am 17. Juli 2009. Webtv.bundestag.de. Abgerufen am 15. Dezember 2010.
  18. Ausgewählte Daten politischer Vereinigungen, Bundeswahlleiter, Stand 31. Dezember 2017, abgerufen am 5. April 2019.
  19. a b Landesvereinigungen der FW
  20. Archivlink (Memento des Originals vom 3. Februar 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fw-niedersachsen.de
  21. Marcel Winter, Patrick Hintze: Kommunale Wählergemeinschaften in Nordrhein-Westfalen. Hamburg. 2010. S. 15. (PDF)
  22. Freie Wähler: Vorstand Landesverband Saarland. Abgerufen am 7. April 2019 (deutsch).
  23. Saarbrücker Zeitung Zwei Organisationen streiten um die Namensrechte für Freie Wähler@1@2Vorlage:Toter Link/www.saarbruecker-zeitung.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  24. Saarbrücker Zeitung Freie Wähler gründen heute eine Landesvereinigung Saarland
  25. Freie Wähler: Vorstand Landesvereinigung Saarland. Abgerufen am 7. April 2019 (deutsch).
  26. Freie Sachsen: Unsere Geschichte, abgerufen am 5. September 2009
  27. Landtagswahl 2009 in Sachsen: Vorläufiges Landesergebnis. Statistik.sachsen.de. Abgerufen am 15. Dezember 2010.
  28. Teilnahme an der Europawahl 2009 und Austritt aus dem Bundesverband, Mitteilung des Landesgeschäftsführers des Landesverbandes Freie Wähler Baden-Württemberg e. V., 4. Februar 2009 (PDF; 95 kB)
  29. Website der Freie Wähler Deutschland (FWD). Fw-deutschland.net. Archiviert vom Original am 7. September 2011. Abgerufen am 15. Dezember 2010.
  30. ''Zusammen für Brandenburg: Freie Wähler''. Bvb-fw.de. Abgerufen am 15. Dezember 2010.
  31. Mitteilung der BBL
  32. freiewaehler-bremen.de Ueber uns (Memento des Originals vom 25. August 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiewaehler-bremen.de
  33. FW Freie Wähler Hamburg e. V. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 16. September 2017; abgerufen am 17. April 2009. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiewaehler-hh.de