Bundesverband Homosexualität

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Der Bundesverband Homosexualität (BVH) war der Versuch einer Dachorganisation für Homosexuelle in der (westdeutschen) Bundesrepublik. Der BVH wurde 1986 in Köln gegründet und 1997 aufgelöst.

Nach Meinung seiner Kritiker zerbrach der Verband an seiner politischen Perspektivlosigkeit nach der Abschaffung des § 175 StGB. Anders als der LSVD wollte der BVH eine weitergehende Lebensformenpolitik jenseits der Öffnung der Ehe bzw. Einführung der Lebenspartnerschaft vertreten. Kritiker hielten das Konzept „Lebensformenpolitik“ für im Kern rechtspolitisch illusionär. Ähnliche Initiativen zu einem erweiterten Schutz von Lebensgemeinschaften gab es seitdem in Kalifornien, den Niederlanden, Schweden, Belgien und Österreich (siehe auch Eingetragene Partnerschaft, Zivilpakt).

Das Archiv des BVH wird im Schwulen Museum, Berlin, aufbewahrt.

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