Bundesverband mittelständische Wirtschaft

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BVMW - Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e.V.
Logo
Gründung 1975
Ort Berlin
Präsident Mario Ohoven
Vizepräsident(en) Willi Grothe und Hans-Michael Pott
Mitglieder 50.000
Website www.bvmw.de

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft – Unternehmerverband Deutschlands e. V. (BVMW) ist ein Wirtschaftsverband mit Sitz in Berlin.

Der BVMW ist eine branchen-neutrale Interessenvertretung der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland und vertritt aktuell rund 50.000 kleine und mittlere Unternehmen und Selbständige, in der v. g. Mitgliederzahl sind auch Kunden, die über eine Versicherung die Mitgliedschaft erworben haben, enthalten. Mit Einbeziehung der Mitglieder der aktuell 34 kooperierenden Fach- und Branchenverbände in der Mittelstandsallianz, darunter der Bund der Steuerzahler (BdSt), spricht der Verband für insgesamt über 600.000 Mitglieder, bei denen rund 12 Millionen Arbeitnehmer beschäftigt sind. Der BVMW ist damit die „größte freiwillig organisierte Kraft“ des deutschen Mittelstandes — in Abgrenzung zum Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Dachorganisation der deutschen Industrie- und Handelskammern. Der BVMW vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen seiner Mitglieder mit eigenen Büros in allen deutschen Bundesländern und mit etwa 40 Auslandsbüros unter anderem in Brüssel, der Volksrepublik China, Indien, Italien, Japan, Polen, der Ukraine und der Türkei. Neben der Lobbyarbeit konzentriert sich der Verband auf die Vernetzung seiner Mitglieder untereinander, die Förderung des unternehmerischen Austauschs mit dem Ziel der Wettbewerbsstärkung u. a. gegenüber Großkonzernen und die außenwirtschaftliche Unterstützung.

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BVMW wurde 1975 in Bonn gegründet. Einige Mittelständler versuchten, mit Parlamentariern in Bonn einen Dialog aufzubauen, damit Wirtschaftspolitik sich nicht nur an den Konzernen orientiert, und haben mit dieser Zielsetzung den Verband gegründet. Auslöser war eine Pleitewelle unter mittelständischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Der Verband finanziert sich nach eigenen Angaben seit seiner Gründung ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und freiwilligen Leistungen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident und Geschäftsführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze des Vereines steht der Vorstand mit einem Präsidenten. Dieses Amt hat seit 1998 der Unternehmer Mario Ohoven inne — zugleich auch Präsident der Europäischen Vereinigung der Verbände Kleiner und Mittlerer Unternehmen CEA-PME (Confédération Européenne des Associations de Petites et Moyenne Entreprises). Vizepräsidenten sind Willi Grothe und Hans-Michael Pott, Bundesgeschäftsführer des Verbandes ist Markus Jerger. Der Geschäftsleitung gehören an: Michael Woltering, Patrick Meinhardt und Michael Dammenhein.

Regionalverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BVMW ist in etwa 300 Kreisverbänden organisiert. Seit 2004 baut der BVMW Regionalverbände im Ausland auf. Über Vertretungen des BVMW im Ausland ist der Verband mittlerweile weltweit von der Schweiz über Indien bis nach Japan präsent.

Funktionsträger, Arbeitsweise, Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Betreuung der einzelnen Unternehmen in den Regionen erfolgt durch selbständige Verbandsbeauftragte. Diese vernetzen die Mitgliedsunternehmen, veranstalten regionale Events und leisten unternehmerische Unterstützung vor Ort. Zusätzlich werden mehrmals im Jahr überregionale sowie internationale Veranstaltungen abgehalten. Der BVMW versteht sich hierbei als Vermittler von Kontakten, Informationen, Wissen und Dienstleistungen im lokalen, nationalen wie auch internationalen Kontext.

Die Bundeszentrale in Berlin erarbeitet politischen und medialen Einfluss im Sinne der deutschen Mittelständler und kämpft für bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. Sie bündelt Themen und unterhält Gremien und Kommissionen, z. B. das Beraternetzwerk des IBWF Institutes sowie Kommissionen zu den Themen Arbeit und Soziales, Digitales, Energie, Gesundheit, Steuern und Finanzen sowie Unternehmenssicherheit.

Begleitet wird die Arbeit des BVMW durch einen Politischen Beirat.[1]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BVMW gibt alle zwei Monate das bundesweite Magazin „DER Mittelstand.“ heraus.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BVMW ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesverband mittelständische Wirtschaft: Der Politische Beirat des BVMW. Abgerufen am 2. Februar 2016
  2. Mitgliedsseite im EBD. Abgerufen am 18. Mai 2015.